Einladung zum Soli-Alleycat – ein netter Flyer erreichte uns:

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Liebe Freunde und Freundinnen des urbanen Radsports,
der Frühling ist da und eure Räder verlangen nach Bewegung. Darum wollen wir mit euch am 9. Mai, dem Tag des Sieges der Roten Armee über den Nationalsozialismus, ein Alleycat fahren, welches euch die Orte des Berliner Widerstands zeigen soll und gleichzeitig einen guten Zweck erfüllen soll. Denn weil es hier, über 60 Jahre nach Ende des Krieges, immer noch Nazis auf den Straßen gibt und Menschen, die sich gegen den braunen Mob zur Wehr setzen von staatlicher Repression bedroht werden und AnwältInnen teuer sind, wollen wir die Startgebühr von vier Euro an die Gefangenen von den Antinaziaktionen vom 6. Dezember 08 spenden. Im Ziel erwarten euch Wodka und gute Musik und zu gewinnen gibt es einen schicken Pokal und kleine Sachpreise.

Treffpunkt:
Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park zwischen den großen Fahnen um 14 Uhr

12 Gedanken zu „Einladung zum Soli-Alleycat – ein netter Flyer erreichte uns:

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  1. Wie geil, Radfahren, um den Sieg eines Tyrannen über einen anderen zu feiern?

    …und mit dem Erlös sollen auch noch Idioten finanziert werden, die aus den ohnehin schon schlechten Berliner Straßen auch noch die letzen Kleinpflastersteine rauspopeln um sie dann auch noch auf irgendwelche Leute zu werfen….ich lach micht tot.

  2. Klemmi, wir sind keine Fans von Totalitarismustheorien.
    Nationalsozialismus lässt sich nicht mit Stalinismus vergleichen. Die Sovietunion taugt ohne Zweifel nicht als Vorbild. Fakt ist jedoch, ohne die rote Armee wären die Nazis so schnell nicht besiegt worden. Das ist auch heute noch ein Anlass zur Dankbarkeit und zum Feiern. Punkt.
    Heute ist es leider immer noch nötig sich gegen Rechtsradikale zu engagieren. Das finden wir unterstützenswert.

  3. Was wird den „Gefangenen“ denn vorgeworfen und wie viele sind es? Ernstgemeinte Frage, interessiert mich wirklich.

    Der Aufruf ist schon etwas seltsam (wenn nicht geradezu etwas kindisch), weil er sich so liest, als wären das politische Häftlinge.

  4. @Jan

    Keine Frage, Rechtsradikale haben in unserer Gesellschaft nix verloren, aber eben genauso wenig wie Linksradikale…“Ewig-Gestrige“ eben.

    Von mir aus kann jeder seine Meinung und seine Einstellung haben, von mir aus sollen sich die Leute die Zungen wunddiskutieren und Demos bis zum Sankt Nimmerleins Tag abhalten, aber nichts was sie tun, darf dazu führen, dass sie eingesperrt werden. Und in unserem Staat wird nun wirklich niemand einfach so weggesperrt (von denen wir wissen;) ).

    Wer sitzt hat’s !!!in der Regel!!!* auch verdient …

    *keine Regel ohne Ausnahme

  5. @Klemmi

    Recht und Gerechtigkeit sind nun mal verschiedene paar Schuhe, Gesetze sind nicht per se gerecht, nur weil sie so verfasst wurden. Da steckt natürlich auch politisches Kalkül dahinter, welches nicht im Sinne einer emanzipierten Gesellschaft sein muss. Die aktuelle Entwicklung zum autoritären Überwachungsstaat sei nur ein Beispiel.

    Und überhaupt, antifaschistisches Engagement, meinetwegen auch zivilen Widerstand gegen Neonazis mit Faschismus gleichzusetzen ist schon harter Tobak….

  6. Mach ich nicht…ich sage nur, dass es keinen Unterschied zwischen Stalinisten und NSDAPanhängern gibt, genausowenig wie zwischen Komunisten und Nazis…sie alle haben es nicht so mit der Demokratie…ach und Überwachungsstaat ist nur Phantasie…kannst ja mal versuchen 80 000 000 Menschen zu überwachen, da werden doch nur Themen von den Linken, genauso wie von den Rechten herbeigeredet, weil sie sich nach der „guten“ alten Zeit sehnen…. und überhaupt, was hat das alles mit Radfahren zu tun?

  7. „Und in unserem Staat wird nun wirklich niemand einfach so weggesperrt (von denen wir wissen;) ).“
    von denen wir wissen… ja, es gibt tatsächlich einige, von denen mensch wissen kann, die einfach weggesperrt wurden. ich empfehle z. b. die story zu andrej holm als ein fall…
    was hat das mit radfahrn zu tun? radfahrn für ne gute sache ist ne gute sache 🙂

  8. 1) Ich bin einfach froh, heutzutage nicht jeden mit „Heil“ begrüßen zu müssen. Daher schon feiernswert. Is son Pest-Cholera-Thema.
    2) @Klemmi: „Wer sitzt hat’s !!!in der Regel!!!* auch verdient …
    *keine Regel ohne Ausnahme“ – Es geht hier um Menschen und deren Leben(sgestaltung). Da darf es, verdammt noch mal, keine Ausnahmen geben. Systeme, auch das der Justiz, sind nicht fehlerfrei und bedürfen einer Beobachtung.
    Grüße, ein hedonistischer Demokrat

  9. „radfahrn für ne gute sache ist ne gute sache“

    Genau da liegt der Hase …begraben, politisch…keine gute Sache sondern irgend ein manipulativer Scheiß…Radfahren gegen den Hunger, gegen Tierversuche und/oder für EU-Normentsprechende Radwege bin ich dabei…Politik…NEIN danke.

  10. leute wie du, die meinen mit irgendwelchen bescheuerten gleichsetzungen den nationalsozialismus relativieren zu müssen und dann einem erzählen wollen, tierversuche, hunger und fahrradwege wären keine politischen themen; die kotzen mich sowas von an. bleib doch bei deiner radikalen mitte und träum ruhig weiter davon, dass in dem jetzigen system alles gut ist und dass NS und Kommunismus irgendwie das gleiche sind aber lass uns und die öffentlichkeit damit in ruhe. du verletzt damit die noch lebenden opfer des NS, alles klar?

  11. Natürlich sind das politische Themen, allerdings eben keine radikalen Randthemen, wie ddie der Linkene und der Rechten…die ja immer gleich die Umwerfung existierenden Gesellschaftsformen fordern und zuweilen auch gerne mal mit Gewalt durzusetzen versuchen….

    Natürlich muss man dem Staat und seinen Organen auf die Finger schaun und natürlich kann man ihm sagen, wenn einem irgendwas nicht passt, aber nur weil eine Herr Schäuble irgendein Überwachungsgesetz einbringt oder der kleene Polizist an der Ecke mal wieder über die Stänge geschlagen hat muss man nicht gleich von Überwachungs-/Repressionsstaat und Revolution singen.

  12. Was sind „Ewiggestrige“? Am ehesten noch diejenigen Menschen, die meinen, eine komplexe Gesellschaftsordnung auf ein zweidimensionales Gefüge zu reduzieren, welches nur aus „links“ und „rechts“ zu bestehen scheint.

    „Ewiggestrige“ sind auch diejenigen, die uns heute, mehr als 60 Jahre nach Ende der Hitler-Diktatur, ständig in den Nachrichten mit Kram aus der Mottenkiste nerven. Im angloamerikanischen Raum heißen Nachrichten übrigens „News“, also „Neuigkeiten“. Hierzulande wird kalter Kaffee im Zweiwochenrhythmus wieder aufgewärmt. Dass Menschen heute, zwei bis drei Generationen später, nicht mehr irgendeine „Kollektivschuld“ aufgebürdet bekommen wollen, sondern lieber über die Probleme von heute und morgen nachdenken wollen/sollen, verdrängt man dabei gern. Meines Erachtens steckt da Kalkül hinter. Indem man ständig versucht, mit Historie zu polarisieren, vertuscht man die Defizite des aktuellen Regimes. Und derer gibt es genug.

    Mit Radfahren hat das aber alles nichts zu tun.

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