Vor zwei Wochen konnte man in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine der Elogen auf das Fahrrad lesen, wie man sie heutzutage häufiger liest: Die fabelhafte Siegesfahrt des Fahrrads von Jonas Jansen. Im Artikel wird gleich im zweiten Absatz gesagt, dass der „Anteil (der Radfahrer) am Verkehr im gutbürgerlichen Berliner Stadtviertel Prenzlauer Berg“ 40 Prozent beträgt.
Eine Woche später erscheint in der BZ der Artikel Die Vorfahrt habe: Ich, ich, ich. Dort geht es darum, dass Berlins Verkehr immer ruppiger und gefährlicher wird. Auch hier der Hinweis: „Seit 2008 hat sich die Zahl der Radfahrer in Berlin verdoppelt, in den Sommermonaten wird ein Fünftel der Wege auf dem Sattel zurückgelegt. Ihr Anteil an den Verkehrsteilnehmern liegt bei etwa 15 Prozent, in Prenzlauer Berg sogar bei rund 40 Prozent.“
Beide Artikel beziehen sich auf eine noch nicht veröffentlichte Studie des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ). Daraufhin habe ich mal beim InnoZ per Mail nachgefragt, aber keine Antwort bekommen. Deshalb möchte ich die Frage an euch weitergeben. Vierzig Prozent, das wären ja schon fast holländische oder dänische Verhältnisse.
Das 7. Internationale Festival des Fahrrad-Films präsentiert morgen und übermorgen in den Flottmann-Hallen in Herne in Westfalen 22 Filmemacher aus 10 Ländern. Die Zuschauer werden Einblick bekommen in die unterschiedlichsten Fahrradwelten. Gernot Mühge, Leiter des Festivals: „Filmemacher aus USA, Mexiko und Canada stellen dieses Jahr die größte Anzahl von Filmen. Viele davon zeigen das urbane, wilde Leben der Fahrradkuriere. Aber wir bringen auch den schrägen, politischen, sinnlosen oder künstlerischen Fahrradfilm.“
Im Vorspann des folgenden Videos findet ihr einen eingängigen Spruch zum Telefonieren am Steuer.
