Falschparker-App „Straßensheriff“ sucht Crowdfunding-Kapital

Das Berliner Start-Up „Agentur für clevere Städte“ will eine kostenlose App „Straßensheriff“ im kommenden Jahr für die Betriebssysteme iOS und Android auf den Markt bringen. Mit der App kann man ein Foto eines Autos machen, das den Fahrradverkehr behindert. Die App speichert zusätzlich Datum und Uhrzeit sowie die GPS-Kordinaten. Alle diese Infos werden dann in ein pdf-Dokument umgewandelt und per Mail an die Polizei geschickt.

Für die Finanzierung der App setzt das Start-Up auf Crowdfunding. Insgesamt sollen so 59.000 Euro zusammenkommen. Für die ersten 33.000 € sollen die Rechtsfragen geklärt und eine Basis-Version der App für das Betriebssystem Android entwickelt werden. Für weitere 26.000 € werden dann aufgebohrte Apps für Phone und Android geliefert, inclusive der „Message-Funktion, um den Autos nette Nachrichten zu schicken“. In den ersten Tagen ist ein Kapital von 1.090 € zugesichert worden, es bleiben noch weitere 42 Tage, um das Funding-Ziel zu erreichen.

Straßensheriff
Straßensheriff bei Startnext
Straßensheriff bei Facebook
(Dank an Gerrit für den Hinweis.)

180-Euro-Fahrradschloss nach zehn Sekunden geknackt

Das Fahrradschloss TiGr Lock wird als heiliger Gral unter den Schlössern beworben. Gegen die Titanlegierung sollen auch Diebe mit schwerem Bolzenschneider chancenlos sein. Das sagt jedenfalls der amerikanische Hersteller TiGr und beruft sich auf ein Testlabor ART®, das die Schlösser getestet und zertifiziert hat. In Deutschland wurde das Fahrradschloss vom Versandhändler manufactum verkauft.

Die Stiftung Warentest hat drei TiGr-Schlösser mit einer Breite von 19 Millimeter gekauft und getestet. Ergebnis: keines der Schlösser überlebte einen Angriff mit einem Bolzenschneider länger als zehn Sekunden. Mit einer Metallsäge war das Schloss nach 90 Sekunden geknackt. „Sperr-Müll“ statt Sicherheitsfeature, urteilt die Stiftung Warentest.

Das Kaufhaus manufactum reagierte schnell und kundenfreundlich. Kunden, die das Schloss in einem der Warenhäuser des Anbieters gekauft haben, sollen sich melden, die Online-Käufer werden angeschrieben. Allen Käufern soll das Geld erstattet werden. Aus dem Webshop ist das fehlerhafte Fahrradschloss bereits verschwunden.

Stiftung Warentest: Fahrradschloss TiGr Lock: Der „Heilige Gral“ fliegt aus dem Sortiment

Wenn die „Bild“ über Radfahrer schreibt …

Radfahrer sind ein Phänomen. Ständig verursachen sie neue Riesenprobleme, von denen man vorher noch nie gehört hat, die nach Bekanntwerden aber umgehend gelöst werden müssen. Wer erinnert sich nicht an die Zeit, in der VerkehrsAutominister Ramsauer das Wort „Kopfhörer“ in den Raum rief und dieses Thema monatelang die Diskussion beherrschte. Die Bild-Zeitung hat nun das Problem Zweite-Reihe-Radfahrer ausgemacht. Tenor: Auf manchen Straßen fahren so viele Radfahrer, dass sie nicht mehr auf den Radweg passen oder auf der Fahrbahn in zwei Reihen fahren. Das wiederum ist verboten, so lange dadurch „der Verkehr“ behindert wird – also in solchen Straßen eine Minderheit an Autofahrern, die genötigt werden, die rechte Spur zu verlassen oder mal etwas langsamer zu fahren.

Tatsächlich hat der Gesetzgeber bei der Regelung, Radfahrer dürften nur so lange nebeneinanderfahren, wie „der Verkehr“ dadurch nicht behindert würde, wohl eher eine damals übliche Situation im Auge gehabt, nämlich eine geringe Anzahl an Radfahrern, die nebeneinanderfahrend den Autoverkehr aufhalten würden. Das Verbot passt aber nicht in Straßen, in denen so viele Radfahrer unterwegs sind, dass sie schon rein physisch nicht mehr hintereinanderpassen. Und es ist ungerecht gegenüber Radfahrern, die genau wie Autofahrer von A nach B kommen wollen, ohne dabei kriminalisiert zu werden. Die Bildzeitung schreibt von „Riesenradwegen“ in Berlin, die nicht ausreichen, um allen Radfahrern Platz zu bieten, übersieht dabei aber, dass es wohl keinen einzigen straßenbegleitenden Radweg gibt, der auch nur die Breite einer Fahrspur hat. Und in vielen Straßen stehen den Autos davon sogar mehrere zur Verfügung.

Und, was darf nicht fehlen, nachdem man so über die Radfahrer gemeckert hat? Genau – ans Ende eines solchen Artikels stellt man dann die Unfall- und Totenzahlen. Der aufmerksame Leser wird es sich schon so zurechtreimen, wie es gemeint ist – nämlich dass Radfahrer durch Fehlverhalten oder Zweite-Reihe-Fahren all ihre Unfälle selbst verschulden.

Bild: Zweite-Reihe-Radler verstopfen die Stadt (25.9.2013)

Tout Terrain Loops XL

Mit dem Loops XL stellt die Firma Tout Terrain einen zweisitzigen Fahrradanhänger vor, der ein wenig anders ist als gewöhnliche Zweisitzanhänger. Die zu transportierenden Kinder befinden sich in einer transparenten Kapsel mit selbsttragendem Dach und großem Kopfraum. Die Sitzpositionen sind mehrfach verstellbar und bieten auch eine Liegeposition. Der rund um die Kapsel verlaufenden Rahmen soll einen Rundumschutz bieten bei einem Aufprall. Der Kinderanhänger besitzt eine ölgedämpfte Federung mit 75mm Federweg. Und schließlich passt der Anhänger mit einer Breite von weniger als 80 Zentimetern durch alle Standardtüren und Aufzüge und lässt sich auch auf Rolltreppen nehmen. Eine multifunktionelle Deichsel sorgt dafür, dass man den Kinderanhänger in Sekunden zum Kinderwagen oder Jogger umbauen kann.

Ein Preis für den Kinderanhänger Loops XL ist noch nicht bekannt.
Tout Terrain Blog

Leuchtende Zebrastreifensymbole gegen Abbiegeunfälle?

Fußgänger und Radfahrer (auf dem Radweg) haben eines gemein: Im Kreuzungsbereich unterliegen sie bei grüner Ampel einem relativ hohen Unfallrisiko, verursacht durch unachtsam abbiegende Fahrzeuge. Im Jahre 2012 gab es in Berlin 484 Unfälle mit Fußgängern durch falsches Abbiegen, Radfahrer verunglückten auf diese Weise gleich 1485 mal. Zum Vergleich: Durch die Missachtung der Ampeln verursachten Radfahrer im selben Zeitraum 201 Unfälle.

Der Berliner Senat will die Unfallgefahren für Fußgänger im Ampelbereich minimieren und hat daher in den letzten Jahren einige Versuche durchgeführt. Neben einigen Kreuzungen mit Rundum-Fußgängergrün, bei dem Fußgänger auch diagonal laufen können, blinken an einigen Stellen testweise die Ampeln, um die herannahende Rotlichtphase anzukündigen. Da aber Sekundenanzeigen, die signalisieren, wie lange der Fußgänger noch zu warten hat, viel zu gefährlich sind, startet der Senat nun die nächste Testphase. Ein Symbol ähnlich einem Zebrastreifen, dessen nach und nach weniger werdende Balken das nahende „Rot“ ankündigen, soll Fußgänger sicherer über die Ampel bringen.

Wenn umgestaltete Fußgängerampeln geeignet sind, die Hauptgefahr im Kreuzungsbereich – das ist wie gesagt die der unvorsichtig abbiegenden Fahrzeuge – zu verringern, dann können auf dem Radweg fahrende Radfahrer hoffen. Vielleicht werden ihre Ampeln eines Tages auch umgestaltet: Wie wärs zum Beispiel mit einem weiß leuchtenden Kreis um die Ampelfarbe herum? Oder mit quadratischen statt runden Leuchtscheiben?

Es besteht Hoffnung, dass Märchen wahr werden: Fußgänger sind bei grüner Ampel sicher und Radfahrer auf dem Radweg auch.

Tagesspiegel vom 20.9.2013: Berlin testet neue Count-Down-Ampeln

Freitag, 20. September: PARK(ing) Day in der Stargarder Straße / Prenzlauer Berg

Am kommenden Freitag ist PARK(ing) Day, ein weltweiter Aktionstag in Dutzenden Ländern auf sechs Kontinenten, an dem Parkplätze temporär zu Parks, Stränden, zu Orten der Begegnung und des Austauschs werden. In Berlin wird die Stargarder Straße links und rechts der Pappelallee der Ort, wo sich viele Aktionen zum PARK(ing) Day konzentrieren. Die Stargarder ist einerseits zwar eine recht quirlige Straße mit buntem Angebot an Einzelhandel und Gastronomie, andererseits wird sie durch Parkplätze ohne Ende von parkenden Autos dominiert. Am PARK(ing) DAY holen sich die Menschen für einen Tag Teile der Straße zurück und verwandeln sie in lebendige Stadtplätze.

PARK(ing) DAY Berlin
PARK(ing) DAY (internationale Seite)

Radfahrer stößt mit Wildschwein zusammen

„In der vergangenen Nacht kollidierte ein Radfahrer in Friedrichshagen mit einem Wildschwein und verletzte sich dabei schwer. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 42-Jährige gegen 1.50 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem gemeinsamen Rad- und Gehweg der Schöneicher Landstraße in Richtung Schöneiche unterwegs, als unvermittelt ein Wildschwein aus dem Wald herauskam. Der Radler prallte mit dem Schwein zusammen und stürzte. Er kam mit einem Schlüsselbeinbruch sowie Prellungen und Schürfwunden zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Das Borstentier blieb offensichtlich unverletzt und lief in den Wald zurück.“

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 2411 vom 17.09.2013 – 08:45 Uhr

Senat will Radfahrer besser zählen

Als der Berliner Senat im März diesen Jahres die neue Radverkehrsstrategie für die Bundeshauptstadt vorstellte, präsentierte er einen bunten Reigen von Absichtserklärungen und Zielen. Was aber fehlte, waren harte und aktuelle Fakten zum Fahrradverkehr. Stattdessen griff man bezüglich des Anteils des Radverkehrs an allen Wegen der Berliner Wohnbevölkerung auf Zahlen von 2008 zurück.

Diese Peinlichkeit will sich der Senat in Zukunft ersparen und gibt deshalb Geld für automatische Fahrradzählstellen aus. Bereits vor einem Jahr wurden testweise zwei Anlagen installiert, ohne die Öffentlichkeit zu informieren, wie der Tagesspiegel heute berichtet. Eine Zählstelle ist auf der Fahrradbrücke über den Alemannkanal installiert. Dieser Radweg in Spandau ist Teil des Radweges Berlin-Kopenhagen und wird vermutlich von mehr Radtouristen als von Alltagsradfahrern befahren. Die zweite Zählstelle liegt ebenfalls auf einem fahrradtouristischen Hotspot. Der Schwedter Steg zwischen dem Mauerpark und der Behmstraße ist Teil des Mauerradwegs und Teil des Radwegs Berlin-Usedom. Laut Tagesspiegel waren die Senatsplaner davon ausgegangen, „dass hauptsächlich Touristen die vor 15 Jahren eröffnete Fußgängerbrücke über die Gleise am Nordkreuz nutzen.“ Aber man erlebte eine Überraschung. Der Schwedter Steg wird unter der Woche von 1.500 bis 2000 Radfahrern pro Richtung und Tag befahren, am Wochenende pedalieren jedoch nur ungefähr 500 den Schwedter Steg. Diese Zahlen und der Fakt, dass die Verkehrsspitzen am frühen Vormittag und in den Nachmittagstunden liegen, sprechen dafür, dass der Steg vorwiegend als Pendlerstrecke von Berliner Radfahrern genutzt wird.

Im Jahr 2014 will der Senat die Zahl der automatischen Radfahrerzählstellen auf insgesamt 12 stationäre Geräte ausweiten. Wo die Zählstellen installiert werden steht noch nicht fest. Der Tagesspiegel: „„Richtig spannend“, so ein Planer, wäre eine Installation im Straßenzug Unter den Linden / Straße des 17. Juni. Dies dürfte aber an technischen Schwierigkeiten scheitern, da die Wege für Radler dort zu breit sind und Gefahr besteht, dass Autos mitgezählt werden.“

Dort, wo der Senat bisher manuell die Radfahrer gezählt hat, wurden starke Anstiege des Radverkehrs festgestellt. An der Kreuzung Blücher- / Zossener Straße hat sich die Zahl der Radfahrer von 2001 bis 2011 verdoppelt. Im nächsten Jahr 2012 schnellte der Radverkehr dort um weitere 20% nach oben. Inzwischen geht man im Senat davon aus, dass der Anteil der Radfahrer innerhalb des S-Bahnrings bei 25% liegt.

Tagesspiegel: Jeder Radler zählt

Die Fahrrad-Black-Box Rideye

Immer mehr Radfahrer nehmen ihre Fahrten aus Gründen der Beweissicherung bei Unfällen und anderen Verkehrskonflikten auf Video auf. Eine US-Firma will deshalb eine Art Black Box für das Fahrrad für einen Preis von 149,- Dollar anbieten. Auf Kickstarter werden dafür in den nächsten 32 Tagen Unterstützer gesucht.

Rideye besteht aus einer Minikamera mit Ultraweitwinkel und einer Auflösung von 1280 x 720 Punkten. Ein einziger Knopfdruck reicht aus, die Kamera zu starten. Automatisch werden dann die letzten sechzig Minuten gespeichert. Nicht ganz klar ist mir die zusätzliche Funktion des Accelerometers. In den FAQ wird sie so beschrieben: „Rideye verwendet einen internen Beschleunigungsensor, um seine Orientierung relativ zum Boden zu bestimmen. Wenn Rideye erkennt, dass das Rad umstürzt, wird die Aufnahme beendet und die Videodatei gespeichert.“ Ist es nicht gerade besonders sinnvoll, die Momente nach einem Unfall im Videobild festzuhalten?

Rideye
Rideye bei Kickstarter

Neue Critical-Mass-Berlin-Homepage

Seit einigen Tagen existiert eine neue Homepage zur Critical Mass in Berlin. Unter
http://www.critical-mass-berlin.de/
sollen in Zukunft alle Infos und Termine zur Freitags-CM am letzten Freitag des Monats ab Heinrichplatz und zur Wochenenend-CM am ersten Sonntag des Monats ab Brandenburger Tor erscheinen. Der private Betreiber legt Wert darauf, dass er nicht Veranstalter der Critical Mass Berlin ist, logisch, eine CM hat schließlich keinen Veranstalter. Zusätzlich finden sich auf der neuen Homepage eine Presserückschau zur Berliner Critical Mass und allgemeine aktuelle Tourentipps.

Die alte CM-Homepage unter
http://cmberlin.blogsport.de/
wird nicht mehr aktualisiert. Schade eigentlich, denn auf dem alten Internetauftritt war es immerhin möglich, zu diskutieren, was auf der neuen Homepage nicht geht.

Ein Gutteil der Diskussion um die Berliner Critical Mass findet auf der
Facebook-CM-Berlin-Seite
statt. Dort war auch zu lesen, dass die Letzte CM am 30. August mit etwa 360 Teilnehmern rekordverdächtig groß war. Neu war auch eine „ausgesprochen kooperative Rennleitung“, die Verirrte wieder zurück zur Strecke gelotst haben. Das ist in der Tat eine gute Nachricht, denn in der Vergangenheit hat die Polizei häufig genug zum Mittel der Schikane gegriffen, um der CM Herr zu werden.

Erhöht reflektierende Kleidung die Sicherheit von Radfahrern?

Es gibt keinen Beweis, dass das Tragen von fluoreszierender, reflektierender oder anderweitig auffallender Kleidung zu einer Verminderung des Unfallrisikos führt. Das ist die überraschende Erkenntnis einer umfassenden Studie der Universität Nottingham von September 2012. Für die Studie wurden die Daten von Radfahrern, die in einen Unfall verwickelt waren, verglichen mit der Gruppe von unfallfreien Radlern. Das Datenmaterial wurde um Faktoren wie Risikoprofil einer Strecke, persönlichen Eigenschaften etc korrigiert.

In der Schlussfolgerung der Studie heißt es: „This study was designed to assess the effect of conspicuity aid use on the risk of crash for commuter and utility cyclists. A slightly greater proportion of cases than controls reported using conspicuity aids. There was therefore a raised odds ratio of collision crash involvement for those using conspicuity aids even after adjustment for a large number of important confounders. The study results do not demonstrate a protective effect as expected given previous work testing the effects of such aids on drivers’ awareness of cyclists and pedestrians. This study demonstrates the importance of understanding why many cyclists remain at risk of collision crash resulting in injury despite the use of conspicuity aids.“

„Die Studie wurde konzipiert, um die Wirkung des Gebrauchs reflektierender Kleidung auf das Unfallrisiko von Radfahrern zu beurteilen. Eine leicht höherer Anzahl von Testpersonen als die Kontrollgruppe benutzte Sicherheitswesten oder ähnliches. Es gab daher ein erhöhtes Kollisionsrisiko für Radfahrer mit Warnkleidung, sogar nach der Einbeziehung einer großen Zahl wichtiger Störfaktoren. Die Ergebnisse der Studie beweisen nicht eine schützende Wirkung, wie sie nach früheren Studien erwartet wurden, die die Wirkung reflektierender Kleidung auf Kraftfahrer hinsichtlich der Wahrnehmung von Radfahrern und Fußgängern testeten. Die Studie zeigt, wie wichtig es ist zu verstehen, weshalb das Unfallrisiko trotz reflektierender Elemente nicht automatisch sinkt.“

Universität Nottingham: The Use Of Conspicuity Aids By Cyclists And The Risk Of Crashes Involving Other Road Users: A Population Based Case-Control Study. (pdf-Dokument)
Fietsberaad: Geen bewijs voor effectiviteit reflecterende kleding

Friedrichshain-Kreuzberg will Kopfsteinpflaster-Straßen mit Radstreifen bauen

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will die Mittel für Verkehrsinvestitionen in den nächsten Jahren kostenneutral umschichten. Wegfallen sollen diverse Fahrbahnerneuerungen in Ritterstraße, Holzmarktstraße und Koppenstraße.

Gebaut werden sollen für das eingesparte Geld asphaltierte Fahrradstreifen in der Reichenberger in Kreuzberg sowie in Mainzer und Gärtner-, Jung- und Niederbarnimstraße in Friedrichshain. Alle diese Straßen haben zur Zeit Kopfsteinpflaster über die gesamte Straßenbreite. In Friedrichshain soll durch den fahrradfreundlichen Ausbau von Gärtnerstraße und Mainzer Straße eine neue Nord-Süd-Achse vom Rudolfkiez in Friedrichshain nach Lichtenberg geschaffen werden.

Geplant sind außerdem Fahrradabstellplätze zu Lasten von PKW-Stellplätzen, etwa vor der Markthalle Neun in der Eisenbahnstraße.

Berliner Morgenpost: Radstreifen statt Fahrspuren