Shared Space in Lichtenberg?

Eine besonders kuriose Beschilderung findet man derzeit in Berlin Lichtenberg. Es handelt sich um die Allee der Kosmonauten Ecke Rhinstraße – Blickrichtung Osten.

Falsche Radwegbeschilderung

Selbst wenn man großzügig nach dem Motto „Man weiss ja wie es gemeint ist“ darüber nachdenkt – wie ist es eigentlich gemeint? Der kurze Radwegabschnitt hinter der Kreuzung war vorher mit einem ganz normalen Radwegschild versehen, und selbst wenn das nun verwendete Zeichen 241 nicht verkehrt herum wäre, wüsste ich nicht, wozu es das Zeichen 237 (Radweg) überhaupt ersetzen sollte.

Dem Bürger wird immer beigebracht, dass er Verkehrszeichen auch dann beachten muss, wenn sie ihm unnötig erscheinen. Bei pedantischer STVO-Beachtung teilen sich also nach ein paar Metern Fußweg die Fußgänger und Autofahrer die Fahrbahn, während die Radfahrer ganz rechts auf dem grauen Radweg fahren.

Danke übrigens an Kalle für die Autorenrechte! Ich hoffe, mein Einstand genügt den Ansprüchen des Blogs und seiner Leser. Das Bild ist von mir (berlinradler).

7 Gedanken zu „Shared Space in Lichtenberg?

Kommentare-Feed
  1. Yeah… Lichtenberg hat viele tolle dämliche Ecken… so aus Radfahrersicht.

  2. Hallo Berlinradler,

    auf jeden Fall eine weise Entscheidung von Kalle, dich zum Autor der Radspannerei zu machen. Sonst hätte Dein berlinradler.blog.de der radspannerei am Ende noch irgendwann den (google)Rang abgelaufen. 😉

    beide blogs lesend,
    Chris

  3. schade, dass der/die verantwortliche(n) in der behörde für son schund nicht haftbar gemacht werden können.

    regelung durch verkehrszeichen 237, die mir schwachsinnig erscheinen, ignoriere ich inzwischen auch einfach, z.b. benutzungspflicht schönhauser allee oder prellerweg

  4. @Philip, ich hatte mich mit dem Amt für Bauen und Verkehr in Lichtenberg schon mal in anderen Fragen auseinandergesetzt, leider dauerte die Beantwortung einen Monat und es wurde überhaupt nur eine von etwa drei Fragen und Vorschlägen beantwortet. In Fragen des Radverkehrs besteht da nur mäßiges Interesse, insofern versuche ich es gar nicht weiter.

    Auch meine Anfrage beim Ordnungsamt Treptow-Köpenick, ob ich denn auf dem Europaradweg R1, der durch eine nicht freigegebene Grünanlage führt, mit Bußgeldern rechnen muss, wurde nie geantwortet.

    Bessere Erfahrungen – zumindest mit der Antwortmentalität – habe ich in Pankow gemacht.

    Eine ablehnende Haltung gegenüber allen Vorschlägen habe ich bisher bei allen meinen Anfragen erfahren, in allen genannten Bezirken. Es ging mir dabei meist um legale Verknüpfungen attraktiver fahrradgeeigneter Wege -u.a. auch um die legale Erreichbarkeit des R1 durch Seitenstraßen.

    Die von Dir gestelle Anmerkung zur Haftbarkeit ist im Falle eines Unfalls andersherum noch prekärer – was passiert eigentlich, wenn ein Radfahrer einen Fußgänger auf dem roten Fußweg anfährt? Welche Mitschuld hat ein Fußgänger, der mitten auf der Fahrbahn läuft, weil ja kein Fußweg vorhanden ist?

  5. Hallo Ihr lieben…
    …wenn ich mir die Beschilderung so anschaue ist Sie eindeutig!
    Das Verkehrszeichen: nur Radweg ist durchgestrichen und somit Aufgehoben. Durch das zweite Verkehrszeichen geht ganz klar hervor, dass Radfahrer rechts zu fahren haben und Fußgänger links. Die Rote Farbe mit der oft Fahrradwege gekennzeichnet werden, kommt in der STVO nicht vor und hat somit keine Wegweisende funktion.
    Gefährlich dürfte die Situation sein , wenn sich Radweg und Fußweg kreuzen.

    Wenn ich falsch liegen sollte würde ich mich über eine Antwort freuen.

  6. Hallo Martin,

    Du liegst richtig – das ist ja irgendwie auch das behandelte Thema 😉 Problematisch ist, dass der Fußweg nach 20 Metern endet und in die Fahrbahn mündet.

  7. Gestern bin ich mal wieder dort vorbeigekommen. Das ursprüngliche Radwegschild ist weiterhin als ungültig abgeklebt, das andere Schild, das Fußgänger und Radfahrer auf die jeweils falsche Bahn schickte, ist aber nicht mehr da.

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