Pünktlich zum Neuen Jahr hat uns der Winter gepackt. Spikesreifen sind gefragt wie nie und bei uns im Laden stehen die Leute mit rotgefrorenen Gesichtern und steifen Fingern. Gesicht, Füße und Hände sind beim Radfahren jetzt am stärksten der Kälte ausgesetzt. Ich benutze seit Jahren billige Kaufhaus-Winterhandschuhe, nur wenn ich länger unterwegs bin, oder es extrem kalt ist, benutze ich Fausthandschuhe aus gefüttertem Leder. Die sind für Rennlenker recht unpraktisch weil die von mir bevorzugte Griffposition am Bremshebel mit Fäustlingen anstrengend zu greifen ist. Die US-Amerikanische Firma Bar Mitts hat Überschuhe für den Lenker entwickelt, ähnliches kenne ich sonst nur von motorisierten Zweirädern. Schade, dass es die Bar-Mitts nicht in Deutschland gibt, in Kombination mit Fingerhandschuhen sind sie vermutlich unschlagbar warm.
Ganz frisch ist beim ADFC in der Brunnenstraße das Rad-Touren-Programm 2008 erhältlich. Jahr für Jahr wird das Tourenpaket der Berliner Radfahrerlobby umfangreicher und vollständiger. Diesmal sind auf 128 Seiten 550 Radtouren zwischen 20 und 240 km Länge aufgeführt. Mehr als fünfzig Tourenleiter freuen sich auf die neue Saison und bieten bewährte/beliebte alte Touren und neue Entdeckungen an. Bei den rund 40 Entdeckertouren geht es nicht nur ums Radeln sondern auch darum, Wissen abzugreifen. Oder man lässt sich mal auf eine der fünf Nachtradtouren ein. Das randvolle kostenlose Heft bietet viele weitere Infos (Netzspinnen S & U-Bahn sowie Regionalverkehr, Tarife, Kontakt zu den Tourenleitern etc.) und ist im ADFC, in Fahrradläden, Bibliotheken, Unis, Kinos undsoweiter zu erhalten oder im Netz.
Ein bolivianischer Reiseveranstalter bietet Touren an, für die man im Deutschen erst einmal ein Wort suchen muss. Auf englisch heißen sie „Gravity Assisted Mountain Biking“, also vielleicht schwerkraftunterstütztes Mountain Biking. Bei diesen Touren geht es um vorwiegend nach unten führende Touren über Straßen und Schotterpisten durch die bolivianischen Anden. Auf dem Programnm steht unter anderem auch die gefährlichste Straße der Welt, das „All-Inclusive-Package“ dieser atemberaubenden 11-Stunden-Tour kostet 75 Dollar.
Der Radroutenplaner Nordrhein-Westfalen hilft bei der Planung von Radausflügen und macht das aufwändige Suchen in Radwanderkarten überflüssig. Der Planer ermöglicht die Berechnung einer Radroute durch Angabe von Start, Zwischen- und Zielpunkten. Dadurch ist ein adressscharfes Routing auf der Basis einer digitalen Karte möglich. Für die Route werden weitere Informationen, wie z. B. Länge, Fahrzeit, Höhenprofil, Fahrtanweisung, GPS-Tracks oder auch Sehenswürdigkeiten zur Verfügung gestellt. Die Informationen können auch unterwegs mit einem online-PDA abgerufen werden. 