Rückeroberung der Straße – Wir entscheiden und gestalten!

Was wäre wenn…

statt der stinkenden Blechlawinen vor unseren Haustüren, in unseren Straßen plötzlich Blumen- und Tomatenkübel, Bäume, Stühle und Tische mit Kaffee und Tee zum verweilen, Fahrradständer, Hängematten und Schaukeln stehen? Platz da ist, für Bastel- und Schraubprojekte, ohne von rumrangierenden Karren und stressigen Motorenlärm bedrängt und eingedieselt zu werden? Bei frischer Luft gemütlich ein Buch lesen, sich mit anderen Leuten austauschen, sich unterstützen, unterhalten? Und was uns sonst noch einfällt. Einfach eine freie Fläche ohne alles ist auch schön.

Es gibt so viel was möglich ist, wenn wir genug Platz haben ohne von Autos platt gemacht und zugeparkt zu werden.

Wunschdenken in der Stadt? Denkste! Öffentlicher Raum ist für Menschen, Tier und Pflanzen da! Begegnungsmöglichkeiten die auf gemeinschaftlich organisierter Infrastruktur, vielfältigen sozialen Miteinander und kurzen Orga Wegen aufbaut sind möglich. Auch das bedeutet Verkehrswende und Klimawandel.

Wir verlieren nicht, wir können sehr viel dadurch gewinnen! Nutzen wir die Möglichkeiten und gestalten den öffentlichen Raum lebens- und menschengerecht.

Am 16. September 2022 startet wieder das globale Experiment „Parking Day“ (hier für Berlin). Z.B. Park Tickets kaufen (aber ohne Autos) und den frei gewordenen Raum für sich gestalten!

So machen wir auf die Verschwendung von öffentlichen Flächen für Autoparkplätze aufmerksam. Zeigen wieviel schöner und lebensgerechter diese Plätze genutzt werden können und um wieviel mehr Lebensqualität wir dadurch gewinnen.

Die Aktion findet jährlich seit 2005 weltweit statt an jedem 3. Freitag im September und ist in Deutschland Teil der europäischen Mobilitätswoche vom 16. – 22. September 2022.

Hier gibts den Leitfaden des VCD zum Parking Day. #parkingday

Quelle: VCD

Kollektive Ticketversicherung – Das 9-Euro-Ticket wieder einführen!

Do it yourself für das 9 Euro Ticket! Trotz Mega Erfolg für Klima, Mensch und Portemonnaie wurde es wieder eingestampft. Doch gerade jetzt und auch zukünftig ist es wichtig das der ÖPNV sozialverträglich und klimafreundlich gestaltet und die Infrastruktur entsprechend angepasst und umgestaltet wird. Von der jetzigen Politik profitieren vor allem die Reichen und die Autolobby! Deshalb – Wir können uns auch selbst organisieren und das 9-Euro Ticket, als Lückenfüller, bis auf weiteres fort führen!

Quelle: 9Eurofond.de

Die Initiative schlägt also vor einfach weiter 9 Euro pro Monat, aber diesmal in den „9-Euro-Fonds“ einzuzahlen, das deckt die Fahrten mit Bus, U/ S-Bahn und Tram ab. Ein erhöhtes Beförderungsentgelt, sollte es dazu kommen, übernimmt der Fonds, auch mehrmals: „… Zahlungsaufforderung an strafe@9eurofonds.de und wir begleichen diese für dich.“

(bitte Infos dazu genau durchlesen).

Außerdem meinen wir dazu:

Das „Erschleichen von Leistungen nach § 265a StGB“ ist unserer Meinung nach hier nicht gegeben, da es sich um eine politische Protest-Aktion handelt. Die Teilnehmenden erschleichen sich also keine Leistung, da sie ganz direkt und offiziell mit dem Button der hier im Bild zu sehen ist, deutlich an Kleidung oder als Schild o.ä. auf diese politische Aktion aufmerksam machen. Außerdem, wird ganz deutlich darauf hingewiesen, daß das erhöhte Beförderungsentgeld gezahlt wird und somit dem Verkehrsunternehmen auch kein wirtschaftlicher Schaden entsteht – ganz offiziell und ohne Erschleichen also!

Demgegenüber stecken wir in einer Klima- und Sozialkrise und es ist höchste Zeit zu handeln! Trotz Verfassungswidrigkeit mit Verstoß gegen die Pariser Klimaziele tut der Staat nichts oder nur schleppend oder aufschiebend. Und das ganz unverhohlen und ohne mit strafrechtlichen Bedrohungsszenarien konfrontiert zu werden. Selbst wenn, fallen diese nur so aus, das sie mit schiefen spöttischen Grinsen immer gezahlt werden können, ohne das der zerstörerische Prozess dabei ins Stocken gerät.

Schlimmer geht’s immer..

Entlang des Ufers, meilenweit und es wird noch weiter, gibt das vergiftete Wasser der Oder auf polnischer und deutscher Seite seine nun leblosen Bewohner frei. Bisher rund 10.000 Tonnen tote Fische. Auch tote Biber wurden gesehen. Das verheißt nichst Gutes, Stichwort Nahrungskette. Berlin soll sicher sein. Zuflusswege des Wassers, aus Richtung der Oder wurden dicht gemacht. „Das Wasser der Oder fließt sonst an der Schleuse Kersdorf ins Berliner System. Durch die Stilllegung gelange nun kein Oder-Wasser in die Spree und damit nach Berlin…“ (rbb24)

Quelle: pixabay.com

„Absolut atypisch“ hohe Salzmengen und andere offenbar absichtlich eingeleitete große Mengen Giftmüll, gelten bisher als die wahrscheinlichen Ursachen. Erste Amtshandlungen in Polen sind Entlassungen und eine Belohnung von umgerechnet 210.000 Euro für Hinweise die zur Aufklärung und zur Ergreifung des Täters führen.

Na das wird helfen. Einfach vorher keinen Mist bauen? Und ich hatte letzte Woche schlechtes Gewissen weil ich einen Apfelgriebsch ins Gebüsch hab fallen lassen. Und neulich ist uns nach Feierabend versehentlich eine offene Bierflasche in den Kanal geplumpst. Fast wäre ich hinterher gesprungen. Aber immerhin sind besoffene Fische besser als tote!

Hoffentlich ist er nicht gerade in der Oder im Urlaub, Der Kleine Schwarze Fisch aus Persien (von Samad Behrangi). Der aufgeweckt und mutig die Welt erkundet, vorherrschende Systeme und Denkweisen in Frage stellt und ausgrenzende, überhebliche Charaktereigenschaften. Der für seine Überzeugungen und Freunde kämpft.

Thema Fahrrad!

Quelle:pixabay.com

Fahrräder klauen ist jetzt nicht mehr so wie die leckeren Mirabellen vom Baum des Nachbarn. Zukünftig soll in Berlin gegen das Massendelikt Fahrraddiebstahl mit kriminalistischen Methoden ermittelt werden. Die bisher müde Aufklärungsquote von nur knapp 5% soll nach oben hin aufgehübscht werden. Galt es vorher als eine Bagatellangelegenheit die von Schutzpolizisten bearbeitet wurde, übergibt die Staatsanwaltschaft es jetzt der Kriminalabteilung. Verdächtige können damit nun auch observiert und Telefone überwacht werden. Unklar ist, ob es für diese aufwendigen Methoden überhaupt genug Personal gibt.

In den ersten sechs Monaten diesen Jahres wurden in Berlin 12.500 Fahrräder geklaut. Das sollen ein Drittel mehr gewesen sein, als im selben Zeitraum des vorherigen Jahres. Schuld sind auch die Lieferengpässe der Händler, meint der ADFC. Dadurch profitiert die organisierte Kriminalität. Vor allem hochpreisige Fahrräder werden auf Bestellung geklaut. Ganze Geschäftszweige, vom kleinen bis zum großen Fisch, haben sich aufgebaut und boomen.

Quelle. pixabay.com

„Alle Tatverdächtige von Diebstählen sollen nach den Absatzmöglichkeiten befragt werden. Die ist bislang den Akten nicht zu entnehmen.“ Oberstaatsanwalt Bernhard Mix berichtet von Hehlerbanden vor allem aus Polen, sowie aus Rumänien und Bulgarien, die das Diebesgut aus Berlin vor allem nach Osteuropa brächten. Die Staatsanwaltschaft fordert Observationen, eine Überwachung der Telekommunikation- und der in Fahrrädern verbauten GPS-Tracker. “ (rbb24)

Aha! 5% Aufklärungsquote befähigen die Staatsanwaltschaft also zu Pauschalverdächtigungen, welche das Xenophobe Narrativ, Menschen aus Osteuropa würden klauen bedient. Liebe Staatsanwaltschaft, solange ihr bei 95% der Fahrraddiebstähle im Dunkeln tappt, bitte erstmal mit Verdächtigungen zurück halten und stattdessen euren Job machen! Danke!