Gleich neben dem Bahnhof von Bernau ist Montagnachmittag das erste Fahrradparkhaus der Region Berlin-Brandenburg eröffnet worden. Das etwa 15 mal 30 Meter große Gebäude ist eine Stahlkonstruktion mit Witterungsschutz und bietet Platz für 566 Fahrräder auf drei Etagen. Die Zahl der Veloparkplätze scheint knapp bemessen, denn täglich pendeln 5000 Leute von diesem Bahnhof in die Hauptstadt. Insgesamt investieren die Stadt Bernau und das Land Brandenburg 1,7 Millionen Euro in das Fahrradparkhaus, davon stammen 900.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Knapp 500 der Radparkplätze können kostenlos genutzt werden. Wer will, kann sein Rad auch in einer verschließbaren Fahrradbox sicher abstellen. Diese Boxen können gegen eine Gebühr gemietet werden. Für einen Monat kostet das 10 Euro, für ein halbes Jahr 50 Euro und für ein Jahr 95 Euro. Darüber hinaus gibt es auf allen drei Etagen Schließfächer zum sicheren Verstauen von Taschen etc. Die Nutzung eines Schließfaches kostet 20 Cent am Tag. Nach dem Abschließen des Fahrrads gelangen die Radler direkt vom Parkhaus zum Bahnsteig.
Die offizielle Eröffnung des Parkhauses ist für Mitte August geplant, wenn alle Restarbeiten am Bahnhofsvorplatz beendet sind.
Bernau bei Berlin: Bernaus Fahrradparkhaus bietet Platz für 566 Räder
Foto: Stadt Bernau

Eine Untersuchung in Belgien hat ergeben, dass in 70 bis 75% aller Sackgassen lediglich der motorisierte Verkehr wenden muss, Fußgänger und Radfahrer jedoch ihren Weg fortsetzen können. Deshalb hat das belgische Parlament Ende April ein Gesetz beschlossen, das die Einführung eines neuen Sackgassen-Schilds vorsieht. Auf dem Verkehrsschild zeigen die Symbole eines Fahrrads und eines Fußgängers, dass der Weg für Passanten und Radfahrer frei ist.
In den nächsten drei Jahren entsteht in Göttingen ein vier Kilometer langer und mindestens vier Meter breiter innerstädtischer Schnellradweg. Er beginnt beim von vielen Pendlern genutzten Göttinger Bahnhof, führt an Hauptcampus und Universitätsklinikum vorbei bis zum Nordcampus mit vielen Forschungseinrichtungen. Auf dem Schnellradweg können 14.400 Beschäftigte und 25.000 Studierende ihre Arbeitsplätze erreichen.
