Italien unterstützt den Fahrradkauf

Die italienische Regierung wird den Kauf von Fahrrädern, Elektrofahrrädern und -rollern im Jahre 2009 mit einer Gesamtsumme von 8,75 Millionen Euro unterstützen. So wird der Kauf eines 2.330,- Euro teuren E-Bikes mit maximal 700,- Euro gefördert. Käufer eines Elektrorollers sollen mit höchstens 1.300,- Euro bezuschusst werden. Nach der Regelung gibt es für Fahrräder einen Zuschuss von höchstens 30 Prozent des Endverkaufspreises. Zur Begründung hieß es: „Fahrräder, elektrounterstützte Fahrräder und ähnliche Fahrzeuge sind eine reale Option, nachhaltige Mobilität als Alternative von benzingestützten Fahrzeugen zu fördern.“
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7 Gedanken zu „Italien unterstützt den Fahrradkauf

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  1. Es geht doch. Dennoch – die Verkehrsplanung ist wichtiger, denn ein Fahrrad hat auch so fast jeder. Der Grund, es nicht zu nutzen, liegt wohl oft eher in schlechten Strecken.

  2. Ich glaub die Rücksichtlosigkeit des Automobilverkehrs ist ein wichtigerer Faktor als gute Strecken, Fahrbahn ist ja schliesslich fast überall brauchbar.
    Ich habe einige Kollegen die auch beinahe täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren aber die Straße meiden wo sie können.
    Ich weiss nur leider nicht wie man die lieben Mitmenschen dazu bekommt ausreichend Abstand zu halten.

    Dennoch würd ich mir 30% Zuschuss bei Kauf eines Rades gefallen lassen 😉

  3. Einziger Kritikpunkt ist das zu niedrige Volumen der Förderungsmaßnahme. Bei einer durchschnittlichen Förderung von tausend Euro kommen nur 8750 Radfahrer in den Genuss der Förderung, bei durchschnitteln 500,- Euro Förderung sind es gut 17 000, da kann man nicht wirklich davon sprechen, dass das in einem so großen Land wie Italien einen Schub Richtung nachhaltigen Verkehr auslöst. Bei der deutschen Auto-Umwelt-Verschmutzungs-Prämie wurde geklotzt, bei der italienischen E-Bike-Prämie wird gekleckert. Eine deutsche E-Bike-Prämie mit einem Fördervolumen von sagen wir 100 Millionen Euro würde allerdings etwas bewirken.

  4. @ze rather evil Kohl, mein Wunsch: echte Fahrradstraßen (ohne Anliegerfreigabe) und Verknüpfung sinnvoller Routen durch Fahrrad-Freigaben. Oft trennt nur eine Fußgängerampel gute Fahrradstrecken voneinander. Mit einem etwas ausgeprägterem Willen könnte man in der Stadt ein stressloses Fahrradnetz aufbauen.

  5. @Berlinradler:
    Da stimme ich dir vollends zu, der Willen ist nur in D nicht vorhanden, alles zu sehr in der Hand der Autolobby und der Bürokratie, wie wir bei der A100 sehen werden Pläne von vor 30 Jahren heutzutage noch umgesetzt, weils ja aufm Papier steht. Millionen werden in kurzfriste Automobilhilfen gesteckt und die Nachhaltigkeit ist fürn Po.

    Ich weiss nicht wann endlich eine neue Generation Städteplaner das Sagen hat, aber ohne Große Investition oder komplette Zerstörung kann man ein Stadtbild oder die Verkehrsschwerpunkte meiner Meinung nach nicht ändern.

  6. hi, ich schaue hin und wieder in diesem blog vorbei; ich wohne in italien und wollte nur kurz erklaeren dass die „finanzielle unterstueztung fuer fahrraeder“ in italien eine regelrechte schweinerei ist. wie so ziemlich alles was die „zweirad“ kultur angeht:

    – die unterstueztung ist nach 32 tagen wieder vergangenheit. das ministerium erklaerte es haette eine ueberfrage gegeben, wir glauben alle die 9 mio, sind inrgendwo auf dem weg haengengeblieben. die ueblichen politiker wissen wahrscheinlich wo genau 😉

    – ausserdem war diese art von unterstuetzung von anfang an absurd: nicht jedermann besitzt ein fahrrad in italien, und wer ein spitzenrennrad hat, muss nicht unbedingt ein noch besseres mit rabatt haben, damit meine ich, wenn sich jemand ein 3000 euro rad leisten kann braucht er nicht unbedingt noch eine staatliche finanziereung… lieber weniger prozent aber nicht fuer jedes fahrrad

    – noch etwas: wir haben in unseren staedten kaum fahrradwege (in mailand wo ich wohne besitzen wir insgesamt 60 km, die nicht durchgehend sind, teilweise ins nichts enden oder als parkplatz fuer suv dienen) sollte man nicht vorher eine sicherer mobilitaet finanzieren???

    tschuess

  7. Also ich weiss ja was auf Italienischen Straßen abgeht teilweise, aber ob ein Radweg da wirklich hilft…ich bezweifle es.

    Dennoch war das ganze mit dem Versickern irgendwie zu erwarten, in Italien herrscht unkorrumpierbar die Demokratie 😉

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