Radfahrer fährt Radfahrerin an und flüchtet

„Nur“ leichte Kopfverletzungen und einen Schock erlitt eine Radfahrerin heute früh bei einem Fahrradunfall in Charlottenburg-Wilmersdorf.  Unfallursache: ein Geisterradfahrer. Ein Unfall, der typisch ist für viele gefährliche Situationen, wenn sich Radler und Geisteradler auf einem Radweg begegnen. Die Meldung im Wortlaut:

„Bei einem Zusammenstoß zwischen zwei Radfahrern in Wilmersdorf erlitt heute Morgen eine Frau leichte Kopfverletzungen und einen Schock. Die 54-Jährige war gegen 8 Uhr 10 auf dem Radweg der Mecklenburgischen Straße unterwegs, als ihr ein Radfahrer entgegen kam. Nach Angaben der Verletzten prallte sie mit dem Unbekannten zusammen und stürzte. Hierbei schlug sie mit dem Kopf gegen einen Baum. Der unbekannte Radfahrer flüchtete, ohne sich um die Verletzte zu kümmern, die stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden musste. Personen, die den Unfall beobachtet haben und Angaben zum Geschehen oder dem geflüchteten Radfahrer machen können, werden gebeten, sich bei der Berliner Polizei zu melden.“

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 1757 vom 17.05.2011 – 13:15 Uhr

28 Gedanken zu „Radfahrer fährt Radfahrerin an und flüchtet

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  1. Na so ein Vollar***.

    Wenn man schon in der falschen Richtung unterwegs ist, dann bitte so, dass die Leute, die in der richtigen Richtung unterwegs sind, nicht gefährdet werden.

    Erlebe ich fast jeden Tag am Columbiadamm: Leute kommen mir in falscher Richtung entgegen und machen oft nicht auch nur den Ansatz den Radweg zu verlassen … Meistens fahren die gaaaaanz links (von mir aus gesehen), weil is ja Rechtsverkehr und so -.-
    Ich, der in richtiger Richtung unterwegs ist, darf dann auf den Bürgersteig ausweichen. VOLLDEPPEN!

  2. Oh man, eine Sache, in die ich hoffentlich nie verwickelt sein werde.

    Ich hoffe, dass es am Großen Stern nicht demnächst zu ähnlichen Ereignissen kommt, wenn die Radfahrer zukünftig offiziell auf dem Radweg in beide Richtungen fahren dürfen, mir graut es jetzt schon davor.

  3. Noch krasser sind die Geisterfahrer, die einem auf einem Radstreifen („Angebotsstreifen“) in der falschen Richtung entgegenkommen. Sehr selten in der Kreuzbergstraße, sehr oft in der Grimmstraße in Kreuzberg zwischen Dieffenbachstraße und Kanal. Und diese GeisterfahrerInnen sind auch noch aggressiv!

    Ordnungsamt und Polizei fahren halt nicht selber Rad und auf die gegenseitige Rücksichtnahme und aufs Mitdenken darf man sich immer weniger verlassen.

  4. „Ordnungsamt und Polizei fahren halt nicht selber Rad“

    Das Ordnungsamt ist für den fließenden Verkehr nicht zuständig – darf sich also bei Sachen wie Geister- oder Gehwegfahren nicht einmischen.

  5. Ich hoffe der Dame geht es bald besser.
    Das da noch ein Baum gestanden ist, ist doppelt Scheisse, und macht die Arschlochaktion nicht zu helfen noch ekelhafter.

  6. @reclaim, ich hab schon manchmal Ordnungsamtmitarbeiter gesehen, die Bürgersteig- oder Parkradler angehalten und ggf. abkassiert haben.

  7. @Berlinradler: Tja. Wer nicht weß, dass die fließenden Verkehr nicht anhalten dürfen und doch anhält ist dann ja kein fließender Verkehr mehr 🙂

    ps: Bist Du Dir sicher, dass tatsächlich abkassiert und nicht nur ermahnt wurde?

  8. Bezügl. Abkassieren kann ich das nicht genau sagen. Ich kann mich an drei konkret beobachtete Situationen erinnern, von denen eine im Pankower Bürgerpark (widersprüchliche Beschilderung), eine am Fahrradparkplatz eines S-Bahnhofes (man muss bis zur Fahrbahn schieben) und eine auf einer damals seit einigen Monaten nur noch für Fußgänger freigegebenen Brücke stattfand.

  9. radfahrer und co zählen zum ruhenden verkehr…

  10. @rbt: So stimmt das sicher nicht. Radfahrer zählen nicht zum ruhenden Verkehr.

    Aber ein gutes Stück weit muss ich doch zurückrudern: Das Ordnungsamt ist durchaus auch für fließenden Verkehr zuständig und befugt abzukassieren. Und zwar für „fließenden Verkehr auf Gehwegen und in Fußgängerbereichen“.

    Das heißt: In allen 3 von Berlinradler genannten Fällen war das Ordnungsamt befugt einzuschreiten. Zumindest solange der Radfahrer auch bereit ist anzuhalten. (siehe dazu ganz unten)

    Ebenso befugt wären sie gewesen, wenn an diesen Stellen ein Auto unterwegs gewesen wäre. Denn auch das Auto wäre dann „fließender Verkehr auf Gehwegen und in Fußgängerbereichen“ gewesen.

    Nicht befugt einzugreifen sind sie aber in Bezug auf fließenden Verkehr – dazu zählen auch Radfahrer – auf Fahrbahnen oder Radwegen. Auch dann wenn der Radweg bürgergesteiggeführt ist. Also z.B gegen Radweg-Geisterfahrer dürfen sie nicht vorgehen.

    Auf einem völlig anderen Blatt steht aber tatsächlich die Frage, ob Ordnungsamtmitarbeiter überhaupt befugt sind einen Radfahrer anzuhalten selbst wenn er sich in Fußgängerbereichen oder auf dem Gehweg bewegt. Starke Tendenz: Nein. Siehe dazu ab http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=72174&st=0&p=1056723947&#entry1056723947

  11. Leider war’s nicht der Unfallverursacher, der zu Schden gekommen ist. Geisterradler: ich muss gestehen, dass ich kein Mitleid mehr habe. Kommt mir einer entgegen, beschleunige ich und halte genau drauf zu und gehe auch hektische Ausweichbewegungen mit. Drollig mit anzusehen, wie manch Geisterradler vor Angst dann sogar stoppt. Hahaha.

    SCNR.

  12. Leider agiert mancher Autofahrer genauso wie Du, Thomas, und gefährdet andere Leute aus Rachegelüsten. Wenns schief geht, wars eigentlich ne Straftat – aber praktischerweise wird immer nur ein Unfall angenommen.

    Auch wenns nicht immer leicht ist und keiner das zu 100% schaffen kann, sollte man doch versuchen so an sich zu arbeiten, dass man nicht gegen Windmühlen kämpft. Nur, weil andere Fahrfehler machen, darf man keine Unfälle provozieren.

  13. Knüller Einstellung lieber Thomas, je mehr wir gegeneinander agieren desto besser gehts uns allen…Das Geisterfahren des Radlers wird ja nicht dadurch besser das du ihn noch zusätzlich zu der eh schon gefährlichen aktion gefährdest. m(

  14. @Thomas: probier mal meine Art Geisterfahrer zu erschrecken: Ich begrüße solche Radler jetzt immer mit einem freundlich-lauten: „GeisterfahrerIn!“ – so, dass es wirklich jeder drumherum mitkriegt und hinschaut. Das wirkt viel besser 😉

  15. > “GeisterfahrerIn!”

    Das zumindest weicht ausreichend vom eigentlich angemessenen „Ey, Du blödes Arschloch!“ ab, um vielleicht wirklich wahrgenommen zu werden.
    Hoffen darf man ja.

  16. Ob eigentlich auch Unfälle gezählt werden, bei denen Fußgänger Radfahrer verletzen? Letzte Woche Mehringdamm/ Ecke Yorckstr.: mehrere Radler überqueren bei Grün die Kreuzung, auf der anderen Seite latscht ein weggetretener Handy-Telefonierer in den Weg, erste Radlerin geht über den Lenker und fällt voll vorneüber. Hinterherfahrende fast ebenfalls in die Karambolage verwickelt. Der Fußgänger steht weiter blöd im Weg und entschuldigt sich nicht mal. Ich hab ihn dann wohl ein bisschen beschimpft, aber der grinste nur und meinte: „Ihr fahrt ja auch immer auf dem Fußweg.“
    A***loch. Die verletzte Frau konnte zum Glück wieder aufstehen, andere haben erste Hilfe geleistet…

    Naja, die ganz coolen Typen müssen natürlich an der Ampel ganz weit vorne stehen — am besten auf dem Radweg. Mitten im „ruhenden“ Verkehr!

  17. PS: also besser mal wieder Radwege meiden…

  18. @berlinradler et al.: es ist ernüchternd zu sehen, mit welcher Korrektheit hier flamebaits aufgegriffen werden. Und dann noch unter Berufung auf „Autofahrer“. Ich fahr‘ jetzt auf die Admiralsbrücke um mich zu betrinken und dann in einen Hauseingang zu p*ssen. Was scheren mich die Anwohner. Ist doch auch OK, oder? Würde zumindest die Berlin-Tourismusmarketing GmbH sagen.

  19. Öh ja ist total komisch wie wir hier ein freundliches miteinander im Straßenverkehr versuchen zu ermöglichen, du hast uns ja sowas von getrollt du meistertroll.

    Ick weiss ja nich so recht was du uns mit letzterem Post sagen wolltest aber viel spaß auf der Admiralsbrücke 😉

  20. Kannste mal sehen wie humorlos wir so sind.

  21. Ich finde gut, dass endlich auch mal auf Radlerblogs das Problem des Geisterradlers angesprochen wird. Normalerweise werden solche Verhaltensweisen unter der Tisch gekehrt oder nur den bösen Autofahrern zugerechnet. Aber wenn wir Biker uns gehör verschaffen wollen, müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen!

    Biki

  22. @AktiverRadler: „endlich mal“?

    Also ich thematisiere das Thema Geisterradeln in meinem Fotoblog schon seit fast 10 Jahren. ca. 15% aller Beiträge befassen sich damit (also rund 200).

  23. @CGast: Wenn auf solchen Radwegen auch noch Geisterfahrer unterwegs sind: Kopf einziehen. Hätte beinahe geschrieben: Augen zu und durch… Die von dir gezeigten Wege sind ja bereits ohne Gegenverkehr katastrophal.
    Dagegen haben wir in Berlin nahezu paradiesische Zustände. Naja, nicht immer.

  24. Weia. Was hält einen in Chemnitz? Das ist ja noch schlimmer als meine sowieso schon üblen Vorurteile …

  25. Bei Geisterfahrern auf besondern schmalen Radwegen: Stehenbleiben, Rad querstellen.. und warten..

    Ich sag da nie was zu: aber so merken die Vollpfosten endlich mal, dass sie andere behindern.

  26. Ich bin mittlerweile militant. erst habe ich die leute bloß angespuckt, jetzt schubse ich auch und verteile suckerpunches. wer nicht zu seite fährt oder wissentlich den radweg blockiert, wird angegriffen, mir scheiß-egal. seitdem mich in der einbahnstraße mal ein entgegenkommendes auto stark bedrängt hat, hängt mein schweres bügel-schloss nur noch am lenker. passiert das noch mal, ist der außenspiegel ab. ganz einfach.

    lasst euch nichts gefallen! prügel für die idioten, immer feste drauf. eine andere sprache verstehen die leider nicht.

    PENG! VOLL IN DIE FRESSE!

  27. @hassbremer:

    Schonmal dran gedacht, einfach die Fahrbahn statt den Radweg zu benutzen?

    Sich mangels Eiern in der Hose devot ins Radweg-Ghetto sperren lassen, statt einfach die Fahrbahn zu benutzen und dann aggressiv andere Ghettoinsassen und Bürgersteig-Ureinwohner (Fußgänger) mit körperlicher Gewalt bedrohen.

    Ganz, ganz armselig.

  28. Nicht füttern 🙂

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