Kostenlose Touren im ADFC-Tourenportal

Wenn man einen Blick auf verschiedene Internetseiten zu Radwegen in Deutschland wirft, dann bietet sich einem dort das große Kuddelmuddel. Manche verstehen sich lediglich als Werbeplattform für den entsprechenden gedruckten Radreiseführer, andere sind inhaltlich so dürr, dass sie noch nicht einmal detaillierte Karten zur beschriebenen Radroute bieten, geschweige denn, dass sie dem Tourenradler praktischen Mehrwert bieten, etwa in Form von Datensätzen für das GPS-Navigationsgerät.

Die Alternative dazu sind kostenpflichtige Touren. Der ADFC bietet auf seinem Tourenportal eine große Anzahl an Touren an. Sie bestehen aus dem GPS-Datensatz und einer Reihe von pdf-Dateien mit ausdruckbaren Karten. Billig ist das Tourenportal nicht, die 963 km lange Europaroute 1 quer durch Deutschland von der holländischen bis zur polnischen Grenze kostet zum Beispiel 19,24 Euro. Für das Geld kann man sich schon mal einen Radreiseführer in Buchform leisten.

Seit kurzem gibt es auf dem Tourenportal des ADFC auch von Firmen gesponsorte Touren, die für den radfahrenden Endbenutzer kostenfrei sind. Zur Zeit hat man die Auswahl zwischen 11 Touren, darunter die beliebten Flussradwege Elberadweg, Donauradweg, Main-Radweg, Oder-Radweg und Spree-Radweg. Gute Idee.
Kostenlose Touren im ADFC-Tourenportal

5 Gedanken zu „Kostenlose Touren im ADFC-Tourenportal

Kommentare-Feed
  1. Naja 11 kostenlose Touren ist aber auch nicht gerade prall gefüllt. Ganz gut finde ich http://www.gps-tour.info

  2. Ich hab jetzt mal ein wenig getestet. Macht ja insgesamt einen sehr guten Eindruck. Ob das mit dem Pay-per-Download ankommt kann ich schwer einschätzen – jeder der ein GPS-Gerät hat, weiss wie wertvoll die Route ist. In einem Test sollte ich 4,92€ für 245 km zahlen, das könnte ich mir bei Bedarf durchaus vorstellen. Dennoch denke ich, der ADFC würde mit einer guten Suchmaschinenoptimierung und Adsense wohl das gleiche rausholen können und eine breitere Interessengruppe als die eingeweihten ADFC-Zeitschriftenleser erreichen.

    Eine Klasse Funktion ist die „Route nach Wunsch“. Man klickt hier Start- und Zielpunkt an und erhält eine errechnete Route entlang der eingetragenen Radrouten. Das kommt in Berlin natürlich nicht an die Qualität von bbbike.de heran, macht außerhalb aber richtig Sinn. Man muss diese Routen allerdings auch kaufen.

    Das Kundenkonto aufladen geht scheinbar nur über Lastschrift. Hier könnte man sich am pixelletter.de orientieren – die haben so viele Möglichkeiten, dass da für jeden was dabei ist.

    Statt oder zusätzlich zu Google Maps könnte man die Opencyclemap nutzen. Der Detaillierungsgrad für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer ist höher, jedoch sind einige Gegenden noch nicht gut erfasst.

    Interessant wäre auch eine Communityfunktion. Es gibt bestimmt GPS-Nutzer, die Routen für die Veröffentlichung parat haben.

  3. DIE Alternative ist eigentlich Openstreetmap:

    hier

    und

    hier

    und

    hier

    und

    hier

    Nicht zu vergessen sind natuerlich die OSM Fahrradkarten vorne weg http://opencyclemap.org/ welche die vorhandenen routen direkt in die karte rendert.

    Nicht zu vergessen dass das Ganze auch international funktioniert und jeder der eh gps mit hat kann das auch gleich noch verbessern. Es lebe die freie Information!

    Vorteil im ADFC Portal, man kann auch fahrradfreundliches Routing benutzen. Punkt A ueber Punkt B nach Punkt C und das Portal sucht aus den vorhandenen Routen den passenden Weg.

  4. Ich habe auch schon ein bisschen mit dem Portal rumgespielt. Vor allem die Route-nach-Wunsch-Funktion ist sehr nett. Es lassen sich auch Parameter wie „Höhenoptimierte Route“ oder „Rennrad-kompatible Route“ einstellen. Allerdings funktioniert es bei mir bei längeren Distanzen (>300 km) nicht mehr. Wenn man das Geld für die ROute nicht bezahlen will und die Karten nicht braucht, kann man sich die Route im eingebauten Google Maps Fenster anschauen und dann manuell bei mapmyride.com nachbauen. (Allerdings hat das Tourenportal auch Feldwege etc. drin, die es bei Google Maps nicht gibt und die deswegen das Nachbauen erschweren.) ADFC-Mitglieder bekommen übrigens pro Monat 100 Freikilometer.
    Für Stadt-zu-Stadt Verbindungen bevorzuge ich radweit. Da stören lediglich die nicht vorhandenen GPS-Tracks. Aber die Routen sind alle toll, kostenlos, zuverlässig.

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