Von der Hermannstraße nach China

Lest ihr die Reisebeschreibungen radelnder Weltreisender? Ich muss gestehen, dass mich viele Weltreiseradfahrblogs langweilen. Es ist die immer wiederkehrende Innenschau, die nervt. Manchmal hat man den Eindruck, als existiere nur der Radfahrer und das eigene Fahrrad, die Welt drumherum wird nicht oder nur kaum wahrgenommen.

Eine sehr lesenwerte Ausnahme möchte ich hier vorstellen. Der Berliner Johannes startet mitten im Winter eine Fahrradtour von Berlin nach China. Anfangs noch von zwei Freunden begleitet radelt er ab Mitte Februar von Deutschland über die Tschechische Republik, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien und Bulgarien nach Istambul. Hier trennt er sich von seinem letzten Gefährten und macht sich allein auf den langen Weg Richtung Osten. Über Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Kirgisistan will er nach China. Inzwischen liegen gut neunzig Tage seiner Reise hinter ihm, Johannes ist bereits in Taschkent und wartet auf sein Transitvisum für Kirgisien. Letzte Chance, die finalen Etappen seiner Tour mitzuerleben.
Eine Radtour von Berlin nach China

5 Gedanken zu „Von der Hermannstraße nach China

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  1. „Es ist die immer wiederkehrende Innenschau, die nervt. Manchmal hat man den Eindruck, als existiere nur der Radfahrer und das eigene Fahrrad, die Welt drumherum wird nicht oder nur kaum wahrgenommen.“

    Naja, stimmt schon aber auch nur teilweise. Ich find die Versuche eines Tagebuches immer schrecklich nervig. Und allzu krasses Technikgelaber is auch langweilig. Das hängt wohl mit den Geschmäckern der Leser zusammen.

    Eine Sache die ich da ziemlich angenehm finde, sind die Berichte von Matthias Kaphengst. Kein hochfrequentes Runtergepinsele, dafür aber viel Einblicke in das den Radfahrer Umgebende.

  2. Hermann nicht Herrmann, nee nee nee , so weit von zu Hause wech ist die doch garnicht 😉
    Und geil, Reiseberichte Lesen macht Spaaaß und Appetit und überhaupt.
    Ich Empfehle das Radreise-Forum für mehr davon.

  3. @ze rather evil Kohl, danke, schon verbessert.

  4. In der „Radzeit“ gibt es derzeit auch einen ganz interessanten Artikel über das Radfahren in Peking.

  5. Eine schöne Reise….aber das Lesen wurde schon bei der Probetour anstrengend…“zwanzig Kilometer weiter Nazikonzert bla bla…“

    5 Km weiter hat eine Mutter ein Kind geboren

    2 Km eine junge Braut den schönsten Tag ihres Lebens gehabt

    500 m weiter ein ein 5jähriger seine ersten Rehe im Schnee gesehen

    Ich hoffe, die Reise lehrt den Jungen das Schöne im Leben in den Vordergrund heben und die kleinen unwichtigen Hässlichkeiten nicht vergessen, aber doch zu relativieren.

    Das Leben ist schön, insbesondere, wenn man so reisen kann.

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