Der niederländische Fahrradhersteller Gazelle hat eine Untersuchung zu den Unterschieden zwischen Radlerinnen und Radlern in Auftrag gegeben. Die Studie De Fietsende Hollander ergab gravierende Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Danach führen 75% der Männer Wartungsarbeiten am Fahrrad durch, aber nur 35% der Frauen nehmen Werkzeug in die Hand, um kleinere Reparaturen am Rad durchzuführen. Dagegen sind Frauen auf dem Rad glücklicher als Männer. Sie singen oder summen deutlich häufiger als Männer während einer Radfahrt.
Auch das Geschlechterverhältnis zwischen Frau und Mann ist unterschiedlich in Stadt und Land. In städtischen Gebieten sind 25% mehr Frauen auf Fahrrädern unterwegs, während sich diese Relation auf dem platten Land umkehrt. Hier fahren doppelt so viel Männer wie Frauen ein Fiets. Frauen ärgern sich über das eigene Rad, Gegenwind und rutschige Straßen, während Männer in den Niederlanden sich mehr über Rotfahrer und Fietser ärgern, die sich nicht überholen lassen. Eine weitere Erkenntnis der Untersuchung war, dass doppelt so viele Frauen wie Männer Taschen auf dem Fahrrad mitführen.
Fietsen.123: De verschillen tussen fietsende mannen en vrouwen
In der goldenen Ära des Fahrradbaus war gewiss nicht alles besser, aber manche Erfindung aus den Zwanzigern und Dreißigern könnte sich auch heute noch auf dem Markt behaupten. Das abgebildete Dreirad stammt aus einem Katalog von Gazelle aus dem Jahre 1938. Mit der Patentnummer 22810 präsentierte der holländische Fahrradbauer ein faltbares Dreirad, das zusammengeklappt nicht viel breiter als als normales Fahrrad war. Der Faltvorgang erfolgte ohne Werkzeug und war in einer Minute getan. Auch der Transportkorb aus Ulmenholz konnte zusammengeklappt werden. Keine Ahnung, ob das Ding für Gazelle ein wirtschaftlicher Erfolg war, aber die Vorteile des Faltdreirads waren unbestritten, ließ es sich doch sehr platzsparend parken.
Ein solcher ist auf der gesamten Treskowallee nicht zu finden. Denn Fußgängerüberwege sind das, was der Volksmund Zebrastreifen nennt.


