Auf zur Radparade 2024: „30 Stunden für Tempo 30“ !

Unter dem diesjährigen Motto „30 Stunden für Tempo 30“ findet die Radparade nun schon das zweite Mal statt.
Wir erinnern uns, letztes Jahr am 7. Mai „Tempo 30 für Berlin“.

„Tempo 30 bedeutet: weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Unfälle, und einfach ein besseres Leben.“

Daran hat sich nichts geändert! Nein, um so mehr fordern wir es und brauchen euch! Denn kaum zu glauben aber wahr:

Die Senatsverwaltung plant an 34 Berliner Straßen Tempo 30 aufzuheben!

Quelle: radparade.berlin

Statt die gesetzlich vorgegebenen Klimaschutzziele einzuhalten und den Weg für notwendige verkehrspolitische Infrastrukturen zu ebnen, die nicht nur mehr Lebensqualität bedeuten, sondern ganz klar lebensnotwendig sind! – Pfeift unsere Regierung schlichtweg drauf und feiert sich weiter als rückständiges Fossil: „Autoland Deutschland“! Das ist ignorant, fahrlässig und beruht auf kurzsichtige Profitgier auf Kosten unseres Lebens und unserer Zukunft! Das kann nicht die Antwort und Lösung auf die gegenwärtigen Problemstellungen zum Klimawandel sein, deren Auswirkungen wir jetzt schon stark spüren.

Radelt mit, an diesem Wochenende für den Erhalt aller Tempo-30-Straßen sowie ein generelles Tempo 30 innerorts! (§ 3 StVO)

Starten oder euch anschließen könnt ihr jeweils auf der Nord- und Südrunde. Beide Runden starten vom Potsdamer Platz und dauern jeweils 2,5 h.
Ihr könnt jeder Zeit ein- und aussteigen!

Hier erfahrt ihr genaue Info’s über die zeitlichen Details und Streckenverläufe:

radparade.berlin

ADFC Berlin Radveranstaltung

Statement Radparade:

„An diesem Wochenende (15.-16. Juni 2024) findet die zweite Radparade statt. Wir fahren
„30 Stunden für Tempo 30“ durch Berlin und fordern den Erhalt aller Tempo-30-Straßen
sowie ein generelles Tempo 30 innerorts.

Der Berliner Senat will Tempo 30 auf 34 Hauptverkehrsstraßen aufheben. So sieht es der
Entwurf eines Luftreinhalteplans vor, der bereits Ende Juni umgesetzt werden soll.

„Wir appellieren an die neue CDU-Verkehrssenatorin Ute Bonde nicht die verfehlte
Autopolitik ihrer Vorgängerin fortzuführen,“ sagt Christian Storbeck, Mitorganisator der
Radparade. „Die Berliner Luft ist durch Tempo 30 besser geworden, warum sie wieder
schlechter machen? Bitte Frau Senatorin Bonde, ziehen Sie den Luftverschmutzungsplan
zurück und machen Sie sich auf Bundesebene für Tempo 30 stark.“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unterstützt die Radparade und hat eine Stellungnahme
zum Luftreinhalteplan abgegeben:

https://www.radparade.berlin/DUH-Stellungnahme-LRP-Berlin.pdf

DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch: „Die geplante Aufhebung von Tempo 30 auf
zahlreichen Strecken ist ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die an den betroffenen
Hauptstraßen leben. Es ist aber auch eine Katastrophe für alle Menschen, die in Berlin zu
Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Sie alle müssten unter schlechterer Luft, mehr
Verkehrslärm und weniger Verkehrssicherheit leiden. Aus dem Entwurf der CDU spricht in
erster Linie der ideologische Wunsch, Tempo 30 rückgängig zu machen.

Wir fordern Verkehrssenatorin Ute Bonde dazu auf, diese Pläne sofort zu begraben. Notfalls werden
wir diese Verkehrswende rückwärts vor Gericht stoppen!“

Katja Diehl, Autorin und Verkehrsexpertin, wird bei der Radparade mitfahren. Sie sagt:
„Mit der Wiedereinführung von Tempo 50 würde Berlin vom Status „menschliche
Metropole“ in den einer „autozentrierten Provinzhauptstadt“ abrutschen.“

Die Radparade wird unterstützt von ADFC Berlin, Berliner Radsport Verband, FUSS,
Radlogistikverband Deutschland, Changing Cities, Deutsche Umwelthilfe, Respect
Cyclists, BUNDjugend Berlin, Bündnis Verkehrsinitiativen, VCD Nordost und Greenpeace
Berlin.“

Wann: Samstag, den 15.06.2024 um 12 Uhr bis Sonntag, den 16.06.2024 um 18 Uhr

Wo: Start am Potsdamer Platz

„Verhaltensregeln:

Als bunter, freundlicher und diverser Zug radeln wir gemeinsam durch Berlin.
Kein Müll, kein Alkohol, keine Nazis. „

ADFC Sternfahrt und Autobahn-Abrissparty am Sonntag!

Quelle: ADFC Berlin/ Sternfahrt

Nicht nur wir auch immer wieder unsere Kund*innen, erst neulich ein gebürtiger Däne der schon seit vielen Jahren hier lebt, sind empört und fassungslos über den verkehrspolitischen Autowahn in Deutschland. Er braucht kein Auto hier in der Stadt, „Wozu? Es ist zuviel! Ich habe mein Fahrrad und es gibt Bus und Bahn.“ Schaut dabei auf die viel befahrene Straße vor uns und schüttelt resigniert den Kopf. Wenig später gibt eine Kundin ihr demoliertes Fahrrad bei uns ab. Sie erzählt von dem Unfall, den Zusammenprall mit einem abbiegenden Auto. Sie könne es erst jetzt vorbei bringen, die Verletzungen mussten erstmal heilen. Der Schock steckt ihr beim erzählen noch sichtlich in den Knochen. Ich schaue auf das Fahrrad und bin froh dass sie den Unfall überlebt hat. Leider kein Einzelfall, wir haben oft mit solchen Geschichten und den beschädigten Fahrrädern zu tun.

So! Deshalb und aus vielen weiteren Gründen – wir wollen atmen, wir wollen leben, wir brauchen Platz und frische Luft und Begegnungsräume! Eine zukunftsfähige dem Klimawandel gerecht werdende Stadt für Menschen!

Autobahnen, Millionen von Autos für den Individualverkehr, wahnwitzige luxuriöse Monstergeschosse von Tesla, deren Idiologie alles andere als grün ist, dazu menschenverachtend, werden die Probleme nicht lösen sondern verstärken.

Wir brauchen und fordern eine Politik die sich an Gesetze hält und an die Richtlinien zur Umsetzung. Eine Politik die nicht einfach die Gesetze zu den Klimaschutzzielen ändert, weil sie durch Unfähigkeit, kein Bock, Inkompetenz und Lobbyismus glänzt! Also vorsätzlich versagt! „Klimaschutzprogramme der Bundesregierung sind rechtswidrig“.

An dieser Stelle kurz: Danke an alle Kämfper*innen für eine fahrrad-, menschen- und klimagerechte Stadt, die trotz allem schon so viel erreicht haben und so tapfer und unermüdlich am Ball bleiben!

Nehmen wir uns die Straße! Kommt zur größten Fahrraddemo der Welt, der Fahrradsternfahrt – auf 19 Routen durch Brandenburg und Berlin – am Sonntag den 2. Juni!

„Einmal im Jahr nutzen wir unser Versammlungsrecht, um mit euch an dem Ort für bessere Bedingungen für den Radverkehr zu demonstrieren, der sonst nur dem motorisierten Verkehr vorbehalten ist und fahren deshalb über die Autobahn.“

Am 5. Juni 1977 fand sie das erste mal statt und wird seit 1993 vom ADFC organisiert. Traditionell anlässlich zum Weltumwelttag am ersten Sonntag im Juni. Denn das Fahrrad ist das energieeffizienteste und somit umweltfreundlichste Verkehrsmittel.

Quelle: ADFC/ Sternfahrt

Zeit: 11 bis ca. 14 Uhr

Ziel: Brandenburger Tor

Autobahnen werden extra an diesem Tag gesperrt (A100 + Avus (A115)) und Autobahnbrücken abgerissen!

Denn nahtlos weiter geht es mit der Autobahn-Abrissparty auf der Breitenbachplatzbrücke!

Quelle: bi-a100.de

Anlass ist der Abriss der Autobahnbrücke über dem Breitenbachplatz, der Rückbau der ehemaligen Autobahn 104.

Dort könnt ihr verschnaufen und einen Eindruck davon gewinnen, was mit wiedergewonnnen Flächen durch den Rückbau von Autobahnen möglich ist.

„Wir setzen mit dieser Kundgebung im Rahmen der bundesweiten dezentralen Aktionstage gegen Autobahnbau ein Zeichen für die Mobilitätswende.“

Hier ein prämierter Entwurf eines Ideenwettbewerbs für eine alternative Gestaltung des Breitenbachplatz nach dem Rückbau der A104.

Wann: Sonntag 2. Juni

Wo: Ehemalige Autobahn über dem Breitenbachplatz, Abfahrt Dillenburger Straße
Zeit: 16 – 20 Uhr

1. Mai! kommt zur Fahrrad-Razzia in den Grunewald!

Auch in diesem Jahr sind wir entschlossen im Kampf gegen soziale Ungleichheit!

„Die Spezial-Enteignungskräfte (S.E.K.) operieren im Problembezirk zu Fuß!

Als An- und Abreiseoption bietet der Einsatzplan aber die Möglichkeit, sich der autonomen Fahrradstaffel von Respect Cyclists und FRE!LAUF anzuschließen! Danke für die Amtshilfe! 🎖“

Quelle: mygruni.de

„= ZUBRINGER =
11:30 Falkplatz, Max-Schmeling-Halle
~12:00-12:15 Rotes Rathaus
~12:30 Bülowstraße
von Respect Cyclists

= WEGBRINGER =
16:30 S-Bhf Grunewald zur Gneisenaustr.
von FRE!LAUF“

Außerdem kämpfen und feiern wir dieses Jahr nicht nur für den 1. Mai sondern stoßen auf den längst überfälligen Rücktritt Manja Schreiners an! Prost!

Berlins Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) hat heute ihren Rücktritt angekündigt, nachdem die Universität Rostock ihr den Doktortitel entzieht. Als Verkehrssenatorin verantwortet sie ein Jahr Ausbremsen der Verkehrswende und Blockieren einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur. Sie hat damit enormen Schaden angerichtet. 

Schauen wir wer und was als nächsten kommt, Etappe Schreiner haben wir jedenfalls geschafft.

Autofabrik wird Fahrradfabrik!

Ein Traum der Verkehrswende könnte Wirklichkeit werden: Seit über zwei Jahren halten ehemalige Beschäftigte von GKN in Campi Bisenzio in der Nähe von Florenz ihre Fabrik mittlerweile besetzt. Ursprünglich hatten sie dort Achswellen für Autos produziert. Nachdem alle entlassen worden waren entschlossen sie sich zu einer permanenten Betriebsversammlung (eine legale Form der Betriebsbesetzung) um für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen.

Die permanente Betriebsversammlung des GKN Kollektivs positionierte sich zur Klimakrise. Ihnen war völlig klar das auch die Autoindustrie verantwortlich ist. So wurde aus dem Kampf um ihre Arbeitsplätze auch ein Kampf für eine ökologisch-soziale Transformation ihrer Fabrik. Sie beteiligten sich an Klimastreiks und Demos von Fridays for Future und erhielten begeisterten Support.

Zusammen mit der lokalen Klimabewegung und Wissenschaftler*innen haben sie jetzt einen Plan entwickelt und wollen zukünftig Cargobikes und Solarzellen produzieren. Und wie so oft bei solchen großartigen Initiativen mangelt es natürlich am nötigen Kleingeld um die Fabrik übernehmen zu können und die Produktion zu starten.

Aktuell gründen sie eine Genoss*innenschaft um die Fabrik übernehmen zu können. Du kannst dich daran als Genoss*in einzeln oder als Gruppe beteiligen. Bestellungen für eine erste Edition von Long John Lastenrädern mit oder ohne Elektromotor (siehe Foto) werden auch schon entgegen genommen.

Website des GKN Kollektivs mit konkreten Informationen zur materiellen Unterstützung: https://insorgiamo.org/100×10-000/

Artikel aus dem ND dazu: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1174942.betriebsbesetzung-in-italien-malocher-for-future.html?sstr=gkn

TourDeVerkehrswende 2023 & Verkehrswendecamp im Invalidenpark

Fahrgemeinschaft für die Zukunft!

Quelle: changing-cities.org

Changing Cities:

„Mit der diesjährigen Tour de Verkehswende radeln wir vom 18. August bis zum 1. September von Bremerhaven über Wolfsburg nach Berlin nach dem Motto: „Fahrgemeinschaft für die Zukunft“. Wieder steht der öffentliche Raum im Fokus: Wie begeistern wir Menschen für den Umweltverbund – für Fuß-, Rad-, und öffentlichen Verkehr? Dieses Jahr pausieren wir in Wolfsburg und werden hier aus VW eine echte VerkehrsWende machen.
Denn nicht nur unserer Verkehrsminister muss den Rahmen schaffen für eine 65-prozentige Reduktion der CO2-Emissionen; wir als Bürger*innen müssen auch unser Mobilitätsverhalten überdenken. Immerhin sind die Hälfte aller Wege mit dem Auto unter fünf km; Strecken, die in vielen, vielen Fällen weit effizienter zurückgelegt werden können. Darüber müssen wir reden.“

„Verkehrsminister Wissing wird mit seiner Ignoranz immer mehr zum de facto Klimaleugner. Er muss den Rahmen für die Reduktion der CO2-Emissionen schaffen, macht aber lieber Zukunftsmusik, indem er über Seilbahnen und Wasserstoffstrategie redet. Die Zukunft beginnt aber jetzt! Wir Bürger*innen haben viele Ideen für nachhaltige Mobilität.

Die #TourDeVerkehrswende fordert eine gerechte Förderung der Mobilitätsangebote.

Solange der Autoverkehr priorisiert wird, werden große Teile der Gesellschaft benachteiligt.

Die Förderung von Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr bzw. eine echte Verkehrswende wäre in der Tat eine Win-Win-Situation für die gesamte Gesellschaft.“

Das ganze startet am Freitag den 18. August:

Auftakt: 17 Uhr, Critical Mass, Columbusstraße vor dem Auswandererhaus in Bremerhaven

Ende Freitag, 1. September – Abschlusskundgebung: 16:00 Uhr, Tour de Verkehrswende Camp am Invalidenpark
Abschlussparty mit Musik: ab 16:30 Uhr, Verkehrswende Camp

Für die Teilnahme war Anmeldeschluss am 3. August. Für alle die dieses Jahr also nicht dabei sein können, zählt in jedem Fall auf dem Laufenden bleiben! Unterstützen! Und fit machen für’s nächste Jahr!

Und:

das Verkehrswendecamp Berlin 23 nicht verpassen!

Dieses ist nämlich vom 19. August bis 2. September 2023 im Invalidenpark Berlin. Kommt gerne vorbei!

Quelle: verkehrswendecamp.de

Die Aktivisten des Verkehrswendecamps:

„Wir sind eine Gruppe engagierter Menschen, die ursprünglich aus unterschiedlichen umwelt-, sozial- und verkehrspolitisch aktiven Bewegungen stammen. Auf dem Camp im letzten Jahr haben wir, Aktive der Respect Cyclists Berlin, Sand im Getriebe, XR Berlin, Ende Gelände und Wald statt Asphalt, einander kennen und schätzen gelernt und im folgenden Winter beschlossen, das nächste Camp gemeinsam zu organisieren. In den ersten beiden Wochen findet das Verkehrswendecamp statt, in der dritten Woche folgt dann das Climate Justice Camp.“

„Wir möchten mit dem Verkehrswendecamp Berlin in diesem Jahr nicht nur protestieren, sondern einen Informations- und Vernetzungsraum für viele verschiedene Initiativen und aktive Menschen schaffen, die sich für das Thema sozial-ökologische Verkehrs- und Mobilitätswende interessieren oder aktiv einsetzen. Es soll ein buntes Rahmenprogramm und eine große Protest und Ausstellungsfläche für Inis, Künstler*innen, Verbände und Vereine entstehen.“

Das Camp wird unterstützt von mehreren unterschiedlichen Aktionsbündnissen.

Quelle: verkehrswendecamp.de

Nicht mit Uns ! – Fahrraddemo

Weil’s wichtig ist, noch kurzfristig ein Nachtrag und Demo Ankündigung zu der aktuellen heißen Debatte um den Stopp der Radverkehrsprojekte durch die Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU).
Changing Cities, Respect Cyclists und ADFC Pankow ruft am Samstag den 24.6.’23 zur #Nichtmituns-Demonstration auf!

Einzelne Menschen, heißen sie Schreiner oder sonstwie in Seidenbluse und Krawatte, die entweder von nichts eine Ahnung haben oder gefährlich ignorant und Auto-Lobbytreu sind, fühlen sich durch ihre politische Machtbefugnis sicher, einfach über unsere Köpfe hinwegentscheiden und wichtige klimapolitische Strukturen kaputt machen zu können? Nix da!

Es darf und kann nicht angehen, dass hier die Mobilitätswende einfach so gestoppt wird und die Notwendigkeit und das Bedürfnis der Menschen nach nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfähigen Städten, auch und gerade im sich deutlich befindlichen Klimawandel, den wir alle merken, ignoriert wird!
Zudem die Projekte ja schon angestoßen und Finanzierungen zugesagt wurden. Also was soll dieser Blödsinn?
Einen rückwärtsgewandten egoistischen Alleingang weniger Schreibtischtäter*innen, die alles frech ignorieren was zur Zeit Klima- und Verkehrspolitisch statt findet und sich für die Auotlobby stark machen, ist unzumutbar, nicht hinnehmbar und muss aufgehalten werden! Die Folgen ihrer Unkenntnis und gewissenlosen Ignoranz tragen Millionen von Menschen und müssen von uns und von zukünftigen Generationen ausgebadet und auch mit den Verkehrstoten bezahlt werden!

Kommt zur Demo am Samstag, 24.6.!

Treffpunkt ist um 13 Uhr auf der Freifläche am Nordbahnhof/Invalidenstr. 1.
Von hier aus radeln wir auf Straßen, die nun dank der Verkehrssenatorin keine Radverkehrsinfrastruktur bekommen sollen. Zwischenkundgebungen gibt es an der Müllerstraße, der Ollenhauerstraße, Berliner Straße und Am Friedrichshain Ecke Greifswalder Straße/Otto-Braun-Straße. Die Abschlusskundgebung (ca. 16 Uhr) ist vor dem Roten Rathaus
.„

Update 25.6.:

Deutsche Umwelthilfe geht juristisch und mit Aktionen gegen Radwegestopp des neuen CDU-geführten Senats in Berlin vor“

Petition für Abwahl oder Beurlaubung der Senatorin

Arnd Hellinger aus Karlshorst (langjähriger Protagonist der Berliner Behindertenbewegung) hat eine Petition ans Abgeordnetenhaus gerichtet. Er fordert darin, die Senatorin „zeitnah wieder von ihrer Funktion zu entbinden oder wenigstens zu beurlauben, bis sie ihre Blockadehaltung hinsichtlich der für Berlin so dringend notwendigen Verkehrswende endlich aufgibt und die bereits lange geplanten Vorhaben des ÖPNV sowie des Radverkehrs – etwa den Umbau der Siegfriedstraße in Lichtenberg – endlich vorbehaltlos genehmigt“.

Petition: „Stoppt Frau Dr. Manja Schreiner! – Für eine Verkehrswende in Berlin“

Noch mal zur Vergegenwärtigung, es gibt ein Europäisches-Klimagesetz!

„Damit bis 2030 wirklich ausreichende Anstrengungen zur Verringerung und Vermeidung von Emissionen unternommen werden, wird im Rahmen des Klimagesetzes für den Beitrag, der durch den Abbau von Emissionen zu diesem Ziel geleistet wird, ein Grenzwert von 225 Mio. t CO2-Äquivalent eingeführt.“

Statt Emissionnen werden allerdings Fahrrad-Infrastrukturen und Radwege abgebaut. Und somit die Rechte von schutzbedürftigen Gruppen, zu denen fahrradfahrende Menschen auf den Straßen gehören, indem der Autoverkehr Vorrang hat und dadurch immer wieder Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen zu Tode kommen.

Genau das wird gerade wieder vorrangetrieben. Damit verstößt die Senatorin und die Bundesregierung gegen das EU-Klimaschutzgesetz und auch gegen den Schutz von Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.

Demos gehen weiter:

#Nichtmituns! Fahrraddemo am 2. Juli 2023

Eilmeldung! Demo – Heute!

+++ SENAT STOPPT NAHEZU ALLE RADWEGEPROJEKTE +++

Demo Heute, 16.6. | 17:45h | vor der Senatsmobilitätsverwaltung am Köllnischen Park!

Nehmt ihr uns die Radstreifen weg, machen wir die Autolobby platt!

Wieder einmal beweist die Berliner Politik: Autos first, Verkehrswende und Klimaschutz second!

Die Senatsverwaltung will in allen Berliner Bezirken die Radwegeprojekte stoppen! Künftig sollen andere Maßnahmen an die Straßenaufteilung gesetzt werden. Wir fragen uns; was könnten bessere Maßstäbe als Radwege, verkehrsberuhigte Zonen sein, die gut für ALLE sind?!

Radstreifen, 30er Zonen, Wegfall von Parkplätzen, lange Tempo 30- Strecken: ALLES GESTRICHEN!!

WIR SIND SAUER!

Kommt zur Demo organisiert von ChangingCities!
Autos raus aus der Stadt, CARpitalismus raus aus den Köpfen!!

Soziale und klimagerechte Verkehrswende JETZT! Sichere Radwege und eine lebenswerte Stadt FÜR ALLE!!

Mehr Infos: https://changing-cities.org/senat-stoppt-nahezu-alle-radverkehrsprojekte/

Respect Cyclists – Fahrraddemo für sichere Radwege in ganz Berlin!

Und weiter geht’s! Respect Cyclists läd wieder zur nächsten Runde ein. Am Sonntag den 14. Mai startet die 1. „Weekend Edition“ Fahrraddemo. Hier noch mal mit Mobi Video.

„Nach über einem Jahr mit Demos an jedem ersten Mittwoch im Monat wollen wir unser Hauptmotto „Sichere Fahrradwege für ganz Berlin“ an einem Familien- und Arbeitnehmerfreundlicheren Termin rüberbringen. „

Quelle: Respect Cyclists Berlin

Die Hütte brennt, wir brauchen ein Umdenken und konstruktives Durchstarten für die Verkehrswende. Mit motivierten und fähigen Leuten! Die sind auch da – Allerdings nicht in den entscheidungstragenden politischen Positionen – Es ist eine Schande! Es schien Anfangs, wenn auch zäh und nur in Teilen, sich in die richtige Richtung zu bewegen. Nun aber erleben wir einen krassen Rückschritt. Deutschland outet sich mittlerweile ganz offen als Auto-Wirtschaftsland mit seinen Lobbyist*innen die sich gegenseitig die Klinke in die Hände drücken. Als gäbe es kein Morgen – Als gäbe es nicht schon länger den Aufschrei in der ganzen Welt zum Thema Klimawandel.

„In Zukunft solle das Auto wieder priorisiert werden,..“ ; „»Kai Wegner hat gesagt, dass er eine der Standardbreiten von 2,30 Meter für Radwege für sinnlos und übertrieben erachtet. Konkret heißt das, dass die Koalition nicht vorhat, die Standards aus dem Radverkehrsplan, dem die SPD zugestimmt hat, einzuhalten«, ..“

Na dufte! Wieder einmal hängt unser Leben und unsere Zukunft von einigen wenigen Reichen mit ihren Wirtschaftseliten und ihren gewählten Leuten in der Politik ab. Danke für Nichts!

Umso mehr Gegenwind kriegen sie! Wir schaffen das!

Wann: Sonntag 14.05., 14:00 Uhr, Pariser Platz

„Wir fahren eine Runde durch Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg, Tiergarten und Charlottenburg, mit Auftakt- und Abschlußkundgebung. „

Hier eine Info für die vorraussichtliche Route.

Danke! An Respect Cyclists Berlin und allen Personen die diese Demo organisiert haben, und für die Unterstützung des ADFC!

So, und hier noch ein kleiner Nachtrag zur VW Vollversammlung am 10.5. Der Tortenwurf!

Fahrraddemo zur Hauptversammlung von VW!

Es ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange an widerständigen Protesten, was die Verkehrspolitik und ihrem Pro für die Autolobby betrifft.

Quelle: vw-hauptversammlung.nirgendwo.info

Trotz glasklaren umweltpolitischen Fakten und einem notwendigen GO! zur sofortigen Umsetzung einer konsequenten sozialgerechten Mobilitätswende, findet ganz dem Credo nach, „Business as usal und nach uns die Sinnflut“, am 10. Mai die Aktionärs Hauptversammlung von VW in Berlin im CityCube (eine Messehalle der Messe Berlin) statt.

„Mehr als ein Fünftel der CO2-Emissionen entfielen auf den Straßenverkehr, Tendenz steigend. »Die Autoindustrie ist eine Klimakillerin – und ein Riesengeschäft« „

Wir sprechen uns eindeutig gegen die Dominanz des Autos aus!

Wir brauchen nicht noch mehr klimaschädigende Autos die unsere Straßen und Lebensräume dicht machen und verpesten!

WO GEHTS HIN?

WENIGER = Verkehr vermeiden: Weniger und kürzere Wege für Menschen und Güter.
ANDERS = Verkehr verlagern: Auf kurzen Wegen mobil zu Fuß, per Rad und mit dem ÖPNV. Auf weiten Wegen Schiene statt Straße – Zug statt Flug.
BESSER = Mehr Energieeffizienz und weniger Schadstoffausstoß.

Quelle: vw-hauptversammlung.nirgendwo.info

WARUM VW?

a) Der Verkehrssektor ist die größte klimapolitische Baustelle in Deutschland“
„b)
Fortführung neokolonialer Ausbeutungsverhältnisse“

VW ist einer der beiden größten Automobilkonzerne der Welt, auf jeden Fall der größte in Europa und durch eine besondere, mit einem eigenen Gesetz geregelten Konstellation gemeinsam geführt von Kapital und Staat plus überdurchschnittlich viel Einfluss von Gewerkschaften und Betriebsräten. Das bedeutet, dass eine politische Intervention hier im öffentlichen Raum möglich ist, weil mehr mitreden können als bei reinen Kapitalkonzernen.“

Wann und Wo: 10.5. (Mittwoch) 8h Invalidenpark bis 10h Messedamm (Messedamm 26, 14055 Berlin)

Auf zur Radparade!

„Am Sonntag, den 7. Mai 2023 findet zum ersten Mal die Radparade statt.

Mit unserer Fahrt fordern wir Tempo 30 für Berlin, denn Tempo 30 bedeutet: weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Verkehrsunfälle, und einfach mehr Lebensqualität.“

Also all das was wir aktuell wie weiterführend und innovativ dringend brauchen und wollen – was jedoch unsere aktuell amtierenden Politiker*innen aus wirtschaftlichen Gründen und verstaubter 50er Jahre Denke, trotzig versuchen zu sabotieren! Dem Motto nach: Alles muss und Alle müssen sich dem Autoverkehr unterordnen. Aber wer will das? Wir und die Zukünftigen nicht! Zeitlich kurz denkende Profithaie können wir uns nicht mehr leisten! Ab in die Mottenkiste!

Außerdem dürfte es eine wahre Augenweide an einer Vielzahl unterschiedlichster Fahrradmodellen mit ihren jeweilgen technischen Besondereiten werden. Just an unserem Schaufenster düste ein beieindruckendes Tallbike vorbei. Zum Feierabend erblickte ich es auf der Straße wieder und versuchte „Schritt zu halten“. Neugierig versuchte ich zu beobachten wie der Fahrer wohl an der nächsten Ampel anhalten würde. Extrem flottes Teil, hat mich leider abgehängt…

„Die Strecke führt von der Karl-Marx-Allee zur Museumsinsel, dann Unter den Linden zum Brandenburger Tor und weiter Potsdamer Platz, Stresemannstraße und Mehringdamm bis Platz der Luftbrücke und zum Abschluss auf das Tempelhofer Feld. „

Start: 11:30 Uhr auf der Karl-Marx-Allee/Strausberger Platz
Ende: Tempelhofer Feld

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Quelle: VELOberlin

Und nicht vergessen, die VELOBerlin läuft noch bis morgen Sonntag den 7. Mai. Wieder auf dem Tempelhofer Feld.

  • Samstag 6. Mai & Sonntag, 7. Mai 2023
  • jeweils 10-18 Uhr
  • Samstag 6. Mai 18-21:30 Uhr VELOBerlin Sundowner

Fahrraddemo – für die konsequente Umsetzung der Verkehrswende

und des Mobilitätsgesetzes Jetzt!

Quelle: changing-cities.org

Wir brauchen kein neues Auqadom, keine A100 oder AKW Laufzeitverlängerungen!

Schluss mit Honig um’s Maul schmieren, auf lange Bänke schieben und konsequenzenloses tot diskutieren und den Allianzen mit Wirtschaftsriesen wie die der Autoindustrie! Schluss mit den warmen Worten karrieregeilerbewußter Politiker*innen kurz vor den Wahlen!

Wir fordern eine lebenswerte, Klima und sozial gerechte Stadt mit Zukunft, in der wir uns alle sicher und auch gerne aufhalten können – auch mit wenig Kohle in der Tasche und ohne dicken SUV’s in der Garage!

Der Kampf geht also weiter und gerade vor den Wahlen ist es wichtig gehörig Druck zu machen.

Changing Cities e.V. ruft deshalb dazu auf:

Bis es endlich ein vollständiges Radnetz gibt, nehmen wir uns eben die ganze Straße – zumindest für einen Tag.

Für einen zügigen Ausbau einer flächendeckenden Fahrrad-Infrastruktur und die eines funktioniernden und für alle erschwinglichen ÖPNV!

Keine halben Sachen, wir wollen die ganze Bäckerei – Jetzt!

Wann: 5. Februar, 13 Uhr
Wo: Brandenburger Tor, Abfahrt: 13:15 Uhr

„Die Demo beginnt und endet am Brandenburger Tor und folgt der Route des Berlin- Marathons.“

Erneuerbare Energie durch Solarstraßen

Im großen Stil technisch und finanziell umgesetzte Projekte sind zum Beispiel die noch im Test befindlichen Solar Radwege.

Die Idee ist, einen Teil der schon vorhandenen bisher nur für den Verkehr genutzten Flächen dieser Straßen gleichzeitig für erneuerbare Energie zu nutzen. Während des normalen Verkehrs, wird das auf der Oberfläche reflektierende Sonnenlicht in erneuerbare Energie umgewandelt. Anwendbar entweder als Tunnel oder Überdachung oder als Fahrunterlage auf oder unter dem Straßenbelag montiert. Großflächig aufgestellte Solarzellen in der Natur sollen so u.a. vermieden werden.

Quelle: Freepik.com

Im Niederländischen Maartensdijk in der Provinz Utrecht wurde 2021 mit 330 m der längste Solar Radweg eröffnet.

Der Abschnitt wurde aufgrund einer anstehenden Straßeninstandsetzung ausgewählt und ist ein auf mindestens drei Jahre angelegtes Pilotprojekt. Die Sonnenkollektoren befinden sich unter einer Lichtdurchlässigen Kunstoffoberfläche. Die einzelnen Betonmodule messen 2,8 mal 3,5 Meter sind rutschfest und schmutzabweisend.

Die erzeugte Energie soll den Strom für 40 Haushalte sowie die Beleuchtung und Beheizung des Radweges sicher stellen. Die Straße ist so ausgelegt, dass Beeinträchtigungen durch den darunter liegenden Boden wie Ausdehnung und Stauchung aufgrund von Temperaturänderungen vermieden werden.
Errechnet wurde ein Jahresertrag von 50 bis 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Mit 73 Kilowattstunden mehr, übertrifft das damit sogar die Erwartungen. Die Kosten des Solar-Radwegs in Maartensdijk beliefen sich auf 1,3 Millionen Euro.

Die erste 70 m lange Testrecke die „SolaRoad“ im nordholländischen Krommenie mit 17000 Einwohner*innen an der Autobahn N203, wurde bereits Ende Oktober 2014 eröffnet und bewährt sich gut. Bis zum Jahr 2016 wurde sie auf rund 100 Meter erweitert. Weltweit gilt sie als erste Straße zum sammeln von Solarstrom.

Sie lieferte schon in den ersten sechs Monaten über 3.000 Kilowattstunden Strom. Die Solarzellen wurden in Betonplatten eingelassen unter einer dicken Glasplatte und decken den Bedarf von drei Haushalten, Verkehrssystemen und Elektrofahrzeugen ab. Auf der Teststrecke fällt viel Sonnenlicht und sie bietet genug Platz für Überwachung und Messungen.

Die Provinz Nordholland unterstützte das Projekt mit 1,5 Millionen Euro. Das war die Hälfte der kompletten Baukosten. Innerhalb von 20 Jahren soll sich der Radweg selbst finanzieren. Lehren zog man beispielsweise aus der Widerstandsfähigkeit der Oberfläche des Straßenbelages bei dem es während der Testphase zu Schäden kam. Das soll bei zukünftigen Solar-Straßen optimiert werden.

Es handelt sich bei den Straßen vorwiegend noch um Testprojekte. Bei positiver Bilanz sollen die Fahrrad-Solarstraßen aber weiter ausgebaut werden.

Bei den vielen bereits vorhanden Fahrradstraßen in den Niederlanden, die dort 90 % des gesamten Straßennetzes ausmachen, gäbe das eine ziemlich beachtliche Energieausbeute. Und je mehr Module usw. dafür produziert werden die bisher noch teuer sind, desto kostengünstiger wird es auf längere Sicht.

Quelle: Freepik.com

In Südkorea gibt es seit 2014 einen 32 km langen mit Solarpaneelen überdachten Fahrradweg mitten auf einer Autobahn. Somit ist genau genommen dieser der längste. Ein bisschen oll ist, dass diese Fahrradschnellstraße ausgerechnet Strom liefert für die Beleuchtung der Autobahn und die Steckdosen der KFZ Ladestationen. Besonders angenehm ist das Radeln zwischen Feinstaub und Lärm vermutlich auch nicht.

Ähnliches Projekt in Freiburg. Dort wurde am 14. November 2022 mit dem Bau eines überdachten Fahrradweges an der Freiburger Messe begonnen. Über einer Länge von 300 m soll so Strom produziert werden, den das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Pächter und Betreiber) nutzt und das Projekt unterstützt.

„Insgesamt 912 PV-Module werden auf 38 Dachsegmenten montiert, die von einer verzinkten Stahlkonstruktion gehalten werden“. Die Solaranlage besitzt 282,7 Kilowattpeak (kWp) Leistung und wird pro Jahr etwa 280.000 kWh Ökostrom erzeugen, was dem Jahres-Strombedarf von mehr als 180 Personen entspricht.“ Hier auch ein Beitrag von Deutschlandfunk Kultur.

Schweiz: Vor Wind und Regen soll in einem Kanton ein Solartunnel Fahrradfahrer*innen schützen und dabei Strom für die Beleuchtung des Fahrradweges und 750 Haushalte liefern. Durch die schuppenartig angebrachten Solarpaneelen, sollen pro Kilometer Solar-Radweg jährlich bis zu 2.000 Megawattstunden erzeugt werden. Sollte die 300 m lange Pilotstrecke zwischen Bahnhof und Industriegebiet erfolgreich sein und Anklang finden, wäre eine Verlängerung auf 2,5 Kilometer möglich. Noch ist es Architekten-Theorie aber der Bau soll demnächst starten.

Top und Flop

Der erste 2014 von einem potsdamer Start Up entwickelte Solar Radweg in Deutschland wurde mit großer Begeisterung 2018 in Erfstadt bei Köln eröffnet.

Die 90 m lange Teststrecke war (verspätet da Anfangs noch der Zähler des Netzbetreibers fehlte) an das öffentliche Netz angeschlossen und sollte neben der Beleuchtung des Fahrradweges und das Betreiben der Monitoring-Station, 4 Einfamilienhäuser mit Strom versorgen. Auch im Winter sollte sie rutsch- und eisfrei bleiben und Nässe widerstehen können.
„Die rund 90 Meter lange und 2,5 Meter breite Solarwegteststrecke besteht aus einzelnen Platten, die mit einem speziellen Klicksystem ineinander gesteckt und geklebt wurden. Die Oberfläche aus bruchsicherem Glas ist zudem rutschfest und absorbiert Geräusche.“

Der Radweg sollte eine Lebensdauer von 25 Jahren haben und die Kommune sollte nach 14 Jahren mit der Stromerzeugung Geld verdienen können.

Leider war es technisch dann doch noch nicht so ausgereift.

Es kam zu Kurzschlüssen und Schwelbränden, vermutlich verursacht durch tagelangen Dauerregen und unter Wasser stehenden Anschlussdosen. Was laut dem Solmove-Geschäftsführer daran lag, dass das von der Stadt versprochene Kiesbett welches das Wasser ableiten sollte, fehlte. Die Anlage wurde daraufhin abgeschaltet und das Projekt lag seit dem mehr oder weniger auf Eis mit einer Reihe juristischer Hürden. Die Stadt pochte auf den Abbau der Solar-Fahrradstraße. Es kam zu Rechtsstreitigkeiten.

Solmove-Geschäftsführer Donald Müller-Judex, der für die Entwicklung dieser Technologie mit zwei Fraunhofer-Instituten, der RWTH Aachen, der Universität Bayreuth und dem Forschungszentrum Jülich zusammen arbeitete, gab jedoch nicht auf und meinte das Problem lösen zu können: „Wir haben bei diesem Projekt ganz viel gelernt.“ Alle Erkenntnisse würden in die künftige Produktentwicklung einfließen. Und mittlerweile hat das Berliner Unternehmen auch schon ein weiteres Testfeld gefunden: Die ersten Module sind unlängst auf dem Parkplatz einer stillgelegten Zeche im Ruhrgebiet installiert worden.“

Was den Solar-Radweg in Erfstadt betrifft, kam es 2020 zu einer gerichtlichen Einigung, bei der dem Hersteller die Möglichkeit zur Nachbesserung gegeben wurde. Um das finanzieren zu können, startete das Solmove Unternehmen eine Crowdinvesting-Kampagne und sammelte damit Geld im Internet. Denn Investoren fehlen, Förderanträge wurden abgelehnt.

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Auch eine 2016 eröffnete Solar-Autostraße in Frankreich, die vor allem aus der Erhöhung der Benzinsteuer finanziert werden sollte, brachte nicht den erwarteten Erfolg. Die 600 m lange Teststrecke verlief auf der Nationalstraße D5 in der Normandie zwischen Tourouvre und Gué-à-Pont entlang der kleinen Gemeinde Tourouvre-au-Perche im Départment Orne.
Nach dem anfänglichen euphorischen medialen Applaus, stellte sich in relativ kurzer Zeit heraus – die Kosten-Nutzen Analyse ist eher schlecht.

Der Bau der Straße mit dem benötigten Material, die Wartung- und Instandhaltung waren unerwartet und die Kosten zu hoch, die Energieausbeute zu gering:
„Im ersten Jahr produzierte die Straße mit 150.000 Kilowattstunden knapp die Hälfte der erwarteten Zielmarke. Die Produktion fiel 2018 auf 78.000 kWh und 2019 auf 38.000 kWh zurück.“

Zudem ließ auch die Haltbarkeit der Straße nach. Die Straße bröckelte, bekam Risse. Schuld waren vor allem extreme Witterungseinflüsse wie Gewitter und Starkregen und die Auswirkungen auf den Belag durch schwere Fahrzeuge wie LKW und Traktoren. Module mussten oft ausgetauscht und repariert werden. Obendrein reduzierten auf der Straße liegende Blätter von Bäumen die Sonneneinstrahlung der damit ohnehin eher wenig ausgestatteten Normandie.

Außerdem musste das Tempolimit auf 70 km/h gesenkt werden, da der Autoverkehr auf den Solarmodulplatten zu laut war.
Die Idee, 1000 km Solar-Straße versorgt Straßenbeleuchtung für 5 Millionen Französ*innen platzte also.
Schade, da es doch im Testlabor und in den theoretischen Rechentabellen so gut ausgeknobelt wurde.

Schon 20 Quadratmeter mit dem neuen „Wattway“-Panels-Straßenbelag sollten theoretisch jedenfalls, den Stromverbrauch eines Single-Haushalts oder von Elektroauto-Ladesäulen decken können. Die 15×15 cm Solarpaneelen-Platten, 7 Millimeter dick und aus polykristallinem Silizium, sollten durch die Einbettung in verschiedenen Schichten extrem stabil und langlebig sein.
Der Praxistest war jedenfalls ernüchternd und korrigierte sämtliche Theorie-Ergebnisse.

Fest steht wohl, Erfindungen brauchen Zeit und müssen Fehlschläge einstecken.
Interessant ist es trotzdem und zukunftsweisend sicher auch.

Die Solar Fahrradstraßen in den Niederlanden scheinen sich jedenfalls ganz gut zu bewähren. Stellt sich die Frage ob da nicht besser zusammen gearbeitet werden könnte. Und auch, ob Investitionen von insg. großflächig installierten Solaranlagen auf den reichlich vorhandenen Dächern Vorrang haben sollten. Sie sind offenbar weniger anfällig, es fahren keine Straßenbelag-randallierenden Traktoren drauf, Blätter rutschen wieder runter und statt unten sind sie oben und somit perfekt dem Sonnenlicht ausgerichtet. Es gibt bereits mehr Erfahrung damit und es scheint technisch ganz gut zu funktionieren.

Auch wenn beispielsweise der Solar-Radweg im niederländischen Krommenie gut funktioniert und mehr Energie als erwartet liefert, produziert er allerdings rund 30 Prozent weniger Strom als eine durchschnittliche Solaranlage auf dem Dach.

Das ist natürlich auch immer im Kontext der regionalen Beschaffenheiten zu sehen. Etwa 140.000 km Straßen in den Niederlanden entsprechen 400 km² bis 500 km². Das ist deutlich größer als die für Solaranlagen geeignete Dachfläche im Land. Kein Wunder also das in der Energiewende und bei dem wachsenden Strombedarf in den Niederlanden soviel daran geforscht und umgesetzt wird.

Allerdings ist die groß dimensionierte reine direkte Stromnutzung mit Anschluss ins Netz noch nicht realisierbar. Dafür sind intelligente Systeme der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) erforderlich. Denn der Solarstrom der in Zeiten mit viel Sonnenlicht und in den Zeiten mit wenig Licht wie z.B. in den Nächten erzeugt wird, muss entsprechend effektiv verteilt werden.

#letztegeneration

Der Alltag ist der Skandal. 2021 sind in Deutschland 2569 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. 321.000 sind verletzt worden. Hauptursache ist immer noch zu hohe Geschwindigkeit. Fahrzeugbestand 2021: 67,7 Millionen.

Tempo 100 auf Autobahnen und ein 9 Euro Ticket für alle wären ein kleiner Schritt um diesen Zustand zu verändern.

Take action!

just stop oil via youtube

Update:

Mahnwache für die von einem LKW getötete Radfahrerin

Ort: Bundesallee zwischen Nachodstraße und Spichernstraße in 10779 Berlin-Wilmersdorf

Zeit: Sonntag, 6. November, 16 Uhr

Hindernisse auf dem Weg zur Arbeit

Die Schicht steht an, los gehts. Den letzten Schluck Kaffee, Fahrrad geschnappt runter die Treppen, rauf auf die Straße. Erfreulicherweise gibt’s seit geraumer Zeit einen Fahrradweg ab meiner Tür.

Trotzdem! Ich kenne die Stellen und Tücken die auf mich warten.

Kurz vor der harten Kante, von einem zum anderen Bauabschnitt mit plötzlicher Verengung der Fahrbahn, gehe ich in den Wiegetritt um den Schlag in Hintern, Wirbelsäule und Fahrrad abzumildern.

Vor mir eine Fahrradfahrrerin, die plötzlich anhält und sich nicht traut weiter zu fahren, erst die Autos vorbei lassen will. Damit wird der Verkehr aufgehalten, doch ich verstehe sie. Ich passe mich langsam radelnd dem Geschehen an und warte ab.

Und ausgerechnet an dieser engen Stelle, bei der ich nicht ausweichen kann, liegen zudem wie immer haufenweise Scherben vom Wochenende. Ich flehe die diensthabenden Schutzheiligen an und rede meinen Reifen gut zu, das sie diese Attacke bitte überstehen mögen. Ich verrate nicht, das noch weitere folgen werden..

Geschickte Slaloms um die parkenden, bzw. haltenden Autos die sich über den Platz des Fahrradweges freuen, erfordern als nächstes meine Konzentration. Und natürlich haben es die Autos hinter mir sehr eilig.

An der nächsten Einfahrt auf die ebenso fette Straße, stieren Fußgänger gebannt auf die Ampel, die Sekunden bis zum grün, scheinen ihnen zu lang, nichts und niemanden nehmen sie in ihrer Paralyse wahr und stehen schon zwei Fuß breit auf der Fahrbahn, mit drohenden dritten, der Kinderwagen komplett.

Ich schleiche mich vorsichtig vorbei, Menschen in ihrem Wachschlaf zu erschrecken ist gefährlich.

Weiter radelnd, wird der Fahrradweg von Polizeiwagen haltenden und herumalbernden Einsatzkräften, von Corona Test Bussen, schwankenden Junkies, auf Handy und zum Boden, sowie rückwärts guckenden Fußgängern und herum hüpfenden Kindern bevölkert.

Herausfordernd auch, die sich in- und aus PKW schälenden Leute, die weder auf Verkehr noch sonst irgendjemanden achten und sich beim Klang einer Fahrradklingel zu Tode erschrecken, was wiederum mich erschreckt.

Die höhere Gewalt eines Vogelschisses, bestimmt eines Seeadlers, den ich wie in Zeitlupe aus dem Augenwinkel auf mich zukommen sehe, mich zum Glück aber doch knapp verfehlt, runden das Erlebnis ab.

Alles das, versuche ich bis zur rettenden Ankunft ins Gleichgewicht zu bringen, ohne mich und anderen zu schaden. Locker und stressfrei ist das nicht gerade.

Quelle: Pixabay.com

Immerhin, trotz Widrigkeiten ist es einigermaßen übersichtlich und ich muss keine großen Kreuzungen und Straßen befahren bei denen der Fahrradverker zum Teil offenbar nicht vorgesehen ist, so wie bei anderen Kollegen.

Radschnellverbindungen

Herrlich wäre es, Radwegenetze würden schnell gebaut werden, so das z.b. meine Generation auch noch in den Genuss davon käme. Und das „Schnell..“ bei den Radschnellwegen steht auch nicht für rasantes Radfahren. Nein, es heißt schnell auf direkten Wegen relevante Ziele von A nach B erreichen zu können.

Sie sollen möglichst kreuzungsfrei verlaufen und dem Radverkehr zügige, komfortable und sichere Verbindungen schaffen auch über größere Entfernungen hinweg ohne vom Autoverkehr gefährdet zu werden oder Fußgänger zu behindern.

Quelle: Zeichen_350.1_-_Radschnellweg;_StVO_2020.svg Autor Mediatus

Nach dem 2018 beschlossenen Berliner Mobilitätsgesetz sollen in Berlin „…Radschnellverbindungen mit einer Gesamtlänge von mindestens hundert Kilometern gebaut werden. Geplant sind zunächst zehn Radschnellverbindungen.“

Neun von zehn Strecken wurden durch Machbarkeitstudien freigegeben. Davon befinden sich derweil sieben Routen in der Vorplanung. Das ganze Planungsprozedere sind langwierige, langjährige und mehrstufige Prozesse, die sehr viel Geld und Zeit kosten. Ca. 6,4 Millionen Euro für Machbarkeitsstudien und einige Jahre bis zum tatsächlichen Baustart.

Nach den Machbarkeitsuntersuchungen und den Vorplanungen, folgen die Planfeststellungsverfahren die im Schnitt zwei Jahre dauern. Und damit ist noch lange kein Spatenhieb getan!
„Von der ersten Planung bis zur Fertigstellung vergehen also pro Trasse rund acht Jahre.“

Dann muss auch noch die Politik mitspielen
Für die in Brandenburg geplanten Radschnellwege beispielsweise, 16 mögliche Routen wurden genannt, fehlen noch die im Haushaltsentwurf 2023/24 dafür notwendigen Mittel. So werden die geplanten 20% von 11 bis 2030 um den Radverkehrsanteil landesweit zu steigern eher nicht geschafft. Dabei gibt das Mobilitätsgesetz eindeutig verbindliche Richtlinien vor, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

Beklagt werden auch immer wieder unmotivierte und sich quer stellende Verantwortliche in der Politik in den Verwaltungen und sonstigen zuständigen Behörden.

Für Fahrradwege gilt – Machbarkeitsstudien – haben offenbar nicht immer etwas mit – Machen – zu tun. Eher das Gegenteil? Gezielte Ausbremsung – systematische Bevorzugung der Automobilindustrie und ihrer Straßen durch das Auto-Wirtschaftsland Deutschland?

Mit einem Baubeginn des West-Teils wird nicht vor 2026 gerechnet. Die Ost-Route evtl. ein Jahr später.

Übersicht RSV Stand August 2022/ InfraVelo

Übersicht und Infos
Von InfraVelo eine Tochtergesellschaft von GrünBerlin, die mit den Planungen, Entwürfen und Umsetzung der Radschnellverbindungen in Berlin beauftragt wurde, gab es am 22.06.2022 eine live übertragene Infoveranstaltung mit Bürgerbeteiligung.

Auf der Internetplattform von InfraVelo kann sich detailliert über die jeweiligen Prozesse der geplanten bzw. fertig gestellten Bauprojekte und ihrer Kostenaufstellungen informiert werden. Auch wird ausdrücklich dazu aufgemuntert sich zu beteiligen in Form von Fragen, Hinweisen, Kritik und Diskussionsbereitschaft.

Hier die einzelnen Routen etwas übersichtlicher zum anklicken von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz.

Quelle: California_Cycleway_1900/ Wikipedia

Der erste Radschnellweg
war der California Cycleway in Pasadena nach Los Angeles und wurde 1900 eröffnet. Er war aus Holz und bot 4 Radfahrenden im Längsverkehr Platz und wurde bei Dunkelheit beleuchtet.

Aktuell werden in den USA Radschnellverbindungen mit großem Engagement vorran getrieben.
Der River Bikeway in Los Angeles von Long Beach am Pazifik führt derzeit mit 47km fast zur Downtown von Los Angeles und nördlich von dieser bis nach Burbank. Der Radschnellweg soll nach dem Fertigbau 82 Kilometer lang sein. Darüber hinaus gibt es weitere Routen.

Auf der Strecke nach Burbank ist die Fahrradmitnahme in der Metro kostenlos um die großen Distanzen unkomplizierter überwinden zu können.
Die Radschnell- und Radwege sind auf das Metro-Netz abgestimmt und es gibt hierzu einen Radwege-Metro-Plan.

Und es sollen weitere Kilometer Radschnellverbindungen hinzu kommen.

In den Niederlanden gibt es vollständig ausgebaute Netze von Radschnellwegen bereits seit den 80gern. Auch in anderen Ländern wurden Radschnellwege schon früher erprobt und umgesetzt.
Von der Sache her also nix neues.

Über 100 Jahre später muss noch aufwendig untersucht werden ob, wie gut und teuer sich Radverkehrsanlagen mit Mensch, Stadt und Land vertragen, während Straßen und Autobahnen parallel dazu zügig weiter gebaut werden.

Der erste Radschnellweg in Deutschland übrigens, ist der 2015 fertig gestellte in Göttingen. Die Strecke ist 4 km lang und verbindet den Göttinger Hbf mit dem Nordcampus der Georg-August-Universität.

Hier ein Auszug internationaler Beispiele.

„Highway to Hell“
Wie sieht es mit Machbarkeitstudien beispielsweise zur A100 aus?

In diesem Umfang habe ich im Vergleich zu den Radschnellverbindungen nur über einen bestimmten Bauabschnitt etwas dazu lesen können. Es geht um die Verlagerung eines Teilabschnittes der Autobahn unter die Erde.

NaturFreunde Berlin meinen dazu:
„Durch die Überdeckelung nehmen die Gesamtemissionen des Verkehrs in keiner Weise ab, sie werden nur durch ein Röhrensystem neu verteilt. Auch lösen solche technischen Überlegungen nicht das Problem, dass die hohen Verkehrsströme irgendwann aus den überdeckelten Bereichen herauskommen und dann in die Straßen hineindrängen.“

„Milliardenschwere Investitionen in die Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs unter die Erde sind für eine solche ökologische und soziale Verkehrswende der falsche Weg.“

Generell sehen „Machbarkeitsstudien“ für den schnellen Weiterbau und die Förderung für den Autoverkehr erfahrungsgemäß eher so aus:

  • Wohnhäuser, Straßen, Geschäfte müssen weichen und abgerissen werden – Wird gemacht!
  • Langjährige soziale Strukturen futsch, Menschen müssen gehen – Wird gemacht!
  • Biotope, Wälder, Parks, Wasserschutzgebiete müssen niedergewalzt werden – Wird gemacht!
  • Natur & Mensch krank und wahnsinnig machen durch anhaltenden Dauerlärm, Feinstaub und Mikroplastik durch den Reifenabrieb – Wird gemacht!
  • Es wird ohne Ende Geld dafür ausgeschüttet – Wird gemacht!
  • Proteste und wissenschaftliche Gegenargumentationen werden ausgedrückt wie eine Kippe – Wird gemacht!

Gegen die A100 wenden sich jedenfalls auch immer mehr Politiker*innen und schlagen beispielsweise stattdessen sozialen Wohnungsbau anstelle der Autobahntrasse vor:

„Wir sollten das Zeitalter des Stadtautobahnbaus beenden und das Zeitalter des Stadtautobahnrückbaus einleiten“, so die Abgeordnete. Noch vor fünf Jahren sei sie dem Wolkenkuckucksheim zugerechnet worden, wenn sie ein Ende des Autobahnbaus forderte, erinnert sich Katalin Gennburg. Doch sie sei weiterhin zuversichtlich, dass ein Baustopp möglich sei. „Jetzt erst recht.“

„Bei einer mit Friedrichshain-Kreuzberg vergleichbaren Bevölkerungsdichte könnten dort 18 Hochhäuser mit 8800 Wohnungen für 22 000 Menschen errichtet werden. Wäre der Kiez autofrei, gäbe es außerdem genug Platz für Grünflächen, Spiel- und Sportplätze sowie Fahrradstraßen. “

Ob es nur bei netten Phrasen bleibt um was gutes zur Beruhigung und dem eigenen politischen Ansehen zu sagen, wird sich zeigen. Gestoppt wurde der Wahnsinn der A100 jedenfalls nach wie vor nicht und die regelmäßig stattfindende IAA feiert weiter freie Fahrt für das Auto!

Wohnen statt Autobahn

Hier – eine Machbarkeitsstudie schon von 2017 – wo der Mensch und nicht das Auto im Mittelpunkt steht. Sie zeigt realistische Beispiele wie die frei gewordenen Flächen nach dem Rückbau der A100 genutzt werden können.

Laut Machbarkeitsstudie und Potenzialanalyse für Postautobahn-Wohnungsbau des ium-Instituts für Urbane Mobilität (Veröffentlicht 21.06.2017), „können ca. 8.800 zusätzliche, zentrale und bezahlbare Wohnungen für 22.000 Menschen auf der geplanten A100-Trasse entstehen.“

Zurück zu den Radschnellwegen

Da es in Deutschland also noch eine ganze Weile dauern wird, hier ein Video zum visuellen mitfahren an einem Beispiel in den Niederlanden.