Ein Reisebericht: Mit dem Rad von Berlin nach Kirgisien

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Es ist so unglaublich: In ein paar Tagen werde ich eine vier monatige Radtour beginnen. Die Vorfreude wächst ins Unermessliche. Doch zunächst ein Dankeschön an die Radspannerei dafür, dass ich auf eurem Blog über meine Reise berichten darf!

Die Route

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Los geht es in Berlin, die BRD soll bereits am ersten Tag hinter sich gelassen werden. Übernachtet wird irgendwo in Polen – gezeltet natürlich. Juhu, endlich wieder den gesamten Tag unterwegs und draußen!

Es wird Polen durchquert, anschließend die Ukraine. In der Ukraine wird es vielleicht auf die Krim gehen, eine Halbinsel im nördlichen Schwarzen Meer.  Die nächsten ca. 1200 Kilometer führen durch Russland zu der Grenzstadt Astrachan. Das im Delta der Wolga gelegene Astrachan wird als das „russische Tor zum Osten“ bezeichnet, hier werden wir Europa in Richtung Zentralasien verlassen. Die Route führt weiter durch Kasachstan entlang des Kaspischen Meers. Jetzt wird es heiß: Im gemäßigten Steppen- und Wüstenklima von Usbekistan wird südlich des Aralsee weitergefahren. Die Städte Nukus und Buchara werden auf einer hunderte kilometerlangen, scheinbar schnurrgraden Straße durchquert. Es geht weiter nach Samarkand: Und von hier aus endlich ins Gebirge, in Richtung der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Es ist erreicht – der Pamirhighway! Über mehrere Viertausender wird er uns führen, super. Bis Khorugh soll dem Pamirhighway gefolgt werden, dann wird es auf einer kleineren Straße weitergehen, immer entlang der afghanischen Grenze. Das Ziel ist ein von der „Zivilisation“ fast abgeschnittener Nationalpark im Osten Tadschikistans. Ob uns eine Durchquerung und die Beschaffung der dazugehörigen Erlaubnis tatsächlich gelingen wird, bleibt abzuwarten.

Weiter geht es nach Kirgisien, doch ab hier wird spontan geplant. Mal sehen was die gute Zeit dann noch zulässt.

Die Vorbereitung

So eine viermonatige Radtour bedarf ein paar Vorbereitungen, die nicht nur das Bike selber betreffen.

Es mussten für Russland, Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan Visa beantragt werden. Dies war alles sehr problemlos: Botschaftsseiten des jeweiligen Landes im Netz aufrufen, Unterlagen vollständig erstellen, abgeben, Visum nach einer Woche Bearbeitungszeit abholen –  die offiziellen Einreisebestimmungen erledigt, juhu!

Weniger schön sind die Impfprozeduren, die mensch vor so einer Reise über sich ergehen lassen muss – Ich sage nur Tollwut! Es wurde gegen FSME, Typhus, Hepatitis A und B, Polio und natürlich Tollwut geimpft. Da Malariagebiete in Usbekistan sowie Tadschikistan durchfahren werden, wird gutes Mückenspray und Notfallmedikation mitgenommen. Natürlich wird eine kleine Reiseapotheke die Berggipfel sehen.

Am Rad wurde vor allem der Antrieb erneuert, die Bremsen eingestellt, Pedale gewartet, die Nabe des Hinterrads ausgetauscht, das Innenlager erneuert und eine neue Bereifung drauf gezogen.  Sonst ist alles noch ganz gut im Schuss….  Es ist übrigens ein selbst aufgebautes Reiserad auf dem Stahlrahmen von Surly – Long Haul Trucker (2009). Mountainbike- und Rennradkomponenten wurden verbaut und es läuft super. Eine Tour durch Nordamerika wurde auf diesem Rad bereits absolviert.

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Und sonst noch an Zeug: Ja meine Isomatte sowie mein Zelt muss noch geflickt werden.

Ein bisschen was zum Drumherum

Zunächst ist vielleicht aufgefallen, dass ich von „wir“ geschrieben habe. Die Tour mache ich nämlich nicht alleine, sondern mit einem Freund zusammen. Wir haben zusammen geplant, gebaut und werden nun endlich losfahren.

Ich werde versuchen eine Art Fotodokumentation über die Reise zu erstellen. Dennoch bin ich mir nicht sicher, inwiefern dies umgesetzt werden kann. Ich werde auf Internetcafés angewiesen sein und weiß nicht, ob ich immer Fotos hochladen und verkleinern kann.

Wichtig ist mir an dieser Stelle zu betonen, dass ich Dinge, Geschehnisse, Ereignisse nur aus meiner subjektiven Wahrnehmung beschreiben kann, vor meinem persönlichen Hintergrund.

„In der wirklich verkehrten Welt ist das Wahre ein Moment des Falschen“ (Guy Debord)“

Let’s start the adventure!

Mit 15 km/h bis ans Ende der Welt

Der Münchener Maximilian Semsch bricht Anfang Mai 2008 auf ins Abenteuer seines Lebens. Sein Ziel ist es, auf seinem Fahrrad das Ende der Welt zu erreichen, das sind geschätzte 18.000 Kilometer bis Singapur durch insgesamt 12 Länder. Untrainiert macht er sich mit über 50 kg Gepäck und einer Videokamera auf den Weg. Nach 211 Tagen erreicht er sieben Kilo leichter sein Ziel. Maximilian hat von seiner Reise einen Film gedreht. Sein filmisches Tagebuch What a trip wird am 18. April 2010 im Kino Moviemento am Kottbusser Damm 22 um 12:00 Uhr (Sonntagsmatinee) zu sehen sein. Maximilian Semsch wird selbst anwesend sein.
What a trip
Kino Moviemento

Fahrrad-Touren-Kalender NRW

Den deutschlandweit größten Internet-Kalender für geführte Radtouren hat jetzt der ADFC Nordrhein-Westfalen ins Netz gestellt. Täglich wird der Radtourenkalender erweitert, heute sind es 2028 Touren, von denen mehr als 2000 bis zum 31. Dezember diesen Jahres angeboten werden. Wer mitradeln will, kann aus 158 Startpunkten im Lande wählen, pro Tag stehen bis zu 19 unterschiedliche Touren zur Verfügung, immer mehr davon mit GPS-Daten fürs Fahrrad-Navi. Die kürzeste Strecke zählt 15 Kilometer, die längste 160. Für die längste Mehrtagestour muss man sich schon Zeit nehmen und Puste haben. Sie führt von Enger (Herford) an 15 Tagen über 1.100 km bis nach Wien.

Mit Ausnahme der mehrtägigen Fahrten, die eine verbindliche Anmeldung erfordern, ist die Teilnahme für ADFC-Mitglieder in der Regel kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen wenige Euro.

ADFC: Geführte Radtouren in NRW

Fahrradbildungsurlaub: Neues Leben nach der Kohle?

Ein Fahrradbildungsurlaub Neues Leben nach der Kohle? Regionalentwicklung in Spreewald und Lausitz wird vom 14. – 18. Juni 2010 mit Annette Wallentin und Mirko Seffzig durchgeführt.

Südlich von Berlin schließen unmittelbar zwei Regionen an, die unterschiedlicher kaum wirken könnten. Wir treffen da zuerst auf den idyllischen Spreewald, der mit seinen verzweigten Fließen und verwunschenen Forsten eine Attraktion für die zuweilen originelle Form des sanften Massentourismus bietet. Damit es an nichts fehlt, hat sich sogar ein künstliches Tropenparadies hier angesiedelt.

Dahinter erreichen wir mit der Lausitz eine Landschaft, die durch Braunkohletagebau hochgradig industriell genutzt und ausgebeutet wurde – zum Teil bis in die Gegenwart hinein. Die Folgen sind heute noch deutlich sichtbar: immer wieder treffen wir auf unserer Fahrradtour auf weite, ausgeräumte Landschaft: die Bergbaufolgelandschaft der Braunkohleförderung.

Aber wir treffen auch auf Ansätze einer nachhaltigen Nach- und Umnutzung dieser Flächen – in Form von Industriedenkmälern, als Stätte alternativer Energiequellen wie Wind und Sonne, aber auch als verwilderte Naturreservate.

Jenseits der erfahr-baren Blicke in die Landschaft fragen wir natürlich auch nach der wirtschaftlichen und sozialen Perspektive der Region, die von der Braunkohle, aber auch von der Grenzlage an Oder und Neisse geprägt ist: Wie lebt es sich hier? Wovon lebt man? Welche Zukunftsvisionen gibt es?

Der Fahrradbildungsurlaub kostet 350,- Euro (230,- Euro ermäßigt) und ist nur in Berlin und Brandenburg als Bildungsurlaub anerkannt.

Weitere Infos: Fahrradbildungsurlaub

ADFC-Entdeckerkarte

adfc-entdeckerkarte.jpgFür alle, die neugierig auf Radreisen in Deutschland sind oder neue Ziele suchen, gibt es nun eine Neuauflage der ADFC-EntdeckerKarte. Die Entdeckerkarte zeigt auf einer etwa 60 mal 85 Zentimeter großen Deutschlandkarte das Fahrradland in allen Facetten: von der Wochenendtour bis zur ausgedehnten Radreise, von der Grenzroute in Schleswig-Holstein bis zum Isarradweg in Oberbayern, vom Kylltalradweg in Rheinland-Pfalz bis zum Oder-Neiße-Radweg an der Grenze zu Polen. Mit mehr als 50.000 Kilometern Radstrecke bietet die Karte eine gute Übersicht über Deutschlands schönste Radfernwege.

Die ADFC-EntdeckerKarte kann gegen eine Versandkostenpauschale von fünf Euro beim ADFC, Stichwort „EntdeckerKarte“, Postfach 10 77 47, 28077 Bremen, Tel.: 0180/500 34 79 (0,14 Euro/Min, mobil abweichend), Fax: 0421/346 29-50 bestellt werden. Oder ihr schnippt beim ADFC-Buchladen in der Brunnenstraße im Bezirk Mitte vorbei. Dort gibt es die Karte kostenlos.

Fahrradfähre auf dem Dollart

Am 1. Mai 2010 startet eine neue attraktive Fährverbindung für Radfahrer auf dem Dollart. Mittwochs, freitags und sonnabends wird dann eine Fähre mit 100 Passagieren und 50 Fahrrädern über die Meeresbucht an der deutsch-niederländischen Grenze schippern. Das Schiff, das zur Zeit auf einer Werft überholt wird, verkehrt zwischen der Seehafenstadt Emden, dem Fischerdorf Ditzum und einem der größten Handelshäfen der Niederlande, Delfzijl. Radfahrer, die beispielsweise auf dem Nordseeküstenradweg unterwegs sind, können durch die Fähre die Umfahrung des Dollarts und dadurch etwa 50 Kilometer einsparen. Und natürlich kann man die Fährüberfahrt auch mit der Internationalen Dollart-Route kombinieren, einem Fahrradrundkurs, der mehr als 200 Kilometer durch ausgedehnte Polderlandschaften führt.
Dollart Route

Kostenlose Touren im ADFC-Tourenportal

Wenn man einen Blick auf verschiedene Internetseiten zu Radwegen in Deutschland wirft, dann bietet sich einem dort das große Kuddelmuddel. Manche verstehen sich lediglich als Werbeplattform für den entsprechenden gedruckten Radreiseführer, andere sind inhaltlich so dürr, dass sie noch nicht einmal detaillierte Karten zur beschriebenen Radroute bieten, geschweige denn, dass sie dem Tourenradler praktischen Mehrwert bieten, etwa in Form von Datensätzen für das GPS-Navigationsgerät.

Die Alternative dazu sind kostenpflichtige Touren. Der ADFC bietet auf seinem Tourenportal eine große Anzahl an Touren an. Sie bestehen aus dem GPS-Datensatz und einer Reihe von pdf-Dateien mit ausdruckbaren Karten. Billig ist das Tourenportal nicht, die 963 km lange Europaroute 1 quer durch Deutschland von der holländischen bis zur polnischen Grenze kostet zum Beispiel 19,24 Euro. Für das Geld kann man sich schon mal einen Radreiseführer in Buchform leisten.

Seit kurzem gibt es auf dem Tourenportal des ADFC auch von Firmen gesponsorte Touren, die für den radfahrenden Endbenutzer kostenfrei sind. Zur Zeit hat man die Auswahl zwischen 11 Touren, darunter die beliebten Flussradwege Elberadweg, Donauradweg, Main-Radweg, Oder-Radweg und Spree-Radweg. Gute Idee.
Kostenlose Touren im ADFC-Tourenportal

Kulinarische Fahrradtouren auf Bornholm

Genussfreudige Radfahrer können auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm kulinarische Radrouten befahren. Sie führen entlang von Lebensmittelproduzenten, Restaurants und Läden, die einen besonderen Einblick in die kulinarische Kultur der beliebten Insel vermitteln.

bornholm-211x180.jpgDie erste Fahrradstrecke ist 24 Kilometer lang und geht von Gudhjem an der Nordküste über Østermarie nach Svaneke. Auf dieser Tour kann man insgesamt elf Unternehmen besuchen, darunter eine alte Mühle, eine Karamelfabrik und eine Brauerei, eine Imkerei, Hersteller von feinen Schokoladen, Bonbons und Lakritz sowie eine Räucherei. Die Gourmet-Themenroute Nummer 2 führt über 31 Kilometer vom Hafen Nexø nach Aakirkeby im Zentrum der Insel (siehe Karte). Höhepunkte sind hier die Besichtigung der Bornholmer Spritfabrik, einer Senffabrik, einer Handwerksschlachterei und mehrerer Räuchereien.

Leider ist auf der Webseite noch nicht der Kalorienzähler integriert, der einem anzeigt, wieviele Kilometer man nach einer ausführlichen Verkostung wieder abstrampeln muss.

Themenrouten auf Bornholm

Brandenburg bei zertifizierten Radwegen vorn

Radwege gibt es wie Sand in der Wüste. Man kann sich den Spaß machen und Begriffe wie Kirchen, Schlösser, Burgen, Mühlen, Käse, Wein, Bier mit dem Wort Radweg kombinieren und wird immer den entsprechenden Fahrradweg bei Google finden. Über 200 Radfernwege in Deutschland konkurrieren mit einer unüberschaubaren Vielzahl kleinerer und nur lokal bedeutsamer Fahrradwege.

Bei der Auswahl des Radwegs für den nächsten Urlaub haben die mehr als 20 Millionen Radtouristen in Deutschland die Qual der Wahl. Um Licht in den Dschungel der Radrouten zu bringen, hat der ADFC besonders attraktive Radwege zu Qualitätsradrouten gemacht. Ähnlich wie in einem Hotelbewertungssystem werden zwischen einem und fünf Sterne für besonders gute Radrouten verliehen, gut aus der Perspektive des Radwanderers natürlich. Bisher hat der ADFC 14 Routen als Qualitätsradroute prämiert, wobei auffällt, dass allein das Land Brandenburg mit acht Radrouten vertreten ist.

Allerdings ist eine Aufnahme in den exklusiven Kreis zertifizierter Routen nicht kostenfrei. Der ADFC testet die Radwege durch eigenes, geschultes Personal und lässt es sich bezahlen, wenn ein Radweg für drei Jahre prämiert werden will.

Die vom ADFC empfohlenen Radrouten:

5 Sterne
Main-Radweg (Bayern/Hessen)

4 Sterne
100 Schlösser Route (NRW)
EmsRadweg (NRW/Niedersachsen)
Fürst-Pückler-Weg (Brandenburg)
Lahntalradweg (NRW/Hessen/Rheinland-Pfalz)
Oderbruchbahnradweg (Brandenburg)
Oder-Spree-Tour (Brandenburg)
Vom Main zur Rhön (Bayern)

3 Sterne
Radweg Berlin – Kopenhagen (Berlin/Brandenburg/MV)
Bischofstour (Brandenburg)
DahmeRadweg (Brandenburg)
Kohle-Wind & Wasser-Tour (Brandenburg)
Oder-Neiße-Radweg (Sachsen/Brandenburg/MV)
Spree-Radweg (Sachsen/Brandenbrurg/Berlin)

ADFC: Ausgezeichnet unterwegs

Nächste Ausfahrt Wedding

Das rührige Kulturprojekt Nächste Ausfahrt Wedding bietet eine Vielzahl an interessanten Fahrradtouren auf weithin unbekanntes Terrain nördlich der Berliner City.

Die Tour Gott im Wedding kommt als religiöse Stadtteilrundfahrt auf Rädern. Im Wedding leben über 160 verschiedene Nationen. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Glaubenslandschaft des Bezirks wider. Auf Schritt und Tritt stößt man hier auf Kirchen, Moscheen, Tempel, Gebetshäuser und andere religiöse Einrichtungen.

Die Fahrradtour Afrika im Wedding führt ins Afrikanische Viertel, nahe der Rehberge. Die Straßennamen erinnern dort an die deutsche Kolonialherrschaft in Afrika. Ein Teil unserer Geschichte, der vielen unbekannt ist. Aber der Wedding ist heute auch Heimat vieler Afrikaner. Afrikanische Pop-Gottesdienste, verrückte Haarteile, Lebensmittel, von denen man keine Ahnung hat: dieTour führt dich an Orte, wo die afrikanische Community im Wedding zuhause ist.

Die Radtour Brunnenviertel und die Plumpe zeigt einen Weddinger Kiez vor und nach dem Mauerbau. Oft genug läßt man sich von der Oberfläche täuschen. Das Brunnenviertel ist hierfür ein Paradebeispiel: triste Betonbauten und leerstehende Ladenlokale prägen den ersten Eindruck. Vieles hier wurde während des 2. Weltkrieges und vor allem bei der Kahlschlagsanierung in den 60er und 70er Jahren zerstört. Im Schatten des Booms von Mitte und Prenzlauerberg überrascht das Brunnenviertel mit seinem verborgenen Charme und einer Vielzahl von Kleinodien. Vom Humboldthain bis zu Hertha BSC, von der AEG bis zu den Spuren des kalten Krieges:unsere Tour ist eine Fahrt ins Blaue hinter den Gleimtunnel.

Die nächsten Fahrradtouren finden bereits morgen statt. Alle Touren und alle weiteren Termine bei
Nächste Ausfahrt Wedding
Grafik: Nächste Ausfahrt Wedding
Nächste Ausfahrt Wedding Blog

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„Cycling For Change“ behindert

Cycling For Change ist eine Fahrradkarawane, die seit dem 4. Juli von Hamburg Richtung Klimacamp in Kopenhagen unterwegs ist und dort morgen eintrifft. In Lübeck  gab es Protestaktionenen zur Abschottung der EU-Außengrenzen und in Burg auf der Insel Fehmarn fanden Aktionen gegen die Fehmarnbelt-Querung statt, danach setzte der Treck nach Dänemark über. In der dänischen Stadt Vordingborg auf Seeland wurde dann alle Leute von Cycling For Change komplett eingelocht. Die Aktivisten hatten versucht, an der Sundbrücke vor Vordingborg ein Banner aufzuhängen und mit ihren Fahrrädern eine kurzfristige Straßenblockade zu errichten, um gegen die klimaschädlichen Folgen des immer weiter wachsenden Verkehrsaufkommens zu protestieren. Vor der Verhaftung kames zu einer halbstündigen Blockade der Sundbrücke zwischen Seeland und Falster. Im Laufe der Nacht vom 10.7. auf den 11.7 wurden alle Betroffenen nach und nach wieder freigelassen. Die Fahrradtour wird weiter nach Kopenhagen radeln, und sich dort an den Protesten anlässlich der COP 15-Konferenz, die neue politischen Klimaziele festlegen soll, beteiligen. „Wir brauchen einen grundlegenden Wechsel in der Politik. Der Mensch muss auch in der Klimapolitik im Vordergrund stehen, nicht die Wirtschaft oder der Staat. Dafür werden wir auch in Kopenhagen kämpfen!“
Cycling For Change

Von der Hermannstraße nach China

Lest ihr die Reisebeschreibungen radelnder Weltreisender? Ich muss gestehen, dass mich viele Weltreiseradfahrblogs langweilen. Es ist die immer wiederkehrende Innenschau, die nervt. Manchmal hat man den Eindruck, als existiere nur der Radfahrer und das eigene Fahrrad, die Welt drumherum wird nicht oder nur kaum wahrgenommen.

Eine sehr lesenwerte Ausnahme möchte ich hier vorstellen. Der Berliner Johannes startet mitten im Winter eine Fahrradtour von Berlin nach China. Anfangs noch von zwei Freunden begleitet radelt er ab Mitte Februar von Deutschland über die Tschechische Republik, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien und Bulgarien nach Istambul. Hier trennt er sich von seinem letzten Gefährten und macht sich allein auf den langen Weg Richtung Osten. Über Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Kirgisistan will er nach China. Inzwischen liegen gut neunzig Tage seiner Reise hinter ihm, Johannes ist bereits in Taschkent und wartet auf sein Transitvisum für Kirgisien. Letzte Chance, die finalen Etappen seiner Tour mitzuerleben.
Eine Radtour von Berlin nach China

Neuberliner-Touren

Am kommenden Sonnabend bietet der ADFC Radtouren in verschiedenen Bezirken für alle an, die Neues entdecken und die Möglichkeit nutzen wollen, Kontakte zu knüpfen und Berlin als fahrradfreundliche Stadt kennenzulernen. Es soll gezeigt werden, dass viele Wege selbst in einer Großstadt wie Berlin gut ohne Auto zuzückzulegen sind. Das Fahrrad ist oftmals die bessere Alternative zum motorisierten Verkehr.

Aktive MItglieder der ADFC-Stadtteilgruppen führen mit gemütlichemn Tempo zu Orten, die versteckt, skurril, historisch oder einfach ein Muss sind. Es wird bevorzugt auf grünen Wegen gefahren und ab und an mal ein Stopp eingelegt. Alle Touren sind kostenlos, eine Ameldung ist nicht erforderlich.

Touren am Sonnabend, 25. April 2009:

  • Mitte, Treffpunkt Treffpunkt Rotes Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin
  • Neukölln, Treffpunkt  Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Straße 83, 12043 Berlin
  • Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10820 Berlin
  • Spandau, Treffpunkt Rathaus Spandau, Carl-Schurz-Straße 276, 13597 Berlin

Weitere Neuberliner-Toruren finden am 20. Juni und am 22. August 2009 statt.
ADFC: Neuberliner Touren

Fahrradbildungsurlaub an der Müritz

In der Region der mecklenburgischen Seenplatte, dort, wo heute Wasser-, Wander- und Radsport betrieben wird, arbeiteten während der NS-Zeit ZwangsarbeiterInnen in Ravensbrück und seinen Außenlagern. Juden und Jüdinnen wurden systematisch ermordet und der Todesmarsch nach Schwerin zog hier vorbei. Auf unserer Reise von Ravensbrück nach Waren/ Müritz wollen wir uns mit den Kontrasten dieser Region auseinandersetzten.

Mit dem Fahrrad begeben wir uns auf 180 km historische Spuren der NS-Zeit. Wir besuchen Gedenkstätten und Gedenkorte in Ravensbrück, Rechlin, Röbel und Malchow. Wir führen Gespräche mit ExpertInnen und ZeitzeugInnen über die NS-Geschichte, Zwangsarbeit in den Außenlagern an der Müritz (Rechlin-Retzow/ Malchow) sowie jüdisches Leben in der Region vor und nach 1933. Unsere Route führt uns über die ehemalige Todesmarschstrecke schließlich nach Waren/ Müritz. Dort werden wir von der Mobilen Beratungsstelle für demokratische Kultur über den Neo-Nazismus in der Region informiert und diskutieren mögliche gesellschaftspolitische Gegen-Strategien.

Spuren der NS-Geschichte entlang der Müritz
Mit Silke Chorus  und Kirsten Wolf
Bildungs- und Gedenkreise von Ravensbrück nach Waren/ Müritz
Bildungsurlaub mit dem Fahrrad vom 22.6. bis 26.06. 2009
Teilnahmebeitrag: 380,-€/ erm. 300,-€
incl. Frühstück + einfache Unterkunft (DZ-Aufschlag: 20€)

Weitere Infos und weitere Fahrradbildungsurlaubsvorschläge bei
Fahrradbildungsurlaub

Rad&Touren 2009 erschienen

adfc-rad-touren-2009.jpgAn der Seitenzahl hat sich nichts geändert. Wie im letzten Jahr erscheint das ADFC-Heft „Rad&Touren 2009“ mit 128 Seiten. Dennoch steckt im aktuellen Heft mehr: mehr und unterschiedlichere Touren (600 statt 550), mehr Tourenleiter (58 statt 54), von allem mehr und besser.

Die Neuberliner Touren sind ein Angebot für Berlin-Frischlinge. In einer zweieinhalbstündigen kostenlosen Radtour durch den Heimatbezirk kann man seinen Stadtteill besser kennen lernen. An drei Samstagen im April, im Juni und im Augsut werden die Berlin-Newbie-Touren in immerhin in acht verschieden Bezirken angeboten.

Wer lieber mit als gegen den Wind radelt, kann sich für eine Rückenwindtour entscheiden. Je nach Windrichtung einen der großen Radwege in eine Richtung und mit der Bahn zurück. Klasse sind auch die vielen thematischen Touren, die einen die Kulturgeschichte unserer Stadt und des Umlandes im Vorbeifahren erleben lassen. Fazit: das neue Heft ist eine Fundgrube für alle, die gern mit anderen Touren unternehmen.

Zur 2009er Ausgabe von Rad&Touren wurde ebenfalls der Internetauftritt aufgefrischt. Unter
www.radtourenprogramm.com
bietet er neben dem kompletten Radtourenprogramm auch die Möglichkeit einer unkomplizierten Registrierung. Danach kann man seine persönlichen Touren zusammenstellen und in Zukunft auch eine Art individuelles Tourenarchiv führen.