Freitag 20:00 Uhr: Lichterfahrt des ADFC

Unter dem Motto „Lasst uns die Stadt erleuchten!“ demonstriert der ADFC dafür, dass die Sicherheit für Radfahrende verbessert wird. Dazu bedarf es nicht nur guter Straßen- und Fahrradbeleuchtung, sondern auch weiterer, insbesondere infrastruktureller und ordnungsrechtlicher Maßnahmen. Was nützt das beste Licht am Fahrrad, wenn der Schutz- oder Radfahrstreifen zugeparkt ist? Was nützt die gute Straßenbeleuchtung, wenn Kfz-Fahrende beim Abbiegen nicht auf Radfahrende und Fußgänger achten?

Nach dem Treff um 20:00 Uhr vor der historischen Ampel auf dem Potsdamer Platz geht es zehn Kilometer quer durch den beleuchteten Bezirk Mitte bis zum Abschluss auf dem Alexanderplatz.

Zeit: Freitag, 16. Oktober 2015 um 20:00 Uhr
Ort: Potsdamer Platz

ADFC Berlin: Lichterfahrt 2015
Lichterfahrt bei Facebook

17 Gedanken zu „Freitag 20:00 Uhr: Lichterfahrt des ADFC

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  1. Das ist für mich ‚mal wieder typisch ADFC.

    | sondern auch weiterer, insbesondere infrastruktureller und
    | ordnungsrechtlicher Maßnahmen. Was nützt das beste Licht
    | am Fahrrad, wenn der Schutz- oder Radfahrstreifen zugeparkt
    | ist? Was nützt die gute Straßenbeleuchtung, wenn Kfz-Fahrende
    | beim Abbiegen nicht auf Radfahrende und Fußgänger achten?

    Dass die Infrastruktur selbst das Problem ist, will dieser Verein einfach nicht wahrhaben. Was bei den Leuten, die als unbeteiligte oder Adressaten dieser Protestveranstaltung diese wahrnehmen, hängen bleibt, ist die Forderung nach „besseren“ Radwegen und die Forderung nach dem (beinahe unmöglichen) besseren Aufpassen beim Abbiegen. Das Problem ist die Gestaltung der „besonderen“ Infrastruktur für Radfahrer, die an sich völlig überflüssig wäre.

    Weiterhin wären ja auch die albernen Beleuchtungsvorschriften für Fahrräder ‚mal Anlass für Kritik/Protest. Eine „Lichterfahrt“ würde sich dafür ja geradezu anbieten. Würde mich schon interessieren, was die Veranstalter unter dem „beste[n] Licht am Fahrrad“ verstehen. Auf dem illustrierenden Bild auf der verlinkten Website hat keiner eine gute Beleuchtung, einige sogar gar keine …

    (OT: Wie albern die gegenderte Sprachweise ist, fällt besonders dann auf, wenn die Anwendenden dies nicht konsequent tun. 😉 )

  2. Der ADFC in Berlin schließt sich tatsächlich und recht kritikfrei der verbreiteten Forderung nach mehr Radstreifen an, ohne die Probleme zu diskutieren. Denn wenn Mindestbreiten nicht eingehalten und zulässige Mindestbreiten zu eng bemessen sind, stellt man gerade etwas erfahrenere Radfahrer vor das Problem, entweder die Regeln zu befolgen oder Eigenschutz zu betreiben.

    Allerdings sind einige Themen auch sehr kontrovers, so dass so ein Verein nicht alle Standpunkte vertreten kann. So kann man z.B. darüber diskutieren, ob Radfahrer wirklich gar keine Infrastruktur benötigen, was ich bezweifle. Das Problem ist, dass Infrastruktur immer mit Radwegen verwechselt wird und man als diskutierender Radfahrer solche Worte besser nicht in den Mund nimmt, um Beißreflexe zu vermeiden. Aber Fahrradinfrastruktur kann auch aus grünen Wege oder echten Fahrradstraßen bestehen, ebenso aus einem kleinen Durchbruch hier und da, der Kilometer Umwege oder OWis einspart.

    Witzig finde ich, dass der ADFC so offen und durchschaubar eine Konkurrenzveranstaltung zur CM aufbaut. Aber was solls, solche Fahrten machen vor allem Spaß – so sollte man sie auf- und annehmen.

  3. „fahrradinfrastruktur in form von radwegen an verkehrsachsen“

    und

    „Mindestbreiten nicht eingehalten und zulässige Mindestbreiten zu eng bemessen sind“

    ist ja nun nicht das selbe.

    es gibt ka auch die möglichkeit, eine volle parkspur in einen radweg oder eine radspur umzuwidmen. und die kreuzungen konflikminimierend zu gestalten.

    infrastruktur für radfahrer ist sicher auch nicht „überflüssig“. das ist keine mehrheitsfähige meinung. warum sollte der ADFC also so etwas vertreten?

    worauf gründet überhaupt der feste glaube, abbiegeunfälle wäre gemeinsam mit den radwegen ein für alle mal abgeschafft? solange radfahrer rechts an kfz vorbei oder rechts neben ihnen fahren oder von kfz vor dem abbiegen überholt werden (!), so lange wird es auch die typischen rechtsabbiegerunfälle geben.

    besser aufpassen beim abbiegen

    ist ganz sicher nicht „unmöglich“ – sondern dringend notwendig. wer biegt denn in berlin überhaupt vorsichtig und im schritttempo ab? mit baustoffen beladene lkw jedenfalls in der regel nicht…

  4. Lieber Fab,

    wie wäre es denn mal mit ein wenig Rücksichtsnahme? Nicht nur im Straßenverkehr sondern auch hier im Blog. Deine Kommentare sind wegen der fehlenden Großschreibung sehr schwer zu lesen. Das finde ich immer anstrengend. Das du eine Umschalttaste hast zeigst du ja beim ADFC. 😉

  5. @N.M. bleib mal aufm Teppich. Der Adressat ist nicht der Autofahrer sondern der Senat, der endlich mal in die Puschen kommen soll und sein Etat ausnutzen soll und dann auch noch aufstocken muss. Ich bin über jede Radspur froh, die angelegt wird. Jede Aufstellfläche an Ampeln vor den Autos erwarte ich sehnlichst.
    Das der ADFC ein bisschen zu kleinlaut als Lobbyist auftritt, ändert sich offensichtlich. Mir ist er aber noch zu leise. Jede Demo und jede CM hilft da laut und sichtbar aufzutreten um dann der Politik zu zeigen hier fahren Wählerstimmen und zwar nicht wenige. Nur so lässt sich Politik bewegen. Leider….

  6. @fab, meine Kritik will ich nochmal etwas verdeutlichen. Ich sage nicht, dass der ADFC viel zu enge Radspuren fordert. Aber es gibt solche Spuren, und daran höre ich vom ADFC keine Kritik. Das meine ich mit der kritikfreien Forderung von Radstreifen.

    Ich empfinde viele Radstreifen, die in den letzten 10 Jahren auf unproblematischen Straßen hinzugekommen sind, als eine Verschlechterung. Einige empfinde ich auch als Verbesserung. Bei dem Großteil bin ich recht neutral, da durch Zuparkerei sowieso kein großer Unterschied zum normalen Fahrbahnfahren besteht und krasse Unterschreitungen sinnvoller Breiten in Berlin zwar stattfinden, aber vergleichsweise selten.

    @ThomasK, mein subjektives Empfinden ist, dass seit Rot-Schwarz das Interesse an Fahrradthemen im Senat abgeebbt ist. Ebenso wie Du hoffe ich, dass man das zum Wahlkampfthema machen könnte, um wenigstens den nächsten Senat aus dem Tiefschlaf zu rütteln. Aber das nächste Wahlkampfthema dürfte wohl mehr oder weniger klar sein 🙂

  7. > Das Problem ist, dass Infrastruktur immer mit Radwegen verwechselt wird

    Der ADFC selbst bedient sich einer verschleiernden Sprache, weil natürlich klar ist, das er dank seinem jahrezehntenlangen Geschrei nach Wegelchen Unfällen herbeigefordert hat. Und so steht „Infrastruktur“ in 99,9% der Fälle für „Radwege“ jeder Art.

    > das ist keine mehrheitsfähige meinung. warum sollte der ADFC also so etwas vertreten?

    Wenn der ADFC eine Vertretung der Radfahrer sein wollte, müßte er zwingend ein Verbot von Wegelchen vertreten angesichts des Schindluders, der damit getrieben wird. Aber er versteckt sich mit seinen Forderungen lieber und notwendigerweise hinter anderen, hier genannt „Mehrheit“, und ist so Teil des Problems.

  8. ThomasK:

    > Der Adressat ist nicht der Autofahrer

    Habe ich das behauptet?

    > sondern der Senat,

    Ich sehe jetzt nicht, was das an meinen Ausführungen ändern sollte.
    Inwiefern soll der Etat ausgenutzt werden? Für genau das, was ich kritisiere? Der Radverkehr kostet soviel weniger, als man denkt; es genügt eigentlich, die ihn betreffenden Behinderungen und Beschränkungen zu beseitigen. Und warum braucht es überhaupt einen gesonderten Etat für den Radverkehr? Gibt es auch besondere Etats für PKW, LKW und Motorräder? Das ist alles Straßenverkehr, und der Denkfehler liegt meines Erachtens genau dort, dass man da immer separiert. Eine „ganzheitliche“ Verkehrspolitik ist gefragt.

    > Ich bin über jede Radspur froh, die angelegt wird.

    Ich eben nicht. Alle mir bekannten Radspuren behindern oder gefährden mich. „Schutzstreifen“ sind im besten Fall völlig überflüssig; in ungüsntigen Fällen stellen sie eine zusätzliche Gefährdung im Vergleich zum Fahren auf der Fahrbahn dar (zu geringer Überholabstand der KFZ, zu dichte Führung an parkenden Fahrzeugen vorbei, …)

    > Jede Aufstellfläche an Ampeln vor den Autos erwarte ich sehnlichst.

    Wozu? Fahrräder gehören vor und hinter andere Fahrzuege, nicht daneben. Diese Aufstellflächen sind nur nutzbar, wenn der Radverkehr neben den KFZ vorbei geführt wird; ich kenne jedenfalls (abgesehen von der Variante, dass Fahrräder die Busspur nutzen dürfen) keinen Aufstellstreifen, der ohne hochgefährliches Vorbeiquetschen rechts an den KFZ vorbei zu erreichen wäre. Dieses Vorbeiquetschen ist ein (gefährliches) Privileg, auf welches ich durchaus verzichten würde.

    Das Problem ist doch, dass bei den FOrderungen nach irgendwelchen Sonderspuren immer Ideallösungen in den Köpfen herumspuken. In der Praxis ergebenb sich meiner Erfahrung nach immer nachteilige und meist gefährliche Lösungen.

    Infrastruktur: Wir haben eine ziemlich gute Infrastruktur. Aber sie wird einseitig den KFZ zugesprochen und von diesen blockiert. Anderen Verkehrsteilnehmern wird sie zugunsten der KFZ vorenthalten. Das müsste sisch ändern, fordert aber leider niemand laut genug.
    Ansonsten: Infrastruktur gerne in Form von brauchbaren Abstellanlagen usw. Aber die Forderungen (wie auch dieses Beispiel zeigt) werden eben in Bezug aus Sonderspuren erhoben.

    fab:

    > worauf gründet überhaupt der feste glaube,
    > abbiegeunfälle wäre gemeinsam mit den radwegen
    > ein für alle mal abgeschafft? solange radfahrer rechts
    > an kfz vorbei oder rechts neben ihnen fahren oder
    > von kfz vor dem abbiegen überholt werden (!),
    > so lange wird es auch die typischen rechtsabbiegerunfälle geben.

    Du hast das Problem erkannt: Fahrräder gehören nicht _neben_ andere Fahrzeuge, sondern davor und dahinter. Wer vorbei möchte, soll „richtig“ überholen: bewusst und mit Wechsel der Fahrspur. Dann ist nur noch Dein letzter Punkt ein reales Problem. Das erlebe ich auch auf Straßen ohne Sonderwege/-spuren immer wieder; das ist ein gefährliches und letztlich ja auch überflüssiges Verhalten.

  9. „Du hast das Problem erkannt: Fahrräder gehören nicht _neben_ andere Fahrzeuge, sondern davor und dahinter. Wer vorbei möchte, soll “richtig” überholen: bewusst und mit Wechsel der Fahrspur.“

    @N.M.

    in Prinzip gut, allerdings wie Regelst du dann das ständige rechtsüberholen seitens der Fahrradfahrer an Ampeln, … wenn ich mich da jedes mal hinten an PKW-schlange anstellen würde macht das Radfahren kein Sinn mehr???

  10. In vielen – nicht allen – Fällen hat man gar keinen Nachteil wenn man sich hinten anstellt. Wenn nur 2 oder 3 Fahrzeuge vor einem sind, geht das meist recht gut. Selbst, wenn einer nach rechts abbiegen will, kann man den dann einfach links überholen. Heutzutage zwar schon fast unerwartetes Verhalten, aber so fährt man dennoch innerhalb der Aufmerksamkeitsbereiche.

    In den anderen Fällen ist wohl jeder auch irgendwie Mensch. Ich stelle mich auch nicht freiwillig in Staus, keine Frage. Meist kann man aber bis zur nächsten Kreuzung schieben und dann irgendwie entrinnen 🙂 Das Fahrrad ist eben super – durch keine Demo oder Baustelle wirklich aufzuhalten. Man fährt vielleicht mal einen Umweg, aber man fährt.

    Was ich an „Fahrradinfrastruktur“ schätze, sind an vielen Stellen auch kleine Durchbrüche. Wenn ich z.B. von der Revaler kommend in Richtung Warschauer fuhr, dann durfte ich NUR auf dieser weiterfahren, dabei wollte ich geradeausfahren, um in die Marchlewskistraße zu kommen. Die Abbiegegebote machen für Autos Sinn, für Radfahrer nicht. Da können kleine Extras schon helfen. Jetzt gibt es eine Möglichkeit, geradeaus weiterzufahren – für eine meiner Hauptstrecken eine große Verbesserung.

    Leider, und deshalb verstehe ich N.M. und auch siggi in ihren „kompromisslosen“ (nicht böse gemeint) Haltungen gut, reden die meisten aber nur von Radstreifen – und das ist wirklich zu wenig, zu billig und nicht selten gefährdend.

    Wie auch immer, ich gestehe, auf der Lichterfahrt dabeigewesen zu sein. Nette Runde, aber der CM macht sie keine Konkurrenz 😉

  11. der haltung von N.M. und berlinradler stimme ich hier zu. aber nur für 30er-zonen. und nur nach flächendeckender umerziehung der radfahrer und autofarhrer.

    auf verkehrsachsen mit 60 km/h regelgeschwindigkeiten und ampelrückstaus ist das „hintereinanderherfahren“ verkehrspolitisches wolkenkuckucksland. wird es nicht geben. gibt es auch in der praxis nicht.

    übrigens, wer derart massiv und grundsätzlich die arbeit des ADFC in frage stellt wie einige hier im blog muss sich schon mal fragen lassen, was er den selbst für das radfahren tut. mitfahren bei der monatlichen freitagabendspaßfahrt allein bringt da ungefähr so wie die teilnahme an der skate-night.

  12. @fab, beziehst Du Dich auf mich, weil ich den ADFC kritisiert habe und dennoch mitgefahren bin? Das würde mich grämen 🙂

  13. @berlinradler

    Also, wenn ich mich hinten an einen Autostau anstellen muss, weil die Damen und Herren KFZ-Lenker mal wieder rechts zugemacht haben, dann habe ich in jedem Fall einen Nachteil, insbesondere von den ja nun doch nicht so sauberen Abgasen. Und diese werden von anfahrenden KFZ, hinter denen ich ja dann herfahren muss, in besonders hohem Maß emittiert. Und an dem Stau
    irgendwie vorbeischlängeln halt ich für gefährlich. Einer genussvollen Radfahrt
    steht ein Autostau immer im Weg.

  14. Ganz ehrlich, ich stehe lieber mit dem Fahrrad hinter einem korrekt eingestellten PKW als an einer Haltestelle auf den Bus oder die Bahn wartend neben einem Raucher. (Freitag kam da so eine Trabbi-Safari an mir vorbei. Da war ich dann allerdings auch froh, als die wieder weg waren.) 😉

    Und an vor der Ampel wartenden Fahrzeugen, die mich möglicherweise vorher bereits überholt haben, mag ich mich auch nicht gerne vorbeischlängeln, außer wenn wirklich viel Platz da ist, der möglichst nach der Ampel als Radstreifen weiter besteht. Denn sonst kann ich nur mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich die Kfz-Lenker mächtig über mich ärgern, weil sie sich erneut an mir vorbeizwängen dürfen.

    Und die leidige Diskussion um die Fahrradinfrastruktur kocht wohl nur deshalb immer wieder so hoch, weil es einfach an Information mangelt. Du begibst dich doch teilweise in Lebensgefahr, wenn du als Radfahrer tatsächlich so fährst, wie dir empfohlen bzw. vorgeschrieben wird, da es immer einige Deppen gibt, die meinen, sie wüssten es besser und versuchen, dich zu erziehen. Siehe hier und hier.
    Bei dem zweiten Fall handelt es sich, wie am Logo zu erkennen, um ein Fahrzeug der Firma Rainbow-Taxi. Auf deren Webseiten findet man u.A. den Hinweis, dass sich die Gründer der Firma auf die Fahnen geschrieben haben, Frieden auf Berlins Straßen zu bringen. So sieht also Frieden bei denen aus!
    Eine wirklich gute Fahrradinfrastruktur wurde mal beim Talradler vorgestellt. Die ist deswegen gut, weil sie eine echte Information darstellt, an die Radfahrer, wo sie fahren sollen und an die Autofahrer, dass die Radfahrer, die dort fahren, sich tatsächlich richtig verhalten.

    Das Motto „Frieden auf Berlins Straßen bringen“ wäre vielleicht ein etwas passenderes Thema für die Lichterfahrt gewesen. Jedenfalls besser nachvollziehbar.

  15. @berlinradler: nein. ich meinte die sehr zugespitzten zusagen oben von n.m. und udo.

    solcherlei grundsatzkritik am eigenen verband hört man nur von radfahrern. ich meine, das kann man gern intern anbringen – nach außen schwächt so was nur die eigene position. schon mal hardcore-autofahrer gehört, die ständig an den ADAC kernforderungen (mehr autobahnen, billiger sprit usw.) rummäkeln?

    @karsten: ja. individuell ist das alles richtig, mache ich auch so – so gut es geht. das konzept „ich fahr jetzt auch wie ein auto“ taugt nur nicht als allgemeines konzept, trotz aller belehrung.

    die verkehrsinfrastruktur muss mE für alle selbsterklärend UND sicher sein, sonst funktionierst das nie richtig. das ist ein milliardenprojekt für eine stadt wie berlin, ganz klar. aber das ist es wert. tausche ein schickes flughafengebäude gegen den mensch-zentrierten stadtumbau (-;

  16. solcherlei grundsatzkritik am eigenen verband hört man nur von radfahrern

    Da du es jetzt erwähnst – ich stimme zu! (Obwohl ich selten in ADAC-Foren unterwegs bin.)
    Es schlägt meines Erachtens in die gleiche Kerbe wie das Verhalten leider auch sehr vieler Radfahrer, die meinen, sich nicht an Regeln halten zu müssen, rote Ampeln für ’ne Art Lichtreklame halten, nachts sogar im finstren Wald ohne Licht unterwegs sind und noch nicht begriffen haben, dass auch Radwege eine Richtung haben. Sie werfen so leider nicht nur auf sich selbst, sondern auf Radfahrer im Allgemeinen ein schlechtes Licht, was sich dann durchaus in mangelndem Respekt seitens anderer Verkehrsteilnehmer niederschlägt.

    “ich fahr jetzt auch wie ein auto” taugt nur nicht als allgemeines konzept

    Hab ich auch nicht so gemeint. Ich würde ja auch nicht mit dem Rad auf die Autobahn fahren, außer bei der Sternfahrt natürlich. 😉
    Es scheint aber viele Autofahrer zu geben, die geradezu daran zu sterben scheinen, wenn sie mal ein paar Meter hinter einem Radfahrer bleiben müssen auch, wenn sie 50 Meter weiter eine Parklücke ansteuern und auch einige, die wohl davon ausgehen, dass sie, weil sie motorisiert sind, damit automatisch das Recht haben, schneller unterwegs zu sein.

    die verkehrsinfrastruktur muss mE für alle selbsterklärend UND sicher sein

    Genau das meinte ich mit dem Stichwort Information bei dem Talradler-Beispiel.

    PS: Ich schließe mich übrigens Michael HA an. Korrekte Großschreibung ist durchaus hilfreich beim Lesen.

  17. Die Grundsatzkritik am ADFC hat ja meist einen argumentativen Kern (z.B. Kritik an deren angeblicher oder wirklicher Radwegforderung) und daraus schlussfolgernd ein hartes Resume (setzen sich nicht für Radfahrer ein). Die, die das schreiben, sind meist Radfahrer, aber nicht im ADFC. Halte ich für ein Statement, das akzeptabel ist.

    Ich bin im ADFC, aber nicht aktiv. Schon allein die Haftpflicht und die Call-a-Bike-Vorteile (falls es die nach der Gebührenreform noch gibt) sind für mich gute Gründe, und zumindest der Berliner ADFC argumentiert, soweit ich das den Medien und der Radzeit entnehmen kann, meist recht vernünftig. In allen Punkten einer Meinung zu sein geht ohnehin nicht.

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