Bike Bean – ein Fahrradortungssystem

Ärgerlich wenn das geliebte Vehikel und damit auch die Mobilität plötzlich weg ist. Dramatisch auch in finanzieller Hinsicht. Schon seit geraumer Zeit gibt es GPS Sender zur Montage am oder im Fahrrad um im Falle des Diebstahls das geliebte Stück wieder aufspüren zu können. Nicht quelloffene Software ist in diesem Zusammenhang oft ein Problem, weil unklar bleibt, was mit den gewonnenen Daten (stichwort Bewegungsprofil) passiert.

Eine Lösung bietet hier das „Bike Bean“, ein Anti-Diebstahl Sender mit dazu passender App auf WIFI Basis. Mit entsprechenden Befehlen in der dazu gehörigen App auf deinem Mobilen Endgerät, wird der Bike Bean mittels SMS und Wlan aktiviert. Die grobe Position ermittelt sich über 2G Sendemasten, mittels WLAN entstehen dann die Koordinaten bis auf wenige Meter genau für die Ortung des Bike Bean Gerätes, welches sich z.B. an einem Fahrrad befindet.

Bike Bean Ortungs System am Paripa Meral

Im Vergleich zu anderen technischen Anwendungen, verspricht dieses Open Source System (Freie Software, offen einsehbarer Quelltext), immerhin eine lange Akkulaufzeit mit nur einmal jährlicher Aufladung, flexible Fahrzeug unabhängie Einsetzbarkeit und das Umgehen vom sonst meist üblichen Dauertracking Modus – also Datensparsamkeit mit Open Source. Das ist so interessant wie lobenswert.

Zu bedenken ist allerdings, da es so einfach und flexibel verstaut werden kann, kann es auch an Allem und Jedem angebracht, sprich missbräuchlich verwendet werden. Elektrotechnik im Outdoor Einsatz ist zudem oft anfällig, z.b. kalte nasse Temperaturen setzen Akkus zu.

Bike Bean Ortungs System, Designed by Startnext GmbH/ Bike Bean

Dennoch, wir müssen ja auch an die Zukunft denken! Wenn wir etwa in postapokalyptischer Nachwelt über staubige, karge Böden schlurfen und nach Material für unsere Roboter, Steampunk-artigen Alltagsgeräte, Space-Shuttle und Raumanzüge suchen. Angewiesen auf die Hinterlasssenschaften unserer ehemals hoch technologisierten Welt. Fakt ist, Mensch braucht Geräte mit oder ohne Hightech, es muss brummen, surren, piepsen und aus der Ferne bedienbar sein.

Endlich wieder! – VeloBerlin 2022

VELOBerlin2022_Flyer-DIN

Freundinnen und Freunde, Betreiber*innen und Begeisterte von Transportfahrrädern und Fahrrädern aller Art können sich schon mal ein Datum im Kalender vormerken. Dieses Jahr findet wieder auf dem ehemaligen Flughafengelände Tempelhof das Velo Festival – VeloBerlin vom 9. – 10. April statt. Ein Schwerpunkt wird das VeloTransport Festival sein. Gerade und vor allem gewinnt das Thema auch im Hinblick der Mobilitätswende Auftrieb und Dringlichkeit. Tatsächlich passiert in letzter Zeit recht viel bzw. immer mehr in dieser Sparte. Die Nachfrage nach Cargo Bikes wächst und der Markt erschließt sich weiter mit Angeboten wie Leihrädern, Ausstellungen, Fördermöglichkeiten, ja sogar Aktionen wie die einer Lasten Fahrrad Fahrschule an der TU Berlin die zukünftig wieder anlaufen soll.

Dieses Mal ohne die Radspannerei als Ausstellerin. Nächstes Jahr vielleicht sind wir wieder mit neuen Fahrradmodellen dabei!

Natürlich geht’s vor allem insgesamt um das große weite Spektrum – Fahrrad – auf der VeloBerlin mit allen erdenklichen technischen Raffinessen, Marken, Zubehör und Beratungsangeboten. „Eine riesengroße Teststrecke, 200 Aussteller, Vorträge und Workshops…“ runden die Aktionen ab. Kostet wie immer Eintritt, Infos dazu findet ihr auch hier:

Berlin/Wirtschaftsmessen/VeloBerlin

Verpennt verpennt kein Lichtlein brennt..

.. im Dachgeschoss der Befürworter*innen, Bezuschusser*innen und sonstiger Profiteure*innen aus Politik und Wirtschaft wenn sie ihr Liedchen von der klimafreundlichen E-Mobilität – speziell Autos – runterleiern und die X’te letzte Chance verspielen das Klima zu retten oder was davon übrig geblieben. Wir sehenden Auges nun längst auf der Talfahrt nach unten sind. Jedes Kind weiß mittlerweile das es sich dabei nur um zahlenfrisierende Schummelei handelt und uns der Laden gewaltig um die Ohren fliegen wird.

Sowieso, das Konzept Klima schützen bleibt schwierig bis nahezu unmöglich, wenn der Kreislauf um das Prinzip der Gewinnmaximierung, dem Buhlen um Vormachtstellungen auf den Märkten, das dazu nötige wirtschaftliche Dauerwachstum mit all seinen verheerenden Auswirkungen für Erde, Menschen und Natur beibehalten wird. Es kommt mittlerweile auch in breiteren Bevölkerungschichten der Verdacht auf, das es da Zusammenhänge gibt die total konträr verlaufen zum Plan die Welt zu retten. Deshalb ist dringend ein Umdenken und Abrücken von bestehenden geopolitischen, wirtschaftlichen Kreisläufen erforderlich. Übliche Denk- und Handlungsmuster müssen durchbrochen werden. Sind wir in der Lage dazu? Ja auf jeden Fall!

Also Schluss mit dem Unsinn, Faxen dicke! Zum Thema Auto: Wenn immer möglich, verzichtet auf eure Karre oder teilt euch eine! Irgendwann, wenn’s zu spät ist, hat es sich sowieso damit erledigt, also warum nicht jetzt wenn wir noch was bewegen können?

Außerdem Zahlen, Daten, Fakten bis morgen früh auswendig lernen.

Es gibt was umsonst!

Fahrradsonntag am Technikmuseum. Jeden 1. Monat im Sonntag gibt es freien Eintritt in Museen! Das Deutsche Technik Museum Berlin hat sich für den 3.4.2022 das Thema Fahrrad ans Herz gelegt.
Mit dabei ist fLotte Berlin mit einem Infostand und Lastenrädern die kostenlos Probe gefahren werden können und es gibt viel zu erfahren über Aktionen, Vernetzungen und Angebote zum Thema teilen und ausleihen von Lastenrädern.

In einem Workshop mit Rückenwind e.V. über die wir schon einmal berichtet haben, könnt ihr kleine Reparaturen an euren Fahrräder vornehmen und andere gemeinsam fertig schrauben für Geflüchtete. Außerdem wird es eine Kodierungsaktion vom ADFC und der Polizei geben und Verkehrsparcours für Kinder im Park, Reflektoren-Basteln fürs Rad und Reifen flicken lernen.

Fahrradanhänger von frei adventure

Ein Anhänger in zeitlosem Design und so simpel, dass du ihn sogar selber zusammenbauen kannst. Zu einem fairen Preis, damit jeder eine umweltfreundliche Transport-Alternative leisten kann. Das ist das Chameleon, ein Fahrradanhänger, der an jede Situation angepasst werden kann. Die vielen Befestigungspunkte machen es möglich, verschiedenes Gepäck zu transportieren. Außerdem kannst du das Chameleon problemlos in deiner Wohnung verstauen, ohne dass es viel Platz wegnimmt. Sollte es dich mal in die Natur ziehen, verwandelt das Chameleon dein Fahrrad in ein Abenteuer-Gefährt. Das Chameleon ist einfach reparierbar, kompatibel für die meisten Fahrräder und später in unterschiedlichen Breiten und Längen erhältlich.

Das Chameleon wurde von zwei Leuten aus Wismar entwickelt und geht gerade als Crowdfunding-Projekt an den Start. Von den angestrebten 10.000,- € sind bereits 6.216,- € eingesammelt. Die günstigste Möglichkeit, zu einem Chamaleon-Fahrradanhänger zu kommen, ist der Selbstbaukit mit allen Metallteilen, Schrauben, einer Anleitung und einer Fahrradbefestigung für 147,- €. Ein gut ausgedachter Anhänger finden wir.

frei adventure

Crowdfunding-Kampagne für den Chameleon Fahrradanhänger

Steelworks: Fahrradrahmen aus Stahl

Im vergangenen Jahr kündigte der Stahlkonzern Thyssenkrupp ein Joint Venture mit dem chinesischem Rahmenbauer Jingu sowie dem Stahlhersteller Ansteel an. Ziel der Kooperation sei es, mit innovativen Produkten Marktpotenziale für Leichtbau- und Stahl-Designräder zu erschließen.

Nun wurde ein erstes Produkt der Zusammenarbeit präsentiert. Der Rahmen steelworks sieht aus wie ein Alu- oder Carbonrahmen, ist in Wirklichkeit aber aus Stahl. Allerdings wurden keine herkömmlichen konifizierten Stahlrohre für den Rahmen verschweißt. Stattdessen besteht er aus zwei Halbschalen aus Stahl, die mit hochpräziser Laserschweißtechnik zusammengefügt werden. Das Ergebnis ist die Kombination zweier Eigenschaften, die sich eigentlich gegenseitig ausschließen: extreme Steifigkeit bei gleichzeitig hohem Fahrkomfort. Angeblich soll die neue Rahmenbauweise auf lange Sicht billigere Rahmen als Konkurrenzprodukte garantieren.

Verkaufsstart des neuen Rahmens soll im Spätsommer 2019 sein.

Thyssenkrupp: steelworks

Fahrradluftpumpentest

Die niederländische Seite www.testresults.nl hat Fahrradluftpumpen in den Kategorien Standluftpumpen, Miniluftpumpen und CO2-Pumpen unter die Lupe genommen und Empfehlungen ausgesprochen. Unter 70 Standpumpen zwischen 10 und etwa 110 Euro wurde die SKS-Pumpe Air-X-Press Control zum Preis von gut 25,- € als beste getestet. Urteil: „Die SKS Air-Press ist eine leichte Fußpumpe, die fest und stabil steht. Der Multi-Ventilkopf hat einen Klemmhebel, der für alle Arten von Ventilen geeignet ist und einfach befestigt werden kann. Die Pumpe besitzt ein Manometer, das den Reifendruck misst. Der SKS lässt sich leicht pumpen und kann Reifen bis zu 8 bar aufpumpen.“

Bei den Minipumpen wurde die Topeak Race Rocket HP als beste Minipumpe prämiert. Auch diese Pumpe liegt mit einem Preis von etwa 25,- € im mittleren Preissegment. Sieger bei den CO2-Pumpen wurde die Lezyne Control Drive, die ebenfalls zu einem Preis von 25 Euro verkauft wird.

Fietsen123: Getest: de beste fietspomp mit weiteren Verweisen

Das Convercycle Bike

Mit ein wenig Glück werden wir im Herbst dieses Jahres ein Fahrrad auf den Straßen sehen, das anders als alle anderen Räder ausschaut: das Convercycle Bike. Das ist eine Art Stadtrad, das in drei Sekunden zu einem Cargobike umgerüstet werden kann. Im eingeklappten Zustand ist das Stahlfahrrad so kompakt, dass es sich in der Bahn oder im Aufzug mitnehmen lässt. Mit 18 Kilogramm ist es zwar kein Leichtgewicht, aber mit einer Länge von 1,85 Metern ist es kurz und wendig. Durch leichtes Anheben am Korb lässt sich das Hinterrad aus dem Korb ausklappen und damit das ganze Rad auf 2,55 Meter verlängern. Im Korb entsteht so Ladefläche für Transporte oder Kindersitze.

Die Idee zum Convercycle Bike entstand in einem studentischen Projekt in Offenbach. Inzwischen ist das Convercycle durch eine Crowfunding-Plattform durchfinanziert und soll im August oder September ausgeliefert werden. Das Ladegewicht liegt bei insgesamt 180 Kilogramm, verteilt auf Fahrer (120 kg) und Ladung (60 kg). Der Preis für die Standardversion in Einheitsgröße (für Menschen von 1,58 bis 1,95 Metern) liegt zur Zeit noch bei 1099,- €, eine Ebike-Version ist für 1399,- € zu haben.

Convercycle Bike

Das Weltmeisterfahrrad

In der Regel ist die Rad-Spannerei in diesem Blog kein Thema. Das wollen wir auch weiter so halten, aber heute machen wir mal eine Ausnahme. Grund ist die Weltmeisterschaft der Fahrradkuriere, die Anfang August in Paris stattfand. Neuer Weltmeister der bike messenger wurde Johannes Killisperger. Johannes war einige Jahre Teil des Berliner Kurierkollektivs Fahrwerk, heute arbeitet er als Kurier in Kopenhagen. In Johannes Berliner Zeit fällt der Beginn der Zusammenarbeit mit dem Rad-Spannerei-Kollegen Niccolo Bonanno. Nico baut unter dem Label Cicli Bonanno WIG-geschweißte Rahmen aus edelsten Columbus-Spirit-Rohrsätzen. Der erste Rahmen für Johannes hatte seine Premiere auf einem Rennen auf der Fahrradschau 2014, er war erst wenige Stunden vor dem Start fertig geworden. Ungepulvert und nackt ging er an den Start und bewährte sich. Deshalb stammt auch das Weltmeisterrad der Cycle Messenger World Championship – Paris 2016 aus der Schmiede von Cicli Bonanno.

Weltmeister der Kuriere mit Weltmeisterrad

(Foto: Rimvydas Ivoškis)

Cicli Bonanno
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CycleHack Berlin

Die CycleHack-Bewegung entstand vor zwei Jahren in Glasgow, als sich einige Leute trafen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, die das Radfahren für alle leichter machen sollen. Heute ist daraus ein CycleHack-Wochenende an 38 Orten auf mehreren Kontinenten geworden. Auch in Berlin gab es von Freitag bis Sonntag eine CycleHack-Premiere in der offenen Werkstatt FabLab auf dem Bötzow-Brauerei-Gelände.

Aus einer Vielzahl von Projektvorschlägen wählten die Teilnehmer fünf Aufgaben, um sich mit ihnen 48 Stunden zu beschäftigen. Eines der Projekte hieß „Dekoboko“, das japanische Wort für „uneben“. Aufgabe war, die Fahrbahnbeschaffenheit der Fahrradinfrastruktur zu messen und zu dokumentieren.

Mit dem Oberrohr eines Fahrrads wurde ein Beschleunigungssensor fest verbunden, der die Erschütterungen beim Radfahren maß und sie auf einer Karte verortete. Der am Wochenende gebaute Prototyp wurde rund um den Veranstaltungsort getestet. Die nächste Grafik zeigt die protokollierten Testfahrten im Kollwitzkiez zwischen den Magistralen Prenzlauer Allee rechts Richtung Nordosten und der Schönhauser Allee links Richtung Norden, am unteren Bildrand befindet sich die Torstraße.

Eine ebene Fahrbahn wird grün markiert, je heftiger die Erschütterungen sind, desto röter werden die Messpunkte. Die Kopfsteinpflasterstraßen (Straßburger Straße, Kolmarer Straße, Rykestraße) sind tiefrot markiert, hellgrüne Punkte in der Wörther Straße, der Choriner, der Schwedter und der Torstraße zeigen eine erschütterungsfreie Fahrbahn an.

Andere Projektgruppen des Berliner CycleHacks bauten eine mobile Fahrradzählanlage mithilfe eines Druckschlauches, programmierten den Chatbot „BerlinBikeBot“ für den Messenger Telegram, der Daten von verschieden Seiten abgreift und sie an einer Stelle komprimiert zur Verfügung stellt, konstruierten ein „Smart Dynamo“, der über die Frequenz des Nabendynamos eine Geschwindigkeitsmessung erlaubt, analysierten Unfalldaten aus offenen Senatsquellen, um die Unfallhäufigkeit auf einzelnen Straßen im Zeitverlauf darzustellen. Eine letzte Gruppe zeigte, wie man aus einem Fahrrad in Minutenschnelle ein Windrad bauen kann. Alle diese Projekte zeigen, dass CycleHack Berlin seinem Motto „48 Stunden voller neuer Ideen für die Fahrradstadt Berlin.“ gerecht wurde.

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Das Trocadero-Fixie

Bei dem unten im Video gezeigten gezeigten Fixie sind Rahmen und Gabel nicht fest miteinander verbunden sondern ein Gelenk erlaubt es, die Gabel nach links oder rechts zu kippen. Erfunden wurde das Trocadero genannte Fixie von den drei Briten Johan Le Bon, Alexis Honoré und Alban Haloche. Sie behaupten, man könne das Fahren mit so einem Rad in zehn Minuten lernen. Le Bon: „Ich fahre damit jeden Tag zur Arbeit, aber für eine Fahrt von mehr als 5 Kilometern würde ich es nicht empfehlen.“

Mit einem Stift kann man das Gelenk arretieren und das Trocadero im Handumdrehen zu einem nomalen Fahrrad machen.

Trocadero-fixie bei Facebook

Lange Nacht der Bikeshops @ Radspannerei

Feiert mit uns den beginn des Berliner Fahrradfrühlings! Im Rahmen der Berlin Bicycle Week 2016 Musik von DJ Bruno, Bier & nichtalkoholische Getränke, eine Bike Performance und ein Gewinnspiel für sensible Finger: die Grabbelkiste!

Dieses Frühjahr steht auch verkehrspolitisch im Zeichen des Fahrrads: der Volksentscheid Fahrrad sammelt ab Mai Unterschriften für ein fahrradfreundliches Berlin. Wir diskutieren bei Bier und Musik mit Euch Ziele und Perspektiven.

Am Dienstag, den 15.03.2016 ab 19 Uhr in der Radspannerei, Kottbusser Str. 8

Lange Nacht der Fahrradläden

HexLox, die Fahrradteilesicherung

Fahrraddiebstahl bleibt auch in diesem Jahr ein Thema. Angesichts der hohen Diebstahlraten von weit über 300.000 Fahrrädern im Jahr in Deutschland gerät das Problem des Diebstahls von hochwertigen Fahrradteilen aus dem Blickfeld. Mit einem passenden Inbus-Schlüssel ist der Abbau eines Brooks-Sattels eine Sache von Sekunden, wenn man einen Moment unbeobachtet ist. Bei Ebay läst sich so ein Sattel locker für 30 oder 40 Euro verticken, schnelles Geld für Leute, die es darauf abgesehen haben.

Eine Innovation aus Berlin könnte es in Zukunft Fahrradteiledieben schwer machen. Das System HexLox kann alle Fahrradteile sichern, die mit Hilfe einer Inbusschraube am Rad befestigt sind. Ein sehr kleines Schloss verschließt den Hohlraum einer Innensechskantschraube, sodass es nicht mehr möglich ist, den zugehörigen Schraubenschlüssel aufzusetzen. Das HexLox-Ssytem wird es für die Standardschraubengrößen 4#, 5# und 6# geben. Die Entwickler schreiben auf Facebook: „I took it to the Berlin lock pickers society last December… they couldn’t crack it!“

Zur Finanzierung der Fahrradteilesicherung HexLox wird in gut einem Monat eine Kickstarter-Kampagne durchgeführt. Dann werden wir wohl auch erfahren, wie teuer ein HexLox-Mini-Schloss wird. Auf der Webseite sieht das System jedenfalls recht vielversprechend aus.

HexLox
HexLox auf Facebook
(via)

Werkstatt Lastenrad bietet haptische Bibiothek zum Lastenradbau

Keine andere Initiative hat den Selberbau von Lastenrädern so beflügelt wie die Berliner Werkstatt Lastenrad. Sie dokumentiert die Bauanleitungen einer Vielzahl von Lastenfahrrädern, bietet Workshops an und fördert ein bundesweites Lastenrad-Netzwerk. Letzten Endes ist die Renaissance der Cargo-Bikes in unseren Städten auch ein Erfolg der Werkstatt Lastenrad. Nun macht sie es Neueinsteigern noch leichter. Sie bietet eine haptische Bibiothek des Lastenradbaus. Los geht es mit einem Long-André, einer Weiterentwicklung des klasssichen Long John. Hier ein Foto der Bibliothek:

Haptische Bibliothek Long-André

Wer wissen möchte, was sich in dieser Kiste befindet, der muss auf die Seite der Werkstatt Lastenrad mit vielen weiteren Bildern schauen. Für Klickfaule: in der 120x60x40 Zentimeter großen und gut 30 Kilogramm schweren Kiste befindet sich ein MTB-Stahlfahrradrahmen, eine 20″-Gabel sowie alle Stahlhalbzeuge, Spezialschrauben und Teile, die zum Bau eines Long André notwendig sind. Dazu die Anleitung als werkstatt-taugliche Kärtchen. Alle Halbzeuge sind mit mit Etikett und QR-Code versehen, damit man mit QR-Reader des Smartphones auf das entsprechende Kapitel im Wiki verlinken kann.

Im Grunde könnte man mit den Teilen aus der Kiste einen kompletten Lastenradrahmen bauen. Aber natürlich gilt bei der haptischen Bibiliothek: nur anschauen und anfassen, nicht verbauen. Denn es macht einen Unterschied, ob man eine Teileliste nur auf einem Blatt Papier sieht oder ob man die Teile in der Hand halten kann.

Weitere Lastenfahrradprojekte der haptischen Bibliothek sind in Planung, unter anderem sollen ein Kastendreirad, ein modularer Anhänger und ein Longtailbike hinzukommen. Schweißkenntnisse vorausgesetzt war es noch nie so einfach, sich selbst ein Lastenrad zu bauen. Dank Werkstatt Lastenrad.

Werkstatt Lastenrad: Haptische Bibliothek Long-André
Werkstatt Lastenrad: Bauanleitung Long-André  (pdf-Dokument)

Sparta präsentiert E-Bike mit permanenter Internetverbindung

Im März 2016 beginnt der niederländische Fahrradhersteller Sparta mit dem Verkauf des neuen Modells „M81 connected“ zum Preis von 2.799 €. Weitere zwanzig Euro muss der Kunde für eine SIM-Karte drauflegen, damit das Fahrrad richtig funktioniert. Das Sparta M81 connected ist ein E-Bike mit eingebautem Internet. Die Kommunikation mit dem Rad wird über eine auf einem Smartphone installierte App realisiert. Dank permanenter Netzverbindung leistet das Bike nun eine Track-and-Trace-Funktion, das heißt, man kann auf seinem Telefon den Standort des Pedelecs ermitteln. So etwas kann praktisch sein, wenn das Velo gestohlen wird.

Praktisch ist ebenfalls, dass der Fahrer eine Meldung erhält, sobald der Akku wieder aufgeladen werden muss. Das Gleiche gilt für die Wartung des Fahrrads: „Sie haben die ersten tausend Kilometer gefahren. Zeit, das Rad zur Inspektion zu bringen!“ Möglich ist es auch, eine Meldung zu versenden, sobald das Rad ein vorher definiertes Ziel erreicht hat. So können sich Eltern sicher sein, dass ihr Kind den Schulhof erreicht hat. Auch die elektrische Unterstützung kann nach bestimmten Kriterien abgeschaltet werden, etwa, wenn ein Ziel erreicht ist.

Fietsen123: Sparta presenteert elektrische fiets met permanente internetverbinding
Sparta.nl