Rad-Aktion für mehr Sicherheit am Kottbusser Damm

Am 10. Mai 2017 wurde das Bezirksamt durch Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV Fridrichshain-Kreuzberg) beauftragt, am Kottbusser Damm durch Poller oder andere geeignete Maßnahmen beidseitig baulich geschützte Radfahrstreifen (sogenannte „protected bike lanes“) einzurichten, so dass die Nutzungskonflikte zwischen dem motorisierten Verkehr und dem Fahrradverkehr reduziert werden. Dazu sollen die zum Parken genutzten Spuren jeweils aufgehoben werden, sodass Platz für den Radfahrstreifen geschaffen wird. Zusätzlich sollen unter Einbeziehung der Gewerbetreibenden an geeigneten Stellen Ladezonen geschaffen werden. Diese Ladezonen sollen nicht die bauliche Abtrennung des Radstreifens einschränken, sondern von den Fahrspuren erreichbar sein, ohne den Radstreifen zu kreuzen. Darüber hinaus sollen insbesondere die Kreuzungsbereiche des Kottbusser Damms so gestaltet werden, dass Radfahrende durch abbiegende Fahrzeuge möglichst wenig gefährdet werden.

Die für das Gesamtvorhaben notwendigen Planungsunterlagen soll das Bezirksamt unter Einbeziehung der Expertise von Radfahrverbänden erstellen bzw. erstellen lassen und diese Pläne im Anschluss schnellstmöglich umsetzen.

Um die Umgestaltung des Kottbusser Damms zu beschleunigen, wollen die Grüne schon am Donnerstag zeigen, wie so ein geschützter Radstreifen aussehen kann. Auf dem Abschnitt des Kottbusser Damms Richtung Hernmannplatz zwischen Planufer und Edeka entsteht ein mit grünen Pömpeln geschützter Radstreifen.

Zeit: Donnerstag, 22. Juni 2017 von 17:00 – 19:00 Uhr
Ort: Kottbusser Damm Fahrtrichtung Hermannplatz im Abschnitt zwischen Planufer und Edeka

Grüne XHain: Grüne Rad-Aktion für mehr Sicherheit am Kottbusser Damm: Wir machen aus Pömpeln sichere Radspuren!

4 Gedanken zu „Rad-Aktion für mehr Sicherheit am Kottbusser Damm

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  1. Toller Plan mit Ladezonen zwischen Radweg und Fahrbahn. Wenn Lieferanten links von der Radspur parken, dann muss die Spur vielleicht 10 mal überquert werden (eventuell schwer beladen oder mit Sackkarre/Hubwagen). Damit hat man gleich 10 mal die Chance, Radfahrer zu übersehen. Dazu kommt, dass Fußgänger beim Überqueren der Straße zwei mal aufpassen müssen: Einmal beim überqueren der Fahrbahn und noch mal beim Überqueren der Radspur. In der Praxis wird man dann doch leicht übersehen.

    Spätestens bei der nächsten Grundstückseinfahrt werden die Poller sowieso unterbrochen und das verleitet manche Autofahrer dazu, quer über den Radweg zu parken (um nur keine anderen Autofahrer zu behindern). Und durch die bauliche Trennung kann man nicht einfach auf die Fahrbahn ausweichen. Der Begriff „protected bike lane“ ist im Prinzip nur ein Euphemismus für Radweg und die bekannten Probleme von Radwegen werden durch den neuen Begriff in keiner Weise gelöst.

    Die bessere Lösung wäre, den Parkstreifen zu behalten (allerdings mit großzügig dimensionierten Ladezonen) und dafür die rechte Spur (in voller Breite) für Radfahrer zu reservieren.

    1. „(…)und dafür die rechte Spur (in voller Breite) für Radfahrer zu reservieren.“
      Und Reservieren läuft m.E. auf protected bikelanes hinaus, denn jeder „Fahrradangebotsstreifen“ auf der Fahrbahn ist nur eine hingepinselte Willensbekundung, die von jedem Ego einfach übersteuert werden kann.

    2. Jakob: Ich überhole haltende Autos, insbesondere Lieferwagen daher immer links, selbst wenn die Fahrer „netterweise“ einen vorhandenen Fahrradstreifen freilassen. Eigentlich ist es mir sogar lieber, ein Lieferwagen hält auf dem Fahrradstreifen als links daneben, weil man dann ungefährlicher links überholen kann. Rechts vom haltenden Auto durchzufahren ist aus dem von Dir genannten Grund unbequem bis gefährlich.

  2. @Akkl3: Wie stellst du dir die „protected bike lane“ vor? Zumindest bei Einfahrten kann es keine bauliche Trennung geben und da kann man nicht vehindern, dass rücksichtslose Autofahrer genau dort quer über dem Radweg stehen bleiben.

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