Job in der Radspannerei!

Eigentlich ist unser Blog ja ein Blick über den Tellerrand unseres Fahrradladens. Mit diesem Beitrag machen wir eine Ausnahme, weil wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine neue Mitarbeiter*in suchen.

Gefragt ist eine Person die Lust hat auf eine vielfältige Mischung aus Beratung, Verkauf und Fahrräder schrauben.  

Du solltest

-Erfahrung in einem professionellen Fahrradladen haben.

-Mit Computern umgehen können und

-Kenntnisse in Office Programmen besitzen

-Lust auf Teamgeist haben und auf eine respektvolle und freundliche Interaktion mit Kolleg*innen und Kund*innen

-Genauigkeit und die Fähigkeit zum Multitasking mitbringen.

-Deutsch auf B1 Niveau in Schrift und Wort beherrschen

-Mindestens 3 Tage die Woche arbeiten wollen.

Bewerbungen bitte an buero@rad-spannerei.de

Wer nicht radelt, hat verloren!

Fahrräder sind in Zeiten der Pandemie das ideale Vehikel für politische Meinungsäußerung, denn 1,5m Hygiene-Abstände sind bedingt durch die Fahrräder ja von selbst gegeben. Zum 9. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus in Deutschland, ruft die VVN-BDA Berlin zu einer Fahrraddemo durch Berlin auf. Start ist um 12 Uhr am Sowjetischen Ehrenmal in der Schönholzer Heide in Wilhelmsruh. Mit diversen Zwischenkundgebungen geht es über Weddding, Mitte und X-berg zum Sowjetischen Ehrenmal in Treptow, wo gegen 18 Uhr der Abschluss ist. Also Kette geölt, Luft aufgepumpt und los zum antifaschistischen Fahrradkorso!

https://neuntermai.vvn-bda.de/

Fahrraddemo gegen die A100

Trotz Klimakrise und Mobilitätsgesetz gibt Berlin 2021 noch 200.000 € pro Meter für eine Autobahn aus.

„Seit Jahrzehnten hinkt der Verkehrssektor beim Klimaschutz hinterher. Statt klimaschädliche CO2-Emissionen zu senken, wird munter an den nächsten Kilometern Autobahn gebaut. Während andere Städte wie New York, Seoul, Paris ihre Stadtautobahnen zurückbauen, wächst die fragwürdige A100 in Berlin weiter und weiter, und soll immer teurer werden. Der ADFC-Fahrradklima-Test zeigt: Radfahrende in Berlin sind mit den Wegen fürs Rad noch nicht zufrieden. Statt den Kfz-Verkehr zu fördern, muss Berlin jetzt stadtweit in klimafreundliche Radinfrastruktur investieren“, fordert Frank Masurat aus dem Vorstand des ADFC Berlin. Wir wollen Berlin zu einer lebenswerten Stadt für alle machen. Wir wollen Mobilität für alle und keinen weiteren Meter Autobahn! 
Es ist Zeit, wieder auf die Straße zu gehen!

Wir rufen zur Fahrraddemo auf: Samstag, 10. April 2021, 14 Uhr
Start: Hermannplatz
Wir fahren über die A100 und enden am Bundesverkehrsministerium.

Eine Schneise wird durch Berlin geschlagen und zementiert Pläne einer Stadt im Stil der 50er Jahre: gebaut für Autos, nicht für Menschen. Die Autobahn A100 von Neukölln nach Treptow ist im Bau; der nächste Abschnitt durch Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg bis zur Storkower Straße ist beschlossen. Wir sagen: Schluss damit! Wir wollen Mobilität für alle und eine lebenswerte Stadt – keinen weiteren Meter Autobahn!
Deutschland hat sich den Pariser Klimazielen verpflichtet, Berlin hat den Klimanotstand ausgerufen. Im Verkehrssektor müssen wir jetzt die Emissionen drastisch senken. Und für Klimagerechtigkeit braucht es noch mehr: eine echte Mobilitätswende und weniger Autos!
Wir wollen eine vielfältige Stadt mit sauberer Luft, öffentlichen Parks und Clubkultur. All das ist durch die A100 in Gefahr! Deshalb protestieren wir mit einer großen Fahrraddemo unter dem Motto „A100 stoppen – Lebenswertes Berlin für alle“. 
Gemeinsam fordern wir:
• Sofortiger Baustopp der A100 und aller Autobahnprojekte bundesweit!
• Den 16. Bauabschnitt (Neukölln-Treptow) sinnvoll nutzen – mit Platz für Menschen auf dem Rad und zu Fuß, für den ÖPNV, für Kulturveranstaltungen und bezahlbare Wohnungen!
• Autobahn-Millionen aus dem Bundesverkehrswegeplan umwidmen für klimafreundliche Mobilität!

Als Berliner*innen, als Radfahrer*innen und Klimaschützer*innen nehmen wir uns auf der A100 den Platz, der sonst nur Menschen mit Auto zugänglich ist – das ist in Berlin nur ein Drittel der Bürger*innen. Mit Tausenden Fahrrädern auf der Autobahn fordern wir ein nachhaltiges und lebenswertes Berlin für alle! Es gibt ein Hygienekonzept. Wir tragen Maske und halten Abstand.  

Zu dieser Demo rufen auf:  

  • ADFC Berlin
  • Aktionsbündnis A100 stoppen!
  • Changing Cities
  • Fridays for Future Berlin
  • Berlin4Future
  • Parents for Future
  • Sand im Getriebe Berlin
  • Ende Gelände Berlin
  • VCD Nordost
  • Grüne Jugend Berlin
  • Extinction Rebellion
  • Rebel Riders
  • Interventionistische Linke Berlin
  • Volksentscheid Berlin autofrei
  • Powershift
  • Bündnis Berliner Straßen für alle
  • BUND Berlin
  • Else/Renate

und natürlich auch die Radspannerei!

Parkraum ist übelste Verschwendung…

Die Gruppe Parkraumgetiere & Co sagt:

Parkraum ist übelste Verschwendung – wir fordern den öffentlichen Raum zurück!

Das Chamäleon ist eine Plattform auf 2 m Höhe, 5,30 Länge und 2,5 m Breite zur Besetzung von Parkraum. Für den Transport hat es vier berollte Beine, vor Ort installiert ist es nutzbar als Bühne, Balkon, Transpiständer. ..

Derzeit wartet es noch auf den ersten Einsatz. Der Transport ist nur mit mehreren Menschen auf kurzen Strecken möglich und natürlich wollen wir die Premiere gebührend feiern und den Sinn des Ganzen laut und deutlich kundtun, was im Moment leider etwas schwierig ist.

Wir haben das Tier gebaut, damit es sich Initiativen/Gruppen für Kundgebungen oder temporäre Parkraumgestaltung ausleihen können. Da es zukünftig am Moritzplatz einen sicheren Standort bekommt, ist der Bewegungsradius des Chamaeleons zunächst auf Berlin- Mitte und -Kreuzberg beschränkt. Rechtlich gesehen kann das Getier maximal 2 Wochen an der gleichen Stelle im öffentlichen Raum stehen. Wenn man sich um ein paar Dinge kümmert, ist es eine echte Bereicherung der näheren Umgebung!

Den Bau möglich gemacht haben zahlreiche private Spenden für Material von Einzelpersonen und Projekten, Menschen mit Fachwissen, die uns mit Rat beigestanden haben, Menschen, die kamen, wenn viel zu stemmen war und nicht zuletzt ein großartiges Projekt, das über Monate Baulärm, Fristverschiebungen und Stromausfälle gelassen und geduldig ausgehalten hat! Danke an Alle!

Meldet Euch, wenn Ihr das Tier selbst auf die Straße bringen wollt. Wir sind gespannt.

 die Parkraumgetiere & co

Kontakt: chama-eleon@riseup.net

Fahrraddemo „1,5° statt A100“

Changing Cities e.V., Ende Gelände Potsdam, IL Berlin und Aktionsbündnis A100 stoppen! rufen gemeinsam zur Demo am 12. Dezember auf.

Vor fünf Jahren, am 12. Dezember 2015, beschlossen die Staaten der Welt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen und so die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Signal verstanden. Aber die Zivilgesellschaft kann nicht von sich aus eine Klimawende herbeiführen. Sie fordert deshalb am 5-Jahres-Tag, dass die bisher viel zu zögerliche Politik ihre Klimaziele und -maßnahmen sofort in Einklang bringt mit dem von ihnen unterschriebenen Abkommen.

Nur mit einer radikalen Energie-, Ernährungs- und Verkehrswende kann die heranziehende Katastrophe noch gemildert werden. Doch eine Umkehr in der autozentrierten Politik ist in Berlin nicht in Sicht, die Regierung baut weiterhin Autobahnen, investiert somit in die Vergangenheit, zerstört Natur- und Agrarflächen, Wohn- und Lebensraum – sogar vor der eigenen Haustür, siehe A100 – und verhindert damit eine echte Verkehrswende.

Mit dem nicht-motorisierten, sicheren und ökologischen Verkehrsmittel der Zukunft, dem Fahrrad, radeln wir für die Lösung: Für ein lebenswertes Berlin, für eine echte Verkehrswende und für den Dannenröder Wald!

Wir fordern von den Politiker*innen im Bund, in den Ländern und den Kommunen einen Stopp des bisherigen Kurses und verantwortungsvolle Entscheidungen für eine klimagerechte Zukunft unseres Planeten. Dafür treffen sich Berliner und Brandenburger Bürger*innen an einem anachronistischen Autobahnkreuz und zeigen, dass eine ökologische Verkehrswende selbst gemacht werden muss – und kann!

Route Potsdam: 
10 Uhr Glienicker Brücke; 11 Uhr Wannsee S-Bahn; 11:30 Uhr weiter über Kreuz Zehlendorf auf die AVUS (A115); um ca. 12:30 – 12:45 Zwischenkundgebung mit  Berliner Demo (an Kreuzung AVUS/A100, Abfahrt 10 “Funkturm”, Halenseestraße; Abschlusskundgebung am Kraftwerk, Motardstraße

Route Berlin:
10:30 Uhr Hermannplatz, Abfahrt 10:50 Uhr.
Hermannstraße bis Auffahrt Britzer Damm A100 bis Abfahrt Tempelhofer Damm – Tempelhofer Damm bis Platz der Luftbrücke – Dudenstraße – Kolonnenstraße – Hauptstraße bis Bülowstraße – Kleiststraße – Tauentzienstraße – Kurfürstendamm bis Rathenauplatz – 12.30 Uhr Zwischenkundgebung mit der Demo A115/Avus: Halenseestraße /Abfahrt 10 “Funkturm” – 13.30 Uhr Abschlusskundgebung am Heizkraftwerk Reuter West (Motardstraße) 

Bitte tragt während der gesamten Veranstaltung Eure Masken und haltet Abstand!

Changing Cities

Was machen eigentlich die Berliner Radschnellverbindungen?

Vor drei Jahren haben SPD, die Linke und die Grünen in Berlin eine Koaltionsvereinbarung für fünf Jahre unterschrieben. Im Abschnitt „Radverkehrsinfrastruktur ausbauen“ heißt es darin: „Die Koalition wird den Bau von Radschnellverbindungen vorantreiben, damit Pendler*innen weitgehend kreuzungsfrei – oder an Knotenpunkten bevorrechtigt – auch größere Distanzen überwinden können. Ziel ist eine Gesamtlänge von 100 km.“ Nun sind etwa zwei Dritttel der Regierungszeit von Rotrotgrün abgelaufen. Ist die Koalition dem Ziel „100 Kilometer Radschnellwege“ näher gekommen?

In einem ersten Schritt wurden aus einer Vielzahl von Trassenvorschlägen zehn Korridore ermittelt, die nahezu alle radial aus den Stadtzentren in die Außenbezieke führen. Danach wurden Machbarkeitsuntersuchungen für die Mehrzehl der Trassenkorridore in Auftrag gegeben.Und so ist der Arbeitsstand bei den einzelnen Radschnellwegen:

1 Y-Trasse, Machbarkeitsstudie sollte im 2./3. Quartal 2019 vorliegen.
2 Trasse Mitte-Tegel-Spandau, Machbarkeitsstudie noch nicht in Auftag gegeben.
3 Königsweg, Machbarkeitsstudie sollte im 2./3. Quartal 2019 vorliegen.
4 Panke-Trail, Machbarkeitsstudie soll im Herbst 2019 vorliegen.
5 West-Route, Machbarkeitsstudie soll im 4. Quartal 2019 vorliegen.
6 Teltowkanal-Route, Machbarkeitsstudie sollte im 2./3. Quartal 2019 vorliegen.
7 Spandauer Damm, Machbarkeitsstudie soll im 4. Quartal 2019 vorliegen.
8 Nonnendammallee, Machbarkeitsstudie soll im 4. Quartal 2019 vorliegen.
9 Landsberger Allee Dialogveranstaltung 9. Dezember 2019, Machbarkeitsstudie ab dem 2. Quartal 2020.
10 Heiligensee, Machbarkeitsstudie noch nicht in Aufrag gegeben.

Es ist nicht zu übersehen, dass der Senat arg hinter seinem eigenem Zeitplan hinterherhinkt. Viele Machbarkeitsstudien sollte bereits seit Monaten vorliegen, weitere müssten eigentlich bis Weihnachten veröffentlicht werden.

Erst wenn eine Trasse für einen Radschnellweg festgelegt ist, beginnt der zeitaufwändigste Abschnitt der Bauvorbereitung, nämlich Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Planfeststellungsverfahren, Ausführungsplanung sowie letztlich die Vergabe der Bauleistung. Und danach muss schließlich auch noch gebaut werden.

Fazit: Berlin ist von dem Ziel, 100 Kilometer Radschnellwege zu bauen, sehr, sehr weit entfernt.

Kottbusser Damm noch immer ohne geschützten Radweg

Vor zwei Jahren hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg beschlossen, dass an einer der gefährlichsten Straßen im Bezirk, nämlich am Kottbusser Damm, ein geschützter Radstreifen (PBL) eingerichtet werden soll. Bis heute wurde nicht mit den Bauarbeiten begonnen. Ein Zustand, der tödliche Folgen haben kann.
Deshalb ruft das Netzwerk Fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzberg zur „Kottical Mass“ auf. Die Fahrraddemonstration ist angelehnt an das Konzept der Critical Mass, nur dass der Kottbusser Damm in einer Endlosschleife hoch- und runtergefahren wird – zwei Stunden lang. Bitte helft mit, den Protest gegen den Stillstand lautstark zu machen. Die Veranstaltung ist angemeldet. Die Grafik zeigt, wie der Kottbusser Damm sicher umgestaltet werden könnte.

Bild: Changing Cities

Wann? Mittwoch, 30. Oktober, 18 Uhr bis 20 Uhr
Wo? Kottbusser Brücke, Ecke Planufer, gegenüber der Ankerklause
Geschrieben von harrdoc

Keine Verbesserung für Radfahrende auf der Oberbaumbrücke!

Die Oberbaumbrücke ist eine der meistbefahrenen Radfahrstrecken Berlins. Dennoch erhält der Fahrradverkehr nach Abschluss der Fahrbahnsanierung am Dienstag (22.10.2019) keinen wirklich breiten und sicheren Radweg. Siehe Grapfik.

  1. Bild( Changing Cities)

Um Platz zu schaffen wurde die Zweispurigkeit der Fahrbahn für Autos aufgehoben und in jeweils eine überbreite Spur pro Richtung umgewandelt. Die neue Aufteilung widerspricht zwar nicht den Vorgaben des Mobilitätsgesetzes, aber sie führt zu keiner Verbesserung der Fahrradinfrastruktur so wie es das Mobilitätsgesetz fordert. Genau das Gegenteil schein sogar der Fall zu sein. Die gefühlte Breite beschränkt sich wie auf Bild 2 zu sehen ist auf lediglich 1,35 Meter.

Bild: Martin von Changings Cities

Überholvorgänge zwischen Radfahrenden bleiben lebensgefährlich, zumal die Autos auf die Radspur drängen, weil eine bauliche Trennung zwischen Radspur und Kfz-Spur fehlt. Die neue Verkehrslösung stellt keine Verbesserung für den Radverkehr auf dieser wichtigen Verbindung über die Spree dar, auch wenn das Jan Thomsen, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz behauptet. Die neuen Straßenmarkierungen widersprechen zwar nicht dem Mobilitätsgesetz, sie fördern aber auch nicht den Fahrradverkehr in Berlin, dem eigentlichen Ziel der Mobilitätsgesetzes. Der ADFC hat die Überlegungen zur notwendigen Breite für sicheres Überholen
aufgeschrieben:

Der Platzbedarf zum sicheren Überholen von zwei Radfahrenden liegt demnach bei 2,5 m Mindestbreite inklusive der Sicherheitsabstände. Wenn der Senat es wirklich Ernst meint mit der Umsetzung des MobG müssen folgende Punkte an der Oberbaumbrücke realisiert werden

  1. Reduzierung der PKW-Spur auf Normbreite damit eine überbreite Radverkehrsanlage entstehen kann, auf der zwei Radfahrende sich sicher überholen können.
  2. Die Radverkehrsspur muss durch bauliche Maßnahmen vom Kfz-Verkehr getrennt werden.

Geschrieben von harrdoc

Kreuzberg autofrei?

Die Errichtung von Durchfahrtsperren mittels Pollern ist in Friedrichshain-Kreuzberg ja endlich wieder Mittel der Verkehrsberuhigung geworden. Die Geschichte darum zeigt aber auch: Verwaltung und Politik (selbst wenn sie sich wie in Kreuzberg seit Jahrzehneten „ökologisch“ nennen), werden nur aktiv, wenn sie von Initiativen dazu gedrängt werden. Hier ein neuer Anlauf mit einer Demonstration unter dem Motto Kreuzberg autofrei!http://autofreiberlin.de/wp-content/uploads/2019/09/blockparade5gross-768x524.jpg

Die veranstaltende Initiative autofreiberlin schreibt dazu:

Global denken, lokal handeln! Während unsere Regierung mit vollkommen unzureichenden Maßnahmen auf die weltweite Klimakrise reagiert, fangen wir bei uns mit der Verkehrswende einfach schon mal an – dieses Mal in Kreuzberg. Wir fordern sofortige Maßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs und werden mit Euch gemeinsam am Samstag, den 26.10.2019 von 14 bis 17 Uhr rund um das Kottbusser Tor aufzeigen, wie viel lebenswerter die Innenstadt ohne Autos wäre. Los geht es am Hermannplatz, wo sich Radfahrer*innen und Fußgänger*innen auf dem Gehweg stapeln, während Autos freie Fahrt haben. Weiter demonstrieren und flanieren wir auf dem Kottbusser Damm, der bisher vollkommen ohne Schutz für Radfahrer*innen auskommt, bis wir das Kottbusser Tor erreicht haben – einem der übelsten Unfallschwerpunkte in Berlin. Es kann nicht angehen, dass ausgerechnet die klimafreundlichsten Verkehrsteilnehmer*innen tagtäglich Angst um Leib und Leben haben müssen! Von dort biegen wir auf die Skalitzer Straße, bevor wir kurz vor dem Görlitzer Bahnhof die Oranienstraße erreichen – eine der pulsierendsten Lebensadern des Bezirks, zugeparkt und zugestaut. Für eine lebenswerte Oranienstraße fordern wir breitere Gehwege und sichere Fahrradstreifen bei gleichzeitigem Wegfall der Parkplätze und Vorrang für die BVG. Und natürlich Tempo 30. Ohne nervigen Autoverkehr und Zweite-Reihe-Parker*innen werden wir dann gemütlich zum Moritzplatz schlendern. Bei der Blockparade #5 handelt sich um eine angemeldete Demonstration. Bring your Soundsystem oder Soundbike, wir wollen Tanz und Musik statt Lärm und Abgasen! Flummys statt Feinstaub…

Wir freuen uns riesig darauf, mit Euch gemeinsam Kreuzberg für ein paar Stunden autofrei zu machen!

https://www.facebook.com/events/2767518293272808/

Klimastreik 2019, wir streiken mit!

Am 20.09.2019 bleibt die Radspannerei geschlossen. Wir sehen uns auf der Straße:

Die Demo startet um 12 Uhr am Brandenburger Tor. Um 20 Uhr gibt es eine Critical Mass ab Mariannenplatz in Kreuzberg.

Wir teilen den Aufruf von Fridays for Future:

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten jeden Freitag für ihre Zukunft. Jetzt sind alle Menschen gefordert: Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis rufen wir gemeinsam auf, mit #FridaysForFuture auf die Straße zu gehen – alle zusammen für das Klima!

Die Schüler*innen haben mit ihren Protesten gezeigt, dass sie die Politik unter Zugzwang setzen können. Am 20. September entscheidet die Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik. Wenn wir alle zusammenstehen, treiben wir die Regierung zum notwendigen Handeln.

Macht mit: Kommt am 20. September zur Demonstration bei Euch vor Ort!
#Klimastreik 
#AlleFürsKlima

Die Reisetätigkeiten der Berliner Senatsmitglieder

Der AFD-Abgeordnete Pazderski hat eine kleine Anfrage an den Senat gestellt, die aus drei Einzelfragen besteht:

1. Wie viele dienstlich bedingte Inlandsflüge, Flüge innerhalb Europas und Flüge außerhalb Europas haben die einzelnen Mitglieder des Senats seit dem 1.1.2017 unternommen?
2. Wie viele dienstlich bedingte Bahnreisen außerhalb Deutschlands, aber innerhalb Europas haben die einzelnen Mitglieder des Senats in der Zeit unternomen?
3. Wie viele dienstlich bedingte Autoreisen außerhalb Berlins, aber innerhalb Deutschlands haben die einzelnen Mitglieder des Senats unternommen?

In der Antwort auf die erste Frage sagt der Senat, dass die Senatsmitglieder 27 dienstlich bedingte Inlandsflüge, 76 Flüge innerhalb Europas und 14 Flugreisen außerhalb Europas unternommen haben. Es folgt eine Auflistung jedes einzelnen Fluges. So hat Justizsenator Behrendt zum Beispiel sieben Flüge nach Karlsruhe, Kopenhagen, Brüssel, Luxemburg, Köln/Bonn, Saarbrücken und erneut nach Brüssel unternommen. In dieser Weise werden alle Dienstflüge der Senatsmitglieder abgearbeitet. Am häufigsten flogen der Regierende Michael Müller (22), Finanzsenator Matthias Kollatz (15) und Innensenator Andreas Geisel (15), alle SPD.

In der nächsten Frage geht es um dienstlich bedingte Bahnreisen außerhalb Deutschlands. Hier gibt es nur einen einzigen mageren Eintrag. Klaus Lederer (Linke) fuhr zweimal mit dem Kulturzug nach Breslau.

Sehr viel länger ist die Liste, wenn es um dienstlich bedingte Autofahrten außerhalb Berlins geht. Von den insgesamt 96 Autoreisen hat allein Behrendt von den Grünen allein 37 mal seinen Chauffeur gerufen, um sich durch die Lande kutschieren zu lassen, darunter 13 Fahrten nach Potsdam, aber auch nach Großbeeren, Michendorf und Kleinmachnow.

Man will den Senatsmitgliedern ja gern glauben, dass manchmal ein so großer Berg an Akten mitgeschleppt werden muss, dass nur eine Fahrt mit dem Auto Sinn macht. Mit Sicherheit trifft das aber nicht auf alle Autofahrten zu. So bleibt der Eindruck, dass Flüge und dienstliche Autofahrten deshalb nötig sind, weil sie das Ego des Senatsmitglieds putzen und das trifft gleichermaßen auf alle drei im Senat vertretenden Parteien zu.

Kleine Anfrage: Reisetätigkeiten der Berliner Senatsmitglieder (pdf-Dokument)

Regierender Bürgermeister lässt sich anstecken vom Wiener 365-Euro-Jahresticket

Michael Müller hat sich in einem Interview der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) für einen stark verbilligten Öffentlichen Nahverkehr ausgesprochen. Wörtlich sagte er: „Tatsächlich habe ich mich von diesem 365-Euro-Jahresticket in Wien anstecken lassen. Ich will Schritt für Schritt auch das Ziel verfolgen, ein Jahresticket für den öffentlichen Personennahverkehr für 365 Euro anbieten zu können.“

Zur Zeit kostet ein Nahverkehrsabo im Tarifbereich AB in der günstigsten Variante 728 Euro im Jahr, also fast genau zwei Euro am Tag. Müller möchte diesen Tarif „Schritt für Schritt“ auf einen Euro senken.

Die Stadt Wien hatte diesen Schritt im Jahre 2012 gewagt, die Zahl der verkauften Jahrestickets war daraufhin stark angestiegen.

Die Einführung eines 365-Tickets wäre ein starkes Signal ür eine umweltfreundliche Verkehrspolitik in Berlin. Die regierende rotrotgrüne Koalition hat in den vergangenen knapp drei Jahren den Preis eines Sozialtickets von 36,00 auf 27,50 € gesenkt. Nach den Sommerferien können Schüler den Nahverkehr kostenlos nutzen.

NZZ: Interview mit den Stadtoberhäuptern von Wien, Berlin und Zürich

Fahrradparkplätze in Fürstenberg / Havel

Die Stadt Fürstenberg an der Havel hat im vergangenen Jahr noch einmal 200.000 € in die Hand genommen, um die Parkmöglichkeiten am Bahnhof zu verbessern. Fürstenberg liegt an der Bahnstrecke Rostock bzw. Stralsund und Berlin.Im Ein-Stunden-Takt hält hier der Regional-Express RE 5 und in fast einer Stunde können die Reisenden das Berliner Zentrum mit dem Zug erreichen. Da inzwischen viele Berufspendler den Regionalexpress nutzen, reichten die 112 im Jahre 2012 geschaffenen Kfz-Parkplätze bei weitem nicht aus. Mit dem frischen Geld konnten 20 weitere Kfz-Pendler-Parkplätze geschaffen werden.

Auch an Fahrräder hat man in Fürstenberg gedacht. Eine alte, abgewrackte Abstellanlage mit 55 Fahrradstellplätzen wurde demontiert, stattdessen wurde eine überdachte Fahrradabstellanlage mit festem Untergrund für 38 Fahrräder gebaut. Die Fahrradparkplätze sind genauso umkämpft wie die Autostellplätze auf der anderen Seite des Bahnhofs. Selbst in den großen Ferien ist kein einziger Fahrradparkplatz unbesetzt. Wenn man möchte, dass mehr Pendler die umweltfreundliche Kombi Fahrrad & Zug nutzen, um die die Hauptstadt zu pendeln, sollte man noch mal die doppelte Menge an Fahrradstellplätzen dort bauen.

Felsen in der Bergmannstraße

Wenn man heute mit dem Rad vom Mehringdamm über die Bergmannstraße zur Marheinekemarkthalle fahren will, muss man genauso viel Zeit einplanen wie früher. Zweitereiheparker wirken wie Pfropfen in der engen Straße und behindern das Vorankommen gehörig. Aber immerhin ist die Straße durch Parklets, Fahrradabstellplätze und Poller viel autofreier und schöner geworden. Man blickt nicht mehr ausschließich auf parkende, stehende und fahrende Kfz, sondern nimmt die Menschen auf den Bürgersteigen und auf dem Straßenmobiliar wahr.

Seit Mitte der Woche ist die Bergmannstraße um ein Requisit reicher. Auf einer Länge von 50 Metern liegen große Felsbrocken, die verhindern sollen, dass das kurze Straßenstück zugeparkt wird. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg: „Bis jetzt wurde das absolute Halteverbot durch viele Autofahrer*innen missachtet. Dadurch wird aktuell die umfangreiche Baumaßnahme in der Friesenstraße behindert und die termingerechte Fertigstellung gefährdet.“ Laut Berliner Zeitung wurden die Findlinge aus Mecklenburg „für einen schmalen Taler“ beschafft. Die großen Feldsteine sollen dort fünf Wochen liegen bleiben, bis die Friesenstraße saniert ist.

Autofahrer, die dennoch in die entstandene Sackgasse Richtung Friesenstraße fahren, halten nun respektvoll Abstand zu den Felsen. Und Radfahrer nutzen die neue Verkehrsführung wie selbstverständlich Wenn die Felsbrocken auch nachts gut ausgeleuchtet sind, sodass kein Radfahrer sie im Dunkeln übersieht, dann können die Dinger gern auch länger liegen bleiben.

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg: Findlinge sichern den Begegnungsplatz in der Bergmannstraße
Tagesspiegel: Steinzeit in der Bergmannstraße
Berliner Zeitung: Kampf gegen Falschparker Findlinge blockieren die Bergmannstraße
Bild: Kreuzberg legt Autofahrern Riesen-Steine in den Weg

Kein Kiez für Nazis! Antifaschistische Stadtrundfahrt durch Spandau

Spandau droht zu kippen! Ist für die meisten Berliner*innen Spandau ein etwas verschlafener Bezirk am Rande der Stadt, wird er für Nazikader, Thor-Steinar-Träger*innen, AfD-Prominenz und die Grauen Wölfe zu einem neuen Zentrum.

Doch ihnen wird am 22.06.2019 eine entschlossene Fahrraddemo in die Parade fahren! Wir werden Stätten rechter Umtriebe markieren und an antifaschistischen Widerstand erinnern.

Zuletzt ist eine rasante Zunahme rechter Aktivitäten zu verzeichnen: Seit 2017 versuchen Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet in Spandau ein jährliches Gedenken an den Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess zu etablieren. Im März 2019 hat am Brunsbüttler Damm ein Thor-Steinar-Laden eröffnet, der nicht nur Nazis in Spandau, sondern auch in Berlin und Umland mit Nazi-Nickis versorgt.

Zahlreiche Sprühereien gegen Antifaschist*innen oder kurdische Genoss*innen verdeutlichen rechte Aneignungsversuche im öffentlichen Raum.

Schnappt euch eure Räder, Freundis und werdet Teil des antifaschistischen Fahrradkorsos!

Zeit: Sonnabend, 22. Juni 2019 um 16:00 Uhr
Ort: U-Bahnhof Zitadelle (Spandau)
Vortreffpunkt: 15:00 Uhr | Ernst-Reuter-Platz (Charlottenburg)

Antifa Nordost