Unterschiede zwischen Radfahrerinnen und Radfahrern

Der niederländische Fahrradhersteller Gazelle hat eine Untersuchung zu den Unterschieden zwischen Radlerinnen und Radlern in Auftrag gegeben. Die Studie De Fietsende Hollander ergab gravierende Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Danach führen 75% der Männer Wartungsarbeiten am Fahrrad durch, aber nur 35% der Frauen nehmen Werkzeug in die Hand, um kleinere Reparaturen am Rad durchzuführen. Dagegen sind Frauen auf dem Rad glücklicher als Männer. Sie singen oder summen deutlich häufiger als Männer während einer Radfahrt.

Auch das Geschlechterverhältnis zwischen Frau und Mann ist unterschiedlich in Stadt und Land. In städtischen Gebieten sind 25% mehr Frauen auf Fahrrädern unterwegs, während sich diese Relation auf dem platten Land umkehrt. Hier fahren doppelt so viel Männer wie Frauen ein Fiets. Frauen ärgern sich über das eigene Rad, Gegenwind und rutschige Straßen, während Männer in den Niederlanden sich mehr über Rotfahrer und Fietser ärgern, die sich nicht überholen lassen. Eine weitere Erkenntnis der Untersuchung war, dass doppelt so viele Frauen  wie Männer Taschen auf dem Fahrrad mitführen.

Fietsen.123: De verschillen tussen fietsende mannen en vrouwen

13 Gedanken zu „Unterschiede zwischen Radfahrerinnen und Radfahrern

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  1. „Dagegen sind Frauen auf dem Rad glücklicher als Männer. Sie singen oder summen deutlich häufiger als Männer während einer Radfahrt.“

    Singen/Summen als Merkmal glücklichsein?
    Und wo bleibt da das stille Genießen? Ich meine, ich kann mich doch auch glücklich fühlen, also auf dem Rad, ohne deswegen das Bedürnis zu haben singen oder summen zu müssen.

    Ansonsten wundern mich die Zahlen nicht.

  2. > Dagegen sind Frauen auf dem Rad glücklicher als Männer.
    > Sie singen oder summen deutlich häufiger als Männer
    > während einer Radfahrt.

    Aha. Glücklich ist man also, wenn man singt oder summt. Was für ein gequirlter Quatsch.

  3. Ihr Neidhammel….

  4. Ne, sind nicht neidisch. Nur hammelig.

    (Für mich zumindest sehr zutreffend, ich bin aus Hamm.) *GRINS*

  5. Ich sing nie auf dem Fahrrad und bin trotzdem glücklich dabei – wohl aus der Art geschlagen. 😉

  6. hmm,
    ich führe Wartungsarbeiten an meinem Rad selbst durch = männlich
    bin (meistens) glücklich beim Fahren, singe aber nicht = unklar
    fahre in der Stadt = weiblich
    ärger mich über andere im Straßenverkehr und blöde Planer = männlich
    führe eine Tasche mit = weiblich

    Insgesamt: Geschlecht unklar.

    Was ist denn bitte die Intention so einer Statistik? Sollen die Damenräder jetzt eher für kurze Stadtfahrten, weniger kaputtbar und mit Korb sein? Und die Männerräder für Landfahrten, mit eingebauter Grüner Welle und Stinkerfinger, dafür leicht selbst zu reparieren (dafür ist Gazelle ja bekannt 😉 )? Und was ist mit den Männern die lieber Damenrahmen fahren und umgekehrt?

  7. @ Marie: Der Sinn dieser Studie (eines Herstellers) liegt schon mal darin, dass der Hersteller jetzt mehr über seine Kunden weiß. Damit kann er zumindest in der Bewerbung seiner Räder schon mal ein paar Punkte gutmachen (-bei veröffentlichten Ergebnissen allerdings kein Wettbewerbsvorteil), aber er kann natürlich in der Tat auch sehen, wo an den Rädern noch was zu optimieren wäre. Oder er kann sich als Wirtschaftsunternehmen einschalten, wenn die Politik mal irgendwas am Verkehr drehen will (etwas, was in Deutschland ja auch munter und erfolgreich getan wird, allerdings nicht von Fahrradherstellern). Die Studie soll bestimmt nicht die Radler selbst ansprechen und sie zum summen oder zur Selbstreparatur animieren.

  8. @ Michael S
    Die Kunden zu kennen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen und die (Verkehrs-) politik in Richtung Fahrrad zu beeinflussen, klar. Gerade die politische Einflussnahme wäre/ist super.

    Unter http://www.gazelle.nl/Onderzoek_De_Fietsende_Hollander sieht die Studie aber anders aus. Da ist der Unterschied zwischen dem Radverhalten von Männern und Frauen eben nur einer von sieben Unterpunkten. Erst der oben verlinkte Artikel macht da ein Frauen sind so, Männer so Ding draus. Und gerade diesen Teil finde ich persönlich eher uninteressant, das habe ich oben versucht deutlich zu machen.

  9. Ein Sinn von sowas ist, dass die Marke, hier eine Fahrrad Urmarke, im Gespräch bleibt, oder ins Gespräch kommt. Und damit entweder bekannt bleibt, oder für Neukunden bekannt(er) wird. V.a. für potentielle Neukunden wirkt sowas u.a. wie „die tun was“ (aber beissen nicht).

    Kurz: Eine Marketingstrategie.
    Aber auch: Suche nach weiteren Anpassungsmöglichkeiten, um das Produkt dem heutigen Kunden noch näher zu optimieren.

  10. Was für andere Themen das Sommerloch ist, ist für’s Radfahren wohl das Winterloch…..

  11. @ Marie: Oh, Danke für die Info. So sehr wichtig war mir das nicht, dass ich da jetzt nachgeschaut hätte 😉 Ist ja leider auch alles niederländisch, also zwar nicht gleich böhmisch, aber doch auch nicht so, dass ich mich da durchkämpfen würde. Wie sind denn die sonstigen Ergebnisse der Studie, kann das mal jemand zusammenfassen?

  12. Ich singe und summe auch auf dem Rad, ich schiebe es auf eine Mischung aus Entspannung (Auto fahren stresst mich um ein Vielfaches) und sich unbeobachtet fühlen.

    Der Ärger über Gegenwind und Idioten ist ausgeprägt, Wartungsarbeiten mache ich, wenn auch widerwillig, wenn es denn sein muss.

    Der Taschenträgeranteil dürfte nicht rein fahrradspezifisch sondern gesamtgesellschaftlich ähnlich ausgeprägt sein…

  13. Die Männer ärgern sich über Rotfahrer? Ach Gottchen … 😉

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