Fahrradweg unter einem Solardach auf der Autobahn

Weiter unten wird ein sterbenslangweiliges Video gezeigt. Eine Drohne fliegt kilometerlang entlang einer sechspurigen Autobahn in Südkorea, der Sound ist ein Brei aus Wind- und Propellergeräuschen sowie dem Verkehrslärm, der von unten hinaufbraust. Der Mittelstreifen der Autobahn besteht aus aufgeständerten Solarpanelen.

Bei der Minute 1:09 wechselt wieder einmal das Bild und man erkennt plötzlich, dass der Mittelstreifen in Wirklichkeit ein rege genutzter Fahrradweg ist. Eine Art Treppe oder Rampe scheint zum Mittelstreifen der hier in Hochlage gehaltenen Autobahn zu führen, sodass die Radfahrer den Radweg erreichen können. Die Solaranlagen dienen als Sonnen- beziehungsweise als Regenschutz. Der Radweg auf der Autobahn verbindet die 30 Kilometer entfernten Orte Daejeon und Sejong südlich von Seoul. Schreckensvision oder wegweisende Fahrradinfrastruktur?

treehugger: Bike lane down center of Korean highway is covered with solar panels

15 Gedanken zu „Fahrradweg unter einem Solardach auf der Autobahn

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  1. Das Hauptproblem dieses Radweges dürfte der Lärm und Dreck der daneben fahrenden KFZ sein. Wen das als Radfahrer nicht abschreckt, dürfte glücklich mit dem Radweg werden.

  2. Lärmbelastung, Abgase und dazu noch eine monotone, langweilige Streckenführung. Ich müsste schon einen wirklich guten Grund haben, um dort fahren zu wollen.
    Leider sind diese Punkte, wenn auch nicht so weit auf die Spitze getrieben, in Deutschland auch sehr verbreitet. Meiner Meinung nach würde sich ein ausgeprägtes Radwegesystem abseits der lauten, dreckigen Hauptstraßen, entlang schmaler Grünstreifen und Parkanlagen positiv auf den Radverkehrsanteil auswirken.
    Grüße,
    Markus703352

  3. Nüja, genau so etwas wäre doch ideal, um eben Pendler vom Auto aufs Fahrrad zu bringen. Der Weg wird nicht länger, es sind eher gar keine Touristen, Kinder, Kinderwagen, Hunde, Skater und sonstige Hindernisse der normalen „Radwege“ im Weg. Und man wird nicht so gebraten oder bewässert.

    Was mich bei dieser Ausführung u.a. stört, wäre das ständige Flackern beim Licht, hervorgerufen durch die Unterbrechungen von Dach zu Dach. Klar, Abgase und Lärm sind auch nicht prickelnd. Zumindest gegen den Lärm gibt es aber elektronische Hilfsmittel, wobei ich an die Lärmreduzierer denke und weniger an noch lautere Musik.
    Gegen die Abgase … na ja, Aktivkohlefilter = schwitzschwitzschwitz… nich toll.

    Was mich jedoch sehr stört, ist das Risiko! Autobahnen sind die Orte wo halt massenhaft Schwerlastverkehr unterwegs ist und wenn der verunfallt, werden gerne mal Leitplanen und auch massivere Verbauungen durchschlagen.

    Insgesamt: Hmmm, weiß nicht. 😉

  4. Ich verstehe die Investitionen in solche Fernradwege ohnehin nicht – und dieses Beispiel finde ich eher abschreckend. Aus einer rein volkswirtschaftlich-ökologischen Perspektive ist das Fahrrad am besten auf kurzen bis mittelgroßen Distanzen. Kaum ein Pendler wird bereit sein jeden Morgen eine Distanz von mehr als 10-15km mit dem Fahrrad zurückzulegen. Für viele wäre das ein Fitnessprogramm am Morgen, das sie nicht täglich absolvieren wollen oder können – ganz abgesehen davon dass nicht alle Mitarbeiter am Morgen erst einmal vor der Mitarbeiterdusche Schlange stehen können. Fernradwege haben m.E. in erster Linie einen touristischen Sinn, und ließen sich somit in touristisch ansprechenden Gegenden rechtfertigen. Eine stark befahrene Autobahn zählt da ganz gewiss nicht zu. Aber vielleicht liege ich ja falsch und diese Verbindung wird stark frequentiert – weitere Infos wären da sehr interessant.

  5. Prinzipiell stimme ich Jochens Bedenken zu. Praktisch ist der Weg insofern, als dass er kreuzungsfrei und quasi ein „Abfallprodukt“ der bestehenden Infrastruktur ist, die Monotonie würde _ich_ eher als Vorteil sehen (man hat seine Ruhe beim Fahren).

    @MrPorhtnasim,

    „ist das Fahrrad am besten auf kurzen bis mittelgroßen Distanzen.“

    Definiere kurz/mittelgroß. Die physische wie mentale Beanspruchung ist nicht nur eine Sache der zurückgelegten Kilometer sondern auch wesentlich des Komforts. 20 km auf einem außerortigen (Touri-)-Radweg oder im Verband gefahren sind gern weniger anstrengend als eine 7 km-Pendelstrecke zwischen Mitte und Neukölln.

    Und da sind wir wieder beim beliebten Thema „Das Fahrrad als Verkehrsmittel“. Solange lange Strecken (>10/20 km?) einzig vom touristischen und sportlichen Aspekt gesehen werden, wird es keine Infrastruktur dafür für Alltagsradler geben. Der neue Abschnitt des Schnellroutennetzes zwischen Albertslund und Kopenhagen Zentrum misst 22 Kilometer, das ist eine Pendlerroute.
    Ein paar monotone Radbahn-Routen in Berlin wären mir schon genehm, die sollten bei einer maximalen Ost-West-Ausdehnung von 45 km schon drin sein…

  6. MrPorhtnasim schreibt:
    Dienstag, 14.04.2015 um 17:43

    Fernradwege haben m.E. in erster Linie einen touristischen Sinn, und ließen sich somit in touristisch ansprechenden Gegenden rechtfertigen. Eine stark befahrene Autobahn zählt da ganz gewiss nicht zu.

    Stimmt aber nur teilweise.
    Oft wurden Autobahnen oder Bundesstrassen genau dort gebaut wo schon früher die Handelsrouten lang gingen, z.B. durch Täler oder über Höhenzüge.
    Durchquere z.B. einfach mal das Sauerland abseits von Bundesstrassen. Da kannst Du dich darauf vorbereiten, dass sich die Strecke leicht verlängert aber auf jeden Fall sich die Höhenmeter mindestens verdoppeln.
    So macht es oft schon Sinn auch Radfernwege parallel zu solchen Hauptverkehrswegen zu legen. Sind eben oftmals die komfortabelsten Verbindungen von A nach B. Das nicht nur rein von der Topografie her, sondern oft auch die landschaftlich Reizvollsten.

  7. @ Anke,
    Du hast natürlich völlig Recht. Ich war vielleicht ein wenig voreilig, da ich aufgrund der Bilder davon ausgegangen bin, dass es entlang eines Großteils der Strecke gar keine Wohngebiete gibt. Ich habe das jetzt noch einmal überprüft – und tatsächlich: Ein Großteil der Strecke scheint durch kaum bewohntes Gebiet zu gehen. Das ist natürlich ein eklatanter Unterschied zum Super Cycle Highway in Kopenhagen: Dort sind die ganzen 22 km gesäumt von besiedeltem Gebiet. Das heißt die Strecke ist auch für Pendler Attraktiv, die nur einen Teil der Strecke zurücklegen müssen. Außerdem gibt es in Dänemark ja bereits gute Infrastruktur für Radfahrer. Aber hier in Südkorea wäre das Geld besser in innerstädtische Infrastruktur in Daejeon und Yeongi/Sejong investiert worden. Aber vemutlich war die Cycle Route ohnehin nur ein Beiwerk und in erster Linie ging es um die Förderung der nationalen Solarindustrie.

    Was die Bereitschaft betrifft lange Strecken mit dem Fahrrad zu pendeln konnte ich leider keine verlässlichen Zahlen finden. Aber ich glaube kaum, dass es viele gibt, die bereit wären mehr als 15km pro Richtung zu fahren – auch nicht in Kopenhagen (ich lass mich gerne eines Besseren belehren).

    Für Berlin würde ich mir auch einen Cycle Highway wie den in Kopenhagen wünschen. Natürlich würde das Sinn machen weil es ohne Probleme sinnvol für hunderttausende sein könnte.

    Aber auch hier sind Investitionen in „Radwanderwege“ doch meist nur Blendwerk. Da heißt es dann, der Radverkehr würde gefördert werden, aber in erster Linie geht es um Investitionen in den Tourismus (was ja nicht grundsätzlich falsch sein muss).

  8. Als Genussstrecke ist das nicht gedacht oder nutzbar und bei meinem kurzem Arbeitsweg rolle ich inzwischen auch lieber durch den Park. Aber, wie Anke sagt, vergrößern solche Strecken den möglichen Radius ganz erheblich durch weniger Kreuzungen, Steigungen und Umwege. Außerdem würde ich annehmen (und hoffen), dass es einen seitlichen Schall- und Windschutz gibt. Wechselnde Winde nicht mehr berücksichtigen zu müssen, dürfte hier ein wesentlicher Vorteil sein, denn es macht längere Pendelstrecken viel leichter planbar. Auf der anderen Seite dürften die Mehrkosten eine solche Fahrradstraße gleich mit anzulegen ziehmlich vernachlässigbar sein. Ich nehme an, auf dem Mittelstreifen im Video fahren auch Mofas, zumindest wäre es sinnvoll.

    Alles in allem zum Pendeln besser geeignet als, sagen wir, an Bundesstraßen verlaufende Radwege an denen man die genannten Vorteile eher nicht hat.

  9. Da zu radeln ist ja eine absolut gruselige Vorstellung!

  10. @MrPorhtnasim,

    „Aber ich glaube kaum, dass es viele gibt, die bereit wären mehr als 15km pro Richtung zu fahren“

    Damit wirst du Recht haben. Aber die 15 km klingen doch gut und decken außerhalb des Dörferclusters Berlin größere Städte/Siedlungsgebiete ab.

    „Aber auch hier sind Investitionen in “Radwanderwege” doch meist nur Blendwerk.[…]“

    Volle Zustimmung, aber was druckt der ADFC sonst in sein Extrablatt mit den tollsten Ausflugsrouten? Im Sommer wird die lächerliche „Mit dem Rad zur Arbeit“-Aktion promotet und damit ist man augenscheinlich der Meinung, irgendwas für den Radverkehr getan zu haben…*augenroll*

  11. Schreckensvision oder wegweisende Fahrradinfrastruktur?

    Ich sehe das pragmatisch. Die Mitte einer Autobahn ist nun wirklich nicht schön, man hätte den Weg auch hinter einer Lärmschutzwand an der Seite führen können. Aber da es ohnehin die eine oder andere Schneise gibt (Autobahn, Bahnlinie, Flüsse), könnte man auch hierzulande viele Wege dort entlangführen. Vorteil ist, dass man weniger Umwege fährt und weniger Kreuzungssituationen ausgesetzt ist.

  12. „Längere“ regelmäßige/tägliche Radfahrstrecken – ja, was ist „länger“? Wenn Menschen ganz zu Anfang komplett umsteigen und es überhaupt nicht gewohnt sind jeden Tag aufs Rad zu schwingen und auch selbstverständlich eben mal mehr als 10 Minuten zu fahren, sind bereits 10km lang und die Bedenken „Puh! Bist du mutig, das würde ich niiieee schaffen“ sind total normal. Wenn diese Leute aber erstmal 2 Wochen durchgehalten haben, stellen sich die Gewöhnungseffekte ein und es dauert nicht lange bis über „nur 10km?“ gelacht wird.

    Es ist eine Frage der Gewöhnung und richtigen Herangehensweise. Und damit stimme ich absolut zu, wenn man gar nicht erst die Möglichkeiten für „längere Stercken“ schafft, wird sich da auch eher kaum etwas verändern (können).

    Mich kotzt z.B. an, wie mit der Riesenchance des Ruhrradschnellwegs bereits im ersten Planungsstadium umgegangen wird. Der wird nicht mehr als Pendlerweg geplant, sondern als Touristenradweg der auch ein wenig für Kurzstrecken-Genuss-Radfahrer geeignet sein könnte. Das wird m.E. auf einem großen Teil der Strecle, ein Reinfall sondersgleichen.

    So wird bereits beginnend am östlichen Start auf einer Trasse geplant, die baulich viel zu schmal und nicht zu erweitern sein wird, offen geführt gegen die Hauptwindrichtung, mit erheblichen Umwegen. Dann geht es weiter auf einer alten 1-spurigen Bahntrasse, mitten durch Wohngebiete und schlägt erneut erhebliche Haken und soll auch Einkaufszentren miteinander verbinden. Man hofft zudem zukünftig auf Radtouristen, die sich sowas gerne mal anschauen wollen…

    Pendler brauchen komfortable Alternativen und v.a. zuverlässige Verbindungen. Das „zuverlässig“ sich bitte dreimal fett unterstrichen vorstellen.
    Streckenführungen wo man sich mit bummelnden und unkonzentrierten Radtouristen, Skatern, Hundeausführern, spielenden Kindern, Spaziergängern aller sonstigen Arten, typischen Hinterlassenschaften rumhängender Jugendlicher etc. pp. konfrontiert sieht, sind eben nicht komfortabel, nicht zuverlässig und somit eben keine Alternative und kein Anreiz vom Autos aufs Rad umzusteigen.

  13. @Jochen
    bzgl. Ruhrradschnellweg:
    Eine zu schmale und nicht erweiterbare Ausführung mit Umwegen ist natürlich bescheuert, aber entlang einer ehemaligen Bahntrasse durch Wohngebiete (wenn kreuzungsfrei) klingt doch gut, und wenn Einkaufszentren mit angebunden werden (ohne große Umwege) ist das doch auch nicht unbedingt schlecht (Angestellte/Kunden). Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

  14. 10 km schafft eigentlich auch der, der nur am Wochenende mal aufs Rad steigt. Das halte ich sogar für eine relativ durchschnittliche Freizeitstrecke.

    Einige haben es ja schon auf den Punkt gebracht: 10 km auf einer angenehmen, weitgehend kreuzungsfreien Strecke sind nicht anstrengend, 10 km in der Stadt – jedenfalls so, wie man sie heute vorfindet – schon.

    Ein in meinen Augen gutes Beispiel ist die Strecke neben der Autobahn von Neukölln nach Schönefeld oder der Kronprinzessinnenweg im Grunewald. Wenn man diese Strecken mal bewusst fährt und auf den Tacho schaut, sieht man, dass mittlere Entfernungen fast keiner Anstrengung bedürfen, wenn man sein Tempo frei wählen kann und nicht ständig mit Vollbremsungen rechnen muss.

  15. MrPorhtnasim, es klingt genau dann gut, wenn man vergisst worum es bei dem Projekt eigentlich, oder soll ich lieber sagen angeblich geht. Es wurde lautstark angekündigt, damit PENDLER vom Auto aufs Fahrrad zu holen, um damit die chronisch überlastete Strecke der A40 durch das Ruhrgebiet bzw. halt alle Ost-West Pendlerstrecken jener Gegend, zu entlasten. Plus weiergehende Synergieeffekte, die aber nachgeordnet sein sollen.

    Nun führt die A40 nur bis Dortmund und nicht darüber hinaus, aber es war den kommunalen Marketingstategen wohl shnell klar, hier liegt Potential für Tourismuswerbung, also müssen möglichst viele mit dabei sein. Die Strecke soll also üebr Dortmund hinaus, über Wickede, Unna-Königsborn-Kamen-Bergkamen bis Hamm geführt werden.
    Und wie durch Zufall, hat man dann die AGFS offenbar federführend in die Planungen mit eingebunden, einen kommunalen Lobbyverein, der vorgeblich etwas für die Förderung des Radverkehrs und auch für Fußgänger tut (ich kann das noch nicht erkennen – geht m.E. nur um Marketing und das Abgreifen von Fördergeldern).

    Ich selber fahre viele Male im Jahre aus dem Norden von Hamm kommend über Kamen und Unna-Massen und also müsste der Verlauf für mich ja wie gemacht sein. Ich bin das dann mal abgefahren und allein mein Weg bis Kamen war 2,5km länger. So wahnsinnig supertoll können die aber keinen Weg bauen, daß ich die Strecke über 2km/h mehr Schnitt wieder reinholen könnte. Und bis Unna-Massen wäre der Umweg nochmals drastisch größer.
    Der mit Blick auf eine Landkarte weitaus bessere Weg ist gar nicht erst als Alternative überlegt worden. Nein, man nimmt lieber gleich bereits existierende touristische Rad(fern)wege wie die Römerroute oder den Klöcknerbahnweg, um sich auf dem Weg einen Ausbau der überwiegend aus billigen, minderwertigen Knirschwegen bestehenden touristische Infrastruktur aus Landesmitteln fremdfinanzieren zu lassen.

    Nachdem ich mir bereits nur das kurze Stück hier sozusagen vor meiner Haustür, angeshaut hatte, war mir klar, es ist nicht für längere Pendeklstrecken geeignet, sondern nur für kurzes Stadtteil-zu-Stadtteil hüpfen.

    Dann der Verlauf an sich durch Wohngebiete über eine ehemals einspurige Güterzugstrecke. Man bedenke bitte mit welchen selbst vorgegebenen Mindest(!)anforderungen die Geschichte laufen soll. 2x2m breite Radwege, dazu durch einen Grünstreifen getrennt einen mind. 1m breiten Gehweg.
    So, der erste Abschnitt bis Bergkamen-Rünthe würde über den Kanaldamm zwischen Lippe und DHK verlaufen… Platz? Guter Witz. Dann landwirtschaftlich genutzte Wege, mit allen sich hieraus ergebenden Nachteilen (Bauernglatteis, Taktoren), dann schöne enge Kurven, nicht ausbaufähig und alles immer schön mit zunehmend vielen Genussradlern bevölkert (hier sind jeden Tag immer größer werdende Gruppen von bepedelecten Rentnern zu beobachten).

    Die Wohngebiete und die Bahntrasse. Dieser Raum ist bereits heute vergeben, an dort spielende Kinder, Spaziergänger mit und ohne Hunde, mit und ohen kleine Kinder, mit und ohne Kinderwagen.

    Sollte irgendjemand glauben oder behaupten wollen, die vielen Menschen, die dies heute schon nutzen, würden zukünftig von den bestens asphaltierten 2x2m breiten Radwegen wegbleiben und sich auf den schmalen Gehweg drücken… sollte sich mal ernsthaft Gedanken über die Gesundheit des eigenen Geisteszustandes machen.

    Der Verlauf von Unna-Massen kommend über Wickede nach Dortmund hinein, wird an der S-Bahn entlandlaufen. Wer die Strecke kennt, ahnt welch böser Streich das wird. Da geht es an Kleingärten vorbei, Friedhöfen, enge verwinkelte Wohnstraßen und fast überall ist mit maximal 3m Breite zu rechnen.

    Das Projekt wird toll, weil es toll werden muss. Also wird es toll sein. Aber es wird nicht ansatzweise das sein, was man dem lieben Volk vorher vorgeblubbert hatz und es wird nicht das leisten können, wofür es angeblich da sein soll. Es wird keine Mengen von Pendlern vom Auto aufs Rad bringen.

    Mal schauen, ich träume davon den geplanten Verlauf mal abzufahren und ihn mit vielen Fotos zu dokumentieren, damit man einen Eindruck bekommt, auf was für einen Beschiss es in vielen Teilen hinauslaufen wird.

    Okay, es wird besser sein als vorher, aber es wird eben auch nicht wirklich gut sein. Und das wird alle zukünftigen Projekte damit schwer belasten, denn es wird heißen „die 180 Mio haben ja da schon nicht viel gebracht“.

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