„Die unverschämten Radler“

In der zur FAZ gehörenden Rhein-Main-Zeitung erschien gestern ein Artikel über eine Polizeikontrolle von Radfahrern. Solche verschärften Fahrradkontrollen werden offensichtlich im Frühling in jeder größeren Stadt durchgeführt. Es geht um den immer gleichen Vorwurf: Überfahren der roten Ampel beziehungsweise Nutzen des Fußgängergrüns, obwohl die Radfahrerampel noch Rot zeigt. Dem Artikel  kann man entnehmen, dass die Frankfurter Polizei innerhalb von zwei Stunden dreizehn Radfahrer kostenpflichtig verwarnt hat.

So weit so normal. Kaum ist der Zeitungsartikel im Netz, da gibt die Leserin Monika Jansen (MoniJansen) folgenden Kommentar ab: „Mir fahren die unverschämten Radler auch immer vor’s Auto beim Rechtsabbiegen. Und meine Schwiegermutter wurde sogar vor 2 Jahren von einem Fahrradkurier umgerissen: Oberschenkelhalsbruch.“

5 Gedanken zu „„Die unverschämten Radler“

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  1. Einzelbeispiele als „Beweis“ dafür, dass Radfahrer die schlimmeren Verkehrsteilnehmer sind – so sieht man es immer wieder in den Disussionen. Dass das andersherum genausogut funktioniert und daher belanglos ist, ist wohl schwer zu erkennen.

    „Monika“ ist natürlich das Paradebeispiel bei solchen Streitigkeiten – oft wird ein Fehlverhalten nur angenommen (in diesem Falle fehlende Vorfahrt der Radfahrer). Wenn die Schwiegermutter von einem Fahrradkurier umgefahren wurde, dann wird das eher auf der Fahrbahn als auf dem Gehweg geschehen sein – ich nehme an, nicht ohne Grund wird der genaue Unfallhergang gleich ganz weggelassen.

  2. Die Radler nutzen also ihr Vorfahrtsrecht? Das ist wirklich unverschämt. (Wenn’s nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen – manche Leute sollten schnellstens noch mal zur Fahrschule.)

  3. Zitat der Polizei:
    ………….Nach gut zwei Stunden haben die Beamten 13 Radfahrer verwarnt – fast alle zehn Minuten einen…………
    Ich weiss gar nicht was daran schlecht sein soll. 13 Verwarnungen wegen Rotlichtverstoss in zwei Stunden. Das zeigt doch mal wieder, dass Radfahrer sehr wenig Rotlichtverstösse begehen.
    Jede Wette, dass in der gleichen Zeit die Rotlichtverstösse der Kraftfahrer um ein Vielfaches höher waren. Meine Zählungen, die ich mal an zwei Kreuzungen in Leverkusen gemacht habe, ergaben etwa 12 mal mehr Rotlichtverstösse von Kraftfahrern als von Radfahrern in der gleichen Zeit.
    Allerdings unterschiedlicher Qualität. Während der „Rotlichtradler“ sich meist vorsichtig über die Kreuzung tastet, tritt der „Rotlichtkraftfahrer“ noch mal richtig aufs Gas.

  4. Ich wollte auch grade schreiben was siggi schrieb. 13 Verwarnungen gegen Radfahrer in Frankfurt, mannmann. Also entweder fährt dort fast niemand Rad oder es sind da fast nur Engel auf Rädern unterwegs. Das hätte man hier in 10 Minuten haben können – egal ob Rad- oder Autofahrer.

  5. Die Fußgänger die beim Rechtsabbiegen vor das Auto laufen sind ja dann wohl mindestens genauso unverschämt.

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