BMX und E-Rakete

Einfach mal rum BMX’n! Hier mit Lara Lessmann, die für die Qualifikation bei der European Championships 2022 in München den 3. Platz belegte. Faszinierend an solchen und ähnlichen sportlichen Radfahr-Stilen ist auch, wie schnell Strecken von A nach B zurückgelegt werden. Tolles für den Alltag ausbaufähiges Potential. Wie schnell wäre ich zu Hause, auf Arbeit, zum Teekränzchen..

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Zu spät los – kein Problem! Auch die schon mal erwähnten Baustellenhindernisse und sonstigen Straßenärgernisse die uns dauernd aufhalten und nerven wären dann Geschwindigkeits-Booster. Siehe BMX Rider Corey Walsh!

Elegante Hüpfer, Sprünge, Flieger, hier mit Gaststars zu Besuch in Columbien – drumrum, obendrüber, unten durch – Zack und schon am Ziel!

In der Schule am besten frühzeitig damit anfangen zu trainieren als eigenes und satt gefördertes Unterrichtsfach z.B. mit der BMX School Berlin! Später im Alltag und Berufsleben sind wir dann gerüstet für den anspruchsvollen Straßenverkehr, der nur schleppend bis gar nicht besser zu werden scheint. Wir noch abwarten müssen, bis die Wirtschaftsriesen und ihre Politikfreunde der Automobilindustrie damit fertig sind, sich gegenseitig die Kohle in die Taschen zu stopfen. Was auch ganz offen in den Nachrichten kommuniziert wird. Ein Statement nach dem Verkehrsgerichtstag 2022 in Goslar war, es wird in Deutschland noch Jahrzehnte dauern, bis eine fahrradfreundliche Infrastruktur flächendeckend umgesetzt wird.

Yo! na dann.. Eher wird also jede/r von uns eine eigene Rakte besitzen, um auf den Mond zu fliegen.

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Erste Mietstation „schieß dich auf den Mond“, mit Abschussrampe für E-Raketen, für einfache Fahrt oder mit Rückfahrschein, könnte oben auf dem Berg in der Hasenheide sein. Musikalische Unterhaltung während der Fahrt inklusive.

Kohle – und Atomkraftwerke werden wieder attraktiv, für volle Ladestationen ist also gesorgt.

Aber vorerst zurück zum BMX, dank jahrelangem Unterricht gibt es durch die Fall – und Abrollübungen bei auffliegenden Autotüren oder durch Autos und E-Roller die auf Fahrradwegen parken bzw. rumliegen auch kaum noch Krankschreibungen oder gar Schlimmeres. Abbiegende LKW – Einfach oben rüber! Juhu! Gute Idee finde ich.

Schnell noch wissenschaftlich korrekt aufschlüsseln, erschlüsseln, entschlüsseln mit viel Zahlen und Excel-Tabellen und ab geht der Antrag an die zuständige Behörde. Dann kann’s losgehen! Nach den E-Raketen natürlich..

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Energieerzeugung

Es war dunkel und Abend damals, die Straßenbeleuchtung gab nicht viel her und wir hatten ein Problem. Ein technisches natürlich und es musste sofort gelöst werden. Während sich meine Mutter also im Motorraum des Automobils einer vergangenen Epoche, zu schaffen machte, stand ich neben dem auf dem Kopf gestellten, zum Auto ausgerichteten Fahrrad und kurbelte. Fleißig und ausdauernd, eine Taschenlampe fehlte irgendwie, wir brauchten Licht. Konzentriert darauf, den Schein der Fahrradbleuchtung, das durch einen einfachen Seitenläufer betrieben wurde, nicht zu unterbrechen. Ab und zu hielten wir inne und wurden uns der Absurdität und des Bildes, das wir wohl abgaben bewußt. Aber die Sache musste zum Erfolg gebracht werden, also machten wir weiter.

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So amüsant das auch vorkommen mag diese Art der Technik, Energie durch ankurbeln eines Fahrrades zu nutzen, beflügelt es doch Entwickler und Erfinder, die ihre Ideen auch zum Einsatz bringen.

Zum Beispiel beim antreiben eines Hydrauliksystems, zum steuern eines professionellen Sport Catamaran, was normalerweise mit Handkurbeln üblich ist. Pfiffig wurde erkannt, Beine sind stärker als Arme, warum also nicht nutzen.

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Eigentlich schade um die nicht genutzte Energie, in Sportstudios auf den Fahrradtrainings-Geräten. Sie könnten für die eigene Raumbeleuchtung sorgen, den Betrieb der Kaffeemaschine oder um Akkus aufzuladen.
Eine Fitnessstudio-Kette in London tut das. Der produzierte Strom betreibt Musik, Licht und Anzeigetafeln. Auf den Bildschirmen der SportlerInnen, erscheint statt schöne Landschaft, eine Watt-Zahl. Überschüssiger Strom wird in Akkus eingespeißt, bei fehlendem greift das herkömmliche (Öko)Stromnetz.

Bei Stromausfall strampeln – so u.a. auch der Gedanke von Andy und Steve von Pedal Power Design + Build und entwickelten ein Fahrrad, zur gezielten Stromnutzung unterschiedlichster Anwendungen. 150 Watt kann ein Mensch durch die Beinkraft erzeugen, das soll genutzt werden. Beispielsweise als Energie-Bürostuhlrad. Sollten Lust und Arbeitsleistung am PC mal zu wünschen übrig lassen, kann wenigstens ökologisch etwas für die Energiegewinnung getan werden. Und etwas für den Bewegungsausgleich im Büroalltag. Das Energie-Fahrrad soll z.B. auch für Maschinen wie, Holzspalter, Wasserpumpen, Kompressoren und der Nahrungsmittelverarbeitung eingesetzt werden können.

Auch ein indischer Milliardär, nutzte die Idee – Energiegewinnung durch Fahrrad fahren und erfand ein Fitnessrad gegen Armut.
Für eine 24 Stunden stabile Stromversorgung, soll pro Dorf und Familie, eine Stunde gestrampelt werden. Viele Regionen in Indien haben kein Stromnetz und sind damit von moderner (technischer) Teihabe ausgeschlossen. Argumentiert wird auch, das damit gleichzeitig was gegen die Fettleibigkeit getan wird. Die Frage ist, inwiefern dieses Problem die Menschen, die von der Erfindung profitieren sollen, betrifft. Eher brauchen sie deftiges gutes Essen, bevor’s zum strampeln geht.
Die Räder werden wohl auch übers Internet verkauft und kosten ca. um die 250 Euro.

Fahrrad – Lastenrad Umbau

zu teuer? zu groß? zu unflexibel ein Lastenrad? Das eigene Fahrrad Simsalabim eben mal zu einem Lastenfahrrad umzaubern und wieder zurück, das wäre was. Mit genau diesen oder ähnlichen Gedanken haben sich ausgefuchste Fahrradliebhaber*innen und Ingenieur*innen an Experimente gewagt und die Ergebnisse markttauglich gemacht.

AddBike, eine Firma aus Lyon Frankreich beispielsweise, bietet dazu ein Lastenrad Umbau Kit. Damit sollen laut eigenen Angaben, nahezu alle Fahrräder zu einem Lastenrad umgebaut werden können.

Das Vorderrad wird demontiert, das Quick-Fix-System eingefügt und der einsatzbereite Bremshebel montiert. Klingt erstmal praktisch. Mit einem patentierten Curve-Assist-Pendelsystem, (in den Kurven neigen sich die Räder zur Seite) soll das eigene Fahrrad zu einem dynamischen Hochleistungs-Rad werden. Mit Auswahl von verschiedenen Modulen für das AddBike+, werden zudem die Möglichkeiten von Einsatzgebieten erweitert.

Quelle designed by AddBike+

Auch die Firma für Leichtfahrzeugtechnik aus Springe Region Hannover, luther&luther,
macht mit einem Umbausatz für 26“ und 28“ Fahrräder, wahlweise mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung z.B. Shimano Alfine 8-Gang oder NuVinci, das umrüsten vom normalen Fahrrad zu einem Lastendreirad möglich. Veränderungen am Rahmen sollen nicht nötig sein. Anders als bei AddBike+ wird hier das Hinterrad für den Umbau demontiert.

Den Ideen und Realisierungen scheinen hier offenbar kaum Grenzen gesetzt zu sein. Konstruktionen werden individuell beraten, erarbeitet und umgesetzt. Interessant ist auch, das die Firma gleich dazu eine Dreirad Fahrschule anbietet, um sich mit den anderen Fahreigenschaften vertraut machen zu können.

Die Internetpresenz ist leider etwas spärlich. Genauere Information zum umrüsten müssen also direkt erfragt werden. Dafür sind die Datenblätter für die Beispiele zum Dreirad Umbau etwas umfangreicher.

Quelle designed by luther&luther

Von den dreirädigen Varianten auf die EinspurigeArgo Cargo Bikes aus den USA, verwandeln ebenfalls eigene Drahtesel in Lastenräder. Das Design, des umgewandelten Fahrrades, kommt hier dem des holländischen Bakfiets sehr nahe.

Für den Umbau mit dem Bausatz, bestehend aus einer Rahmenstange mit Lenkachse, einem Vorderrad und einer Transportkiste, wird das Vorderrad ausgebaut. Für das montieren der Rahmenstange, muss eine Platte bzw. Vorrichtung, die zum Set gehört, unter dem Tretlager montiert werden. Die Kiste aus Birkenholz, verträgt 70 kg und ist zusammklappbar. Der Fahrspaß soll agil und leichtgängig sein. Ebenso die Montage: Video Fahrrad/ Lastenrad-Umbau Argo Cargo Bikes.

Quelle designed by Argo Cargo Bikes

Aktuell wurde die Produktion des Argo Cargo Kit wohl eingestellt. 2023 soll es aber, Angaben unter Vorbehalt, wieder weitergehen.

Bike Bean – ein Fahrradortungssystem

Ärgerlich wenn das geliebte Vehikel und damit auch die Mobilität plötzlich weg ist. Dramatisch auch in finanzieller Hinsicht. Schon seit geraumer Zeit gibt es GPS Sender zur Montage am oder im Fahrrad um im Falle des Diebstahls das geliebte Stück wieder aufspüren zu können. Nicht quelloffene Software ist in diesem Zusammenhang oft ein Problem, weil unklar bleibt, was mit den gewonnenen Daten (stichwort Bewegungsprofil) passiert.

Eine Lösung bietet hier das „Bike Bean“, ein Anti-Diebstahl Sender mit dazu passender App auf WIFI Basis. Mit entsprechenden Befehlen in der dazu gehörigen App auf deinem Mobilen Endgerät, wird der Bike Bean mittels SMS und Wlan aktiviert. Die grobe Position ermittelt sich über 2G Sendemasten, mittels WLAN entstehen dann die Koordinaten bis auf wenige Meter genau für die Ortung des Bike Bean Gerätes, welches sich z.B. an einem Fahrrad befindet.

Bike Bean Ortungs System am Paripa Meral

Im Vergleich zu anderen technischen Anwendungen, verspricht dieses Open Source System (Freie Software, offen einsehbarer Quelltext), immerhin eine lange Akkulaufzeit mit nur einmal jährlicher Aufladung, flexible Fahrzeug unabhängie Einsetzbarkeit und das Umgehen vom sonst meist üblichen Dauertracking Modus – also Datensparsamkeit mit Open Source. Das ist so interessant wie lobenswert.

Zu bedenken ist allerdings, da es so einfach und flexibel verstaut werden kann, kann es auch an Allem und Jedem angebracht, sprich missbräuchlich verwendet werden. Elektrotechnik im Outdoor Einsatz ist zudem oft anfällig, z.b. kalte nasse Temperaturen setzen Akkus zu.

Bike Bean Ortungs System, Designed by Startnext GmbH/ Bike Bean

Dennoch, wir müssen ja auch an die Zukunft denken! Wenn wir etwa in postapokalyptischer Nachwelt über staubige, karge Böden schlurfen und nach Material für unsere Roboter, Steampunk-artigen Alltagsgeräte, Space-Shuttle und Raumanzüge suchen. Angewiesen auf die Hinterlasssenschaften unserer ehemals hoch technologisierten Welt. Fakt ist, Mensch braucht Geräte mit oder ohne Hightech, es muss brummen, surren, piepsen und aus der Ferne bedienbar sein.

Endlich wieder! – VeloBerlin 2022

VELOBerlin2022_Flyer-DIN

Freundinnen und Freunde, Betreiber*innen und Begeisterte von Transportfahrrädern und Fahrrädern aller Art können sich schon mal ein Datum im Kalender vormerken. Dieses Jahr findet wieder auf dem ehemaligen Flughafengelände Tempelhof das Velo Festival – VeloBerlin vom 9. – 10. April statt. Ein Schwerpunkt wird das VeloTransport Festival sein. Gerade und vor allem gewinnt das Thema auch im Hinblick der Mobilitätswende Auftrieb und Dringlichkeit. Tatsächlich passiert in letzter Zeit recht viel bzw. immer mehr in dieser Sparte. Die Nachfrage nach Cargo Bikes wächst und der Markt erschließt sich weiter mit Angeboten wie Leihrädern, Ausstellungen, Fördermöglichkeiten, ja sogar Aktionen wie die einer Lasten Fahrrad Fahrschule an der TU Berlin die zukünftig wieder anlaufen soll.

Dieses Mal ohne die Radspannerei als Ausstellerin. Nächstes Jahr vielleicht sind wir wieder mit neuen Fahrradmodellen dabei!

Natürlich geht’s vor allem insgesamt um das große weite Spektrum – Fahrrad – auf der VeloBerlin mit allen erdenklichen technischen Raffinessen, Marken, Zubehör und Beratungsangeboten. „Eine riesengroße Teststrecke, 200 Aussteller, Vorträge und Workshops…“ runden die Aktionen ab. Kostet wie immer Eintritt, Infos dazu findet ihr auch hier:

Berlin/Wirtschaftsmessen/VeloBerlin

Verpennt verpennt kein Lichtlein brennt..

.. im Dachgeschoss der Befürworter*innen, Bezuschusser*innen und sonstiger Profiteure*innen aus Politik und Wirtschaft wenn sie ihr Liedchen von der klimafreundlichen E-Mobilität – speziell Autos – runterleiern und die X’te letzte Chance verspielen das Klima zu retten oder was davon übrig geblieben. Wir sehenden Auges nun längst auf der Talfahrt nach unten sind. Jedes Kind weiß mittlerweile das es sich dabei nur um zahlenfrisierende Schummelei handelt und uns der Laden gewaltig um die Ohren fliegen wird.

Sowieso, das Konzept Klima schützen bleibt schwierig bis nahezu unmöglich, wenn der Kreislauf um das Prinzip der Gewinnmaximierung, dem Buhlen um Vormachtstellungen auf den Märkten, das dazu nötige wirtschaftliche Dauerwachstum mit all seinen verheerenden Auswirkungen für Erde, Menschen und Natur beibehalten wird. Es kommt mittlerweile auch in breiteren Bevölkerungschichten der Verdacht auf, das es da Zusammenhänge gibt die total konträr verlaufen zum Plan die Welt zu retten. Deshalb ist dringend ein Umdenken und Abrücken von bestehenden geopolitischen, wirtschaftlichen Kreisläufen erforderlich. Übliche Denk- und Handlungsmuster müssen durchbrochen werden. Sind wir in der Lage dazu? Ja auf jeden Fall!

Also Schluss mit dem Unsinn, Faxen dicke! Zum Thema Auto: Wenn immer möglich, verzichtet auf eure Karre oder teilt euch eine! Irgendwann, wenn’s zu spät ist, hat es sich sowieso damit erledigt, also warum nicht jetzt wenn wir noch was bewegen können?

Außerdem Zahlen, Daten, Fakten bis morgen früh auswendig lernen.

Es gibt was umsonst!

Fahrradsonntag am Technikmuseum. Jeden 1. Monat im Sonntag gibt es freien Eintritt in Museen! Das Deutsche Technik Museum Berlin hat sich für den 3.4.2022 das Thema Fahrrad ans Herz gelegt.
Mit dabei ist fLotte Berlin mit einem Infostand und Lastenrädern die kostenlos Probe gefahren werden können und es gibt viel zu erfahren über Aktionen, Vernetzungen und Angebote zum Thema teilen und ausleihen von Lastenrädern.

In einem Workshop mit Rückenwind e.V. über die wir schon einmal berichtet haben, könnt ihr kleine Reparaturen an euren Fahrräder vornehmen und andere gemeinsam fertig schrauben für Geflüchtete. Außerdem wird es eine Kodierungsaktion vom ADFC und der Polizei geben und Verkehrsparcours für Kinder im Park, Reflektoren-Basteln fürs Rad und Reifen flicken lernen.

Fahrradanhänger von frei adventure

Ein Anhänger in zeitlosem Design und so simpel, dass du ihn sogar selber zusammenbauen kannst. Zu einem fairen Preis, damit jeder eine umweltfreundliche Transport-Alternative leisten kann. Das ist das Chameleon, ein Fahrradanhänger, der an jede Situation angepasst werden kann. Die vielen Befestigungspunkte machen es möglich, verschiedenes Gepäck zu transportieren. Außerdem kannst du das Chameleon problemlos in deiner Wohnung verstauen, ohne dass es viel Platz wegnimmt. Sollte es dich mal in die Natur ziehen, verwandelt das Chameleon dein Fahrrad in ein Abenteuer-Gefährt. Das Chameleon ist einfach reparierbar, kompatibel für die meisten Fahrräder und später in unterschiedlichen Breiten und Längen erhältlich.

Das Chameleon wurde von zwei Leuten aus Wismar entwickelt und geht gerade als Crowdfunding-Projekt an den Start. Von den angestrebten 10.000,- € sind bereits 6.216,- € eingesammelt. Die günstigste Möglichkeit, zu einem Chamaleon-Fahrradanhänger zu kommen, ist der Selbstbaukit mit allen Metallteilen, Schrauben, einer Anleitung und einer Fahrradbefestigung für 147,- €. Ein gut ausgedachter Anhänger finden wir.

frei adventure

Crowdfunding-Kampagne für den Chameleon Fahrradanhänger

Steelworks: Fahrradrahmen aus Stahl

Im vergangenen Jahr kündigte der Stahlkonzern Thyssenkrupp ein Joint Venture mit dem chinesischem Rahmenbauer Jingu sowie dem Stahlhersteller Ansteel an. Ziel der Kooperation sei es, mit innovativen Produkten Marktpotenziale für Leichtbau- und Stahl-Designräder zu erschließen.

Nun wurde ein erstes Produkt der Zusammenarbeit präsentiert. Der Rahmen steelworks sieht aus wie ein Alu- oder Carbonrahmen, ist in Wirklichkeit aber aus Stahl. Allerdings wurden keine herkömmlichen konifizierten Stahlrohre für den Rahmen verschweißt. Stattdessen besteht er aus zwei Halbschalen aus Stahl, die mit hochpräziser Laserschweißtechnik zusammengefügt werden. Das Ergebnis ist die Kombination zweier Eigenschaften, die sich eigentlich gegenseitig ausschließen: extreme Steifigkeit bei gleichzeitig hohem Fahrkomfort. Angeblich soll die neue Rahmenbauweise auf lange Sicht billigere Rahmen als Konkurrenzprodukte garantieren.

Verkaufsstart des neuen Rahmens soll im Spätsommer 2019 sein.

Thyssenkrupp: steelworks

Fahrradluftpumpentest

Die niederländische Seite www.testresults.nl hat Fahrradluftpumpen in den Kategorien Standluftpumpen, Miniluftpumpen und CO2-Pumpen unter die Lupe genommen und Empfehlungen ausgesprochen. Unter 70 Standpumpen zwischen 10 und etwa 110 Euro wurde die SKS-Pumpe Air-X-Press Control zum Preis von gut 25,- € als beste getestet. Urteil: „Die SKS Air-Press ist eine leichte Fußpumpe, die fest und stabil steht. Der Multi-Ventilkopf hat einen Klemmhebel, der für alle Arten von Ventilen geeignet ist und einfach befestigt werden kann. Die Pumpe besitzt ein Manometer, das den Reifendruck misst. Der SKS lässt sich leicht pumpen und kann Reifen bis zu 8 bar aufpumpen.“

Bei den Minipumpen wurde die Topeak Race Rocket HP als beste Minipumpe prämiert. Auch diese Pumpe liegt mit einem Preis von etwa 25,- € im mittleren Preissegment. Sieger bei den CO2-Pumpen wurde die Lezyne Control Drive, die ebenfalls zu einem Preis von 25 Euro verkauft wird.

Fietsen123: Getest: de beste fietspomp mit weiteren Verweisen

Das Convercycle Bike

Mit ein wenig Glück werden wir im Herbst dieses Jahres ein Fahrrad auf den Straßen sehen, das anders als alle anderen Räder ausschaut: das Convercycle Bike. Das ist eine Art Stadtrad, das in drei Sekunden zu einem Cargobike umgerüstet werden kann. Im eingeklappten Zustand ist das Stahlfahrrad so kompakt, dass es sich in der Bahn oder im Aufzug mitnehmen lässt. Mit 18 Kilogramm ist es zwar kein Leichtgewicht, aber mit einer Länge von 1,85 Metern ist es kurz und wendig. Durch leichtes Anheben am Korb lässt sich das Hinterrad aus dem Korb ausklappen und damit das ganze Rad auf 2,55 Meter verlängern. Im Korb entsteht so Ladefläche für Transporte oder Kindersitze.

Die Idee zum Convercycle Bike entstand in einem studentischen Projekt in Offenbach. Inzwischen ist das Convercycle durch eine Crowfunding-Plattform durchfinanziert und soll im August oder September ausgeliefert werden. Das Ladegewicht liegt bei insgesamt 180 Kilogramm, verteilt auf Fahrer (120 kg) und Ladung (60 kg). Der Preis für die Standardversion in Einheitsgröße (für Menschen von 1,58 bis 1,95 Metern) liegt zur Zeit noch bei 1099,- €, eine Ebike-Version ist für 1399,- € zu haben.

Convercycle Bike

Das Weltmeisterfahrrad

In der Regel ist die Rad-Spannerei in diesem Blog kein Thema. Das wollen wir auch weiter so halten, aber heute machen wir mal eine Ausnahme. Grund ist die Weltmeisterschaft der Fahrradkuriere, die Anfang August in Paris stattfand. Neuer Weltmeister der bike messenger wurde Johannes Killisperger. Johannes war einige Jahre Teil des Berliner Kurierkollektivs Fahrwerk, heute arbeitet er als Kurier in Kopenhagen. In Johannes Berliner Zeit fällt der Beginn der Zusammenarbeit mit dem Rad-Spannerei-Kollegen Niccolo Bonanno. Nico baut unter dem Label Cicli Bonanno WIG-geschweißte Rahmen aus edelsten Columbus-Spirit-Rohrsätzen. Der erste Rahmen für Johannes hatte seine Premiere auf einem Rennen auf der Fahrradschau 2014, er war erst wenige Stunden vor dem Start fertig geworden. Ungepulvert und nackt ging er an den Start und bewährte sich. Deshalb stammt auch das Weltmeisterrad der Cycle Messenger World Championship – Paris 2016 aus der Schmiede von Cicli Bonanno.

Weltmeister der Kuriere mit Weltmeisterrad

(Foto: Rimvydas Ivoškis)

Cicli Bonanno
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CycleHack Berlin

Die CycleHack-Bewegung entstand vor zwei Jahren in Glasgow, als sich einige Leute trafen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, die das Radfahren für alle leichter machen sollen. Heute ist daraus ein CycleHack-Wochenende an 38 Orten auf mehreren Kontinenten geworden. Auch in Berlin gab es von Freitag bis Sonntag eine CycleHack-Premiere in der offenen Werkstatt FabLab auf dem Bötzow-Brauerei-Gelände.

Aus einer Vielzahl von Projektvorschlägen wählten die Teilnehmer fünf Aufgaben, um sich mit ihnen 48 Stunden zu beschäftigen. Eines der Projekte hieß „Dekoboko“, das japanische Wort für „uneben“. Aufgabe war, die Fahrbahnbeschaffenheit der Fahrradinfrastruktur zu messen und zu dokumentieren.

Mit dem Oberrohr eines Fahrrads wurde ein Beschleunigungssensor fest verbunden, der die Erschütterungen beim Radfahren maß und sie auf einer Karte verortete. Der am Wochenende gebaute Prototyp wurde rund um den Veranstaltungsort getestet. Die nächste Grafik zeigt die protokollierten Testfahrten im Kollwitzkiez zwischen den Magistralen Prenzlauer Allee rechts Richtung Nordosten und der Schönhauser Allee links Richtung Norden, am unteren Bildrand befindet sich die Torstraße.

Eine ebene Fahrbahn wird grün markiert, je heftiger die Erschütterungen sind, desto röter werden die Messpunkte. Die Kopfsteinpflasterstraßen (Straßburger Straße, Kolmarer Straße, Rykestraße) sind tiefrot markiert, hellgrüne Punkte in der Wörther Straße, der Choriner, der Schwedter und der Torstraße zeigen eine erschütterungsfreie Fahrbahn an.

Andere Projektgruppen des Berliner CycleHacks bauten eine mobile Fahrradzählanlage mithilfe eines Druckschlauches, programmierten den Chatbot „BerlinBikeBot“ für den Messenger Telegram, der Daten von verschieden Seiten abgreift und sie an einer Stelle komprimiert zur Verfügung stellt, konstruierten ein „Smart Dynamo“, der über die Frequenz des Nabendynamos eine Geschwindigkeitsmessung erlaubt, analysierten Unfalldaten aus offenen Senatsquellen, um die Unfallhäufigkeit auf einzelnen Straßen im Zeitverlauf darzustellen. Eine letzte Gruppe zeigte, wie man aus einem Fahrrad in Minutenschnelle ein Windrad bauen kann. Alle diese Projekte zeigen, dass CycleHack Berlin seinem Motto „48 Stunden voller neuer Ideen für die Fahrradstadt Berlin.“ gerecht wurde.

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Das Trocadero-Fixie

Bei dem unten im Video gezeigten gezeigten Fixie sind Rahmen und Gabel nicht fest miteinander verbunden sondern ein Gelenk erlaubt es, die Gabel nach links oder rechts zu kippen. Erfunden wurde das Trocadero genannte Fixie von den drei Briten Johan Le Bon, Alexis Honoré und Alban Haloche. Sie behaupten, man könne das Fahren mit so einem Rad in zehn Minuten lernen. Le Bon: „Ich fahre damit jeden Tag zur Arbeit, aber für eine Fahrt von mehr als 5 Kilometern würde ich es nicht empfehlen.“

Mit einem Stift kann man das Gelenk arretieren und das Trocadero im Handumdrehen zu einem nomalen Fahrrad machen.

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Lange Nacht der Bikeshops @ Radspannerei

Feiert mit uns den beginn des Berliner Fahrradfrühlings! Im Rahmen der Berlin Bicycle Week 2016 Musik von DJ Bruno, Bier & nichtalkoholische Getränke, eine Bike Performance und ein Gewinnspiel für sensible Finger: die Grabbelkiste!

Dieses Frühjahr steht auch verkehrspolitisch im Zeichen des Fahrrads: der Volksentscheid Fahrrad sammelt ab Mai Unterschriften für ein fahrradfreundliches Berlin. Wir diskutieren bei Bier und Musik mit Euch Ziele und Perspektiven.

Am Dienstag, den 15.03.2016 ab 19 Uhr in der Radspannerei, Kottbusser Str. 8

Lange Nacht der Fahrradläden