Schwerer Rechtsabbiegeunfall in Köpenick

Bei zwei Unfällen in gab es gestern zwei schwerverletzte Radfahrer. In Reinickendorf wurde auf dem Oraniendamm eine 66-jährige Radfahrerin mit erheblichen Verletzungen aufgefunden. Ein weiterer Unfall ereignete sich in Köpenick:

„Ein 35-jähriger LKW-Fahrer hat heute gegen 11 Uhr offenbar beim Rechtsabbiegen von der Salvador-Allende-Straße in die Pablo-Neruda-Straße eine 39–jährige Radfahrerin übersehen. Die Frau fuhr auf der Salvador-Allende-Straße in Richtung Müggelheimer Straße und überquerte gerade die Pablo-Neruda-Straße, als sie von dem LKW erfasst wurde. Die Radlerin kam mit einem offenem Unterarmbruch und Verletzungen am Rücken zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der LKW-Fahrer erlitt einen Schock. Während der Unfallaufnahme war die Salvador-Allende-Straße kurzfristig gesperrt.“

Pressemeldungen der Berliner Polizei Nummern 2368 und  2369 vom 24.08.2009 – 17:15 Uhr

9 Gedanken zu „Schwerer Rechtsabbiegeunfall in Köpenick

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  1. Oh Gott, die Stelle an der Salvador-Allende bin ich schon oft gefahren. Ist eben wieder so ein ganz normaler, harmlos wirkender Radweg. Das hier zeigt die Stelle:
    http://www.staedte-fotos.de/name/einzelbild/number/7650/kategorie/Deutschland~Verkehrsbauwerke~Radwege.html

  2. auch zum thema unfälle, leider

    http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/136494/index.html

    „Ein 75-jähriger Radfahrer wurde gestern Nachmittag bei einem Verkehrsunfall in Tempelhof schwer verletzt. Eine 57-jährige „VW“-Fahrerin fuhr gegen 17 Uhr im linken Fahrstreifen des Mariendorfer Dammes in Fahrtrichtung Lichtenrader Damm. Als die Frau den auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Radler überholen wollte, schwenkt dieser in den linken Fahrstreifen und stieß gegen das Fahrzeug. Der 75-Jährige zog sich bei dem Sturz von seinem Rad lebensgefährliche Verletzungen zu und wurde von der Feuerwehr zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.“

    ehrlich gesagt, klingt die pressemeldung verdächtig nach der zeugenaussage der autofahrerin, in der sie sicher behauptet hat, dass sie den radler ordungsgemäß überholen wollte.
    ich glaube ja eher, dass es ein zu dichtes überholmanöver war. es erscheint mir etwas dubios, dass der radler vom rechten in den linken fahrstreifen wechseln wollte, das ist ein ganz schön großer schlenker. ausser er wollte abbiegen.
    natürlich alles nur ne vermutung, die sich aufgrund meiner erfahrung ergibt.
    ich wünsche dem radler gute besserung. hoffentlich erholt er sich und kann den unfallhergang aufklären.

  3. Würd ich jetzt so nicht unbedingt sagen. Dichte Überholmanöver kommen schon recht häufig vor, aber Radfahrer, die ohne zu gucken einfach quer über die Strasse schiessen (häufig auch noch vom Gehweg aus) sind auch nicht grade selten (zugegeben aber deutlich seltener). Was ich da (als Radfahrer) schon an waghalsigen Brems- und Ausweichmanövern unternehmen musste, um einen fast schon sicheren Crash zu verhindern geht auf keine Kuhhaut.

  4. Philip, der 75-jährige Radfahrer wird den Unfall nicht mehr aufklären können. Die Polizei teilt in der Pressemeldung Nummer 2392 mit, dass er im Krankenhaus gestorben ist:

    „Ein 75-jähriger Radfahrer erlag gestern Nachmittag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, die er in Tempelhof bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte. Wie berichtet, fuhr am Dienstag gegen 17 Uhr eine 57-jährige „VW“–Fahrerin im linken Fahrstreifen des Mariendorfer Dammes in Richtung Lichtenrader Damm. Als sie den im rechten Fahrstreifen fahrenden Radler überholen wollte, schwenkte dieser in ihren Fahrstreifen und stieß mit dem Fahrzeug zusammen. Dabei erlitt der 75-Jährige lebensgefährliche Verletzungen.
    Der Radfahrer ist der 34. Verkehrstote in diesem Jahr.“

    Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 2392 vom 27.08.2009 – 09:55 Uhr

  5. ja, traurig :-/

  6. Das ist bereits der sechste Radfahrer in diesem Jahr. David Greve vom ADFC hat eine Google-Map erstellt zu den „Getöteten Radfahrern Berlin 2009“, siehe hier:

    http://www.google.com/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&oe=UTF8&msa=0&msid=115052814396287720724.00046e1c0990966f620a3&z=12

  7. Gibts denn da keine Zeugen? Das auf dem Mariendorfer Damm ein Rad und ein Auto unterwegs sind und in Sichtweite kein anderer Verkehrsteilnehmer ist doch zu jeder Tages- und Nachtzeit völlig ausgeschlossen.

    Traurig, dass ein weiterer Radfahrer sterben musste. Traurig auch, dass bei zwei der sechs noch nicht mal geklärt werden konnte, warum. Da bleibt ein ungutes Gefühl.

  8. Waren das früher auch derart viele ungeklärte tödliche Unfälle / Stürze? Das ist ja echt seltsam dieses Jahr.

  9. Zu den zwei nicht aufgeklärten der sechs bisher insgesamt verstorbenen Radfahrer/innen:
    Bei diesen zwei Radlern geht die Polizei nunmehr davon aus, dass sie unabhängig vom Verkehrsgeschehen verstorben sind. Sie starben nach deren Analysen aus anderer, individueller Ursache und stürzten dann als Folge – oder sie hatten zumindest eine solch starke individuelle gesundheitliche Beeinträchtigung, dass sie ohne fremde Einwirkung stürzten und in Folge des Sturzes verstarben.
    In der offiziellen Zählung gibt es daher in diesem Jahr vier im Berliner Verkehr getötete Radfahrer/innen.
    Und dabei bleibt es hoffentlich …

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