Geschicklichkeitsparcours am Alexa

Wie in jedem Jahr gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt auf dem Vorplatz des Alexa, dem Einkaufszentrum am Alexanderplatz. Auch die Radfahrer wurden von den Betreibern des Alexa nicht vergessen. Für sie wurde der nicht benutzungspflichtige Radweg liebevoll zu einem Geschicklichlichkeitsparcours umgewandelt. Allein ein halbes Dutzend metallbewehrte Kabelbrücken sind quer über den Radweg gelegt, die einen unsanft aus dem Sattel holen, wenn man nicht weniger als 5 kmh fährt. Ein über den Radweg gelegter Teerstreifen, der bei schneller Fahrt glatt zu einem Felgenschaden führte, wurde inzwischen ein wenig entschärft und mit Auf-und Abfahrtrampe versehen. Sehr schön gestaltet ist auch eine Dreierschikane: zuerst ein Haltestellenmast der BVG, unmittelbar danach ein Hydrant und zum Schluss wieder ein über den Radweg verlegtes Versorgungskabel.

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16 Gedanken zu „Geschicklichkeitsparcours am Alexa

Kommentare-Feed
  1. lustig wirds nach dem ersten schnee, wenn man die hindernisse nicht mehr sieht. geräumt wird der radweg sicher nicht 😉

  2. Der Radweg ist doch offensichtlich gesperrt. Oder wie interpretiert ihr einen rot-weiß-gestreiften Balken quer über die gesamte Fahrbahn?

  3. Der rot-weiße Balken soll vor dem Hydranten warnen. Anfangs ragte das Hydrantenrohr nackt aus dem Fahrradweg heraus. Nun wird der Hydrant durch drei der rot-weißen Balken „geschützt“, die zu einem Dreieck zusammengestellt sind. Die Position der Balken ändert sich täglich. Gestern war es so wie auf dem Foto, heute steht das Gerüst mehr links, sodass Radfahrer rechts vorbeifahren können.

  4. Von der aktuellen Unbill für Hindernisparcourbewältigenwoller aus freien Stücken und Überzeugung abgesehen, muss zum Radweg vorm Alexa allerdings angemerkt werden, dass es eine ziemliche Sensation ist, dass dieser funkelniegelnagelneue Weg bislang nicht als benutzungspflichtig beschildert wurde.

    Ich bin dadurch dort jedes Mal wieder positiv überrascht.

    Ob das wirklich so gewollt ist und ohne Benutzungspflicht bleiben soll?

  5. Kann ja eigentlich schon deshalb kein Radweg mehr sein, weil irgendwie der Fußweg fehlt.

    Mein blanker Horror ist immer der Radweg hier: http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Alexanderplatz,+Alexanderplatz,+Mitte,+Berlin,+Berlin&sll=51.151786,10.415039&sspn=20.308254,67.631836&ie=UTF8&hq=Alexanderplatz&hnear=Alexanderplatz,+10178+Berlin&ll=52.520697,13.41533&spn=0.0006,0.002064&t=k&z=20 (noch nicht zu sehen). Er quert die Fahrbahn und ist vom Fußweg klar abgetrennt. Das kapiert schon zur Normalzeit kein Fußgänger – wenn Weihnachtsmarkt ist, kann man als Radfahrer nur noch Umwege fahren.

  6. Wir sollten ganz dringend eine Petition einreichen, um diesen Trial-Parcour schützen zu lassen!
    Allerdings muss ich zugeben, dass ich dieses Radsport-Highlight noch nicht unter dem Crossreifen hatte. Aber ich gelobe Besserung!

  7. Ich weiß gar nicht was ihr alle habt, seid ihr zu Stoßzeiten am Alexa vorbei, ob Radweg frei oder nicht, da stehen immer Fußgänger im weg.
    Ich kann nur die Straße empfehlen, die ist auch schön neu und man wird sogar von den PKW Fahrern beachtet wenn man sie Überholt… 😉

  8. Pedanterie:

    Das Wort „Parcours“ kommt aus dem Französischen und wird mit (stummem) ’s‘ am Wortende geschrieben.

  9. @Prokrastes: Danke, ist verbessert.

  10. Das Alexa hat sich noch nie durch Fahrradfreundlichkeit ausgezeichnet. Die Anordnung der Fahrradbügel vor dem Haupteingang ist eine Frechheit. Da sollte offenbar nur den baurechtlichen Vorschriften Rechnung getragen werden und dafür möglichst wenig Platz verwendet werden.
    Da hilft nur eins: Boykottieren!

  11. v.a. dem alexa schreiben, dass das der grund ist warum man da nicht mehr einkauft. müssen nur genug leute machen. wenn’s um umsatz geht, werden die verantwortlichen hellhörig

  12. Benno Koch hatte auf seiner Webseite bei einem neu eröffneten Kaufhaus ja mal gezählt, wie viele Pkw im Parkhaus standen und wie viele Fahrräder sich die paar Fahrradabstellanlagen geteilt haben. 400 Pkw vs. 200 Fahrräder war das Ergebnis. Baukosten fürs Parkhaus: mehrere Millionen. Kosten für die Fahrradbügel: ein paar Tausend. Fühlt sich da vielleicht jemand unerwünscht?

    http://www.benno-koch.de/article09573_felgenkiller_am_tempelhofer_hafen2

  13. hehe, da der tempelhofer hafen bei mir in der nähe ist, hab ich mich natürlich auch bei denen beschwert und denen geschrieben, dass ich lieber wieder in die schloßstrasse fahren zum einkaufen, weil ich mein rad da besser anschliessen kann 😉
    ne antwort hab ich leider nicht erhalten

  14. Als damals die Potsdamer Arkaden eröffnet wurden, bekam ich sofort Hausverbot wegen Widerworten… Ich hatte schüchtern versucht, mein Rad einmal die 20 m quer durchs Gebäude zu schieben, da auf der anderen Seite der Glastür ein Laternenmast frei war. Sonst gabs noch keine Abstellmöglichkeiten.
    Die Security riss mir das Rad weg und ich wurde von zwei Jungs gewaltsam rauseskortiert. Meiner Nachfrage, wohin mit den Rädern an der Mall, begegnete man mit: die gehörten in die Tiefgarage, da wären die Fahrradständer. Daimler-City? Dann eben Hausverbot wegen Nachfrage.
    Planer haben doch nach wie vor keine Normalbürgerverkehrspraxis…

  15. *Potsdamer Platz Arkaden, so heißt der Schuppen richtig, oder?

  16. Im Alexa konnte ich mein Rad kürzlich unbehelligt drinnen direkt vorm mediamarkt – oder ist es saturn? – am treppengeländer anschließen.

    In den Schönhauser Allee Arcaden fand ich mein am Treppengeländer angeschlossenes Rad nach der Rückkehr aus dem Spielzeugladen gut bewacht von einem Security-Mann, der mir erläuterte, dass das so nicht ginge, dass er aber größtes Verständnis habe, da er sein Rad ganz sicher auch niemals vor dieser Mall stehenlassen würde, weil da zuviel geklaut würde.

    Die Galleria Kaufhof hat eine Fahrradabteilung. Dort irgendwas kaufen zu wollen, für dass überprüft sein will, ob es ans Rad passt, ist ein gutes Argument, auch dort an den Securitysklaven vorbeizukommen…

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