Sonntag, 14. Juni 2015: Fahrradsternfahrt

Nicht am traditionellen ersten sondern diesmal am zweiten Sonntag im Juni findet die 39. Ausgabe der Sternfahrt des Berlner ADFC statt. Mit knapp 1.000 Kilometern Streckenlänge auf 19 Routen und einer erwarteten Teilnehmerzahl im sechsstelligen Bereich gilt die Ausfahrt als größte regelmäßige Fahrraddemonstration der Welt.

In seinem Aufruf zur Sternfahrt bläst der ADFC dem Regierenden kräftig Zucker in den Arsch. „Die Berliner Radverkehrsstrategie ist gut“, sagt Eva-Maria Scheel, Landesvorsitzende des ADFC Berlin, „aber die Umsetzung ist ins Stocken geraten.“ Ins Stocken kann nur etwas geraten, wenn es vorher Fahrt aufgenommen hat, und das lässt sich bei der Berliner Radverkehrspolitik beim besten Willen nicht behaupten. Es scheint ein Geburtsfehler der Interessenvertretung der Radfahrer zu sein, dass Kritik an den politisch Verantwortlichen für die bereits vier toten Radfahrer in Berlin in diesem Jahr nur in homöopathischen Dosen geübt werden darf.

Dennoch: auf zur Sternfahrt mit dem Motto: „Fahrradstadt Berlin – jetzt!“.

ADFC Berlin: Sternfahrt 2015 „Fahrradstadt Berlin – jetzt!“

Tandemverbot in Japan teilweise aufgehoben

In jedem Land scheint es in bezug auf das Radfahren unsinnige Verbote zu geben, die nicht der Lebenswirklichkeit entsprechen. In Deutschland fällt mir der § 21 Pkt.3 der Straßenverkehrsordnung ein, der ein Mitnehmen einer zweiten Person auf dem Fahrrad verbietet und laut Bußgeldkatalog fünf Euro kostet. Das freihändige Fahren wird in § 23 Pkt.3 verboten und ebenfalls mit 5,- € bestraft.

In Japan existiert ein besonders skuriles Verbot: das Tandemfahren ist nur erlaubt in Erholungparks, im Straßenverkehr ist es nicht zulässig. Das ist auch ein Grund dafür, dass die japanische Fahrradindustrie praktisch keine Tandems baut. Seit Anfang April ist das absurde Tandemverbot aber zumindest in einer kleinen Präfektur im Süden Japans gekippt. In der Präfektur Aichi auf der Insel Honshu darf man mit dem Tandem nun auf ganz normalen Straßen fahren. Damit können auch blinde und sehbehinderte Menschen als Stoker am Straßenverkehr teilnehmen.

Japan Times: Tandem bikes now street-legal in Aichi
via road.cc

Originelle Radfahrerbefragung

In Utrecht in den Niederlanden können Radfahrer noch bis heute an einer ungewöhnlichen Befragung teilnehmen, ohne abzusteigen. Nach dem Bau eines neuen Radwegs zwischen Utrecht und dem Vorort De Bit ließ die Provinzregierung große Transparente mit Fragen an die Radfahrer aufhängen. Die Antwortmöglichkeiten waren den Farben Grün für Ja, Rot für Nein und Gelb für Weißnicht zugeordnet. Die Radfahrer können sich für eine Antwort entscheiden, indem sie über einen farbig markierten Streifen fahren. Die Frage im Bild heißt: „Ist der jetzige Radweg besser als früher?“. Ein Mitarbeiter der Provinzverwaltung notiert sich die Antworten der Radfahrer mit Strichlisten. Wenn sich die neue Befragung als erfolgreich herausstellt, will die Provinz häufiger mit dieser Art von Interview arbeiten.

RTV Utrecht: Fietsers beantwoorden vragen enquete zonder te stoppen
via Hugo vd Steenhoven

Antifaschistische Fahrraddemo zur Befreiung

Vor 70 Jahren befreiten die Allierten Deutschland vom Nationalsozialismus. Berlin wurde unter großen Verlusten von der Roten Armee eingenommen. Ihr Weg führte dabei von Osten her über die heutige Straße „Alt-Friedrichsfelde“ ins Innere der Stadt. Für den 9. Mai 2015 ist in Gedenken an die Befreier_innen eine antifaschistische Fahrraddemonstration durch Lichtenberg mit Zwischenstationen an Orten des Widerstandes und der Verfolgung geplant. Anschließend wird es eine Führung im Kapitulationsmuseum Karlshorst geben. Veranstaltet von Alkalij.

Zeit: Sonnabend, 09.05.2015 um 11:30 Uhr
Ort: Kreuzung Gürtelstr./Frankfurter Allee

Quelle: Stressfaktor

Und am Abend geht es weiter mit dem Tag des Sieges Alleycat.

Ride of Silence am 20. Mai 2015

Der Ride of Silence ist eine jährlich am 20. Mai durchgeführte stille Gedenkfahrt an die Radfahrer, die im Straßenverkehr getötet oder verletzt wurden. Der erste Ride of Silence fand im Jahre 2003 in Dallas in Texas/USA statt. Ursprünglich war er nur als einmalige Aktion geplant, aber er wurde in den darauffolgenden Jahren wiederholt und in immer mehr Städten durchgeführt. Im letzten Jahr beteiligten sich Radfahrer aus 319 Städten weltweit an der Mahnfahrt.

In Deutschland sind in diesem Jahr erstmals Radfahrer aus fünf Städten dabei. In Berlin sowie in Stuttgart, Oldenburg, Osnabrück und Wiesbaden treffen sich um 19:00 Uhr Radfahrer, um der Getöteten zu gedenken. Der Berliner Ride „beginnt am Brandenburger Tor, führt durchs Kanzlerviertel nach Moabit und nach Süden durch den Tiergarten. Am Landwehrkanal entlang geht es über den Potsdamer Platz und die Kochstraße nach Kreuzberg. Über die Oranienstraße führt die Strecke zur Adalbertstraße und zum Bethaniendamm, am Ostbahnhof vorbei und zur Karl-Marx-Allee. Enden wird der Ride of Silence am Roten Rathaus, vor dem Bürozimmer unseres Bürgermeisters, der es in der Hand hätte, mehr für unsere Sicherheit zu tun.“ (aus dem Aufruf)

Zeit: Mittwoch, 20. Mai 2015 um 19:00 Uhr
Ort: Brandenburger Tor

Ride of Silence
it started with a fight: Ride of Silence 2015
Facebook-Veranstaltung: Ride of Silence 2015 Berlin

Ungewöhnlicher Vorfall im Wedding

„Hallo, ich habe Donnerstag Abend (30. April 2015) etwas ungewöhnliches erlebt:

Ein Radfahrer steht am Straßenrand und hält sich das Gesicht, scheint starke Schmerzen zu haben. Sein Fahrrad steht neben ihm. Ich halte an und frage, was los ist. Er sagt, ein Autofahrer habe ihm etwas ins Gesicht gesprüht, und jetzt brenne sein Gesicht. Er schüttet sich Wasser über die Augen.

Ich frage, ob ich einen Krankenwagen holen soll. Er winkt ab, sagt er sei selbst Arzt in der Charité und so schlimm sei es nicht, weil er schon wieder etwas sehen könne. Ich kaufe drei Flaschen Wasser zum Augen spülen. Als ich zurückkomme, kommen zwei Polizeiautos mit Blaulicht angefahren. Den Polizisten erklärt der Radfahrer, was passiert sei.

Er sei in der Gerichtstr. als erster an einer roten Ampel gestanden. Hinter ihm hupte ein Autofahrer. Er habe sich umgedreht , sah dass der Mann wild gestikulierte und schimpfte. Der Radfahrer habe auf die rote Ampel hingewiesen, sich aber vorsichtshalber das Kennzeichen gemerkt. Der Autofahrer habe ihn überholt, und in der Hochstr. etwa auf Höhe des U Bhf Humboldthain auf der Fahrbahn angehalten, an einer Stelle wo rechts auf der Fahrbahn der Radweg vorbeiführt. Der Radfahrer habe beim Näherkommen das Auto erkannt, und gesehen, wie sich der Mann nach rechts in Richtung Beifahrertür rüberbeugt. Als er mit dem Fahrrad dem haltenden Auto näher gekommen sei, habe er gesehen, wie der Autofahrer etwas hochgehalten habe. Dann habe ihn eine Flüssigkeit im Gesicht getroffen. Danach sei der Fahrer mit quietschenden Reifen wieder in Richtung Gerichtstr. zurückgefahren.“

Mail an die Rad-Spannerei vom 2. Mai 2015

Kampfradler in Seattle

Nach einer friedlichen Maidemonstration für die Rechte von Immigranten und Arbeitern kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen drei Polizisten durch Flaschen- und Steinwürfe verletzt wurden. Die Seattle Bicycle Police antwortete mit Pfefferspray und Blendgranaten. In Film sieht man, wie eine Person gezielt mit dem Fahrrad von hinten angegriffen wird. Der Angegriffene geht zu Boden und wird von drei Polizisten fixiert, während die Kollegen mit ihren Rädern eine Art Wagenburg um die Szene bilden. Bei der Demonstration wurden 16 Personen in Arrest genommen.

Schlagloch-Detektor für das Fahrrad

Ein italienisches Unternehmen möchte ein kleines hi-tech device für Fahrräder auf den Markt bringen, das Schlaglöcher und gefährliche Gegenstände auf der Fahrbahn erkennen und davor warnen kann. Das auf den Namen Byxee getaufte Gerät arbeitet mit einer Videokamera. In der Funktionsbeschreibung auf der Internetseite heißt es: „Byxee braucht kein GPS und keine Schlagloch-Datenbank. Es registriert in Echtzeit hundert Mal pro Sekunde permanente oder plötzlich auftauchende Gefahrenstellen auf der Straße vor dir.“ Wenn es anschlägt, warnt es mit einem Alarmton.

Man kann einstellen, ob Byxee den Bereich fünfzehn, zwanzig oder fünfundzwanzig Meter vor dem Rad abscannen soll. Einstellbar soll ebenfalls die Empfindlichkeit des Geräts sein. Je nachdem, ob der Algorithmus ein kleines, mittleres oder großes Risiko erkennt, gibt es einen, zwei oder drei Warntöne ab.

Marktstart und Preis des Gerätes sind noch nicht bekannt. Im nächsten Monat möchte Byxee auf der Crowdfunding Plattform Indiegogo Gelder für die Produktion des Apparats einwerben.

Byxee 
road.cc: Byxee pothole detector seeks crowd funding

Heute 18:00 Uhr: Mahnwache an der Kreuzung Reichenberger und Glogauer Straße

Am heutigen Mittwochvormittag wurde gegen 10:00 Uhr ein Radfahrer in Kreuzberg von einem rechtsabbiegenden Lastwagen überfahren. Laut Tagesspiegel soll der Radfahrer sofort tot gewesen sein. Der Rechtsabbiegeunfall ereignete sich an der Kreuzung der Reichenberger Straße mit der Glogauer Straße. Nach Polizeiangaben fuhren beide in der Glogauer Straße auf die Kreuzung Reichenberger Straße zu. Hier bog der mit einem Schuttcontainer beladene Laster nach rechts ab.

Angesichts des ersten Radfahrers, der in Berlin in diesem Jahr bei einem Verkehrsunfall starb, wird heute um 18:00 Uhr zu einer Mahnwache an der Unfallstelle aufgerufen.

Nachtrag 30.04.2015:
Gestern Abend versammelten sich etwa 50 bis 60 Leute an der Unfallstelle zu einem kurzen Gedenken. Anwesend waren auch Mitglieder des Abgeordenetenhauses von Piraten und Grünen. Gegen 18:30 Uhr bildeten alle Trauernden einen Kreis um die Kreidezeichnung auf der Fahrbahn, die die Lage des tödlich Verunglückten und des Unfallfahrzeuges markierten. Danach löste sich die Mahnwache auf.

Embacher Kollektion wird versteigert

Wer immer schon davon geträumt hat, eine der Ikonen der Fahrradgeschichte zu besitzen, dessen Traum kann jetzt vielleicht wahr werden. Im Mai werden in Wien alle Fahrräder der berühmten Embacher Kollektion versteigert.

Die Embacher Kollektion ist eine Sammlung der Wiener Architekten Michael Embacher, der im Laufe der Zeit 203 Fahrräder von den dreißiger Jahren bis heute zusammengetragen hat. Die Sammlung wurde in vielen Museen rund um die Welt gezeigt, zuletzt im Design-Museum in Holon in Israel und im Portland Art Museum in Oregon/USA. In der Sammlung finden sich recht ungewöhnliche Stücke wie ein Renntandem mit kurzem Radstand, aber auch Rennräder, Fixies, Falt-, Lasten- und Kinderräder. Alle Velos haben eine Gemeinsamkeit: sie sind komplett fahrbereit. Mit dabei auch das Rad des italienischen Rahmenbauers Umberto Dei, der 1986 aus Anlass des hundertjährigen Firmenjubiläums das Rad Giubileo auf den Markt brachte, handgefertigt, mit Dreigangnabe und edlen Applikationen. Viele der Fahrräder werden zu einem recht günstigen Mindestgebot aufgerufen, das Giubileo kann für mindestens 500,- Euro ersteigert werden.

Die Räder der Embacher Kollektion können ab dem 9. Mai 2015 im Aktionshaus Palais Dorotheum in Wien besichtigt werden, am 19. Mai kommen sie dann alle unter den Hammer. #

Embacher Collection
Digitaler Versteigerungskatalog: Bicycles from the embacher-collection

Critical Mass April 2015

Der erste Fahrradfreitag des Jahres ohne Mützen und Handschuhe rückt näher. Die Vorhersage für Freitag kündigt einen klaren Himmel und Temperaturen um 20 Grad an, die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei gerade mal 10%. Beste Voraussetzungen, die Saison-CM-ler und andere nette Leute zu einem entspannten Ausflug durch die abendliche City zu motivieren. Je mehr Menschen in die Pedalen treten, desto höher ist der Spaßfaktor. Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr.

Zeit: Freitag, 24. April 2015 um 20:00 Uhr pünktlich

Ort: Heinrichplatz, Kreuzberg

Critical Mass Berlin

Berliner Fahrradmarkt

In diesem Frühling gibt es einen neuen Versuch, einen Berliner Fahrradmarkt zu instututionalisieren. Immer einen Tag nach der Critical Mass findet am letzten Sonnabend des Monats ein Fahrradmarkt auf dem Gelände des Civili-Parks in Kreuzberg, Waldemar- Ecke Adelbertstraße statt. Ins Leben gerufen wurde der Markt von der Fahrradwerkstatt in der Naunynritze und weiteren offenen Werkstätten in Kreuzberg.

„Ob Fixie, Singlespeeder, Lastenrad, Mountainbike oder einfach nur ein alter Drahtesel – egal was für ein Zweirad her soll, hier wird man es finden. Jeder kann mitmachen! Auch für die Wartung und Reparatur der eigenen Räder wird ein junges Schrauberteam der offenen Werkstätten und Läden aus der unmittelbaren Umgebung sorgen. Gegen Spenden lassen sich kleine Reparaturen direkt vor Ort erledigen. Jeder der ein Fahrrad verkaufen oder kaufen möchte ist hier an der richtigen Adresse.

Doch der Berliner Fahrradmarkt bietet weit mehr als nur gebrauchte Fahrräder und Services. Er ist eine Plattform zum Austausch über aktuellen Zeitgeist der Mobilität, Leidenschaft und Projekten rund ums Zweirad. DIY Workshops, Beratung & Kurioses sind geboten. So werden Initiativen, welche sich z.B. im sozialen Bereich mit dem Thema Fahrrad beschäftigen, Freiflächen angeboten.

Neben dem sozialen & kulturellen Gedanken steht auch das Thema Kunst im Fokus. Upcycling & urbaner Inspiration wird hier eine Bühne gegeben. Auch für die Unterhaltung ist gesorgt, denn der gesamte Kiez ist animiert mit einem Angebot an Speisen, Getränken und Musik daran teilzuhaben.“

Berliner Fahrradmarkt

Zeit: Jeden letzten Sonnabend im Monat ab 9:00 Uhr
Ort: Civili-Park, Waldemarstraße 54, Kreuzberg


 

Berliner Fahrradmarkt

13-Jähriger von Auto angefahren – flüchtender Unfallverursacher gesucht

„Ein bisher unbekannter Autofahrer hat gestern Abend in Schöneberg einen 13-Jährigen angefahren und ist dann geflüchtet. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Junge gegen 19.30 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg der Rubensstraße in Richtung Eisackstraße unterwegs. Als der 13-Jährige dann die Fahrbahn der Rubensstraße überqueren wollte, wurde er von einem abbiegenden, blauen VW Golf an der Pedale berührt und stürzte. Der Autofahrer fuhr davon. Der Junge ging zunächst nach Hause. Nachdem er jedoch über Schmerzen klagte, brachte ihn seine Mutter in ein Krankenhaus. Hier wurden innere Verletzungen bei ihm festgestellt, weswegen er im Krankenhaus bleiben musste.

Das Auto wird folgendermaßen beschrieben:

Sportlich aussehender, blauer VW Golf
Berliner Kennzeichen

Der Verkehrsermittlungsdienst sucht Zeugen des Unfalls:
Wer kann sachdienliche Angaben machen?
Wer kennt das beschriebene Fahrzeug und kann Angaben zum Halter machen?
Hinweise nehmen der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4, 12247 Berlin, Eiswaldstraße 18 unter der Telefonnummer: (030) 4664- 481800 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.“

Meldung der Berliner Polizei Nummer 0975 vom 21.04.2015

International Cargo Bike Festival 2015

Am vergangenen Wochenende fand in Nijmegen die vierte Auflage des Internationalen Lastenradfestivals statt. Die Wiedergeburt des Transportmittels Lastenfahrrad verlangt nach einer Plattform, bei der sich die Akteure des Lastenrads austauschen können. Und es scheint weltweit immer mehr Hersteller, Designer, Selberbauer, Logistiker und Nutzer zu geben, für das internationale Stelldichein der Lastenradfreunde in Nijmegen ein Pflichtermin ist.

Das Festival startete am Sonnabend mit einer Konferenz. Einer der Redner war Kevin J. Krizek von der Universität von Colorado, der zum ersten niederländischen Fahrradprofessor an der Radboud-Universität von Nijmegen berufen wurde. Viele weitere Experten auf dem Gebiet der Fahrradlogistik kamen zu Wort und stellten ihre Projekte vor.

Traditionellerweise beginnt der Sonntag mit einer Lastenradparade durch das Zentrum von Nijmegen. Selten konnte man so ein buntes Angebot an Cargo Bikes auf engem Raum sehen: zweirädrige, dreirädrige, vierrädrige, sechsrädrige Nutzfahrzeuge, Kindertransporter mit bis zu sechs Kids an Bord, Fahrradanhänger, die immer größer und voluminöser zu werden scheinen. Hier ein kurzes Video der Parade, Lastenradporno pur.

International Cargo Bike Festival
Bicycle Dutch: International Cargo Bike Festival 2015

Radfahrer und rote Ampeln

Der Onlinefahrradhändler fahrrad.de hat eine „Studie zur allgemeinen Fahrradnutzung in Deutschland“ in Auftrag gegeben. An der Internet-Umfrage beteiligten sich etwa eintausend vermutlich fahrradaffine Menschen und gaben Auskunft über ihre Verkehrsmittelnutzung und das Verhalten der Radfahrer im Verkehr. Eine Frage bezog sich darauf, wie häufig Radfahrer rote Ampeln missachten. 39,4% der Befragten gaben an, grundsätzlich nie rote Ampeln zu überfahren. 40,4% sagten, dass sie selten das Rotlicht missachten und 16% tun das gelegentlich. 4,3% der Interviewten hatten die Selbsteinschätzung, dass sie häufig die Ampelzeichen missachten.

Die Umfrage soll alle zwei Jahre erneut durchgeführt werden, um Wandlungen und Trends analysieren zu können.

fahrrad.de: Studie zur allgemeinen Fahrradnutzung in Deutschland – Zahlen und Fakten 2015 (Seite 10)