VIZ-Tafeln informieren über Verhalten gegenüber Radfahrern

Überholabstand gegenüber Radfahrern - Anzeigetafel der VIZDie Anzeigetafeln der Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) weisen an vielbefahrenen Straßen normalerweise auf besondere Verkehrsinformationen hin oder wünschen eine gute Fahrt. Derzeit vermitteln sie aber auch einige Grundlagen zum Verhalten von Autofahrern gegenüber Radfahrern. Dabei werden abwechselnd folgende Texte eingeblendet:

  • Beim Überholen von Radfahrern: mind. 1,5m Abstand halten!
  • Beim Parken: Vor dem Türöffnen auf Radfahrer achten!
  • Beim Abbiegen: Besonders auf Fußgänger und Radfahrer achten!

15 Gedanken zu „VIZ-Tafeln informieren über Verhalten gegenüber Radfahrern

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  1. Bin gerade in Frankreich hier haben sie das auch, mit dem 1,5m zumindest. Und Autofahrer denkt daran das ihr die Straße mit Radfahrern teilt (also auf französisch ;))

  2. In Spanien sind mir an den Landstraßen Verkehrschilder aufgefallen auf denen auf den Abstand von 1, 5 m beim Überholen von Radfahrern hingewiesen wird. Deutschland – Fehlanzeige!

  3. Gilt in Frankreich nicht auch die Regel, dass bei mehreren Fahrspuren in eine Richtung der überholende Kfz-Fahrer die Fahrspur tatsächlich komplett wechseln muss?

  4. Eigentlich traurig, dass auf solche Selbstverständlichkeiten hingewiesen werden muss.
    Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, die motorisierte Teilnahme am Straßenverkehr an eine Erlaubnis zu koppeln, zu deren Erwerb unter anderem Regelkenntnis nachzuweisen ist.

  5. Wow, da bekämen diese (sicherlich mit unglaublich viel Geld angeschafften), Anzeigetafeln, auf denen sonst meist steht, daß zwei Stadtbezirke weiter eventuell mit Stau zu rechnen ist, mal etwas Sinn.

    @Dingenskirchen: Seit 1909 gibt es so eine Erlaubnis, die man nur bekommt, wenn man vorher eine theoretische und eine praktische Prüfung abgelegt hat, bei denen auch ziemlich viele Verkehrsregeln abgefragt werden.

  6. Nun gibt es gewisse Leute, die einen theoretisch und praktisch darauf vorbereiten, diese Erlaubnis zu erlangen. Offenbar wissen auch die nicht immer Bescheid, und entsprechend schlecht fällt diese Vorbereitung dann aus.

    Mich hat vor einigen Wochen ein Fahrzeug auf Fahrschulfahrt überholt. Ich war auf einem sogenannten Schutzstreifen und zwar an dessen linker Kante. Der Fahrschulwagen etwa 30 cm rechts neben der gestrichelten Linie, entsprach daher etwa dem Abstand zu mir.
    Da sich die Fahrschule zu erkennen gab, habe ich die zunächst angeschrieben und, da keine Reaktion kam, die Fahrlehrer nochmal persönlich angesprochen.
    Man war sich hier keines Fehlverhaltens bewusst! So habe ich die Sache dann doch noch über die Internetwache angezeigt. Ich hoffe, dass denen die Polizei das überzeugender erklären kann.

    Ich hätte allerdings zu gern gewusst, ob eine Fahrprüfer das so ohne Weiteres hätte durchgehen lassen.

    PS: Ich habe der Fahrschule sogar den Link auf das Video geschickt, was hier im Blog schon mal erwähnt wurde.

  7. Eigentlich besonders sinnvoll ist die Tafel an der Nonnendammalle an dieser Stelle: https://www.google.de/maps/@52.538184,13.245003,3a,43.7y,129.12h,89.13t/data=!3m4!1e1!3m2!1sdqlQw8118OSra1tTEuQEQA!2e0?hl=de

    Doch trotz zeitweiser Beschilderung „Beim Abbiegen: Besonders auf Fußgänger und Radfahrer achten!“ sehe ich kaum einen Autofahrer, der einen Schulterblick beim „Abbiegen“ in die Boltonstraße auch nur ansatzweise durchführt.

    Besonders schlimm, wenn wie neulich, ein 12 Tonner den Radfahrer vor mir fast umnietet, weil er ohne auch nur die Geschwindigkeit zu verringern in die Straße einfährt (Abbiegen setzt wohl ein Bremsen voraus). Zum Glück hat mein Vordermann schon präventiv abgebremst.

    Normalerweise ist die Sicht dort auch durch parkende Autos versperrt und es herrscht größtenteils RWBP auf diesem absolut katastrophalen Radweg auf der Nonnendammallee, der wirklich einen Negativpreis verdient hätte!

  8. Sorry, mit einem Shortlink sollte auch die Streetview-Ansicht funktionieren: http://bit.ly/1tj3niJ

  9. Ich habe mich gestern tatsächlich mal getraut, beladenerweise mit meinen Einkäufen, Am Juliusturm die Fahrbahn zu benutzen. Der Radweg ist dort seit einiger Zeit (?) nicht mehr benutzungspflichtig. In Höhe der U Haselhorst wird man dann aber verpflichtend auf den Radweg, ab dort Nonnendammallee, geführt. Und ab dort habe ich mich auch mal wieder gefragt, ob man die Benutzungspflicht nicht wegen Unzumutbarkeit ignorieren darf.
    Leider hat der Streckenabschnitt bis Boltonstraße keine Einmündung, und daher reicht wohl das Z237 an U Haselhorst.
    In die Boltonstraße biege ich in der Regel selbst ab. Gerade diese Ecke ist aus ganz anderem Grund auffällig. Die Hochbordradwege sind meist recht schmal. Bin ich anderen Radfahren zu langsam, werde ich meist regelwidrig rechts überholt. Und genau das ist beim Rechtsabbiegen nicht gut.

  10. @Karsten

    Genau das Problem sehe ich dort auch. Hier ein relativ aktuelles Bild: https://pbs.twimg.com/media/BsadyudIYAAv5wH.jpg
    Zwar wäre die RWBP ab U-Bahnhof Haselhorst vermutlich spätestens nach einer Klage aufzuheben, aber die Nonnendammallee gehört wohl zu den wenigen Berliner Straßen, die man nicht mal mit viel Mut und Gleichgültigkeit freiwillig auf der Fahrbahn befahren möchte. Nicht ohne Grund ist diese Straße Spitzenreiter bei den Blitzer-Statistiken der Berliner Polizei.

    Andererseits ist, wie vollkommen zutreffend bemerkt, der Radweg mehr als unzumutbar. Und das Schlimme ist, es sind nicht mal bauliche Verbesserungen oder Änderungen geplant, obwohl das nahezu eine alternativlose Route in die westliche Innenstadt für sehr viele Radfahrer ist. Fast alle nutzen dort auch nahezu ausschließlich (regelwidrig) den Gehweg über das Überholen hinaus, da Wurzelaufbrüche, viele stark von PKW und LKW benutze Zu-/Auffahrten, starker Wildwuchs und zugestellte Wege das Passieren unmöglich machen.

    Dabei ist die Nonnendammalle mehr als breit genug, um Platz für ausreichende Fahrradspuren (in welcher Form auch immer) zu realisieren. So aber ist es wahrlich kein Ruhmesblatt für Spandau!

  11. Beim Abbiegen macht das auf jeden Fall Sinn. Finde es immer sua-gefährlich wenn man rechts abbiegt und den Fahrradweg kreuzt. Muss man höllisch aufpassen. Und viele haben das scheinbar noch nicht erkannt.

  12. Sollte es meiner Meinung nach noch viel mehr geben. Die Sicherheit geht bei jedem Hobby vor. Radfahren würde mir noch viel mehr Spass bereiten, wenn ich nicht ständig Angst vor Autos haben müsste.
    gruß Steve

  13. Seh‘ ich genau so.

    Gruß aus Frankfurt

  14. Kleines Update, jetzt wird auch an das Verhalten von Radfahrern appelliert.

    – Warnweste tragen!
    – Helm tragen! Wegen 80% Kopfverletzungen bei Fahrradunfällen.
    – Beleuchtet fahren!
    – Rote Ampel beachten!
    – Auf abbiegende Lkw/Pkw achten!

    Liste ist ggf. unvollständig und auf den Tafeln anders formuliert, ist nur ein Gedächtnisprotokoll.

    Dennoch ärgerlich, dass man weniger die Radfahrersicht (z.B. die „zehn Gebote“ von Bernd Sluka) und auch nicht die häufigsten Radfahrfehler (Gehwegnutzung, fehlender Abstand zu parkenden Kfz) bemüht.

    Bei der Warnweste wage ich einen großen Effekt zu bezweifeln. Beim Überholen muss man schon weggucken, um einen Radfahrer wirklich zu übersehen, bei anderen Übersehen-Unfällen (Abbiegen, Ausparken) schauen die Verursacher doch gar nicht oder betreiben (zugelassene) Fahrzeuge mit erheblichen eingebauten Sichteinschränkungen.

    Appelle an Radfahrer – finde ich richtig, die gewählten Schwerpunkte aber leider kaum hilfreich.

  15. Das ganze Umerziehungstheater stellt Radfahren nur als übertrieben gefährlich dar und nützt doch nichts.

    Aufklärung über Normen, die noch zu wenig bekannt sind (1,5m Überholabstand für Kfz, 1m Abstand der Radfahrer zu parkenden Autos, Radfahrer dürfen auf Schutzstreifen überholen, Halteverbot auf Radwegen und Schutzstreifen, Geisterradeln ist gefährlich) mag noch was bringen.

    Selbstverständlichkeiten ohne weitere Erklärung „Auf …. achten !!!!111einself“ beeindrucken doch niemanden. Letztlich ein Alibi für Nichtstun, dort wo es drauf ankäme.

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