Radler auf verschneiten Radwegen

Die taz beschäftigt sich heute im Berliner Lokalteil mit den verschneiten und größtenteils nicht geräumten Radwegen. Ex-Fahrradbeauftragter Benno Koch: „Ich bin gerade aus Potsdam-Babelsberg nach Berlin rein gefahren. Es war so gut wie nichts geräumt. Menschen werden für ihre Umweltfreundlichkeit regelrecht bestraft.“ ADFC-Vorsitzende Sarah Stark: „Es ist gefährlich, wenn die Radwege nicht genutzt werden können. Offenbar werden die Radfahrer und ihre Wege im Winter nicht so wichtig genommen.“ Auch die Sprecherin der Berliner Stadtreinigung (BSR) Sabine Thümler wird befragt. Thümler: „Wir haben die Firmen aufgefordert, die Radwege sauber zu machen. Wenn das nicht passiert, müssen die Firmen mit Vertragsstrafen rechnen.“ Claudia Hämmerling von den Grünen antwortet darauf: „Die Ausrede mit den Subunternehmen bringt die Stadtreinigung immer wieder. Es ist mir egal, was die BSR macht, aber die Radwege müssen geräumt werden. Ansonsten müssen ihr die Zuschüsse gekürzt werden oder der Winterdienst anders ausgeschrieben werden.“

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In der Linienstraße sah es heute Morgen so aus. Die Fahrbahn besteht aus einer festgefahrenen Schneedecke. Im westlichen Bereich nahe der Friedrichstraße war die Fahrradstraße komplett naturbelassen, kein Split und kein Salz. Im mittleren Bereich auf Höhe des Koppenplatzes konnte man immerhin erkennen, dass vor einigen Tagen eine Lage Split gestreut wurde, der inzwischen aber vollständig in das Eis hereingefahren wurde und keinen Griff mehr bietet. Sehr tückisch sind die Verhältnisse in der Linienstraße Ecke Rosenthaler. Dort sind durch die Autos schmale und tiefe Furten entstanden. Genau an dieser Stelle hat es mich aus dem Sattel geholt. „Are you okay?“ fragte gleich ein hilfsbereiter Brite. War wirklich nicht so schlimm, ich bin nur einen Meter auf dem Hosenboden geschliddert. Andere, unter anderem die Thüringer Landesmeisterin im Einzelzeitfahren Franziska Ruschke hat es schlimmer erwischt, siehe hier.

Sehr gute Bedingungen zum Radfahren bietet dagegen der Weinbergsweg. Dort wurde offenbar große Mengen Salz verwendet, um die Strassenbahngleise vor dem Zufrieren zu bewahren.

33 Gedanken zu „Radler auf verschneiten Radwegen

Kommentare-Feed
  1. Ich für meinen Teil hab das Radeln vorerst abgehakt. Stolz hin oder her. Regengüsse, -15°C oder Sturm, alles kein Problem für mich. Aber Glätte, da hab ich einen heiden Respekt vor. Ist mir echt zu stressig gerade. Die Hauptstrassen sind zwar frei, aber zwischendurch gibt es echt fiese Stellen.
    Die paar Mutigen, die man beobachten kann, machen auch einen recht wackeligen Eindruck oftmals.
    Auch wenn es mich echt schmerzt, werd ich wohl auf Tauwetter warten.
    Und extra Spikereifen aufziehen lohnt sich für 2-3 Wochen maximal im Jahr dann auch nicht wirklich, ausser man hat ein Zweitrad für den Winter, wie ein Kollege von mir.
    Die Hoffnung, dass es für den Radverkehr jemals einen brauchbaren Winterdienst geben wird, hab ich auch aufgegeben. Soviel zum Thema Fahrradstadt Berlin. Für den motorisierten Verkehr wird wirklich alles getan, damit er fahren kann. Da fühlt man sich verarscht von der Stadt.

  2. Allen, die das Radeln trotzdem nicht lassen können wünsche ich eine unfallfreie Fahrt.

  3. Ich kann Spikereifen nur empfehlen, man ist selbst auf Eis sicher und zügig unterwegs. Und die Leute gucken so schön blöd..

  4. Also ich fahre ja auch bei (fast) jedm Wetter, eben nur nicht so gern, wenns richtig glatt wird. Und der Schnee ist doch wirklich schön.
    Momentan finde ich richtig Gefallen daran, zu die Stadt zu spazieren und meine Wege zu Fuß zurückzulegen.
    Ich finde sogar, dass man (außer auf Gehwegen) garnicht streuen oder räumen sollte. Die Straßen müssen nicht um jeden Presi freigehalten werden, sollen die Leute doch das Auto stehen lassen.

  5. Es gehört auch schon viel Betriebsblödheit dazu, sich bei freien Fahrbahnen immer noch über die verschneiten und ungestreuten Radwege kämpfen zu wollen. Und sich dann über die mangelnde Sicherheit derselben zu beschweren.

    Und dabei wird man im Winter nicht einmal so oft angehupt.

  6. Ich denke schon, dass das Beschweren berechtigt ist, da die BSR bzw. die beauftragten Subunternehmen unser aller Geld für’s Räumen bekommt.

  7. Dann oute ich mich jetzt auch mal. Am ersten Schneetag habe ich ein paar Meter gewagt, halte meine Tourenradreifen aber nicht für sehr geeignet. Das Problem ist nicht hauptsächlich das Eis – wobei eine durchgehende Eisfläche natürlich fies ist. Ich finde Rillen am problematischsten. Man sieht sie zu spät, bremsen ist nicht, ausweichen auch nicht. Sie ziehen das Vorderrad gnadenlos weg.

    Spikereifen hab ich in Erwägung gezogen, aber lohnt sich für mich auch nicht.

    Ob eine Radwegräumung möglich und sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Meines Erachtens hilft sie nur, wenn das Eis weggefräst wird und man wieder auf Stein fährt. Ansonsten ist der Qualitätsunterschied zur Fahrbahn schier unendlich.

  8. Wenn Spikes, dann reicht das Vorderrad (aus Erfahrung). Kriegt man problemlos im Fachhandel oder bei Ebay, eine komplette Ersatzfelge / Laufrad erleichtert das tauschen.

    Momentan ist es mir aber auch zu heftig.

    Hatte mal im letzten Jahr bei ähnlichen Verhältnissen und unter 0°C das Problem dass der Schneematsch zwischen Rad und Schutzblech gefror und das Rad blockierte war ein Tourenrad). Ein MTB mit Steck“blechen“ ist da wohl besser. Und die Bremsen waren auch vereist – musste man schon mit Alkohol entiesen, was wiederum die Schmierung auswäscht.

    Würde dringend eine Pause empfehlen, selbst die hartgesottenen Fahrradkuriere sah ich heute in der S2 (wenn die dann mal kam, die olle S-Bahn).

    Respekt für alle die durchhalten!

    Joshua

  9. Für den Härtewinter, den wir dieses Jahr bekommen haben (globale Erwärmung? daß ich nicht lache…), kommt man eigentlich noch erstaunlich gut mit dem Rad durch die Stadt.

    Wirklich böse sind z. Zt. so Straßen wie die Ackerstr., die im obigen Artikel genannte Linienstr., diverse Kopfsteinpisten im tiefen Kreuz und ein paar eingeeiste Abschnitte auf eigentlich gut geräumten Straßen, z. B. südliches Ende der Möckernstr. zwischen Yorckstr. und Kreuzbergstr.

    Während die BSR zumindest die „größeren“ Verkehrswege überwiegend in einen erfreulich guten und auch radtauglichen Zustand versetzt hat, finde ich die Situation auf den diversen Gehwegen viel bedenklicher. Muss man mal an irgendein Haus ran oder in diese Hinterhofkultur diverser Gewerbehöfe, wird es hingegen richtig übel. Die Gehwege und speziell Hinterhöfe sind nämlich fast durchgängig nicht in trittsicherem Zustand. Die Hauseigentümer bzw. ihre Beauftragten kommen diesbezüglich ihrer Pflicht systematisch nicht nach. Und das nicht nur in irgendwelchen entlegenen Seitensträßchen tief im Ghetto, sondern auch in den großen Einkaufsmeilen wie z. B. teils am Ku’damm, wo sich die Inhaber der Geschäfte doch eigentlich Sorgen um ihre eigene Erreichbarkeit und das Wohlergehen ihrer Kunden machen sollten.

  10. Da wird nahezu bundesweit die Benutzungspflicht – zumindest vorrübergehend – aufgehoben und ihr beklagt euch noch!?

    Ich freue mich über jeden nicht geräumten Radweg!

  11. @dan: das mit der nicht geahndeten Schneeraäumfaulheit hat seine Bewandnis: Das Ordnungsamt müsste solche Verstösse eigentlich monieren, also glatte und gefährliche Gehwege, Radwege. Aber damit verbunden wäre zur „Gefahrenabwehr“, wie sind ja in Deutschland, eine Sicherung, d.h. Absperrung der Fläche. Und das macht eben Arbeit. Ganz abgesehen davon, dass bei allgemeiner Räumfaulheit garnicht mehr sinnvoll gesperrt werden kann.

  12. Über nicht geräumte Radwege kann man sich beschweren. Die Räumung ist zwar im Berliner Straßenreinigungsgesetz vorgesehen (§ 1 Abs. 2), aber nach mehreren Tagen Nichträumung und neuem Schneefall kaum noch nachzuholen.

    Was allerdings sehr gefährlich ist, ist der Verstoß der BSR und ihrer Auftragnehmer gegen § 3 Abs. 3 und Abs. 9: Sie kippen den Schnee auf die Radwege und insbesondere im Kreuzungsbereich auf die Radwegzufahrten. Und sie reinigen die auf der Fahrbahn markierten Schutz- und Radfahrstreifen nicht (ausreichend).
    Vor einigen Jahren gab es aufgrund der Verstöße gegen § 3 Abs. 3 einen tödlich verunglückten Radler in Berlin: Er war in einen auf der Radwegfurt liegenden Schneehaufen gefahren, weil er ihn im Dunkeln wegen der mittlerweile von Matsch und Split dunklen Oberfläche nicht sah.

    Die Pflicht zur Enteisung der Radverkehrsanlagen sollte bei weiterhin steigendem Radverkehrsanteil in das Gesetz aufgenommen werden.

    Das Gesetz findet Ihr hier:
    http://www.bsr.de/bsr/download/Strassenreinigungsgesetz_2003.pdf

    Das Beschwerde-Formular der BSR hier:
    http://www.bsr-online.de/bsr/html/kontakt.php?e1=service&e2=bsr&e3=de (bitte konkrete Stellen und Mängel benennen)

    Es bleiben zwei Möglichkeiten: sich über den nicht geräumten Radweg kämpfen oder auf der Fahrbahn fahren. Ich nehme die Fahrbahn.

    Wegen der ansonsten unbefahrbaren Nebenstraßen fahre ich seit zwei Wochen mit Spike-Reifen. Es ist ein echter Gewinn an Fahrsicherheit! Selbst vereiste Gefällestrecken konnte ich sicher meistern. (Ich fahre natürlich trotzdem vor- und umsichtig. Aber die Angst vor dem unkontrollierten Wegrutschen lässt sich stark mindern.)
    Gegen eingefrorene Bremsen kann ich Hydraulikbremsen empfehlen.

    Allzeit gute Fahrt!
    SuSanne

  13. Schnee in Massen auf den Radwegen … die schönste Jahreszeit zum Radfahren auf der Fahrbahn! Und für die Nebenstrassen Spikes.

  14. Sieht in anderen Städten (Dresden ^^) auch nicht besser aus.
    Ich finde, eine Räumung der Radwege, so dass sie wirklich „sicher“ sind (d.h. wirklich bis auf den Asphalt runter, kein Eis und Schneereste), ist sowieso nicht möglich bei der aktuellen Wetterlage. Liegt wohl auch daran, dass weniger durch Fahrradreifen „umgewalzt“ wird, als auf der Straße von Autos. Dort ist es daher wohl noch am günstigsten zu fahren momentan. Denke eine feste Schneedecke und alternativ spikes würden alternativ auch noch gehen.
    Anyway sobald man keinen Asphalt sondern Pflaster unter die Räder bekommt ist sowieso Feierabend.
    Ich hab das Thema also auch abgehakt und lass das Rad im Keller bis wieder rutschfreie Zustände herrschen. S-Bahn und etwas mehr Bewegung zu Fuß müssen reichen. Letzteres soll ja auch gesund sein. Und man kann durchaus mal 1-2 Haltestellen laufen, statt eine Virtelstunde auf den Bus zu warten 😉

  15. Detailfrage zu den Spikereifen – kommt man da durch die fiesen Spurrillen, die einem sonst das Vorderrad wegreissen, gut durch? Was kostet so ein Reifen? So langsam überlege ich ja auch – wenn morgen wirklich das totale Schneechaos kommt, wird das ja zu ner wochenlangen Fahrradabstinenz. Als Suchti kann ich das schwer ertragen 🙂

    Für morgen sind Schneestürme und starker Schneefall vorhergesagt, das dürfte bedeuten, dass neben dem Fahrrad auch weitgehend die S-Bahn ausfällt, sofern man diesen Zustand jetzt noch nicht als erreicht sieht.

  16. alternativ könnt man auch auf ein trike umsteigen. das kippt nicht um. da kommt man nur in’s schlittern, aber fleigt nich gleich auf die fre***.

    langsam hab ich die befürchtung, dass ich mir lieber gleich ne monatskarte anstatt nur ner wochenkarte hätte kaufen soll 🙁

  17. Ich fahre noch Rad, auch bei diesen Verhältnissen. 🙂 Zur eigenen Sicherheit trage ich Spikes an den Füßen, wenn man dann rutscht, hat man auf den Füßen jedenfalls festen Halt.
    @berlinradler Spikesreifen habe ich auch überlegt, sind hier aber ausverkauft und mit rund 40 Euro pro Reifen auch nicht ganz billig. Außerdem muss man den Luftdruck der Reifen bei Schnee/Eis auf wenig und bei keinem Schnee/Eis auf viel Druck stellen, damit man nicht immer auf den Spikes fährt. Die sind ja seitlich angebracht. So einfach „Wegrutschen“ ist da nicht mehr.
    Hier ein Link zu einem Anbieter: http://www.schwalbe.com/ger/de/startseite/?gesamt=490&ID_Land=1&ID_Sprache=1&ID_Seite=24&PHPSESSID=f82d3289f82d5756aeb7fecb4e1c118e

    Wenn die Witterung anhält, werde ich vielleicht doch noch die Spikesreifen kaufen. Man soll ja, das ganze Jahr damit fahren können?

  18. Ich fahre die Marathon Winter von Schwalbe (28 Zoll: 28 x 1,6 = 700 x 40C):
    http://www.schwalbe.de/ger/de/produkte/specials/produkt/?ID_Einsatzbereich=10&ID_Produktgruppe=45&ID_Produkt=139&ID_Artikel=79&info=1
    Es gibt weitere Marathon-Produkte (Snow Stud, Ice Spiker und Ice Spiker Pro, die letzten beiden glaube ich nur in 26 Zoll).

    Man muss bei der Breite darauf achten, dass man die Spikes noch zwischen Rahmen bzw. Schutzblech und Felge bekommt und mit weniger Druck fahren.
    Da sie auch seitlich Spikes haben, kommt man auch mit Rillen und Kanten gut zurecht.

    Und jetzt kommen die Nachteile, die ich nicht verschweigen will:
    Die Reifen sind erheblich schwerer. Sie sind etwas lauter auf Asphalt.
    Man kann sie nur ca. 2.500 km fahren, was aber für mehr als einen Winter reicht. Sie kosten je Stück ca. 50 Euro.

  19. Nach drei Wintern ohne Spikes bin ich letztes Jahr endlich umgestiegen. Hätte ich schon lange tun sollen und ich kann das jedem nur empfehlen! Aber was ordentliches kaufen – alles unter 200 Spikes hilft nicht.

  20. wie macht ihr spikereifenfahrer das so?
    habt ihr n kompletten laufradsatz und wechselt einfach komplett aus? oder wechselt ihr nur den mantel?
    manch einer hat ja auch ein winterzweitrad.

  21. Ich wollte erst das Zweitrad damit bestücken. An dem habe ich aber frostanfälligere Bremsen und Schaltung. Also habe ich sie auf das Erstrad aufgezogen und lasse sie bis zum Wegtauen drauf. Der höhere Kraftaufwand ist nach der Völlerei nicht so schlimm 😉

  22. Ich hab so viele Fahrräder… Über den Winter bleibt das auf dem Singlespeed-MTB. Zusätzlicher Vorteil ist, dass das auch noch funktioniert, wenn (Ketten-)Schaltungsräder wegen Schnee im Ritzelpaket oder vereisten Zügen versagen.

    Wenn man die Ausgabe scheut, kann man immer noch auf der Fahrbahn fahren – funktioniert halt oft nur auf den Hauptverkehrsstrassen und Abkürzungen durch Parks sind meist Tabu (im Treptower Park konnte man vor zwei oder drei Jahren fast zwei Monate lang Schlittschuh- aber nicht Fahrradfahren).

  23. @Philip: Mein Trike finde ich momentan auch nicht berauschend. Man fällt zwar nicht um, aber die Traktion ist bei meinem Tadpole furchtbar. Man kriegt das Trike auf festgefahrenem Schnee in einen Zustand, wo sich Schlupf am Hinterrad und Vortrieb die Waage halten. Das ist langsam und sehr, sehr anstrengend. Dann gibts noch kleinere Handycaps wie einfrierende Schalt- und Bremszüge und sich schnell zusetzende Schutzbleche.

    Abhilfe gegen fehlende Traktion könnten Packtaschen mit Backsteinen schaffen, Spikereifen hinten oder Kabelbinder oder einem Strick um den Mantel. Das geht momentan noch bei der festgefahrenen Schneedecke. Aber ab den angekündigten Monsterschneefällen am WE kann man das auch vergessen.

    Christian

  24. hm, ok, dann wäre wohl ein trike mit spikereifen, das optimum bei schneeglätte. vielleicht in einer liegerad ausführung. aber dann nur mit flakbeleuchtung, wenn man nicht unterm schneepflug landen will.

  25. Juristisch scheint das auch nicht uninteressant zu sein! Muß ich als Fahrer eines Rades mit Spikes Radwege benutzen, die für alle anderen Radler nicht mehr zumutbar sind, weil – siehe oben – bei der Räumpflicht geschlampt wurde/wird!?

  26. ich denke nicht, da die regeln zur benutzungsplicht unabhängig vom zustand des fahrrades sind, oder?

  27. Die sogenannte „Zumutbarkeit“ oder auch die „Benutzbarkeit“ dürften im Zweifelsfall durchaus auch in Abhängigkeit davon bewertet werden, ob man gerade ein 5kg Ultraleichtrennrad mit filigranen Carbonfelgen und 16 Speichen im Vorderrad fährt oder einen 20kg Downhillboliden mit 200mm Federweg und superdicken Schlappen. Ich glaube mit Letzterem dürfte es schwierig fallen, zu erklären, dass diese oder jene Bordsteinabsenkung nicht hinreichend sei oder irgendwelcher durch Wurzeln aufgebrochener Asphalt unmöglich sicher zu befahren sei. Mit Ersterem eher leicht.

  28. Ich muss auch zugeben, wegen Glätte BVG zu fahren. Allerdings glaube ich, dadurch auch mein Rad vor Salz und damit verbundener starker Korrosion zu schützen. Nach meinen zwei Ausritten dieses Jahr habe ich danach mein Rad jeweils mit warmem Wasser abgespült.
    Ich hingegen leide zunehmend am Bewegungsmangel. Hatte letzte Nacht schon Wunschträume vom Frisbeespielen auf einer Wiese……..

  29. @neuköllner
    stunde joggen durchn park 😉
    oder auch stunde spazieren gehen

  30. also mit Spikes ist das tatsächlich nicht so wild und nur vorne montiert reicht es mir auch. Meiden tue ich aber trotzdem die Nebenstraßen, da ist es doch manchmal arg „buckelig“ ist. Und die Spikes fahre ich jetzt schon das vierte Jahr, obwohl sie viel auf Aspalt-Matsch gefahren werden. Und damit hat man den Preis von 30 Tacken auch schon wieder raus.

    Außerdem macht es riesig Spaß damit die Rodelbahn zu fahren!!!

    PS: aber das viele Salz ist schon unangenehm, tut einem selbst richtig weh

  31. gegen das streuzsalz könnte man sich die mühe machen das rad ordentlich zu säubern und da wo es geht und sinn macht das rad mit ner dünnen fettschicht einschmieren. dachte da zb an die speichen, offen liegende schraubenköpfe usw. oder ne schutzlackierung.
    aber obs den aufwand wert is, ist net andere frage

  32. Die Alternative zu „regelmäßig säubern“ heißt „gar nicht säubern“. Dann lagert sich nämlich eine schützende Schmodderschicht genau da an, wo auch die ganze Salzpampe hinspritzt.

    Bin täglich mit dem Rad unterwegs. Klar, der Bock wird natürlich bei den Straßenverhältnissen nicht schöner. Aber funktional gibt es außer an ein paar Schrauben und den Achsmuttern keine Problemstellen. Und Schrauben und Achsen kann man gelegentlich mit einer Fettpackung behandeln. Der Rest ist dann – zumindest aus technischer Sicht – egal.

    Ich glaube, Räder, die nicht regelmäßig bewegt werden, leiden stärker. Wenn die völlig eingesifft erstmal im womöglich auch noch warmen Keller eingemottet werden, dann haben sie viel Zeit rumzugammeln. Und wenn sie dann wieder rausgekramt werden wundert man sich, dass die Kette ein starrer Rostbratzen geworden ist. Täglich gefahren hingegen knirscht das vielleicht alles ein wenig, aber es fährt eben.

  33. Sogar der Spiegel schreibt was übers Radfahren im Winter:

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,671151,00.html

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