Senatsverwaltung stellt neuen Berliner Radroutenplaner vor

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Radroutenplaner Naviki stellten heute die erste auf die lokalen Bedürfnisse angepasste Naviki-Oberfläche vor. Unter der Adresse
www.naviki.org/berlin
kann man schnell eine Fahrradroute berechnen, ganz so, wie man es früher bei Naviki auch konnte. Ich habe das heute mit verschiedenen Strecken getestet und fand die auf einer übersichtlichen Karte präsentierten, vorgeschlagenen Wege plausibel und schnell. Die Ergebnisse sind bis auf wenige Ausnahmen identisch mit den Routenvorschlägen des Platzhirsches BBBike.

Das Besondere an Naviki-Berlin soll die nahtlose Verknüpfung mit dem Nah- und Regionalverkehr sein. Auf der Naviki-Karte sind auch sämtliche Berliner Bus- und Bahnhaltestellen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) zu sehen. Klickt man eine Haltestelle an, erscheinen unmittelbar die jeweils nächsten Abfahrtszeiten. In der Kombination mit den VBB-Infos erweist sich Naviki als sehr praktisch. Nehmen wir an, wir wollen zur Stadtbahn radeln, um von dort aus mit dem Zug nach Potsdam zu fahren, dann  zeigt uns der Routenplaner nicht nur die benötigte Fahrtzeit zum Bahnhof an sondern auch die nächsten Zugverbindungen.

Der klassische Berliner Radroutenplaner BBBike kommt im Vergleich mit Naviki-Berlin recht oldschool-mäßig rüber, kann aber durch eine Vielzahl von Einstellungen punkten. Egal, ob man einen bestimmten Straßentyp bevorzugt, ob man viele oder wenig Ampeln auf der Strecke haben möchte, ob man grüne Wege präferiert oder nicht, BBBike kann alle diese Wünsche beherzigen.

Naviki-Berlin
BBBike

2 Gedanken zu „Senatsverwaltung stellt neuen Berliner Radroutenplaner vor

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  1. Der Bike-Router (Brouter) kann ebenfalls Fahrradrouten berechnen. Dies funktioniert weltweit. Neben den voreingestellten Profilen (trekking, fastbike, safety…) kann man eigene Profile mit Hilfe einer Skriptsprache erstellen (es lassen sich die einzelnen Wegtypen (Radweg, Bundesstraße, Feldweg,… Kopfsteinpflaster, Asphalt) nach verschiedenen Kriterien gewichten).

    Außerdem werden Höhenunterschiede angezeigt und bei der Routenerstellung auf Wunsch berücksichtigt.

    Gibts auch als Integration für einige Android-Apps.

    http://brouter.de/brouter-web/#zoom=13&lat=52.5129&lon=13.3564&layer=OpenCycleMap%20%28Thunderf.%29

  2. Technisch auf jeden Fall sehr nett gemacht – wobei die Einstellungen bei BBBike für mich näher an der Realität sind. Kürzere Route kann ich noch verstehen, den Unterschied zwischen Alltag und Freizeit weniger.

    Da ist die BBBike-Kategorisierung zwischen Haupt- und Nebenstraßen, grünen Routen und die Kopfsteinpflasteroptionen irgendwie besser.

    Die Hauptrouten find ich generell eine schöne Sache, auch in anderen Städten orientiere ich mich zunehmend an diesen, weil sie ja auch in der OpenCycleMap eingetragen sind.

    In Berlin finde ich sie allerdings etwas seltsam. Dass die Routen teilweise nicht optimal geführt sind und man sicher einige Qualitätsverbesserungen (Winterdienst, Beleuchtung, Oberflächen, Engstellen) durchführen kann – ok. Solche Routen sind ja immer streitbar, der eine will sie so, der andere so. Der zentrale Treffpunkt vieler Routen ist aber der Schlossplatz, und der ist bekanntlich Baustelle – und da gibt es keine Umleitungen und nichts für Radfahrer, die den Routen folgen wollen. Auf Jahre hinweg wird der wichtigste Teil dieser Routen, nämlich ihr zentraler Sammelpunkt, unerreichbar sein. Eigentlich müsste man in der Innenstadt irgendwie über ein Ersatznetz nachdenken.

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