DPD testet Lastenräder

Der Paketversender DPD testet in Hamburg die Zustellung mit Lastenfahrrädern. In einer Pressemeldung des Unternehmens heißt es: „Die Zustellung per Muskelkraft bietet sich vor allem bei Zustelltouren an, die sich durch kurze Wegstrecken und eine hohe Stoppdichte auszeichnen. Das ist etwa bei der Zustellung in städtischen Zentren an Privatempfänger der Fall – diese erhalten oft nur eine einzelne Sendung.
Zur Beladung der Fahrräder hat DPD dezentrale Umschlagspunkte eingerichtet – zum Beispiel bei gewerblichen Kunden im Zielgebiet, die Lagerflächen zur Verfügung stellen. Dort laden die Fahrrad-Zusteller während ihrer Zustelltour immer wieder neue Pakete auf und bringen diese umweltfreundlich zum Empfänger.“ DPD will die Transporträder von drei Herstellern testen und geht erst einmal in den Stadtteilen Barmbek, Steilshoop, Rotherbaum, Winterhude und Alsterdorf an den Start.

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DPD-Pressemeldung
[via]

7 Gedanken zu „DPD testet Lastenräder

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  1. Aha, DPD goes „Green“? Oder ist es einfach nur die Einsicht, dass man mit einem klobigem Kastenwagen in engen und zugeparkten Straßen, gegenüber einem erheblich schmalerem Fahrrad, das auch noch auf evtl. vorhandenen Radwegen fahren und stehen kann, klar im Nachteil ist?

    Weichen die Kurierdienste nun also letztlich auf den Straßenraum aus, der noch ein Vorankommen ermöglicht und weniger Konflikte mit Bußgeldern wegen Parkens in zeiter Reihe u.ä.m. bedeutet? Die Radwege?

    Spannend aber ist die Sache auf jeden Fall. Bedeutet es doch, dass es mehr Lastenräder und v.a. auch wohl zukünftig mehr Auswahl an ihnen geben wird. Der Gebrauchtmarkt für diese Teile wird sich verändern und die Wahrnehmung dbzgl. ebenso.

    Weniger lustig wird es aber einmal mehr für die Angestellten, denn die haben zur Schlepperei nun auch noch die Treterei. Aber vielleicht kommen dann ja auch zunehmend die elektrifizierten Lastenräder.
    Auf jeden Fall aber ist es ein Gewinn in Sachen Feinstaub, durch den Wegfall der ganzen Stop&Go Dieselfahrzeuge.

  2. Na, ich bin da aber skeptisch. Dann parken demnächst keine Klein-LKW sondern Lastenräder auf den Radstreifen?

  3. Das Dickerchen da oben auf dem Rad hat Körperertüchtigung sehr nötig. Aber schon nach einem Jahr im Einsatz wird Frl. Meyer aus der Lohnbuchhaltung gerne mal in seinen knackigen Popo kneifen wollen 😉

    (…vorausgesetzt, dass das Rad auch wirklich nur von Muskelkraft betrieben wird – Fickt Atomstromräder!!!)

  4. Atomstromräder sind fast emissionfrei! Elektromotoren haben einen besseren wirkungsgrad als Verbrennungsmotoren. Die Luftquallität im innerstädtischen Bereich gehen durch den Verzicht auf verbrennungsmotoren zurück: Elektromobilietätspflicht für alle Innenstadtbereiche! Die Abgasaufbereitung und der Wirkungsgrad in Kraftwerken ist wesentlich effektiver als bei Dosen, Last- und Lieferdosen. Und: Der “Dreckgehalt” des Stromes ist änderbar, der Dreckgehalt der klassischen Nutzung fossiler Brennstoffe nicht!
    Und hier noch eine Stellenausschreibung: Gesucht werden Fahrradkuriere, 48h-Woche, 9,30 Euro Brutto pro Stunde für leicht hügeliges Gelände und einem durchschnittliches Frachtgewicht von 80kg zzgl Fahrer und Rad (kein Hilfsmotor). Chinesische Rikschafahrer sind herzlich willkommen. Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen bitte in einen ausreichend frankierten und an sich selbst adressierten Brifumschlag per Post oder Radkurier schicken.

  5. …aber eben nur FAST….

    Muskelkrafträder dagegen SIND emissionfrei im Einsatz – außer der Fahrer aß Kohleintopf… 😉

    …uuuuund Muskelkrafträder machen keinen Sondermüll! (Akku, Motor…)

    Übrigens geiles Job-Angebot!! Da würd ich gerne fahren 🙂

  6. Ich geh mal von Ironie aus, aber bei der Emissionsfreiheit der Atomkraft muss man schon stark widersprechen. In Anbetracht der Gefährlichkeit der Abfallprodukte, die immerhin ganze Regionen unbewohnbar machen können, kann man wohl kaum von Emissionsfreiheit sprechen. Ohnehin weiss ich gar nicht, warum Atomkraft so in der Diskussion ist – sie ist nur zu einem Bruchteil an der Energieerzeugung der Welt beteiligt, und die ihr zugrunde liegenden Rohstoffe reichen nur wenige Jahrzehnte. Selbst bei einer Hardcore-Atom-Politik überlebt sich das Thema absehbar selbst.

    Bei Lastentransporten kann ich mir, je nach Strecke, schon eine elektrische Unterstützung vorstellen. Ich fahr manchmal mit Kinderanhänger, da reicht der kleinste Wind, dass es megaanstrengend wird.

  7. Setze fast emissionfrei = fast CO²-neutral. Ich hätte übrigens gern einen Kastor im Keller. Der macht so um die 200°C und somit unabhänging von russischem Erdgas oder lybischen Öl für die Heizung. Das eigentliche Problem ist, dass die Atomkraft in kapitalistischen Händen ist und somit durch Profitgier getrieben ist; anders kann die Verschleierungstaktik und die Ablehnung externer Hilfe durch TEPCO nicht erklärt werden.
    Nebenbei: „Die Zustellung per Muskelkraft bietet sich vor allem […] in städtischen Zentren an Privatempfänger [an].“
    Wieviel Privatempfänger hat denn der DPD? Nach meinem Empfinden weniger als UPS und UPS hat schon kaum welche. Also nur für Städte größer 1 Mio?

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