Lest ihr die Reisebeschreibungen radelnder Weltreisender? Ich muss gestehen, dass mich viele Weltreiseradfahrblogs langweilen. Es ist die immer wiederkehrende Innenschau, die nervt. Manchmal hat man den Eindruck, als existiere nur der Radfahrer und das eigene Fahrrad, die Welt drumherum wird nicht oder nur kaum wahrgenommen.
Eine sehr lesenwerte Ausnahme möchte ich hier vorstellen. Der Berliner Johannes startet mitten im Winter eine Fahrradtour von Berlin nach China. Anfangs noch von zwei Freunden begleitet radelt er ab Mitte Februar von Deutschland über die Tschechische Republik, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien und Bulgarien nach Istambul. Hier trennt er sich von seinem letzten Gefährten und macht sich allein auf den langen Weg Richtung Osten. Über Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Kirgisistan will er nach China. Inzwischen liegen gut neunzig Tage seiner Reise hinter ihm, Johannes ist bereits in Taschkent und wartet auf sein Transitvisum für Kirgisien. Letzte Chance, die finalen Etappen seiner Tour mitzuerleben.
Eine Radtour von Berlin nach China
Die Umweltzone wird in vielen Städten eingeführt. Für alle Fahrzeuge müssen dann Umweltplaketten beantragt werden. Es ist dabei allerdings sehr erstaunlich, welche Fahrzeuge mit einer grünen Umweltplakette der Kategorie „4“ fahren dürfen.

Wenn Radfahrer ein rotes, achteckiges Schild mit der weißen Aufschrift „STOP“ vor sich sehen, bedeutet das eine Pflicht zum Anhalten. Beide Räder müssen still stehen, der Fuß muss von der Pedale auf den Boden gesetzt werden. Insofern sind Radfahrer allen anderen Verkehrsteilnehmern gleichgestellt. Allerdings ist die Anhaltepflicht für die Radfahrer besonders ineffektiv, denn es kostet viel Energie, ein Fahrrad abzustoppen und danach wieder auf Reisegeschwindigkeit zu bringen. Im Staat Idaho in den USA gab es kürzlich eine Gesetzesinitiative, die zum Ziel hatte, das Gebot zum Halt bei Stopschildern für Radfahrer aufzuweichen. Statt vollständig anzuhalten würde es nach diesem Gesetzesentwurf ausreichen, langsam an eine Stopstraße heranzurollen und sie zu passieren, wenn sie frei ist. Das so genannte Idaho Stop Law wurde vom Parlament leider nicht verabschiedet. Eine ähnliche Regelung hierzulande würde helfen, das Radfahren gleichzeitig sicher und effizient zu machen.
