Daniel hat uns auf eine Pressemeldung der Polizei aufmerksam gemacht, die schon einige Tage zurück liegt. Die Meldung im Wortlaut:
„Leichte Verletzungen erlitt eine Radlerin gestern Abend in Hohenschönhausen, nachdem sie von einem Polizeifahrzeug erfasst worden war. Gegen 18 Uhr 10 fuhr das Einsatzfahrzeug der Polizei mit Blaulicht und Sirene die Pablo-Picasso-Straße in Richtung Wartenberger Weg. Als die Beamten mit ihrem Pkw den Kreuzungsbereich Pablo-Picasso- Ecke Falkenberger Chaussee passiert und ihre Fahrt auf der Egon-Erwin-Kirsch-Straße fortgesetzt hatten, streiften sie die Radlerin, die auf dem parallel zur Fahrbahn verlaufenden Radweg unterwegs war. Die 14-Jährige stürzte vom Fahrrad und erlitt leichte Verletzungen. Sie wird sich in Begleitung ihrer Eltern in ärztliche Behandlung begeben. Die Polizisten erlitten einen Schock.“
Pressemeldung der Berliner Polizei # 0635 vom 26.02.2012 – 11:15 Uhr
Gemeint ist sicher die Egon-Erwin-Kisch-Straße und nicht die Kirsch-Straße.
Daniel: „Auch wenn die Polizisten da mit Sonderrechten unterwegs waren frage ich mich ernsthaft, wie die ein radfahrendes Mädchen von einem separaten Radweg abräumen konnten. Da haben sie ja wohl weder die notwendigen Sicherheitsabstände eingehalten, noch überhaupt noch ihre Fahrt im Fahrbahnbereich durchgeführt.
Ich hoffe, dass da wenigstens – so wie bei anderern Verkehrseilnehmern auch – erstmal der Führerschein abgenommen und ein Alkohol- und Drogentest durchgeführt wurde.“
Wenn das Bildmaterial von Google und Bing aktuell ist, dann existiert auf der nördlichen Seite der Kisch-Straße gar kein separater Radweg sondern lediglich auf der südlichen.