Der Schwerpunkt des ersten Heftes 2010 der Berliner Radfahrerzeitung RadZeit liegt auf dem Thema Fahrrad und Recht. In einem Interview mit Polizeidirektor Wolfgang Klang unter dem Titel „Rotlicht-Missachtung ist kein Kavaliersdelikt“ werden altbekannte Vorwürfe gegen Radfahrer wiederholt. Einerseits sagt Klang: „Wir stellen fest, dass trotz aller polizeilichen Bemühungen in der Verkehrsüberwachung nach wie vor ein erheblicher Teil der Rad- und Autofahrer Verkehrsvorschriften nicht beachtet.“ Klang spricht also von allen Verkehrsteilnehmern, die die StVO nicht beachten. Praktisch ist in dem Interview dann nur noch von Verstößen der Radfahrer die Rede, von „verbotswidriges Befahren der Gehwege, Benutzen von Radwegen entgegen der Fahrtrichtung, Missachtung des Rotlichts und Fahren ohne Beleuchtung bei Dunkelheit“. Verstöße der Autofahrer? Sind nicht existent. Zumindest werden sie weder von Polizeidirektor Klang noch von den Interviewerinnen Katrin Starke und Claudia Lippert angesprochen.
Weitere Themen sind das Radfahren jenseits von böhmischen Dörfern, die Ökobilanz eines Fahrrads, Fahrradverkehr in Kopenhagen, ein Technikartikel zur Vielzahl verschiedener Bremsenarten am Fahrrad und ein Interview mit dem Kreuzberger Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele.
Die 32 Seiten dicke RadZeit kann man wie immer kostenlos in verschiedenen Fahrradläden und im Buchladen des ADFC in der Brunnenstraße erhalten. Oder online lesen unter …
Nach der Prognose wird sich die Verkehrsmittelwahl der Berliner bis zum Jahr 2025 verändern. Die Grafik zeigt die erwarteten Veränderungen des Modal Split innerhalb des S-Bahn-Rings. Dunkelgrün abgebildet ist der Fußgängerverkehr, der leicht zurückgehen soll von 26,2% auf 24,6%. Der hellgrüne Bereich sind die Radfahrer, deren Anteil von 12,1% auf 15,7% steigen soll. Ebenfalls ansteigen wird der öffentliche Nahverkehr (gelb) von 33,0% auf 33,6%. Nach Ansicht der Forscher wird sich der Autoverkehr (rot) von 28,7% auf 26,1% vermindern.


