Pankower Mobility Parade

Ab 16:00 Uhr gibt es heute den Startschuss für die erste Pankower Mobility Parade und eine Mobility Ausstellung auf dem Helmholtzplatz. Veranstalter ist ein verkehrspolitisches Bündnis aus einem Verkehrsclub (VCD), der AG Verkehr der Bremer Höhe e.G., der Initiative CARambolagen, Fahrradläden sowie Carsharing- und Leihrad-Anbietern. Mit dabei ist auch Heiko Thomas, Bundestagsdirektkandidat für Bündnis90/Die Grünen in Pankow und Initiator der Parade. Heiko Thomas hat sich zur Aufgabe gestellt, die Zahl der Autos zumindest im Prenzlauer Berg zu halbieren.

Die Mobility Parade startet am 18.9. 2009 um 16 Uhr am Eingang Mauerpark / Oderberger Straße und führt zum Helmholtzplatz, wo ab 18 Uhr die Mobility Ausstellung stattfindet.

Mobility Parade Berlin

Nachtrag: Foto der Veranstaltung mit Fahrradstraßenbahn und Tram.

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Macht Parkplätze zu Parkanlagen

Heute findet zwischen 15 und 18 Uhr zwischen Kronenstraße und Jägerstraße in Mitte der Parking-Battle-Day 2009 statt. Sechs Teams mit sechs unterschiedlichen Ideen werden sechs Parkplätze à sechs Quadratmeter, die alle mit Rollrasen ausgelegt werden, in Mini-Parkanlagen, eine Cocktailbar, eine Tanzinsel und eine Sonnenbank verwandeln. Die Teams wollen Visionen für eine autofreie Stadt entwerfen, „denn die Zukunft gestaltet man nicht mit großen Konzepten und langen Reden, sondern am besten mit konkreten Aktionen. Wie sieht eine Stadt nur mit Fahrrädern, Kutschen und Rikschas aus?“ Zufällig vorbeikommende Passanten sollen entscheiden, welches Team den Wettkampf gewinnt und am Abend mit dem Parking-Day-Pokal geehrt wird
Repair Berlin: PARK(ing) DAY BATTLE
Tagesspiegel: Gestalte deine Stadt

Fahrradunfälle

Wieder wurde eine Radfahrerin auf dem Radweg von einem rechtsabbiegenden Lkw „übersehen“. Der Lkw-Fahrer bog gestern gegen 14:20 von der Charlottenburger Straße in die Klärwerkstraße ab, die 50-Jährige wurde schwer verletzt und musste notoperiert werden. Während Mängel an Fahrzeugen seit Monaten den S-Bahn-Verkehr in Berlin lahmlegen, stoßen Fahrzeuge, die beim Rechtsabbiegen ihren Fahrbereich nicht einsehen können, auf relativ geringes Interesse. Zur Polizeimeldung

Ein weiterer Radfahrer, der gerade einen Fußgängerüberweg überqueren wollte, wurde in Gesundbrunnen angefahren und dabei verletzt. Zur Polizeimeldung

Radfahrer stirbt sechs Tage nach Unfall

Ein Radfahrer ist heute an den Folgen eines Unfalls gestorben, der sich vor sechs Tagen in Neukölln ereignet hatte. Der Mann befuhr am Dienstag letzter Woche von der Fritz-Erler-Allee kommend die Johannisthaler Chaussee in Richtung Gropiuspassagen. Auf Höhe der Hausnummer 300 soll er von einem unbekannten Pkw während eines Überholvorgangs gestreift worden sein. Das Auto setzte seine Fahrt fort, bei dem Radfahrer kam es zu einem Sturz. Der Radfahrer konnte noch seine Fahrt mit dem Fahrrad nach Hause fortsetzen, danach klagte er jedoch über Rückenschmerzen. Der 68-jährige wurde ins Krankenhaus eingeliefert und starb heute an seinen Verletzungen.

„Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 5 in der Friesenstraße erlangte erst heute Kenntnis von dem Sachverhalt und bittet Zeugen des Unfalls/Sturzes sich unter der Telefonnummer 4664 581 800 oder jeder anderen Polizeidienstelle zu melden.“

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 2555 vom 14.09.2009 – 16:25 Uhr

Angriff auf Radfahrer bei Demo

Unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ demonstrierten gestern in Berlin viele Tausend Menschen gegen Internetüberwachung und für mehr Datenschutz. Während der Demonstration gab es einen Polizeiübergriff auf einen Radfahrer. Hintergrund ist, dass der Fahrradfahrer im blauen T-Shirt Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten wollte, weil der einen Freund von ihm unter unerfreundlichen Umständen (”aggro-zecke trifft aggro-polizist”) festgesetzt hatte. In dem Video sieht man, wie die Polizisten gegen den Radfahrer und gegen diverse Passanten handgreiflich werden.
via: Netzpolitik

Geplante Polizei-Verordnung Berlin 1884

Die Luft in Berlin riecht wieder nach einer Polizei-Verordnung, die in nächster Zeit erscheinen soll. Die Staatsbürger-Zeitung schreibt hierüber:

„Bezüglich des Velocipedensports schweben bekanntlich noch immer Verhandlungen zwischen den massgebenden Factoren darüber, ob und inwieweit derselbe für Berlin existenzberechtigt und unter welchen Bedingungen seine Ausübung zuzulassen sei. Wir sind in der Lage, unseren Lesern einiges Nähere über diese Frage mittheilen zu können, welche in nachstehender Art demnächst voraussichttlich ihre Regelung finden wird. Die Ausübung des Velocipedensports soll zunächst für die innere Stadt ausgeschlossen bleiben und weiterhin zu den verbotenen Früchten gehören. Dagegen aber soll eine Demarcationslinie festgesetzt werden, ausserhalb welcher das Velocipedenfahren freigegeben wird, und zwar soll diese Grenzlinie gebildet werden ungefähr folgendermassen: im Norden vom Oranienburger Thor durch die Elsasser-, Lothringer- (heute: Torstraße) und Friedensstrasse nach dem Landsbergerthor, im Osten vom Landsbergerthor über die Schillingbrücke, das Engelbecken, das Louisen-Ufer entlang, im Süden längs des Landwehrcanals bis ungefähr zur Potsdamerbrücke und hieran anschließend im Westen von der Potsdamerbrücke durch die Sieges-Allee nach der Alsenstrasse zu.

Es würden bei diesem Arrangement, welches voraussichtlich in nicht zu ferner Zeit in Form einer Polizeiverordnung das Licht der Welt erblicken wird, ausser den zahlreichen Strassen und Plätzen der ausserhalb der Demarcationslinie belegenen Stadttheile der ganze Friedrichs- und Humboldt-Hain, sowie der grösste Theil des Thierdartens, ferner ganz Moabit nebst dem kleinen Thiergarten den Jüngern des Velocipeden-Sports als Tummelplatz verbleiben, selbstverständlich unter den auch für anderes Fuhrwerk im verkehrspolizeilichen Interesse geltendenen Modificationen.“

aus: Rüdiger Rabenstein: Radsport und Gesellschaft – Ihre sozialgeschichtlichen Zusammenhänge in der Zeit von 1867 bis 1914, Hildesheim 1996, Seite 301f
Wikipedia über Rüdiger Rabenstein

Begegnungen auf Augenhöhe

Der Radweg an der Schönhauser Allee im Bezirk Pankow hat zahlreiche Fallen für Radfahrer: Poller, winkelige Verkehrsführung, Masten, „plötzlich“ auftauchende Fußgänger. Bis zur Wahl sind noch einige zusätzliche Schikanen eingebaut.

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Berliner Kreisfahrt 2009

kreisfahrt-berlin-2009.jpgDie Kreisfahrt steht ein wenig im Schatten der Sternfahrt, der größen Radfahrerdemo Berlins, die regelmäßig im Juni mehr als 100.000 Teilnehmer anzieht. Die Kreisfahrt wird 2009 schon zum neunten Mal im Frühherbst durchgeführt und hat in diesem Jahr das Motto Die Stadt mit dem Fahrrad neu erfahren!

Die Kreisfahrt beginnt am Sonnabend, dem 26. September 2009 um 14 Uhr am Brandenburger Tor (Ostseite). Es wird gemeinsam in mäßigem Tempo (ca. 13 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit) gefahren, um gegen 17 Uhr wieder am Brandenburger Tor einzutreffen. Bei der Kreisfahrt handelt es sich um eine Demonstration für den Fahrradverkehr, die nach dem Versammlungsrecht angemeldet ist. Der Zweck der Kreisfahrt ist es, im Zusammenhang mit der europäischen Woche der Mobilität für die Anerkennung des umweltfreundlichen Fahrrades als vollwertiges Verkehrsmittel zu demonstrieren.
ADFC: ADFC-Kreisfahrt 26. September 2009

Wieder Notbetrieb bei der Berliner S-Bahn

Wer heute morgen S-Bahn fahren wollte, erlebte sein blaues Wunder. Nachdem bei einer Untersuchung an einem Zug der Pleiten-, Pech und Pannen-Baureihe 481 Mängel an vier Bremszylindern festgestellt wurden, wurden abermals viele Fahrzeuge außer Betrieb genommen. Völlig überraschend wurde gestern abend bekanntgegeben, dass ab heute die Stadtbahn wieder nicht befahren wird. Am stärksten betroffen sind die Linien S7 und S75. Auf der Strecke von Alexanderplatz bis Westkreuz besteht kein S-Bahn-Verkehr, Spandau und Potsdam sind vom Netz getrennt. Als Ersatz sollen Regionalzüge dienen. Noch ist unklar, wie lange diese Maßnahme dauern wird. Das Thema Fahrradmitnahme in der S-Bahn hat sich damit wieder erledigt.

„Fahrwerk“ Kurierkollektiv gegründet

Die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Fahrrad-Kurieren sind ja schon sprichwörtlich: Unterbezahlung, fehlende soziale Absicherung und Stress in der Firma können einem den Spaß am Radfahren in der Stadt ganz schön vermiesen. Fahrwerk ist jetzt angetreten diese Zustände zu beenden Gemeinsam und solidarisch wird über Bezahlung und anstehende Investitionen entschieden. Für größere Transportgüter steht sogar ein Bullit Lastenfahrrad zur Verfügung!

Fahrwerk Kurierkollektiv

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Fahrrad-Messe in Friedrichshafen

Wir fahren auf die Eurobike nach Friedrichhafen, das bedeutet für uns 3 Tage Rummelbude, 13 Hallen, tausende Männer in schlecht sitzenden Anzügen und hoffentlich auch mal neue Fahrräder aus Stahl, die keine Fixies sind. Vielleicht schaffen wir dieses mal ja auch eine ausführlichere Berichterstattung…

Für unseren Laden bedeutet die Messe: 4 Kollegen weniger! Also habt bitteVerständnis für eingeschränkte Auftrags-Annahme zwischen 31. August und 5. September. In der nächsten Woche sind wir wieder schnell wie gewohnt.

Berlins dienstältester Fahrraddieb

Eine rührende Story tischt heute der Berliner Kurier seinen Lesern auf. Es geht um den 82-jährigen Rudi S., der wegen des Diebstahls von acht Fahrrädern und einem Mofa von dem Gericht in Moabit zu einer Strafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt wurde. Der alte Herr verbüßt bis Oktober 2010 Strafen aus früheren Urteilen. Wenn er die neue Strafe voll absitzen muss, kommt er also nicht vor Januar 2013 aus dem Gefängnis heraus. Rudi S. wird dann 85 Jahre alt sein.

„Wie ein armes Männlein saß der Klau-Opa vor der Richterin. Dicke Tränen kullerten. Er bettelte: „Ick höre mit solchen Sachen uff. Ick will doch nicht im Knast sterben.“ Aber er hat schon so oft hoch und heilig Besserung gelobt: Seit 62 Jahren klaut er, meistens Fahrräder. Rund 46 Jahre saß er dafür bereits hinter Gittern.“

Der Kurier zeigt zum Artikel ein Foto des Fahrraddiebs, einen alten Mann mit schlohweißen Haaren, der zum Gerichtstermin mit gestreiftem Hemd und Krawatte erschienen ist. Irgendwie tut er einem Leid. 46 Jahre Knast für Fahrraddiebstahl. Es gibt Massenmörder, die nicht so lange eingesessen haben wie Rudi. S.

Berliner Kurier: Rudi (82): Berlins ältester Ganove

Bullit Meeting Berlin

Am Sonnabend (29. August) steigt im Vokspark Friedrichshain von 15:00 Uhr bis zum Abwinken das Bullit Berlin Meeting. Gezeigt wird unter anderem das erste E-Bullit, ein Bullit-Lastenrad mit elektrischer Unterstützung. Am Sonntag (30. August) wird das Meeting am Amphitheater im Mauerpark von 11:00 bis 20:00 Uhr fortgeführt. Joe Hatchiban präsentiert das Karaoke-Bullit und natürlich wird man jede Menge Bullit-Transporträder sehen können.
Bullit Berlin