Falls ihr euch schon immer mal ein Paripa Fahrrad live anschauen wolltet aber es nicht bis nach Kreuzberg geschafft habt, gibt es jetzt eine Gelegenheit!
Walthers Buchladen in der Bismarckstr. 71 in Steglitz ist ein kleiner feiner Buchladen mit ausgesuchtem Sortiment an Belletristik, Kriminalromanen, Sachbüchern, Bilderbüchern, Kinder- und Jugendliteratur sowie Graphic Novel.
Netterweise haben sie eines unserer Fahrräder für ihre Schaufenster Dekoration verwendet.
Falls ihr also in Steglitz oder drumherum unterwegs seid, schaut vorbei, es lohnt sich schon wegen der guten Bücherauswahl ;).
Fahrrad fahren, auch im Winter mit Schnee, Eis und knackigen minus Temperaturen könnte so schön sein! Wie in Oulu – europäische Kulturhauptstadt 2026! Oulu wird in Finland auch die Winterfahrradhauptstadt genannt. Ob zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen oder einfach nur von A nach B: in Oulu ist Radfahren auch bei -20 Grad üblich!
from Pexels 2026: Oulu Art Merikotka
Interessant und großartig ist, wie scheinbar selbstverständlich hier der Fokus auf den Ausbau und Erhalt der Fahrradinfrastruktur gelegt wird. Immer mit Einbeziehung der Bürger*innen. Das ganze Jahr über und vor allem im Winter kann Oulu auf sichere, funktionierende Fahrradwege stolz sein. Der erste Strategieplan zur Umsetzung einer Fahrrad zentrierten Stadt kam 1969 auf den Tisch. Dieser sah vor, den Fuß- und Radverkehr in der Stadtplanung gleichwertig zu behandeln. Deshalb können sich dort auch Radfahrende und zu Fuß Gehende immer auf einen funktionierenden Winterdienst verlassen.
Heute ist das Radwegenetz über 950km lang und verläuft überwiegend getrennt vom Autoverkehr. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Mauri Myllylä, Pionier des Radwegesystems in Oulu, hatte nach einem Aufenthalt in den USA und den dort gemachten Erfahrungen der massiven Bevorzugung des Autoverkehrs den Impuls es in Oulu anders zu machen.
Als Stadtplaner in Oulu den 1960er Jahren angestellt legte er den Grundstein für das heutige Radwegenetz in Oulu:
‚So entstand die Idee eines gut befahrbaren Radwegenetzes, abgetrennt vom motorisierten Verkehr. Mit Wegen, breit genug, um im Winter von Traktoren geräumt zu werden.‘ (Isabel Scherer: Bericht aus Drahtesel Magazin)
Und so wurde es!
‚Oulu hat es also geschafft aus der eher sportlichen und nischigen Winteraktivität etwas Alltägliches und Soziales zu machen, das für jeden geeignet ist – nicht nur für diejenigen, die „fit“ und „hart im Nehmen“ sind.‘ (Isabel Scherer)
‚Gute Infrastruktur und starke Winterwartung‚, geben die Verkehrsplaner in Oulu als Antwort auf die Frage des Erfolgs an. Isabel Scherer „Die Radkultur Ihrer Stadt gestalten“
Zuerst brauchte es allerdings bei den Verantwortlichen in der Verwaltung die Einsicht und den Willen. Diese Grundlage fehlt vielerorts schlichtweg.
Die Stadtplaner*innen von Oulu teilen bis heute ihre Expertisen in Form von Schulungen, internationalem Austausch und Konferenzen. Die Teilnehmenden, z.B. Verwaltungsangestellte für Verkehr anderer Länder und Städte holen sich dort das nötige Knowhow und jede Menge Motivation ab. Denn es ist durchaus möglich, mit Berücksichtigung der lokalen Begebenheiten überall eine erfolgreiche Fahrrad Infrastruktur aufzubauen.
‚Wenn Kommunen ihren Einfluss bei der Gestaltung der Mobilitätskultur erkennen und kooperative, zukunftsorientierte Anstrengungen priorisieren, legen sie den Grundstein für langfristigen Erfolg.‚
In einem erarbeiteten Funktionsdreieck, nennt die Autorin (Isabel Scherer) als Schlüsselkomponenten:
‚● Urbane Materialitäten – die physische Umgebung, einschließlich Infrastruktur und Winterpflege.
● Planungspraktiken – die Organisationsstruktur der Gemeinde, einschließlich Priorisierung, Finanzierung und politischer Unterstützung.
● Bedeutungen des Radfahrens – die Werte und die kulturelle Bedeutung des Radfahrens in der Stadt, einschließlich der Frage, ob Radfahren eine tief verwurzelte Geschichte in der Gemeinde hat.‘
Diese Merkmale beeinflussen und bedingen sich stark gegenseitig. Eine hohe Relevanz dabei haben die Macher*innen und Akteure.
Die dringende Frage hierzulande bleibt zur Zeit warum denn eigentlich die Fahrradwege bei Eis und Schnee nicht oder kaum geräumt werden. Nicht zuletzt geht damit auch ein erhebliches Unfallrisiko einher, das traurigerweise offenbar in Kauf genommen wird. Denn eigentlich gibt es klare Verantwortlichkeiten, zudem versprochene längst ausgearbeitete Konzepte, auch die zum Straßennetz gehörenden Fahrradwege im Winter zuverlässig zu betreuen.
‚Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat indes am Dienstag bemängelt, dass auch Berlins Radwege nicht ausreichend geräumt würden. Nach Angaben des Verbands werde der Radverkehr durch den Berliner Senat trotz eines neuen Winterdienstkonzepts behindert. Dieses Konzept sehe vor, dass Radwege mit derselben Priorität geräumt werden wie Straßen für den Autoverkehr. Die unzureichende Räumung der Radwege bezeichnet der Verband als unverantwortlich.‘ (rbb24.de Strenger Frost und Schneereste)
Was im Autoverkehr undenkbar wäre, müssen Radfahrende in Berlin seit Jahrzehnten und mindestens noch den kommenden Winter 2025/26 ertragen: Radwege werden nicht konsequent geräumt. Und dass, obwohl der Senat im Januar 2025 den Vorgaben des Mobilitätsgesetzes entsprechend ein neues Konzept für den Winterdienst vorgestellt hat.‘ (ADFC Winterdienst-Check)
Changing Cities mit einer Foto Dokumentation von betroffenen Fahrradwegen:
‚Bis Ende 2022 hätte ein Winterdienstkonzept durch die Senatsverwaltung erstellt werden müssen. Da dieses bis heute nicht existiert, gelten noch die 10-15 Jahre alten Pläne, die Fuß- und Radverkehr nicht als „richtigen” Verkehr einstufen. Das Räumen dieser Wege wird einfach nicht priorisiert. Dabei werden in Berlin 34 Prozent der Wege zu Fuß und 18 Prozent der Wege mit Rad zurückgelegt – und alle anderen, die ÖPNV und Kfz nutzen, nutzen ja auch die Fußwege.‚ (Changing Cities – kaum Winterdienst)
Aktion – Der ADFC ruft deshalb zum Winterdienst-Check auf:
‚Mit dem ADFC-Winterdienst-Check wollen wir Beispiele sammeln und zeigen, wie drängend die Räumung der Radwege ist‘.
‚Schneefall und Eis? Temperaturen unter Null? Mach mit!
Dokumentiere Stellen mit guter oder schlechter Räum-Situation mit Foto, Datum, Uhrzeit, genauer Verortung und Beschreibung der Situation.
Schicke uns Foto, Datum, Uhrzeit und Verortung (Pin/Screenshot/Straße mit Hausnr.) per Mail an winter [at] adfc-berlin.de.
Wir tragen die Punkte auf der untenstehenden Karte ein.
Nach Tagen immer noch nicht geräumt? → Schick uns gerne auch follow-up-Fotos bereits dokumentierte Stellen, sodass wir auch den Verlauf der Räumsituation dokumentieren.‘
Interessant dazu, wieder mit einem Blick ins Ausland: Eine Freundin in Schweden berichtete mir, in ihrer Stadt (Umeå) werden bestimmte Fahrradwege zuverlässig geräumt und bleiben befahrbar. Auf einer Onlinekarte kann sie sich die jeweils aktuell geräumten Strecken anzeigen lassen.
So, und wer jetzt noch Lust hat, auf ein gepflegtes und einschläferndes Bürokratiedeutsch: Hier ist die Antwort auf eine Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Lars Düsterhöft (SPD ) zum Thema vom letzten Jahr :
Grobes Fazit der offiziellen Statements zum fehlenden Winterdienst für Fahrradwege:
Nur offiziell ausgewiesene für die BSR Fahrzeuge befahrbaren Radwege werden geräumt, Enteisungsmittel wie sie auf PKW Straßen zum Einsatz kommen, werden auf Radwegen aus Gründen des Umweltschutzes, wegen angrenzenden Grünflächen nicht verwendet. Sowieso sind diese verboten und kommen nur in Extremfällen zum Einsatz. Die gleichwertige Priorisierung des Winterdienstes für Radwege aufgrund von Unfällen und zur Unfallvermeidung, wird nicht anerkannt, da dazu keine oder unzureichenden Daten vorliegen.
Weitere Vermutungen wären, kein Bock und wie immer als wertvolles Mitglied der Gemeinheit: Auto hat Vorrang.
>> Komplex und teuer << ist zur Zeit vor allem die Lage in den Kliniken und in den Notaufnahmen. Zeitweise war sogar von einem ‚Massenanfall von Verletzten‘ die Rede, ‚wirklich am Anschlag‚ so das Unfallkrankenhaus in Berlin.
‚Wie eine Sprecherin der rbb24 Abendschau mitteilte, mussten vor allem Brüche behandelt werden, aber auch Platzwunden sowie Schädel-Hirn-Traumata. Unter den Betroffenen seien viele Radfahrer.‘ rbb24 28.12.25
Angesichts der hohen Zahl an Unfällen ist die Aussage, die Aufstockung von Ressourcen wäre unverhältnismäßig für nur „einige wenige Schneetage im Jahr“, kaum nachvollziehbar. Die vielen Verletzten, teils Schwerverletzen hätten also quasi keine Bedeutung und es gäbe kein Grund zum Handeln.
Ab jetzt gilt es die Nummer der Ordnungsämter in der Kurzwahltaste bereit zu halten: Denn zur Verantwortung gezogen und zum Handeln werden nun ausdrücklich die Bürger*innen aufgerufen 👉
Am besten bevor du ausrutscht und dir den Arm brichst oder Schlimmeres, die BSR rät 👉 ‚Hinweise zu fehlendem oder unzureichendem Winterdienst sind unverzüglich nach Feststellung an das jeweilige Ordnungsamt zu richten.‘ (Die Zeit 10.01.26)
Na dann – wäre die Sache mit der zuständigen Verantwortlichkeit ja geklärt.
Das Bild zeigt die zugeparkte Ladezone vor unserem Geschäft und zusätzlich den nicht geräumten und völlig vereisten Radweg. Auf dem Weg zur Arbeit heute morgen war kein einziger der von der Straße separierten Radwege geräumt.
Wenn wir daran etwas ändern wollen müssen wir wohl selber aktiv werden.
Wir werden daher ab 9. Januar Unterschriften für den Verkehrsentscheid sammeln.
Wenn du Interesse hast dich an dem Volksentscheid für eine lebenswerte Stadt zu beteiligen, es gibt hier bei uns um die Ecke schon diese Woche Gelegenheit dazu:
Onboarding und Plenum,08. Januar: Aquarium (Admiralsstraße 1-2, 10999 Berlin). Onboarding für alle Neuen und die, die aktiv werden wollen ab 18 Uhr, offenes Plenum für alle ab 19 Uhr.
Wir hoffen ihr habt auch im kommenden Jahr viel Spaß an Fahrrädern und natürlich am Fahrräder fahren! Wir sind jedenfalls gespannt auf euch und alles was kommt!
Für alle die gleich mit Fahrrad ins neue Jahr düsen wollen, gibt’s hier die passende Gelegenheit:
Ja, sie steckt ganz offenbar fest zur Zeit, die Verkehrswende.
Aber was wäre nötig um sie in Deutschland konsequent umzusetzen? Welche Interessen stehen gegeneinander und wo verstecken sich Fallstricke?
Aber vor allem – Was ist zu tun!
Die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Kerstin Finkelstein trägt in diesem 100 Seiten Büchlein kompakt und anschaulich konkrete Maßnahmen für eine Verkehrswende in Deutschland zusammen.
Frau Finkelstein beschreibt den Ist-Zustand als Alltagsradlerin in Deutschland prägnant, sie geht in verschiedenen Kapiteln sowohl auf die immensen Kosten die der motorisierte Individualverkehr gesellschaftlich erzeugt wie auch auf die Straßenverkehrsordnung ein. Beim Lesen waren da für mich einige Aha-Momente dabei. Weißt du beispielsweise auf welche Arten du mit einem Fahrrad gesetzeskonform einen Zebrastreifen überqueren kannst?
Den Zustand auf dem Land beschreibt sie ebenso wie den in der Stadt, wo es normal ist die eigenen 70 bis 80 Kilo mit einem tonnenschweren Fahrzeug jeden Morgen fünf Kilometer hin und jeden Abend fünf Kilometer zurück zu bewegen. Platzverbrauch, Kosten, der rechtliche Rahmen und gesundheitliche Konsequenzen werden gut aufbereitet dargestellt und auch ein Blick in Länder die als Vorbilder dienen können fehlt nicht. Ich fand die Gliederung in kurze Kapitel hilfreich beim Nachblättern und auch die vorgestellten Ergebnisse aus den Studien zu Verkehrspolitik hatten für mich so manches neue Detail parat.
Im hinteren Teil werden noch verschiedene Initiativen vorgestellt die sich z.B. mit Volksentscheiden für eine Verkehrswende einsetzen. Eine Leerstelle hat das Buch hier wie mir scheint, denn Waldbesetzungen gegen Straßenbau oder die Mobilisierungen gegen die Internationale Automobilausstellung werden nicht erwähnt obwohl sie meiner Einschätzung nach ein wichtiger Anknüpfungspunkt für Menschen sind für eine Wende in der Verkehrspolitik zu kämpfen.
Insgesamt bietet das Buch Verkehrswende einen guten Überblick über Autoland Deutschland. Frau Finkelstein stellt konkrete Forderungen für eine klimafreundliche Verkehrspolitik und kann diese auch argumentativ unterfüttern.
Fazit: lesenswert!
Kerstin Finkelstein hat mehrere Jahre als Chefredakteurin des ADFC Magazins Radzeit gearbeitet und ist Autorin diverser Bücher zu Verkehrspolitik.
Das Buch ist 2025 bei Reclam erschienen, hat 100 Seiten und kostet 12,00 €
A100-Öffnung gefährdet Umweltverbund! Fuß+Rad+Öffinutzer holen sich die Straße zurück!
,,StauPause! Wir holen uns ein Stück Straße zurück
A100-Öffnung gefährdet Umweltverbund! Fuß+Rad+Öffinutzer holen sich die Straße zurück!
Seit Öffnung des neuen Abschnitts der Berliner Stadtautobahn A100 versinkt der Stadtteil Nord-Treptow im Chaos. Busspuren, Radwege und Fußgänger-Ampelwege sind versperrt und zugestaut.
Dagegen protestieren wir auf einfache Art: Wir gehen bei Ampelgrün über die am stärksten verstopfte Kreuzung hin und her oder fahren per Rad ringsum. Von der Polizei erwarten wir nur, was selbstverständlich sein sollte: bei Grün autofreie Fuß-Überwege, Radwege und Busspuren.
Selbst bei Grün läuft man durch den träge rollenden Stau. Zwischen LKWs und SUVs ist das vor allem für Kinder lebensgefährlich.
Das funktioniert nur, wenn weit weniger Autos in den Kiez kommen als jetzt. Vor allem können viel weniger von der Autobahn kommen – am besten keine. Wenn die Mobilitätsrechte der Menschen zu Fuß und zu Rad und in den fünf Buslinien im Kiez nur so zu sichern sind, dann muss die A 100 geschlossen werden.
Ort: Kreuzung Elsenstraße / Am Treptower Park Zeit: Freitag, 5. September um 17.30 Uhr
Elsenstraße, Kungerkiez, Alt-Treptow, Treptow-Köpenick, Berlin, 12059, Deutschland
Auch ich quere regelmäßig einen der betroffenen Ampel Übergänge – Es ist der pure Wahnsinn!
Was auch vorher schon eine Zumutung an Autoverkehr mit oft regelwidrig gefährlichen Fahrverhalten war, ist nun vollends zum irren Standart geworden und die grünen Ampelphasen für Fuss- und Fahrradfahrende ad absurdum! Es ist hochgradig gefährlich, als betroffene/r * dieser Personengruppen diese Bereiche zu passieren. Der munter fließende Autoverkehr stoppt auch bei dem für Fuss- und Radfahrende Ampelgrün nicht und fließt wie selbstverständlich und völlig unkontrolliert und straffrei vor sich hin. Es ist wohl eine Frage der Zeit, bis sich daraufhin ernsthafte Unfälle ereignen werden. Die Legitimation dafür – Das politische durchgedrückte Projekt A100 – hier darfst du alles!
„Am Mittwoch, den 27. August, wird der neue 16. Bauabschnitt der Berliner Stadtautobahn A100 zwischen Neukölln und Treptower Park offiziell eröffnet, ein Projekt, das für verfehlte Verkehrspolitik und verschleierte Demokratie steht. Ein schwarzer Tag für Berlin. Während Politiker hinter verschlossenen Türen feiern, fordern Anwohner und Initiativen ein Ende der Betonpolitik und eine echte Verkehrswende.
🕚 11 Uhr: Symbolische Aktion mit riesigem rotem Schriftzug an der A100-Ausfahrt Am Treptower Park. Fahrrad-Tour zur Demo nach Treptow ab 10:15 Uhr Ecke Dänenstr./ Schönhauser Allee, (gegenüber den Schönhauser Allee Arcaden), 10:40 Uhr Frankfurter Tor (süd-westlicher Platz) 🕚 13 Uhr: Kundgebung vor dem Hotel Estrel (Ziegrastraße 41, 12057 Berlin-Neukölln).
Die offizielle Eröffnung der A100 findet um 14 Uhr im Hotel Estrel statt, jedoch ohne öffentliche Feier aufgrund angeblich befürchteter gewaltsamer Proteste, obwohl die Protestaktionen gegen den Ausbau der A100 stets friedlich und gewaltfrei waren. Die Verkehrsfreigabe ist für den späten Nachmittag geplant.“
,,Wie alt sind eigentlich diese Pläne die da jetzt umgesetzt worden sind? – Ja das sind ganz alte Pläne, der Baubeginn war 1956 tatsächlich damals in Westberlin.“
16. Bauabschnitt 3,2 Km = 721.000.000 Euro. Der 17. Bauabschnitt wird sogar noch teurer.
Es wird also ein altes Urvieh-Relikt aus einer vorgestrigen Zeit auf Biegen und Brechen weiter durch’s Dorf getrieben. Das Gestammel an Rechtfertigungs-Erklärungen könnte nicht fadenscheinig- und realitätsvergessener sein. Ziele und Ideen aus den Auto zentrierten 50er Jahren, wie Mega-Autobahnen mitten durch die Großstädte zu ballern, kann wohl kaum jetzt noch eine zeitgemäße Anwendung finden. Und das auch noch in Zeiten von Klimawandel und der damit nötigen Umstrukturierung von Städten, was ohnehin schon herausfordernd genug ist – eben weg von Autoverkehr und Versiegelungen von Flächen und hin zu zukunftsfähigen Alternativen, die nicht weiter Lebensräume und Lebensqualität zerstören.
„Demonstration für sichere Fahrradinfrastruktur – auch nach Beendigung der Aktion Stadtradeln. Wir fordern eine gerechte Verteilung der Stadt und der Ressourcen und die Einhaltung des Mobilitätsgesetzes. Fahrradinfrastruktur für ein zukunftsfähiges Berlin bauen!
Wann: 13. Juni, um 16 Uhr Start: Treffpunkt ist Warschauer Straße/ Frankfurter Tor Ziel: Kreuzung Monumentenstr./Katzbachstr. wo die Kundgebung stattfindet.“ changing-cities.org
‚Rad-Xhainorganisiert Demo am 13.06 im Viktoriakiez‘ :
Quelle: Changing Cities
„🚲Die Fahrradstraße kommt – Chaos im Viktoriakiez verhindern! 🚧 📅 Freitag, 13. Juni 2025
🕔 17 Uhr 📍 Kundgebung an der Kreuzung Monumentenstraße/Katzbachstraße ➡️ Mit Kiezspaziergang / Lauf-Demo inkl. Fahrradzubringer 🚴♀️ feierliche Installation eines Xhainer Ermahnrades!
Die Monumentenstraße in Schöneberg wird endlich zur Fahrradstraße – ein großer Schritt für sichere und nachhaltige Mobilität! Aber: Sichere Radwege dürfen nicht an Bezirksgrenzen enden!
Damit die neue Fahrradstraße nicht an fehlenden Maßnahmen in Kreuzberg scheitert, fordern wir:
✅ Die schnelle Umsetzung der Einbahnstraße in der Kreuzberger Monumentenstraße ✅ Die Einrichtung einer Fahrradstraße auf der Kreuzbergstraße
🙌 Kommt vorbei und setzt mit uns ein Zeichen für:
🌱 ein lebenswertes, verkehrsberuhigtes Quartier 🛡️ eine sichere Fahrradstraße 🌍 nachhaltige Mobilität und Kiezgerechtigkeit
Veranstalter: RadXhain 🚴♂️ Mit Unterstützung von: Kiezblockinitiativen Viktoriakiez & Monumentenzug“ und dem ADFC!
Fahrradfahren in Kreuzberg und Neukölln ist all in one: good, bad and ugly. Entspannt in den Fahrradstraßen, lebensgefährlich durch zweite Reihe Parker und fließenden Verkehr und durchschüttelnd auf den aufgerissenen schmalen Hochbordradwegen.
Es hat sich in den Bezirken etwas getan und dennoch ist noch so viel mehr zu tun. Die Fahrradstraßen und sicheren abgetrennten Radwege, die bereits entstanden sind, stehen noch alleine wie kleine Inseln in einem Meer aus buckligen Hochbordradwegen und gar keiner Fahrradinfrastruktur. Das Gute muss jetzt weiter gebaut und vor allem auch sinnvoll miteinander vernetzt werden, damit wir Radfahrenden nicht mehr wie bisher ständig in engen Straßen zwischen parkenden und dicht überholenden Autos hängen.
Wir wollen mit unserer Juni Demo den Druck aufrecht erhalten, damit endlich die Fahrradinfrastruktur aus dem letzten Jahrhundert erneuert oder überhaupt welche gebaut wird und halbfertige Projekte auch wirklich bis zum erfreulichen Ende gebracht und nicht abgebrochen werden.
Fahrt mit!
jeden 1. Mittwoch im Monat demonstrieren wir gemeinsam für eine sichere und moderne Fahrradinfrastruktur in Berlin.
Mit Soundbike, guter Laune und lautstarken Kommentaren zur Radinfrastruktur, fahren wir auf verschiedenen Routen Problempunkte in Berlin an. Wir wollen eine sichere Fahrradinfrastruktur für alle. Kinder, Erwachsene und auch für die besonders auf Schutz Angewiesenen.
Wir treffen uns ab 17:30 am Falkplatz, (Max-Schmeling-Halle), Berlin Prenzlauer Berg. Es bleibt noch Zeit zum Klönen und um das Fahrrad demogerecht auszustatten. Start der Fahrraddemo ist dann pünktlich um 18:15 Uhr.
Straßenliste
Abfahrt: 18:15 Uhr, Falkplatz (Max-Schmeling-Halle) – Am Falkplatz – Gleimstr. – Stargarder Str. – Prenzlauer Allee – Karl-Liebknecht-Str. – Alexanderstr. – Jannowitzbrücke – Brückenstr. – Heinrich-Heine-Str. – Prinzenstr. – Moritzplatz (Demo umrundet 1x komplett den Kreisverkehr) – Oranienstr. – Skalitzer Str. – Kottbusser Tor (Demo umrundet Platz) –
1. Zwischenkundgebung: „The Bad“
– ZK1: Kottbusser Tor (auf der Fahrbahn Ecke Adalbertstraße) – Kottbusser Tor – Skalitzer Str. – Wiener Str. – Glogauer Str. – Thielenbrücke – Pannierstr. – Weserstr. (Demo verlangsamt Tempo Höhe Weserstr./Weichselstr. aufgr. Pollersperre)- Fuldastr. – Sonnenallee – Wildenbruchstr. – Wildenbruchbrücke – Wildenbruchstr. – Karl-Kunger-Str. – Elsenstr. – Kiefholzstr. – Treptower Str. – Treptower Brücke – Treptower Str. – Sonnenallee – Erkstr. – Karl-Marx-Str. – Buschkrugallee – Jahnstr. – Britzer Damm – Hermannstr. – Hertastr. – Silbersteinstr. – Hermannstr. – Hermannbrücke – Hermannstr. –
„Uns reicht’s! Gerade mal fünf Prozent des Berliner Radverkehrsnetzes sind seit Verabschiedung des Mobilitätsgesetzes vor acht Jahren fertiggestellt. Und die Berliner Senatsverwaltung? Veranstaltet ein „lustiges“ Stadtradeln und möchte damit ihr Image polieren. Mit jedem gefahrenen Kilometer zeigen wir dem Berliner Senat, dass „Stadtradeln” kein dreiwöchiger Spaß ist.
Es geht nicht darum, die meisten Kilometer zu fahren – wir sind nun mal Alltagsfahrende! Es geht darum, dass wir viele sind und sichtbar werden – viele Berliner*innen, die gegen die Senatspolitik protestieren.“Changing Cities e.V.
🗓️ Datum: Samstag, 17. Mai 2025 🕑 Zeit: 14:00 – 22:00 Uhr 📍 Ort: Elsenstraße / Puschkinallee / Am Treptower Park, Berlin-Treptow 📋 Ablauf: Nachmittags familienfreundlicher Straßenprotest, abends Tanzdemo und Protest-Rave mit Techno-Musik.
📢 Unsere Forderungen
Sofortiger Stopp des Autobahnprojekts A100
Ausstieg aus dem Bundesverkehrswegeplan und seinen fossilen Straßenbauprojekten
Abschied von autogerechter Stadtplanung zugunsten einer solidarischen Mobilitätswende
Eine Stadt für alle: mit bezahlbarem Wohnraum, Freiräumen und echter Teilhabe für queere, migrantische, behinderte und wirtschaftlich benachteiligte Menschen
Schutz der Berliner Vielfalt: mehr Platz für Kultur, Natur und Gemeinschaft statt Beton und Autos
🕒 So läuft „A100 wegbassen“
Nachmittag ab 14:00 Uhr: Der Protest startet mit einem ausgelassenen, familienfreundlichen Straßenprotest. Ohne Autos wird der Asphalt zum Spielplatz – mit Kleinkunst, Picknick, Kreide, Dreiradparcours und mehr. Bringt Frisbees und Freunde mit und feiert eine Stadt, die lebt! Der Asphalt wird zum Spielplatz gemacht.
Kinderprogramm: Der grüne Georg – Kinderklamauk und Zauberei rund um den Umweltschutz – ein Show für Kinder, ein Potpourri aus Liedern, Jonglage, Zauberei, Pantomime und Clownerie. Das Programm geht circa 45 Minuten und ist für 4 bis 7 Jährige Kinder gedacht, die auf unterhaltsame Weise an das Thema Umwelt herangeführt werden.
Kidical Mass Fahrraddemos für Kinder und Eltern, die von zahlreichen Startpunkten in Richtung Treptower Park zu A100wegbassen führen
Am Abend wird die Musik aufgedreht. Die Stimmung wechselt – es wird laut! Eine Tanzdemo und ein Protest-Rave mit Techno-Musik übernehmen die Straßen. Clubs, Kollektive und Kiezinitiativen legen auf, um gegen Beton und für Gemeinschaft zu kämpfen. Unter anderem das DJ-Duo Kalte Liebe und Maurice Mino. Dazu gibt es:
🎤 Bühnen & Reden: Politische Statements und eine Podiumsdiskussion zur Mobilitätswende.
📚 Infostände: Vernetzung und Infos rund um Klimagerechtigkeit und Stadtpolitik.
🌈 FLINTAQ Openair:* Ein Safer Space für FLINTAQ*-Personen mit eigenem Programm.
Am 8. Mai 2025 gibt es die Gelegenheit zwei gute Dinge miteinander zu kombinieren. Gibt es Besseres als auf dem Fahrrad dem Antifaschismus Geltung zu verleihen?
In Berlin wird eine Sternfahrt mit dem Fahrrad zur zentralen Gedenkfeier der Verfolgten es Naziregimes (VVN-BdA) am Bebelplatz in Mitte organisiert.
Los geht es hier:
Lichtenberg:
13.30 Uhr Museum Karlshorst, Abfahrt 14.00 Uhr Zwischenkundgebung Arbeitserziehungslager Wuhlheide Zwischenkundgebung an der „Bersarin-Birke“ Zwischenkundgebung Lichtenberger Brücke, Friedhof der Sozialisten
14 Uhr Urnenfriedhof Seestraße am Denkmal für die Opfer des Faschismus in aller Welt, Seestraße 92-93, 13347 Berlin Wedding
14.30 Uhr Zwischenkundgebung Leopoldplatz
Treptow:
Kundgebung am Sowjetischen Ehrenmal 12-14 Uhr des BdA Treptow,
14 Uhr Korsostart Eingang Puschkinallee
15 Uhr Zwischenkundgebung Skalitzer Straße 32 am ehemaligen Wohnhaus der Zeitzeugin Margot Friedländer
Tempelhof: Hitler kaputt – Befreiung – was sonst!? 14:00 Uhr Kundgebung am Ort der Kapitulation der Stadt Berlin am 2. Mai 1945, Schulenburgring 2, 12101 Berlin 15:00 Uhr Zwischenkundgebung Gedenktafel Johann „Rukeli“ Trollmann, Bergmannstraße 28 – Nazis boxen! 15:30 Uhr Zwischenkundgebung Checkpoint Charlie Grenzen auf! – Refugees welcome!
Steglitz:
Start um 14 Uhr am Hermann Ehlers Platz/Spiegelwand
Charlottenburg: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135 14 Uhr Kundgebung an der Gedenktafel für die polnischen Befreier*innen Charlottenburgs und des Campus 14.45 Korsostart
Pankow:
11-13 Uhr Kundgebung Sowjetisches Ehrenmal Buch
14 Uhr Kundgebung Garbatyplatz
15.15 Uhr Zwischenkundgebung: Denkmal für Antifaschistischen Widerstandskampf und Befreiung“ (S+U Schönhauser Allee)
Zeitenwende! Es ist geschafft, die Weltzerstörer sind nach der gestrigen myGruni Aktion auf dem Mars und planen nun dort ihre imperalistsichen Feldzüge. (Armer Mars..)
In unseren Reihen jedenfalls entläd sich ein erleichtertes Aufatmen…
Zum 1. Mai wird seit einiger Zeit ja auch in basslastig ausgelassener Feierstimmung sehr, sehr viel getrunken…
2. Mai Scherbenhaufen
Kommt gut – hoffentlich plattenfrei – durch den Scherbenparcours! Oder montiert euch einen Staubpuster an das Fahrrad um die gigantischen Scherbenhaufen wegzupusten. Achtet dabei aber auf engegenkommende Personen! Wir haben jedenfalls Wetten abgeschlossen, wer am Ende der Schicht noch Luft im Reifen hat..
Kleiner Tipp heute für kurz entschlossene, startet wie jedes Jahr unter dem Motto: „Wir haben Zeit“ das mindestens ebenso große Event wie am 1. Mai, die 2. Mai Demo.
Der internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!
Start und Treffpunkt ist bitte pünktlich, vorm BAIZ Wörther Straße, Ecke Schönhauser Allee 15 Uhr!
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