Freitag, 20. September: PARK(ing) Day in der Stargarder Straße / Prenzlauer Berg

Am kommenden Freitag ist PARK(ing) Day, ein weltweiter Aktionstag in Dutzenden Ländern auf sechs Kontinenten, an dem Parkplätze temporär zu Parks, Stränden, zu Orten der Begegnung und des Austauschs werden. In Berlin wird die Stargarder Straße links und rechts der Pappelallee der Ort, wo sich viele Aktionen zum PARK(ing) Day konzentrieren. Die Stargarder ist einerseits zwar eine recht quirlige Straße mit buntem Angebot an Einzelhandel und Gastronomie, andererseits wird sie durch Parkplätze ohne Ende von parkenden Autos dominiert. Am PARK(ing) DAY holen sich die Menschen für einen Tag Teile der Straße zurück und verwandeln sie in lebendige Stadtplätze.

PARK(ing) DAY Berlin
PARK(ing) DAY (internationale Seite)

8 Gedanken zu „Freitag, 20. September: PARK(ing) Day in der Stargarder Straße / Prenzlauer Berg

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  1. Ist das dort auf freiwilliger Basis oder werden temporäre Parkverbotsschilder aufgestellt?

    Eine schöne Aktion jedenfalls, die auf ein unterschätztes Problem aufmerksam macht.

    Viele Probleme, auch beim Radfahren, entstehen erst durch Parkplätze – beispielsweise wenn Fahrbahnen dadurch eine so ungünstige Breite erhalten, dass Radfahrer in der Regel nah überholt werden.

    Überhaupt ist die Fahrbahnbreite ein interessantes Thema, da sie erheblichen Einfluss aufs Überholverhalten hat. Manche enge Straße kann man durch mittiges Fahren sperren, aber ab einer bestimmten Breite wirkt das eher provokativ.

    Generell müssten Parkplätze auch nach ihrem Einfluss auf das Fahrgefühl der Radfahrer bewertet werden. Aber auch dort, wo Fußgänger kaum mehr laufen können, verbieten sich Parkplätze.

    Verkehr vor Parken!

  2. Geparkte Autos am Fahrbahnrand und ganz besonders zwischen Zwangsradwegen und Fahrbahn behindern die Sicht und verstellen Ausweichspielräume. Beide Faktoren zusammen haben bei mir kürzlich zu einem schweren Unfall mit einem von links über den Radweg in einen Hinterhof einbiegenden PKW geführt.

    Parkplätze sollten – wo immer möglich – von der Straße weg verlegt werden!
    PARK(ing) DAY ist deshalb eine begrüßenswerte Aktion.

  3. Ist das dort auf freiwilliger Basis oder werden temporäre Parkverbotsschilder aufgestellt?

    Mir ist nicht klar, was Du mit „freiwilliger Basis“ meinst. Aber Parkverbotsschilder bzw. irgendeine Art von Genehmigung gibt es für Parkingday-Aktionen nicht. Ebensowenig einen Veranstalter.

    Es wird einfach ein Tag pro Jahr als weltweiter Parkingday festgelegt und wer dann Lust hat, mitzumachen, macht aus irgendeinem beliebigen Parkplatz für möglichst lange Zeit einen Park oder eine kleine Begegnungsstätte.

    Wenn sich dann sozusagen zufällig ein paar Leute vorab zusammenfinden, die mitmachen wollen, kommt es dann aber zu solchen lockeren Verabredungen bezüglich eines bestimmten Orts, wie jetzt z.B. die Stargarder Straße.

    Da Fahrbahnen und Parkplätze dem Fahrzeugverkehr gewidmet sind, stellen Parkingday-Aktionen in den Augen der Ordnungshüter oft eine über den Gemeingebrauch hinausgehende Nutzung dar. Da braucht es dann u.U. etwas Glück und Charme, um ggf. anrückende Ordnungshüter zu überzeugen, mal Fünfe grade sein zu lassen (in der Fachsprache: vom Opportunitätsprinzip Gebrauch zu machen).

    Eine kleine juristische Argumentationsgrundlage für die Legalität könnte man allerdings möglichwerweise herstellen, indem man auch ein Fahrrad in seinen Park integriert. Denn Parkplätze sind m.W. in den entsprechenden Verordnungen dem „Fahrzeugverkehr“ gewidmet. Also Fahrrädern nicht weniger, als Kraftfahrzeugen.

    Das Kaufen eines Parkscheins ist da eher symbolischer Natur, (wenn man kein Fahrzeug parkt. Ein Fahrrad bräuchte einen. Zwei Fahrräder wohl zwei.). Ob man seinen Park also in einer Zone mit Parkraumbewirtschaftung aufbaut oder auf einem kostenlosen Parkplatz ist m.W. für die Frage der Legalität der Aktion ohne juristische Bedeutung.

  4. Ist das dort auf freiwilliger Basis oder werden temporäre Parkverbotsschilder aufgestellt?

    …Dieser erste Satz im vorigen Beitrag, sollte natürlich ein Zitat werden. :-/

  5. Also in Leipzig sind die genutzten Parkplätze wohl beim Ordnungsamt angemeldet, Infos gibt es hier (http://www.parking-day-leipzig.de/dein-park/).

  6. Also in Leipzig sind die genutzten Parkplätze wohl beim Ordnungsamt angemeldet

    …zumindest erklärt die Seite, wie man möglicherweise eine Genehmigung bekommen könnte und rät im Prinzip auch dazu, es zu versuchen. Letztendlich ist dann aber auch in Leipzig jeder selbst verantwortlich, so eine Genehmigung zu beantragen oder auch nicht.

    Aber stimmt: Ich hatte da unzulässigerweise die Gegebenheiten hier für Parking-day Aktionen allgemein verallgemeinert. Sicher ist das auch 100% legal möglich. Sondernutzungsgenehmigungen kosten i.d.R. aber und Demonstrations-/Kundgebungsorte kann man m.W. letztendlich auch nicht unbedingt bestimmen. Am Ende kriegt man dann („aus wichtigem Grund“=Parkplatznot) dann einen Parkplatz irgendwo hinterm Aldi oder unter einer S-Bahnbrücke zugewiesen 😉

  7. Naja, jenseits von den weiterführenden Gedanken wurde meine Frage ja schon beantwortet, Danke dafür.

    Stelle ich mir aber schwierig vor, wenn die Straße z.B. zugeparkt ist oder jemand auf seinem Vorrecht des Autofahrers beharrt 😉

  8. Faxe, warum nur fährst Du auf Radwegen? Auf die Fahrbahn mit Deinem Fahrzeug, 1m Abstand nach rechts, und min-des-tens 1,5m wenn da Karossen parken.

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