Bike not Cars Festival in Amsterdam

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Endlich stellen mal wieder Leute Zusammenhänge her. Das Radtourenprogramm des ADFC in Ehren, immerhin feiern Energiekonzerne, Autofirmen, Lobbyorganisationen wie der ADAC und autozentrierte Planungs-und Baubehörden im Gleichklang mit weiten Teilen der Politik den Fetisch Auto. Dieses Götzenbild muss, wenn wir unser aller Lebensbedingungen verbessern wollen, vom Sockel gestoßen werden. Ein bisschen mit der Fahrradklingel spielen am Sonntag ist zu moderat. Ich will keine Gleichberechtigung mit dem Auto! Der motorisierte Individualverkehr ist nur das Symptom für eine gewaltförmige (das Recht des Stärkeren), letztlich selbstzerstörerische Gesellschaft.

via bikesnotcars.wordpress.com

11 Gedanken zu „Bike not Cars Festival in Amsterdam

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  1. Schade, dass man mit solchen Ansichten ein Außenseiter ist. Man muss den Leuten einerseits die Dimensionen der Nachteile der übermäßigen Nutzung des Autos klarmachen (das geht von tausenden Toten über einen kaum nutzbaren öffentlichen Raum bis zu erhöhten Heizkosten) und andererseits auch Alternativen aufzeigen. Tieren gesteht man Bewegungsraum zu – der Mensch verzichtet freiwillig darauf. Es ist absolut unnatürlich, wenn man in einem Monat insgesamt nicht mal einen Kilometer gelaufen ist und keinen Regentropfen abbekommen hat. Attraktive Straßen, die für Fußgänger und Radfahrer gestaltet sind, machen den Gang zur S-Bahn oder die Fahrt auf dem Rad so angenehm, dass der Autoverzicht am Ende keine eingebüßte Lebensqualität ist. Das wissen wir hier im Blog – der Normalbürger aber nicht.

    Auf jeden Fall wünsche ich denen, die an der Aktion teilnehmen können, viel Spaß!

  2. Die Außenseiter werden langsam mehr. Wahrscheinlich werden wir dennoch unsere Weisheit, dass es mit weniger Autofahren besser geht, mit ins Grab nehmen.

    Vor Jahrzehnten, mein Gott bin ich alt :-), war ich auf einer „Anti-Auto-Veranstaltung“ in Frankfurt/Main, wo ein Redner mich zum ersten Mal darauf aufmerksam machte, wie verschandelt unsere Städte sind, alles zubetoniert, überall Blech, Häuser für Autos, wertvolle Flächen werden ausschließlich für den ruhenden Verkehr reserviert. So ein blödes Auto wird durchschnittlich 1 Stunde pro Tag bewegt, den Rest steht es rum …
    Man sollte vielleicht mal Simulationen bauen, wie es ohne Autos aussehen könnte.

    Aber dem Autojunkie wird es „stinken“. 😉

    Ich bin übrigens auch nicht für eine Gleichberechtigung mit dem Auto. Aber eine Regel sollte es schon geben. Erst kommt der nicht motorisierte Verkehr, dann die anderen. 😉

    Ich wünschen der Aktion auf jeden Fall viel Erfolg!

  3. Ja, eine schöne Computeranimation, in der bildhaft und inhaltlich informativ eine grüne leise und duftende Stadt gezeigt wird, in der Millionen miteinander leben können und die Vorteile urbanen Lebens in Verbindung mit der Ruhe ländlichen Lebens gezeigt wird. Das wäre schön. Und es würde funktionieren, wenn diese in Beton gegeossenen Tatsachen einer verschandelten Großstadt, die nur ein Hort für automobilen Stau darstellt nicht wäre. Nun ist alles zugebaut, zugepflastert, eingeebent, asphaltiert.
    Das wäre ein schönes Projekt für eine Gruppe engagierter Leute, die ihr Wissen über alternative Energie, alternative Verkehrskonzepte etc. zusammenbringen.
    Naja, von Frieda und Otto Normalwurst wird man mit solchen Anliegen nur belächelt. Irgendwie bitter, von so vielen Degenerierten umgeben zu sein.

  4. „Man sollte“, „Das wäre“

    Meine Lieblingsworte auf so engem Raum versammelt. Im Post nach mir wird dann stehen „Die da oben“ und „müssen mal endlich“. Wunderbar. Köstlich.

    Wisster: machts doch einfach. Nicht nur warten…
    k.

  5. @Konrad, so ganz kann ich die Kritik nicht verstehen. Dieser Blog „macht“ doch schon. Hier werden fahrradspezifische Informationen publiziert und eine „andere“ Sichtweise angeregt. Viele Radfahrer holen hier Informationen, die sie in Diskussionen mit Hardcore-Allesbleibtwieesist-Lobbyisten einwerfen können.

    Die von Dir zitierten Redewendungen sind in der Diskussion noch nicht einmal gefallen. Es steht ja jedem offen, sich an solchen Diskussionen zu beteiligen oder auch nicht.

  6. @Konrad merkwürdige Reaktion :-), ich für meinen Teil „mache“ schon ;-), fahre fast ausschließlich Rad, seit über 40 Jahren, habe kein Auto, wenn ich eins benötige, Carsharing oder besser Stadtteilauto ist das Zauberwort.
    Wenn das man mehr Menschen machen würden …..

  7. @ Konrad: Komisch finde ich dabei nur das ausgerechnet der ADFC soetwas schreibt. Eigentlich müsstet ihr euch über so einem Blog doch freuen wo immer wieder auf die Probleme von Radfahrern aufmerksam gemacht wird.

  8. Tja, die Frage ist eben, was ein Blog „macht“. Ich finde diesen Blog wirklich gut, interessant und alles. Das ist überhaupt nicht der Punkt. Aber in der realen Welt hilft bloggen eben nur begrenzt. Die Probleme benennen ist auch nicht unbedingt nötig. Die sind alle längst benannt.

    Wichtiger ist vielleicht: machen. Selber Briefe an die Verwaltung und an Politiker schreiben, gegen Radwege klagen, sich in Planungsprozesse einbeziehen, Demos organisieren und seinen Senf dazugeben. Das ist alles recht mühsam (mühsamer als bloggen und noch mühsamer als Blogeinträge kommentieren), aber das würde in der realen Welt vielleicht etwas mehr bewegen, als sich nur gegenseitig auf die Schulter klopfen (was auch nicht falsch ist…). Es ist natürlich die Frage, was man bereit ist, dafür zu „zahlen“. Für den einen ist es schon genug, wenn er kein Auto hat. Tja. Vielleicht muss es etwas mehr sein (das ist ein ausdrücklicher Aufruf zu Öko-Prophetie)

    @ Berlinradler: Die von mir zitierten Redewendungen sind natürlich gefallen. Strg+F.

    @ Markus: nicht „ihr“ bitte. Ich freue mich. Und ich denke, der ADFC wird sich auch freuen. Ich kann aber nicht für 120000 Mitglieder sprechen. Aber zum „Aufmerksam machen“ s.o. Wenn man sich gegenseitig auf seine Probleme aufmerksam macht. Naja…

    Ansonsten: Ich stehe vielleicht zu sehr unter dem Eindruck der Dresdner Politpossen, die die ganzen achso alternativen Menschen immer so garnichts angehen. Und die sprechen auch immer von „man müsste“, „die da oben“, „man sollte“. Das macht mich nicht an.

    schöne Grüße,
    Konrad

  9. Also dass die Probleme bekannt sind, da kann ich ja nicht mal in Teilen zustimmen. Der Großteil der Menschen die ich kenne, kann sich gar nicht vorstellen, dass Radwege irgendwelche Nachteile haben. Die Probleme bestimmter Radführungen sind nicht mal Verkehrsplanern bekannt, geschweige denn den Verwaltungsvorschriften zur STVO.

    Zum Rest des Textes hatte ich was geschrieben, dann aber wieder gelöscht. Aber eins kann ich mir nicht verkneifen – Strg+F „da oben“ führt auf Deinen Kommentar.

  10. Wer liest diesen Blog? Doch nicht „Der Großteil der Menschen die ich kenne“.
    Also nochmal: nichts gegen solche Blogs. Tolle Sache. Aber das kann man wirklich nur als minimalen Teil der Problemlösung betrachten. Wieviele Verkehrsplaner kennst du?
    k.

  11. @Konrad, lass mal gut sein.

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