Radfahren im Park

Das Radfahren in Berliner Parks ist zur Zeit eine recht komplizierte Angelegenheit. Was zum Beispiel im Tiergarten erlaubt und erwünscht ist, das kann in anderen Bezirken (Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau und Reinickendorf) bis zu 20,- € teuer werden. Nun will der Senat auf die "harten" Bezirke zugehen, da es nicht angemessen sei, Radfahrer – solange sie niemanden gefährden – zur Kasse zu bitten. Bei einer vom Tagesspiegel veranstalteten Umfrage (siehe die heutige Sonntagsausgabe) liegen die Gegner des Radelns im Park mit 53% der abgegebenen Stimmen im diesem Augenblick (Sonntag, 14:00 Uhr) knapp vorn. Also hinsurfen und eine Stimme für das Radfahren in Berliner Parks abgeben!

Abbiegeunfall: Kind tot – 1750,- € Strafe

Am 23. März 2004 hatte ein Sattelzug in Berlin einen neunjährigen Jungen beim Rechtsabbiegen überrolllt und getötet. Der Unfall löste eine breite Diskussion darüber aus, ob Busse und LKWs mit einem weiteren Außenspiegel ausgerüstet werden müssen. Wie der Tagesspiegel berichtet, wurde der Fahrer des Unglückslastwagens nun zu 1750,- Euro Geldstrafe verurteilt.

Rad-Spannerei von oben

So sieht die Rad-Spannerei aus der Luftperspektive aus – im roten Kreis sind unsere beiden Läden in der Admiralstraße zu "erkennen".  150 Meter rechts von uns liegt die Kottbusser Brücke über den Landwehrkanal.

Luftbilder von Eurem Wohnhaus könnt Ihr nun bei  stadtplandienst.de sehen.  Einfach Postleitzahl, Ort und Straße eingeben und abschicken. Auf der Ergebnisseite mit der Karte klickt Ihr dann links bei Zoomstufen auf eine der beiden Luftbildauflösungen.
Rad-Spannerei Luftbild

 

Kreuzberger Bügel in Prenzlauer Berg

Kreuzberger BügelSchlägt die gerade vom Senat gepuschte Radverkehrsstrategie „Auf dem Weg zur FahrRadStadt Berlin“ schon durch? Jedenfalls werden zur Zeit in Prenzlauer Berg an jeder zweiten Straßenecke Kreuzberger Bügel verbuddelt, so wie hier vor dem Pfefferberg in der Schönhauser Allee.

Radfahrerin prallt gegen Autotür

Laut Berliner Morgenpost liegt eine Radfahrerin schwer verletzt auf der Intensivstation eines Berliner Krankenhauses. MoPo: „Am Sonnabend gegen 18 Uhr hatte ein 27jähriger Autofahrer seinen VW Passat an der Bahnhofstraße in Lichtenrade geparkt und die Wagentür geöffnet, um auszusteigen. Dabei übersah er die von hinten kommende 54jährige mit ihrem Fahrrad.“

Die Frau erlitt sehr schwere Verletzungen.

Die Zeitung führt weiter aus, dass nun untersucht werde, ob den Autofahrer ein Mitverschulden trifft.

Kommentar: Für mich als Radfahrer hat die Begegnung mit unberechenbar sich öffnenden Autotüren immer zu den gefährlichsten Situationen geführt, an die ich mich erinnern kann. Ich finde es deshalb unverständlich, dass von vornherein von einer Hauptschuld der Radfahrerin ausgegangen wird und lediglich geprüft wird, ob dem Autofahrer eine Teilschuld zuzurechnen ist.

Fahrradklau am Reichstag und drumherum

StröbeleDer Reichstag wird von einer Welle von Fahrraddiebstählen erschüttert. Nachdem vor einigen Tagen das Rad des grünen Fahrradvorzeigeabgeordneten Hans-Christian Ströbele am Reichstag abhanden kam, wird nun bekannt, dass drei weiteren Abgeordneten ebenfalls das Fahrrad geklaut wurde. Und das trotz der Vielzahl von Überwachungskameras, mit denen das Gebiet um den Reichstag zugepflastert ist! Ströbele: "Ich habe das nicht für möglich gehalten, weil das ein polizeilich besonders überwachter Bereich ist".

Nach den Angaben der Berliner Polizei wurden im Jahr 2004 in Berlin
22 000 Fahrraddiebstähle registriert. Eine besondere Fahrraddiebstahlstatistik für den Reichstag existiert aber nicht.

Berliner Blog-Plan

Berliner Blog PlanHeute mal nix übers Fahrrad und stattdessen einen Link auf die Karte des Berliner S- und U-Bahn-Netzes mit reichlich mehr als 200 Blogs in dieser Stadt Auffällig ist, dass manche Gegenden im Westen praktisch blogfrei sind. 10 Gründe dafür, dass in Deutschland weniger geblogt wird als im Iran, findet man auf diesem englischen Berlin-blog.

Unseren Blog findet Ihr natürlich an „unserer“ U-Bahnstation: Kottbusser Tor. Dort versteckt sich auch der Kreuzberger Bilderblog mit vielen Photos aus Kreuzberg 36.

Und nur drei U-Bahnstationen weiter wohnt Berlins Starblogger Schockwellenreiter und führt seinen Hund um den Blog, äh Block.

Radwege in Berlin

RadwegBerlin hat insgesamt 753 km Radwege, von ihnen sind 265 km benutzungspflichtig, das ist etwa ein Drittel aller Berliner Radwege.

Laut ADFC finden 75 Prozent aller schweren und tödlichen Fahrradunfälle im Zusammenhang mit Abbiegevorgängen finden in Berlin auf Radwegen statt, obwohl nur 10 Prozent der Straßen einen Radweg haben.

50 Antworten auf die Frage: "Warum  fahren Radfahrer nicht oft auf dem Radweg?" findet Ihr auf den Velofahren-Seiten.

Kollektives Radeln zur FU

Weil es für FU-Studis kein Semesterticket gibt, wird das Ticket im Kollektiv umradelt. Um gemeinsam zur FU zu fahren, treffen sich RadfahrerInnen an folgenden Orten:

  1. Hermannplatz Ecke Sonnenallee um 9.00 und um 11.00 Uhr.
  2. U-Bahnhof Warschauer Straße: um 9.00 und um 11.00 Uhr.
  3. Mehringdamm Ecke Yorkstraße: um 9.30 und 11.30 Uhr.

Weitere Infos in der taz.

250 000 zu Sternfahrt in Berlin erwartet

Auch in diesem Jahr veranstaltet der ADFC wieder eine Sternfahrt in Berlin. Am Sonntag, dem 05. Juni 2005 werden zwischen 8:00 und 11:00 Uhr an der Peripherie Berlins 17 Fahrraddemos gestartet. Am Großen Stern im Tiergarten endet die hoffentlich machtvolle Fahrradsternfahrt für die Rechte der Radfahrer.

Berliner Fahrradroutenplaner

Das Programm BBBike versucht, die kürzesten Fahrradrouten in Berlin zu finden. Es sind ca. 3700 von 10000 Berliner Straßen sowie ca. 150 Potsdamer Straßen erfasst (alle Hauptstraßen und wichtige Nebenstraßen). Bei nicht erfassten Straßen wird automatisch die nächste bekannte verwendet.

Hausnummern werden vom Programm zwar nicht erfasst, aber es bietet dennoch eine Reihe von wunderbaren Funktionen. So kann man zum Beispiel den Straßenbelag angeben. Wer Kopfsteinplaster vermeiden möchte, dem reicht ein Klick, um eine pflasterfreie Strecke berechnen zu lassen. Sehr gut ist auch die Darstellung der Route auf der Berlin-Karte.

Berlin: Hack A Bike

Mit dem Frühling in Berlin sind auch die "Call a bike"-Fahrräder der Bahn auf die Straßen zurückgekehrt. Ein Call-Bike kostet immerhin sechs Cent die Minute. Wer eine Bahncard besitzt, bekommt ein Rad für sensationell günstige vier Cent in der Minute, aber es geht noch billiger:

Hack a BikeWie aus einem Call-Bike ein Null-Cent-Hack-Bike für jederfrau und jederman wird, dokumentiert der CCC

Einige Tüftler haben rund zehn Prozent des Call-Bike-Bestandes so verändert, dass sich die Fahrräder nun auch kostenlos nutzen lassen. Wenn ein Hack-Bike wieder abgegeben wird, ist es ganz normal wieder ausleihbar.