CycleHack Berlin 2017

Nach dem Erfolg des ersten Berliner CycleHack vom letzten Jahr ist es nun
offiziell: 2017 wird es wieder einen CycleHack geben! Vom 15. bis 17.
September bringen wir Designer*innen, Fahrradschrauber*innen,
Programmierer*innen und Aktivist*innen zusammen, um gemeinsam an Ideen für
die Fahrradstadt Berlin zu arbeiten. Einen Rücklick auf unserem letzten Event
findest du hier: cyclehackberlin.de

Du hast Lust, bei der Organisation des CycleHack 2017 zu helfen oder hast
Ideen für das Rahmenprogramm? Komm zu unserem ersten
Vorbereitungstreffen!

Zeit: Donnerstag, 22. Juni 2017 ab 19:00 Uhr
Ort: CORRECTIV, Singerstr. 109, 10179 Berlin

Rad-Aktion für mehr Sicherheit am Kottbusser Damm

Am 10. Mai 2017 wurde das Bezirksamt durch Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV Fridrichshain-Kreuzberg) beauftragt, am Kottbusser Damm durch Poller oder andere geeignete Maßnahmen beidseitig baulich geschützte Radfahrstreifen (sogenannte „protected bike lanes“) einzurichten, so dass die Nutzungskonflikte zwischen dem motorisierten Verkehr und dem Fahrradverkehr reduziert werden. Dazu sollen die zum Parken genutzten Spuren jeweils aufgehoben werden, sodass Platz für den Radfahrstreifen geschaffen wird. Zusätzlich sollen unter Einbeziehung der Gewerbetreibenden an geeigneten Stellen Ladezonen geschaffen werden. Diese Ladezonen sollen nicht die bauliche Abtrennung des Radstreifens einschränken, sondern von den Fahrspuren erreichbar sein, ohne den Radstreifen zu kreuzen. Darüber hinaus sollen insbesondere die Kreuzungsbereiche des Kottbusser Damms so gestaltet werden, dass Radfahrende durch abbiegende Fahrzeuge möglichst wenig gefährdet werden.

Die für das Gesamtvorhaben notwendigen Planungsunterlagen soll das Bezirksamt unter Einbeziehung der Expertise von Radfahrverbänden erstellen bzw. erstellen lassen und diese Pläne im Anschluss schnellstmöglich umsetzen.

Um die Umgestaltung des Kottbusser Damms zu beschleunigen, wollen die Grüne schon am Donnerstag zeigen, wie so ein geschützter Radstreifen aussehen kann. Auf dem Abschnitt des Kottbusser Damms Richtung Hernmannplatz zwischen Planufer und Edeka entsteht ein mit grünen Pömpeln geschützter Radstreifen.

Zeit: Donnerstag, 22. Juni 2017 von 17:00 – 19:00 Uhr
Ort: Kottbusser Damm Fahrtrichtung Hermannplatz im Abschnitt zwischen Planufer und Edeka

Grüne XHain: Grüne Rad-Aktion für mehr Sicherheit am Kottbusser Damm: Wir machen aus Pömpeln sichere Radspuren!

Heute 18:00 Uhr: Mahnwache für toten Radfahrer

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde ein Radfahrer bei einem Verkehrsufall in der Herrmannstraße in Neuköll schwer verletzt. Als die Autotür eines Diplomatenwagens plötzlich geöffnet wurde, konnte er nicht mehr rechtzeitig bremsen oder ausweichen und prallte gegen die Tür. An den schweren Kopfverletzungen, die er bei dem Unfall erlitt, starb der 56-Jährige gestern in einem Krankenhaus.

Der ADFC Berlin, Volksentscheid Fahrrad, das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln und andere Initiativen rufen für heute um 18:00 Uhr zu einer Mahnwache auf, im Gedenken an den getöteten Mann und für seine Angehörigen und als Appell an die politisch Verantwortlichen, für mehr Sicherheit im Radverkehr zu sorgen.

Ort: Hermannstraße Ecke Kienitzer Straße
Zeit: Donnerstag, 15. Juni 2017 um 18:00 Uhr

Polizei Berlin: Radfahrer nach Verkehrsunfall im Krankenhaus verstorben

Copenhagenize Bicycle Friendly Cities Index 2017

Heute um 15:00 Uhr wurde die neue Bestenliste des „Copenhagenize Bicycle Friendly Cities Index 2017“ veröffentlicht. Dieses von Copenhagenize erstelle Ranking fahrradfreundlicher Städte weltweit wurde nach 2011, 2013 und 2015 zum vierten Mal durchgeführt.

Die Siegerstadt kommt traditionell entweder aus den Niederlanden oder aus Dänemark. Nach zwei zweiten Plätzen und dem Sieg beim letzten Ranking kann sich Kopenhagen auch 2017 als fahrradfreundlichste Metropole der Welt schmücken. Amsterdam, das in den vergangenen Indizes immer der härteste Konkurrent Kopenhagens war, fiel in der aktuellen Rangliste auf Platz drei zurück. Das bot Utrecht aus den Niederlanden die Chance, sich den zweiten Platz in der Rangordnung zu greifen.

Berlin hat seinen Platz im Mittelfeld der Wertung konsolidieren können. Nach Platz 5 in der Wertung von 2011 war Berlin auf Platz 10 (2013) und schließlich auf Platz 12 (2015) durchgereicht worden. Nun hat Berlin wieder zwei Plätze gut gemacht und liegt auf dem zehnten Platz von insgesamt 20 Großstädten weltweit. Die Begündung liest sich wie ein Lobgesang auf Volksentscheid Fahrrad und wie Vorschusslorbeeren für die Verkehrspolitik von Rotrotgrün: „Berlins Aufstieg ist zum großen Teil einem außergewöhnlichen Aktivismus geschuldet. Der Volksentscheid Fahrrad ist die Antwort auf ein einzigartigesa Werkzeug im demokratischen Rahmen der Stadt. … Die Gruppe zeigt, wie moderner Aktivismus sein sollte und überall sein könnte.

Glücklicherweise kam eine neue Regierung an die Macht, die ihren Fokus auf die Mobilität und nachhaltigen Verkehr legt. … Was passiert, ist allerdngs noch nicht auf der Straße zu sehen.“

Copenhagenize Bicycle Friendly Cities Index 2017

200 Jahre Fahrrad

„Der Freyherr Karl von Drais, welcher nach glaubwürdigen Zeugnissen, Donnerstag den 12ten Juny d. J. mit der neuesten Gattung der von ihm erfundenen Fahrmaschinen ohne Pferd von Mannheim bis an das Schwetzinger Rebenhaus und wieder zurück, also 4 Poststunden Wegs in einer Stunde Zeit gefahren ist, hat mit der nemlichen Maschine den steilen, zwey Stunden betragenden Gebirgsweg von Gernsbach hieher in ungefähr einer Stunde zurückgelegt, und auch hier mehrere Kunstliebhaber von der großen Schnelligkeit dieser sehr interessanten Fahrmaschine überzeugt“ (Badwochenblatt für die großherzogliche Stadt Baden vom 29. Juli 1817).

Auch wenn es damals einen halben Monat dauerte, bis die Eilmeldung von der Jungfernfahrt des ersten Fahrrads erschien, die Senationsmeldung von einer neuen Fahrmaschine verbreitete sich bald über den ganzen Kontinent. Dennoch sollte es noch einige Jahrzehnte dauern, die die Erfindung von Karl Drais Fahrt aufnahm. Heute, zweihundert Jahre später ist das Fahrrad aus der Mobolität vieler Menschen nicht mehr wegzudenken.

Hier eine Geschichte des Fahrrad in zwei Minuten:

Sonntag, 11. Juni 2017: Sternfahrt Berlin

„Seit Jahren hören wir politische Bekenntnisse zum Fahrrad – aber auf den Straßen tut sich so gut wie nichts. Es genügt nicht, Streifen und Piktogramme auf die Fahrbahn zu malen. Wer den Radverkehr wirklich fördern will, muss dem Auto Platz wegnehmen und die Menschen mit sehr guter Infrastruktur, Parkmöglichkeiten und anderen Angeboten zum Radfahren einladen.“

Mit diesen Worten des Geschäftsführers Burkhard Stork ruft der Bundes-ADFC dazu auf, sich an der Berliner Sternfahrt zu beteiligen. Die Demonstration für fahrradfreundliche und lebenswerte Straßen und Plätze – in Berlin und ganz Deutschland – geht in die 41. Auflage. Wenn sich das gute Wetter bis Sonntag hält, werden mehr als 100.000 Sternfahrtteilnehmer über 19 Routen und zwei Autobahnabschnitte bis zum Großen Stern im Tiergarten radeln. Die Abfahrtpunkte sind über die ganze Stadt und im nahegelegenen Berliner Umland verteilt.

Eine kürzere Kinderroute startet am Sonntag um 12:45 Uhr am S-Bahnhof Jannowitzbrücke und führt über Alexanderplatz, Oranienburger Tor und Hauptbahnhof bis zum Großen Stern und von da zum Umweltfestival am Brandenburger Tor.

ADFC Berlin: ADFC-Sternfahrt am 11. Juni 2017
ADFC: Fahrradland Deutschland. Jetzt.

Fahrradrallye gegen die „G20-Afrika-Konferenz“

Vom 12. bis 13. Juni lädt die Bundesregierung nach Berlin zur „G20- Afrika-Partnerschaftskonferenz“ ein. Schon einmal, 1884/85, fand in Berlin eine Afrika-Konferenz statt. Damals ging es den Großmächten vorgeblich um die Beendigung des Sklavenhandels und die „Zivilisierung“ des Kontinents. Tatsächlich war die Konferenz vor allem ein wichtiger Meilenstein bei der Durchsetzung ihrer Handelsinteressen und der endgültigen Aufteilung Afrikas in Kolonien.

Heute proklamieren alte und einige neue Mächte Partnerschaft und Nachhaltigkeit, Entwicklung und die Bekämpfung von Fluchtursachen. Tatsächlich geht es ihnen darum, die Profitinteressen großer Konzerne zu bedienen. Sie kooperieren dabei selbst mit korrupten, diktatorischen Eliten.

Den beteiligten europäischen Mächten geht es auch darum, die Grenzen der Festung Europa ins Innere Afrikas zu verlagern. Aber der deutsche Entwicklungsminister tönt in seinem Vorschlag eines ‚Marshall-Plans‘ für Afrika von einer „Neuen Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft“.

Wir haben diese Heucheleien satt!

Fahrradrallye
Zeit: Freitag, den 9. Juni ab 16 Uhr
Start: vor Bayer. Müllerstr. 178 (Wedding)
Zwischenstopps: REWE, Deutsche Bank und KfW, H&M, Gedenktafel zur Erinnerung an die Afrika-Konferenz 1884/85, BMZ.
Ziel: Oranienplatz

wirsindwuetend: Tour pour l’Afrique – Visitez les profiteurs!