Chris Mass 2014

Bei einer Temperatur von knapp unter null Grad trafen sich am zweiten Weihnachtstag etwa 120 Leute auf dem Mariannenplatz zur finalen CM 2014. Auf dem ersten Teilstück der Strecke über Oranien- und Moritzplatz und durch Kreuzberg 61 hatte sich ein Polizeiauto an die Spitze gesetzt, dem die Radfahrer folgten. Ab der Potsdamer Straße wählten die Radfahrer an der Spitze dann einen anderen Weg als den von der Polizei vorgegebenen. Das führte beim Polizeifahrzeug zu abrupten Richtungswechseln und hektischen Versuchen, sich erneut an die Spitze der CM zu setzen, ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen CM und der Rennleitung.

Die letzte Critical Mass des Jahres führte über insgesamt 40 Kilometer und dauerte drei Stunden bis ungefähr 23 Uhr. Zu dem Zeitpunkt saß ich aber schon wieder hinter dem Ofen, um aufzutauen.

Linienstraße im Jahr 2000 und 2014

Der Fotograf Michael Lange hat von 1991 bis Anfang des Jahrtausends den Osten Berlins auf schwarz-weiß dokumentiert. Viele der Bilder, die Lange auf dem Tumblr-Blog „Berlin in den 90ern“ publiziert, wirken wie aus einer längst vergangenen Zeit. Die Brachen, leerstehenden Häuser und Baustellen zeugen von einer Stadt im Wandel.

Für ein Buchprojekt hat Michael Lange manche Orte noch einmal neu fotografiert, um alt und neu einander gegenüberzustellen. Die beiden folgenden Aufnahmen zeigen die Kreuzung Linienstraße und Tucholskystraße im Bezirk Mitte in den Jahren 2000 und 2014. Die Gegend ist 2000 bereits komplett durchsaniert, nur ein Arbeiter mit Schubkarre deutet an, dass irgendwo noch gebaut wird. Im Jahre 2014 ist auch der Gehweg erneuert, die alten Schweinebäuche sind verschwunden und an der Kreuzung sind Gehwegvorstreckungen entstanden. Während das Foto von 2000 eine komplett fahrradlose Ecke zeigt, zählt man im Foto aus diesem Jahr elf Räder und eine Fahrradleiche. Neu ist auch, dass die Linie nun eine Fahrradstraße ist.

Foto „Linien- Ecke Tucholskystraße in Mitte, 2000 und 2014“ im Großformat (1280 mal 1786 Pixel)
Berlin in den 90ern

Weihnachten 2014 Öffnungszeiten

Liebe Leute,

am 24.12.2014 haben wir von 12 bis 16 Uhr geöffnet, danach machen wir Ferien bis Freitag, den 2. Januar 2015.

Schöne Ferien und einen guten Rutsch (bei Bedarf empfehlen wir Spikesreifen) wünscht Euch eurer Radspannerei-Team

104. Berliner Six Days

Jedes Jahr im Januar zieht es zehntausende Besucher in das Velodrom an der Landsberger Allee zum traditionellen Sechstagerennen. Das seit 1909 ausgetragene Radsportevent feiert vom 22. bis zum 27. Januar 2015 seine 104. Auflage. Während der sechs Tage und Nächte verwandelt sich das Velodrom Berlin zum Mittelpunkt der Radsport-Szene und lässt Rennfahrer aus der ganzen Welt, darunter Weltmeister, Olympiasieger und hoffnungsvolle Talente, gegeneinander antreten. Ein spannendes Entertainment-Programm mit Musik und Liveacts rundet das sportliche Geschehen ab.

Der Rad-Spannerei Blog verlost 2×2 Swingtickets (Kategorie PK 2) für Dienstag, den 27. Januar 2015 im Wert von 100,00 €. Die Tickets erlauben freie Platzwahl in den Blöcken 13 – 36 sowie den Zugang zum Innenraum. Zu jedem Ticket gibt es einen kostenlosen 6-Tage-Pass für den Fitnessclub „Holmes Place“ mit fünf Filialen in Berlins Mitte.

Wenn du an der Verlosung teilnehmen möchtest und zwei Tickets gewinnen willst, dann schreibe bitte bis zum 20. Dezember einen Kommentar unter diesen Beitrag. Wenn du dich mit einer Fake-Mail-Adresse angemeldet hast, dann schaue bitte ab Sonntag, dem 21. Dezember in die Kommentare, damit du erfährst, ob du die Tickets gewonnen hast. Nach der Verlosung teilen wir dem Veranstalter des Sechstagerennens die Anschriften der Gewinner mit, damit die Eintrittskarten per Post an euch verschickt werden können.

Berliner Sechstagerennen

Update 22. Dezember:

Insgesamt 30 Leute haben mit 31 Kommentaren an der Verlosung teilgenommen. Stefan B hat doppelt kommentiert, kam aber nur mit einem Zettel in den Hut. Glücksfee war Lasse (4 Jahre), Ziehungsbeamter war Leo (10 Jahre). Gezogen wurden die Lose von „ich“ und von „qx87“. Herzlichen Glückwunsch, ihr beide habt eine Mail im Postfach.

Aus dem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag in Thüringen

10.3 Straßenbau / Verkehrsinvestitionen

(…) Wir stellen Straßenerhalt vor Straßenneubau. (…) Die Straßenbaumittel zur Förderung des Radverkehrs außerhalb von Ortschaften sollen erhöht werden und mindestens zehn Prozent der Mittel für Erhalt, Um- und Ausbau betragen. (…) Die Koalition wird einen Landesstraßenbedarfsplan aufsetzen, um notwendige Verbesserungen der Landesstraßen umsetzen zu können. Bei grundlegenden Sanierungen von Überlandstraßen ist der Radverkehr mit einzubeziehen. (…) (Seite 71f)

10.6 Car- und Fahrradsharing / Fuß- und Radwegepläne

Die Koalition will die Mobilität mit dem Fahrrad deutlich erhöhen. Dazu wird das Radverkehrskonzept fortgeschrieben. Ein Alltags- und Schnellradwegenetz soll mindestens alle zentralen Orte sicher miteinander verbinden.

Das Thüringer Radwegekonzept wird um Komponenten wie Schnellradwege, Rad-Elektromobilität sowie Mountainbike-Konzepte erweitert. Die Mitnahmemöglichkeiten von Rädern in öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere Regionalbussen, sollen verbessert werden.

Der Radweg am ehemaligen Eisernen Vorhang soll zügig durchgängig ausgeschildert und als Qualitätsfernradweg vermarktet werden. Radwege müssen nicht zwingend versiegelt werden. (Seite 72f)

Quelle: Thüringen gemeinsam voranbringen – demokratisch, sozial, ökologisch (Erfurt, 4. Dezember 2014)
Koalitionsvertrag zwischen den Parteien DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die 6. Wahlperiode des Thüringer Landtags
via Fahrradportal

Cycle, das Bike & Style Magazin

Seit einigen Tagen liegt im Bahnhofsbuchhandel und in gut sortierten Zeitschriftenläden ein neues Magazin in den Auslagen: Cycle – Ausgabe 1 -, gut einhundert durchgehend farbige Seiten, gediegene Blockbindung, 6,80 Euro. Cycle will das „zeitgemäße Magazin für den neuen Fahrradlifestyle“ sein, im Zentrum stehen „Fahrradtypen im städtischen Raum, stilvolle Bike-Fashion sowie all die netten Events, die um diese Fahrradkultur herum stattfinden.“

Seine Berliner Herkunft kann das Journal für stilvolles Radfahren nicht verhehlen. So wird der Treptower Titanrahmenbauer Daniel Pleikies porträtiert und eine Reportage befasst sich mit dem Alltag einer Fahrradkurierin auf Berlins winterlichen Straßen. Ein weiterer Schwerpunkt der Erstausgabe ist die englische Fahrradkultur, ein Portrait der britischen Kultmarke Pashley findet sich ebenso im Heft wie eine Story über das nicht weniger kultige Eroica Britannia.

Das Auge kommt nicht zu kurz bei Cycle. Wer nach einer opulenten zehn-Seiten-Strecke im Querformat über Lastenräder nicht Lust bekommt, ein Cargobike selbst zu testen, der ist vermutlich resistent gegen Lastifieber. Weitere Themen im Heft sind ein Test mittel- und hochpreisiger Räder mit Riemenantrieb, ein schön bebilderter Artikel über Bambusräder und ein Test wetterfester und stylischer Rucksäcke, in der die Chefredaktion ihre Qualität als Model beweist.

Alles in allem ein gelungener Auftakt für eine lesenswerte Zeitschrift. Für die nächsten Ausgaben – vier im Jahr sind geplant –  wünscht man sich, dass die Macher des Cycle zwischendurch die Designerbrille ab und die Brille des technischen Sachverstandes aufsetzen.

Cycle
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5 Euro für radfahrende Beamte

Heute will die Bundesregierung das „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ beschließen. Ziel soll die Minderung der Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 sein.

Ein Sektor zur Reduzierung der CO2-Emissionen ist der Verkehrsbereich. Laut Umweltministerin Barbara Hendricks sind erhebliche Einsparpotenziale durch die Nutzung effizienter Technologien sowie durch Verkehrsverlagerungen möglich.

Die Bildzeitung berichtet, dass für Beamte „Anreize zur verstärkten Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie des Fahrrads durch entsprechende Kilometerpauschalen“ gesetzt werden sollen. Dafür ist geplant, das Bundesreisekostengesetz (BRKG) zu ändern. Für die viermalige Benutzung eines Dienstfahrrades sollen Beamte pauschal 5 Euro im Monat erhalten. Laut Bild kann dadurch bis zu 300 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Bild: Extra-Zuschlag für Radfahrer-Beamte