Rauhe Sitten weist darauf hin, dass Überschriften und Texte der Berliner Polizeimeldungen manchmal hart an der Peinlichkeitsgrenze liegen. In einer Meldung von heute geht es um einen Unfall, den ein Taxifahrer verursacht hatte. Hier die Meldung im Wortlaut.
Überschrift: Radfahrer kollidiert mit Autotür
„Bei einem Verkehrsunfall in Dahlem wurde ein Radfahrer gestern Nachmittag schwer verletzt. Ein 48-jähriger Taxi-Fahrer öffnete an einem Taxistand in der Saargemünder Straße gegen 16 Uhr 30 die Fahrertür. Ein 40-jähriger Radfahrer, der die Saargemünder Straße in Richtung Ihnestraße befuhr, kollidierte mit dem plötzlichen „Hindernis“ und stürzte zu Boden. Der Radler kam mit einer Verletzung an der Hand zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.“
Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 3120 vom 07.10.2010 – 09:30 Uhr


Es gab schon interessantere Nummern der RadZeit. Die neue Ausgabe 5/2010 des Blattes des Berliner ADFC hat den Titel „Radverkehr in Berlin“ und macht neugierig auf die Inhalte. In der Zeitschrift ist dann aber nur ein recht magerer Artikel zur Berliner Radverkehrsstrategie zu finden. Resümee: Schuld an der mangelnden Umsetzung des Radverkehrsprogramms des Senats ist die dünne Personaldecke in den Tiefbauämtern der Bezirke. „Es verwundert also nicht, dass die durchgängige Befahrbarkeit des Innenstadtnetzes, die bis Ende 2006 realisiert werden sollte sowie des Gesamtnetzes bis Ende 2010 länger auf sich warten lassen wird. Auch der Radverkehrsanteil wird bis Ende 2010 nicht auf wie geplant 15 Prozent ansteigen.“ (aus dem Beitrag „Geld ist nicht alles“ auf den Seiten 6 und 7).