Heute 20:00 Uhr ab dem Mariannenplatz: CM

Heute ist Fahrradfreitag, an dem sich diejenigen Leute um acht auf dem Mariannenplatz treffen, die sich für bessere Bedingungen für Radfahrer einsetzten. Critical Mass in Berlin, das sind zwanzig bis dreißig Kilometer auf glattem Asphalt bei endloser Grüner Welle im Windschatten der Mitfahrer. Kurz: Critical Mass ist Radfahren in seiner schönsten Form. Wie krass das abhebt vom „normalen“ Radfahren, bemerkt man immer, wenn man von der CM abbiegt und die letzten fünf/sechs Kilometer allein oder zu zweit zurückfährt. Da ist sie dann wieder, die Berliner Fahrradinfrastruktur, die Radfahrerschikanen ohne Ende.

Nachtrag vom 31.08.2014:
Hier ein Fünf-Minuten-Film über die August-CM.

18 Gedanken zu „Heute 20:00 Uhr ab dem Mariannenplatz: CM

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  1. Manchmal aber auch über Kopfsteinpflaster oder Schienen, letztes mal gab es ein paar heftige Stürze…

  2. Als wir im Mai die Friesenstraße bergauf und durch den Schillerkiez auf Kopfsteinpflaster gefahren sind, müssen vorn Sadisten gefahren sein.

  3. Wie krass das abhebt vom “normalen” Radfahren, bemerkt man immer, wenn man von der CM abbiegt und die letzten fünf/sechs Kilometer allein oder zu zweit zurückfährt. Da ist sie dann wieder, die Berliner Fahrradinfrastruktur, die Radfahrerschikanen ohne Ende.

    Ja, das ist wohl einer der besten Gründe, mitzufahren. Die Diskrepanz muss man einfach mal erlebt haben.

  4. es war wieder ein sehr entspannendes radeln gestern abend. vielen dank an alle mitfahrer.

  5. Critical Mass in Berlin, das sind zwanzig bis dreißig Kilometer auf glattem Asphalt bei endloser Grüner Welle im Windschatten der Mitfahrer. Kurz: Critical Mass ist Radfahren in seiner schönsten Form. Wie krass das abhebt vom “normalen” Radfahren, bemerkt man immer, wenn man von der CM abbiegt und die letzten fünf/sechs Kilometer allein oder zu zweit zurückfährt. Da ist sie dann wieder, die Berliner Fahrradinfrastruktur, die Radfahrerschikanen ohne Ende.</blockquote
    Ja da ist eben so. Dort wo auch Autos fahren können kommt man mit dem Fahrrad auch bestens zurecht.
    Ohne Radverkehrsanlagen wäre das Radfahren viel einfacher.

  6. Ohne Radverkehrsanlagen wäre das Radfahren viel einfacher

    Ergänze: „für Leute wie mich“

  7. @ commonman: Ich fand es ohne Polizeibegleitung etwas stressiger im Konflikt an vielen Kreuzungspunkten. Ist halt ein Unterschied, ob sich ein Polizeimotorrad vor die Autos stellt, oder ein paar Radfahrer. Andererseits hat mir das Fahren ohne Erziehungsberechtigte auch deutlich besser gefallen. Durch die Teilung der Gruppe war zeitweilig auch tatsächlich so etwas wie fahren im Verkehr als Verkehr möglich.

  8. @Michael S,

    ich fand es streckenweise relativ chaotisch, zuerst viel Aggression seitens der Automobilisten, dann die Teilung in mehrere Gruppen, Ratlosigkeit, wer wohin gefahren ist.

    Bin dann ab Steglitz etwas weiter vorn mitgefahren, da war mir dann auch klar, warum es nie klappt, einfach nur entspannt durch die Stadt zu fahren. Vorne wird geheizt, hinten entstehen Lücken, vorn wird angehalten, hinten holt auf, vorn wird sich die Beine in den Bauch gestanden, hinten ist Stress.

    Wie schwer kann es denn sein, mit dem Gedanken zu fahren, dass man ein paar hundert Leute im Gefolge hat?

    Btw: Habe Video gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=wiSK4f-nwTU

  9. @kalle,

    danke fürs Video einbetten. Gruß an Wencke, wehe, das Video gefällt nicht 😉

  10. @ Anke: Das Problem mit dem Auseinanderziehen gibt es doch wohl jedes Mal. Manche finden es eben toll, endlich unbeschwert loszutreten, andere genießen es, nebeneinander herzufahren und zu quatschen. Passt halt nicht so recht zusammen. Das ist ja mit eines der Probleme bei „Masse“. Ohne Polizeibegleitung gibts auch keinen Besenwagen, macht das ganze noch etwas unberechenbarer. Die anfängliche Ratlosigkeit kam nach meinem Eindruck zustande, weil sich die Teilgruppe erstmal mit dem Gedanken anfreunden musste, anders weiterzufahren. Einmal auf dem eigenen Weg wars doch wieder unproblematisch. Das an sich finde ich also gar nicht schlimm. Der Streß kommt meinem Gefühl nach einerseits durch durchgeknallte Autofahrer zustande und andererseits durch übereifrige Dichtmacher oder auch überentspannte Bierbiker und Kegelbrüder. Mehr regulärer Verkehrsanteil wirkte auch ein bisschen ernüchternd auf die Radler, fand ich.

  11. @Michael S,

    ich gebe dir da voll Recht und möchte auch gar nicht widersprechen.

    Das Auseinanderziehen wird für mich zum Problem, wenn Konflikte auftreten. Die Autofahrer, die ja schon eine Weile die erste(n) Gruppe(n) ertragen mussten, sehen die Lücke, alles fährt. Es kommt zu weiteren Verzögerungen und die Fragen, wohin sind die anderen gefahren, kommen hinter uns noch mehr, warten die vorn, fährt man woanders lang?

    Ich bin nicht irgendwie in die Orga involviert und neige dann aufgrund des Unwissens zur Genervtheit.

    Nachdem wir in Tempelhof uns wieder mit anderen zusammenschlossen, lief es ja auch ganz gut. Auf mehreren mehrspurigen Teilstücken gab es auch eine 2/1- oder 1/2-Aufteilung der Spuren in Auto- und Radfahrer, im Prinzip war _das_ eigentlich die Quintessenz dessen, was die CM beabsichtigt. Als wir später in Steglitz auf die augenscheinlich größere Gruppe/Hauptgruppe(?) trafen, war ich etwas überrascht, erklärte aber auch die Abwesenheit der Rennleitung (nicht, dass es mich gestört hätte).

    Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass das Auseinanderziehen eigentlich vermeidbar wäre (vermutlich nicht komplett), wenn nicht vorn mit ~30 km/h geheizt würde, zumal dann eh langes Herumstehen angesagt ist. Ist auch nicht gerade eine ökonomische Fahrweise (aber darum gehts vermutlich nicht)…

  12. Schönes Video! 🙂
    Schade, dass es anscheinend nicht so gut klappt, den Verband zusammenzuhalten. Wieviele Teilnehmer waren es denn in etwa? Hier in Nürnberg klappt es mit dem Zusammenhalt ganz gut, aber das Tempo ist auch sehr moderat. Notfalls fahren die Vorfahrer dann langsamer oder warten mal eine Ampelphase länger.

  13. Ich finde es ab einer gewissen Gruppengröße nicht schlecht, wenn man sich aufteilt und dann in kleineren Gruppen halbwegs normal als Verband am Verkehr teilnimmt. Bei mehreren Tausend Radfahrern muss man sonst einfach ziemlich lang warten, um als Gruppe zusammen zu bleiben.

  14. Grünschnabel schrieb:

    Notfalls fahren die Vorfahrer dann langsamer oder warten mal eine Ampelphase länger.

    Hm… Ampelphase abwarten scheint in Berlin ein Tabu zu sein – fände ich auch gut, zwischendurch.

  15. In Augsburg geht die CM hinterher geschlossen Eis essen, vielleicht sollten wir sowas auch mal durchsetzen, das stärkt vielleicht die Sozialkompetenz…:D

  16. Haha, „Eisessen durchsetzen“ – gefällt mir.
    Ich fände sowas ja auch gut, aber wenn ich hier in Berlin schon vor dem Start die Masse der verbissen blickenden Herren sehe, die dann auf der Strecke wie bei einer Sportveranstaltung (teilweise deppenhafterweise auf der Gegenfahrbahn) um vordere Platzierungen kämpfen, fehlt mir der Glaube, daß so eine Demo in der Hauptstadt der einsamen Individualisten auch mal etwas gemütlicher laufen könnte.

  17. Da fällt mir nur folgende Zeile vom Wecker ein: „Da ist mir zu viel Mode dabei, wenn schon die Schickeria ihren Porsche gegen einen 2CV umtauscht, dann muß etwas faul sein, an der „großen Revolution““

  18. nun, an ein eisessen kann ich mich nicht erinnern, aber ähnliches gab es schon: gemeinsames einkehren in eine kneipe oder eine einfache asiatische gaststätte. großartig war es mal, als wir in einem aufgang zum bahnsteig in gesundbrunnen vor einem kräftigen schauer schutz suchten incl. soundbike, und hinterher die bunkerreste im humboldthain erklommen. (mit großartigem blick auf die stadt und das nach norden gezogene gewitter)

    jetzt hat die cm in berlin allerdings eine größe erreicht, bei der das nicht mehr funktioniert.

    die sonntags-cm (erster so im monat, also zum beispiel der kommende sonntag, 14:00h beim brandenburger tor auf der ostseite, werbung ende 😉 ) ist übrigens gemütlicher und gesitteter als die freitagsausgabe.

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