Am Sonntag, 3. Juni 2007 wird die nächste Fahrradsternfahrt in Berlin stattfinden. Die Sternfahrt feiert damit ihren 30. Geburtstag, die erste Radfahrt für die Rechte der Biker wurde im Jahre 1977 losgetreten. Seitdem nahm die Teilnehmerzahl an der Fahrraddemo von Jahr zu Jahr zu, bis 2002 die Schallgrenze von 100.000 Teilnehmern durchstoßen wurde. Nach dem Rekordjahr 2004 mit etwa einer viertel Million Teilnehmern war es in den beiden folgenden Jahren vorwiegend nass. Im letzten Jahr hielt Kälte, Sturm und Regen etwa 100.000 Teilnehmer nicht davon ab, für einen sicheren und attraktiven Fahrradverkehr zu demonstrieren. Mal sehen, wieviel Radfahrer es in vier Wochen werden. Von 81 Treffpunkten fahren die Sternfahrer auf 19 Routen zum Ziel Großer Stern. Es steht viel auf dem Spiel, schließlich geht es darum, den Titel der Berliner Sternfahrt als größte Fahrraddemo der Welt zu verteidigen.
Sternfahrt 2007 (pdf)
Attacke mit Geländewagen auf Radfahrer
„Brutal angefahren und schwer verletzt wurde am Mittwochabend ein 53 Jahre alter Radfahrer in Eppstein (Main-Taunus-Kreis). Der Radler hatte den Autofahrer an einer Kreuzung gebeten, mehr Sicherheitsabstand einzuhalten, berichtete die Polizei am Donnerstag. Beim Losfahren habe der Autofahrer dann den Motor seines Wagens aufheulen lassen und den Radler gerammt. Der stürzte und zog sich einen Wirbelbruch zu.
Der 51 Jahre alte Autofahrer flüchtete nach der Attacke. Da sich andere Radler aber das Kennzeichen gemerkt hatten, konnte er rasch ermittelt werden. Der Mann wurde festgenommen.“
aus: hr-Nachrichten vom 03.05.2007
via: Cycleride-Blog
Kofferrad
Schwappt da die nächste Welle von Spaßbikes aus China nach Europa? Im Laufe dieses Jahres sollen die Falträder, die komplett im Koffer verschwinden, auf dem Markt erscheinen. Für den US-Markt nimmt man einen Preis von 399,- Dollar an.
via: Transport-Trends
[youtube]m1UdayeFaLo[/youtube]
EU soll Radverkehr stärker fördern
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) empfiehlt, den Radverkehr als festen Bestandteil in die europäische Verkehrspolitik zu integrieren und dem Fahrrad eine besondere Bedeutung in der Klimapolitik der Europäischen Union beizumessen. Das ist der Inhalt einer Stellungnahme zur „Förderung des grenzüberschreitenden Radverkehrs“, die der EWSA auf Ersuchen des deutschen Bundesverkehrsministeriums abgegeben hat. Die Vorschläge des EWSA sehen eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Infrastruktur vor, vom engen transeuropäischen Radroutennetz bis zur Verpflichtung der nationalen Bahnunternehmen, in jedem Zug einen Mehrzweckraum für den Transport von z.B. Rollstühlen und Fahrrädern vorzusehen.
EWSA: Förderung des grenzüberschreitenden Radverkehrs
Quelle: ADFC
Radfahrerkirche in Pinnow bei Berlin
Die erste Radfahrerkirche Brandenburgs ist am 1. Mai mit einem Festgottesdienst in Pinnow bei Berlin eröffnet worden. Der zwischen 1859 und 1862 nach Entwürfen Friedrich August Stülers errichtete Sakralbau am Radfernweg Berlin-Kopenhagen bietet unter anderen Kurzandachten, ausgelegte Bibeln und ein Gebetsgästebuch.
Pressemeldung der Evangelischen Kiche: Stüler-Bau bietet Kurzandachten
Immer mehr Autos in Berlin
Aus der Zeitschrift für amtliche Statistik Berlin Brandenburg Heft 1 2007: „Nach Ergebnissen der Kraftfahrzeugstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in Berlin im November 2006 insgesamt 10 242 fabrikneue Kraftfahrzeuge zugelassen. Das sind rund 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. “ Jeder Radfahrer in Berlin spürt, dass die Autodichte in der Stadt von Jahr zu Jahr zunimmt. Solang sich der Senat nur halbherzig für den Radverkehr einsetzt, wird die gefühlte Autodominanz immer stärker.
Das Bild zeigt eine WWF-Kampagne in Peking, eine Stadt, die sicher noch stärker unter dem steigenden Autoverkehr leidet als Berlin. Es illustriert den Schadschoffausstoß, den ein Pekinger Auto durchschnittlich in einer Woche produziert.
Zeitschrift für amtliche Statistik Berlin Brandenburg Heft 1 2007 (pdf – Seite 11)
Foto via Velorution
Fahrradcomic
Seit 1991 erscheint täglich auf der Wahrheitseite der taz ein dreiteiliger Touché-Comic. Legendär sind die Charaktere der Serie, die alte Dame am Postschalter, der Bademeister, die Baumumarmerin und viele andere Figuren. Zum subversiven Personal gehört auch der gefährliche kleine Junge mit der Sandschaufel, der auf dem Fahrrad immer den verwegenen Helm trägt. In diesem Comic ist er Fahrradlenker.

Touché-Comic aus der taz vom 12.03.2003
Ausstellung: TOM – Unter Nasen in der Cartoonfabrik, Krossener Straße 23 in Friedrichshain bis zum 24. Juni 2007
TOM-Artikel im tazshop
Comic mit freundlicher Genehmigung von TOM
Potsdamer Fahrradschiebestrecke
Anfang Februar hatten wir von der neuen Benutzerordnung in den Parkanlagen Potsdams berichtet, die teilweise das Radfahren erlauben. Darüber freut man sich natürlich, schließlich sind die Parks von Sanssouci, Neuem Garten und Babelsberg weitläufig genug, um eine stressfreie Koexistenz von Radlern und Fußgängern zu ermöglichen. Aber ganz so einfach macht es die Schlösserverwaltung den radelnden Schlossbesuchern nicht.
Es wurde eine Fahrradschiebestrecke eingeführt und mit preußischer Gründlichkeit ausgeschildert. Orangata: „Man schiebt sein Fahrrad jeweils auf eine Fahrradfahrstrecke, nur auf dieser Strecke darf man jetzt ausgewiesener Maßen wirklich fahren. Und nur auf den Schiebestrecken darf man schieben. Jegliches Fehlverhalten wird sofort mit eine Geldstrafe belegt, kurioserweise existiert noch nicht mal eine Gebührenordnung.“
Orangata: Die Gärten und Parks in Potsdam
Fotos: Copyright Orangata
via: Hauptstadtblog
Bike To Go
Die nächste virale Marketing-Kampagne in Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Mitte rollt an. Ein Zigarettenhersteller stellt am 1. Mai in den Berliner Innenstadtbezirken 70 Freebikes auf die Straßen. Damit kannst du „von location zu location“ ziehen, den alljährlichen 1. Mai-Stau umgehst du, indem du „Straßensperrungen einfach umfährst“. Die Fahrräder des Tabakkonzerns sind hellblau und haben alle individuelle Namen, du kannst das Bike Friedrich, Luise oder Walter fahren. Fahr, solang du willst, nur Abschließen gilt nicht. „Denn diese Räder gehören allen Berlinern – jeder kann sie fahren, abstellen und dem Nächsten überlassen.“ Auf der Webseite zum Springride sieht man Blog und Google Map zum Posten des aktuellen Standpunkts der Räder. Mal sehen, wie lang es dauert, bis diese Aktion versickert.
Springride 2007
Berliner Stimmen im Wedding
Frage: Was ist Berliner Stimmen?
Antwort: Berliner Stimmen ist ein Kunstprojekt, welches versucht die diversen Stimmen Berlins auszudrücken. Es ist unbefristet in dem Sinne, dass Du anrufen und teilnehmen kannst, denn Du bestimmst, wie es sich anhört. Deine Nachricht wird mit Hilfe eines Lautsprechers, der sich auf einem Fahrrad durch die Straßen Berlins bewegt, ausgestrahlt.
Die mobile Skulptur im Rahmen des Medienkunstfestivals urban interface | berlin wird noch heute sowie am 1. und 3. Mai im Wedding und in Mitte unterwegs sein. Startpunkt der nur mit dem Fahrrad zu begleitenden partizipatorischen Performance ist die Jasmunder Straße 16 nahe U-Voltastraße.
Deine Nachricht an die Berliner kannst du unter der Telefonnummer
0 800 744 7000 loswerden.
Berliner Stimmen
urban interface | berlin
via: Spreeblick
Foto: Berliner Stimmen
Critical Mass Berlin am 27.4.2007
Auf zum gemeinsamen Radeln für die Rechte von RadfahrerInnen!
Start ist wie jeden letzten Freitag im Monat am Heinrichplatz in Kreuzberg um 16 Uhr. Critical Mass ist ein unorganisiertes Zusammentreffen von FahrradfahrerInnen und anderen nichtmotorisierten VerkehrsteilnehmerInnen, um sich gemeinsam durch die Stadt zu bewegen. Es setzt das sonst geltende Recht des Stärkeren auf unseren Straßen zumindest temporär ausser Kraft.
Macht Spaß!
Hingehen!
Berliner Polizei bilanziert Radfahrerkontrollen
In den letzten vierzehn Tagen wurden in der ganzen Stadt von der Polizei Kontrollen zur Verhinderung von Radfahrunfällen durchgeführt. „Die Notwendigkeit dieser Bemühungen war schon zum Aktionsstart deutlich geworden: Während im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres noch kein Radfahrer zu Tode gekommen war, sind in diesem Jahr bereits fünf, darunter vier Senioren, tödlich verunglückt“, so die Polizei in ihrer Pressemeldung.
Angehalten wurden 2.641 Kraftfahrer, von denen 336 mit Bußgeld belegt wurden. Von den 16.528 überprüften Radfahrern erhielten 4.978 Radfahrer ein Verwarnungsgeld. Radfahrer erhielten also zehnmal mehr Bußgelder als Autofahrer.
Im einzelnen verteilen sich die Verwarnungsgelder für die Radfahrer auf folgende Gruppen:
- 2.315 Gehweg- oder Fußgängerzonenradler (5,- Euro)
- 1.253 Geisterradler auf dem falschen Radweg (15,- Euro)
- 981 Rotlichtüberfahrer (mind. 62,50 Euro)
- 866 Mängelberichte wegen mangelhafter Räder
Alle Fahrräder wurden auch auf die Eigentumsverhältnisse überprüft. In 16 Fällen wurden dabei gestohlene Bikes entdeckt.
Pressemeldung der Berliner Polizei
Fahrradwerbung
Achtung, es folgt Werbung. Die Rad-Spannerei verkauft Hardo Wagner Fahrräder, die leichten und höllisch schnellen Stahlräder des bekannten Rahmenbauers. Damit bist du so schnell wie der da unten.
[youtube]D5BPQhDPJ2s[/youtube]
50.000 bei Critical Mass in Budapest
Am gestrigen Tag der Erde gab es in Budapest in Ungarn eine Radfahrt mit etwa 50.000 Teilnehmern. Nach Angaben der Veranstalter ist das die größte Critical-Mass-Demo aller Zeiten gewesen. Als die schnellsten Biker bereits die 14 Kilometer lange Strecke hinter sich hatten, warteten am Startpunkt noch viele Radfahrer auf den Start.
caboodle: Budapest sees record long bicycle procession
via: Biking Bis
Flickr Pool: Critical Mass 2007 @ Budapest
Photo: suhajdab
Holländische Fahrradwerbevideos
In den Niederlanden für das Radfahren zu werben, das klingt ein wenig so, als wolle man Kühlschränke an die Eskimos verkaufen. Und doch wird für das Rad Werbung betrieben. Hier eine Kompilation von Videos der niederländischen Film- und Fernsehakademie NFTA. Unter anderem sieht man dort Saddam Hussein im Gefängnis, einen Auto-Rohrschach-Test und weitere lustige Videos.
via: cleverchimp
[youtube]BUXzOKaWl5w[/youtube]
