Spärliche Hinweise auf neue Räumlichkeiten hat es von unserer Seite ja schon gegeben. Jetzt machen wir es aber mal amtlich: Ab Montag den 18.5.09 ziehen wir um! Genauer gesagt erweitern wir uns. Platzmangel ist der Grund, und Lust auf etwas Neues. In Zukunft wollen wir in der Kottbusser Str. 8 neue Fahrräder verkaufen und aufbauen, in der Admiralstr. 23 bleibt die Werkstatt für Reparaturen und Teileverkauf. Anders als in der schlecht informierten Berliner Zeitung geschildert bleiben wir, auch wenn wir jetzt viel mehr Platz haben, unserem Konzept treu: Fahrräder aus Stahl ohne Schnick-Schnack zu korrekten Preisen.
Im Konflikt um die Drogenszene am Kotti waren die Räume in der Kottbusser Str. 8 als Ersatz für den Druckraum in der Dresdener Str. im Gespräch. Druckräume sind wichtig für ein entspannteres Leben sowohl der AnwohnerInnen wie der KonsumentInnen (auch wenn die Drogenpolitik das Elend am Kotti erst produziert) und wir hoffen, dass sich in der Nähe ein geeigneter Ort findet.
Wir freuen uns jedenfalls sehr über die neuen Räume, für Verzögerungen jeglicher Art bitten wir um Verständnis, wir müssen noch viel bauen und einrichten in nächster Zeit.

Wenn Radfahrer ein rotes, achteckiges Schild mit der weißen Aufschrift „STOP“ vor sich sehen, bedeutet das eine Pflicht zum Anhalten. Beide Räder müssen still stehen, der Fuß muss von der Pedale auf den Boden gesetzt werden. Insofern sind Radfahrer allen anderen Verkehrsteilnehmern gleichgestellt. Allerdings ist die Anhaltepflicht für die Radfahrer besonders ineffektiv, denn es kostet viel Energie, ein Fahrrad abzustoppen und danach wieder auf Reisegeschwindigkeit zu bringen. Im Staat Idaho in den USA gab es kürzlich eine Gesetzesinitiative, die zum Ziel hatte, das Gebot zum Halt bei Stopschildern für Radfahrer aufzuweichen. Statt vollständig anzuhalten würde es nach diesem Gesetzesentwurf ausreichen, langsam an eine Stopstraße heranzurollen und sie zu passieren, wenn sie frei ist. Das so genannte Idaho Stop Law wurde vom Parlament leider nicht verabschiedet. Eine ähnliche Regelung hierzulande würde helfen, das Radfahren gleichzeitig sicher und effizient zu machen.
Viele Berliner Miethäuser besitzen noch einen klassischen Innenhof mit relativ guten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder es gibt einen bequem erreichbaren Fahrradkeller. Da, wo diese Möglichkeit der Fahrradunterbringung nicht gegeben ist, wird im Straßenraum häufig jeder Baum, jede Straßenlaterne und jedes Verkehrsschild zum sicheren Fahrradparken genutzt. Aufgabe der Kommune wäre es, die Hauseigentümer zu animieren, Fahrradstellmöglichkeiten zu schaffen. Eine relativ kostengünstige Lösung ist der WBA 100 Granit Befestigungsanker, der das sichere Anschließen von Fahrrädern in Garagen, in Kellern und an Hauswänden ermöglicht. Der zwei Kilo schwere Anker kann entweder am Boden oder an der Wand montiert werden. Aufgrund der flachen Bauform und Kunststoffabdeckung ist ein Überfahren des WBA 100 ohne Probleme möglich. Durch die wetterfeste Ausführung steht einem Einsatz im Außenbereich nichts entgegen. An der Befestigungsöse mit 65mm lichter Öffnung lässt sich ein Fahrrad sicher anschließen. 16mm dicker Bügel, der einen hohen Widerstand gegen jegliche Art von Aufbruchsversuchen bietet. Der Preis liegt bei knapp siebzig Euro.