Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) startet das bundesweite Projekt Einkaufen mit dem Rad. Ziel der Aktion ist es, die Bedingungen für Rad fahrende Kunden zu verbessern und mehr Menschen zum Einkaufen aufs Rad zu bringen. Die Situation ist gerade in den großen Einkaufsstraßen für Radfahrer schlecht: viel Verkehr auf den Straßen, viel Drängelei auf dem Bürgersteig und gute Abstellplätze für Fahrräder sind mehr als rar. „Der Anteil von Kunden mit Rad kann wirklich gesteigert werden, und es sind in der Regel nicht die schlechtesten Kunden.“ so Maja Spott, Projektleiterein vom BUND. In Berlin werden fünf Einkaufsstraßen modellhaft bearbeitet:
- Schloßstraße in Steglitz
- Karl-Marx-Straße in Neukölln
- Breite Straße in Pankow
- Frankfurter Allee in Friedrichshain
- Bergmannstraße in Kreuzberg
BUND: Einkaufen mit dem Rad
Wenn man möchte, dass mehr Rad gefahren wird, muss man den Radfahrern auch die Möglichkeit geben, das Fahrrad zu parken. Viele Radfahrer werden gezwungen, ihr Rad im verwinkelten Keller oder gar in der Wohnung oder auf dem Balkon abzustellen. Immer noch kommen viel zu wenig Vermieter ihrer Verpflichtung nach, genügend Abstellfläche für Fahrräder bereit zu stellen. Um das Radfahren einfacher zu machen, hat die Stadt Hamburg ab 1993 begonnen, so genannte Hamburger Fahrradhäuschen auf öffentliches Straßenland zu stellen. Das Fahrradhäuschen ist ein meist zwölfeckiger Rundbau aus Stahl und Holz, in dem zwölf Fahrräder Platz finden. Sie werden mit dem Vorderrad an einem speziell dafür entwickelten Drehkarussell aufgehängt; das Einstellen geschieht bequem durch eine zweiflügelige Eingangstür. Das Fahrradhäuschen hat einen Außendurchmesser von etwa drei Metern; die Grundfläche beträgt sechs Quadratmeter. Heute stehen etwa 350 davon in ganz Hamburg. Seit dem politischen Machtwechsel hin zur CDU und der Einstellung der Förderung kommen keine neuen Häuschen hinzu. Obwohl so ein Fahrradhaus mit mehr als 4000,- Euro relativ teuer ist und wegen der notwendigen Versicherungspflicht Jahr für Jahr Kosten entstehen, ist es meines Erachtens sinnvoll, auch in Berlin die Aufstellung von Fahrradhäuschen zu erwägen. In manchem Kiez wären dafür viele Radfahrer dankbar.
Unter dem Titel use a bicycle. Der Lehrling in der Sonne hat der österreichische Künstler Rainer Ganahl zur Ausstellung „cross-border. Fotografie und Videokunst aus dem MUMOK Wien“ im Kunstmuseum Stuttgart einen eigenen Projektraum rund um das Fahrrad entwickelt. Mit seinen Arbeiten knüpft Ganahl an die künstlerische Tradition der Avantgarde um 1910 an, greift in aktuellen „paintings“ zum Thema Fahrradbombe aber auch politische Fragen auf. Der in New York lebende Konzeptkünstler lehrt seit Oktober 2006 als Professor an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart. Auf seiner eigenen Site veröffentlicht Ganahl schräge Fahrradvideos, in denen er freihändig auf seinem Rad fahrend filmt, im dichten Gegenverkehr in Tirana etwa oder in den Straßen New Orleans nach der großen Flut. Die Ausstellung „Cross Border“ ist noch geöffnet bis zum 17. Juni 2007.
Erinnert ihr euch noch an die hübschen Front-Gepäckträger an den 70er Jahre

