Holländische App belohnt Offlinemodus beim Radfahren

Nach einer schon älteren Studie aus dem Jahre 2010 benutzten etwas mehr als sechs Prozent aller Radfahrer in der Stadt Groningen während der Fahrt elektronische Geräte. Fünf Prozent hörten einen Audioplayer, ein weiteres Prozent nutzte ein Mobiltelefon und gut 0,25% der Radler nutzte das Menu eines Mobilfunkgeräts und wählte, schrieb Textnachrichten oder rief andere Funktionen des Smartphones auf. Eine andere Untersuchung aus dem gleichen Jahr ergab, dass von 2.500 Radfahrern aus den Niederlanden ungefähr 17% ein Handy beim Radfahren nutzte. Weitere Studien belegen, dass das Unfallrisiko um den Faktor 1,4 steigt, wenn man ein Smartphone während der Fahrt benutzt.

Das niederländische Verkehrsministerium und einige Telefongesellschaften haben deshalb die App Fietsmodus für Android und IOS vorgestellt. Der Fietsmodus ist eine Art Flugzeugmodus, der das Telefon in einen Ruhestand versetzt. Nachdem man den Fietsmodus eingestellt hat, kann man für jeden gefahrenen Kilometer Punkte sammeln und erhält die Chance, Fahrräder, T-Shirts und anderen Schnickschnack zu gewinnen.

Eigentlich eine ganz gute Idee, nur an der Umsetzung scheint es zu hapern. Obwohl die App allein im Android-Store mehr als 10.000 mal installiert wurde, hagelt es reihenweise schlechte Beurteilungen.

Fietsmodus
SWOV Fact sheet: Use of media devices by cyclists and pedestrians (pdf-Dokument)

6 Gedanken zu „Holländische App belohnt Offlinemodus beim Radfahren

Kommentare-Feed
  1. Das funktioniert dann ja wohl wieder mal über irgendein Tracking. Wer haut sich denn so ein Selbstdisziplinierungstool samt Überwachungsschnittstelle aufs Handy?

  2. Vielleicht Todd ;), die Idee ist ja voll 2014….

  3. @Michael S:
    Ich nicht… Wäre ja doof, wenn ich dann Navi und Strava nicht mehr nutzen könnte ^^

  4. @ Bob: Die Kombination verblüfft mich. Tracken ist ja inzwischen für die meisten schmerzfrei. Nur, dass die Anwender dafür (jedenfalls bei Anwendungen wie Strava) auch etwas bekommen. Hier muss ich mir was verkneifen und lasse mich dafür tracken.

  5. Warum wird das hier nur fürs Fahrrad und nicht fürs Auto diskutiert? Ich schätze mal, der Gebrauch elektronischer Geräte ist in letzterem wesentlich häufiger und hat wegen größerer Masse und Geschwindigkeit schlimmere Folgen.

  6. @Neuköllner:

    Weil die im Artikel erwähnte App sich direkt an Radfahrer wendet. Es heisst ja Fiets op und nicht Auto op 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.