BVG-Bus streift Radfahrerin

Aus der Pressemitteilung der Polizei #2692 Link

„Eine Radfahrerin hat gestern schwere Verletzungen bei der Kollision mit einem BVG-Bus in Neukölln erlitten. Der Bus streifte die 30-jährige Frau gegen 16 Uhr auf der Wildenbruchbrücke, wodurch sie zu Fall kam. Sie musste in einem Krankenhaus stationär behandelt werden.“

Wer die Strecke regelmäßig fährt oder andere Neuköllner Straßen entlang der Buslinien erleben darf, wird sich fragen, ob das nicht öfter passiert, ohne Erwähnung von der Polizei zu finden.
Ich wüsste gern, was die BVG vor hat, um solche Fälle in Zukunft zu vermeiden, man darf bei Berufskraftfahrern mit Personenbeförderungserlaubnis davon ausgehen, dass sie stets gut geschult und mit kühlem Kopf im Straßenverkehr unterwegs sind.

Hier die Stelle auf Streetview:

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Ich wünsche der Radfahrerin gute Besserung und hoffe, dass die BVG diesen Vorfall zum Anlass nimmt nochmal nachzuschulen.

21 Gedanken zu „BVG-Bus streift Radfahrerin

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  1. Mit Verlaub, diese Überschrift könnte auch vermuten lassen daß die Radfahrerin jetzt einen schmutzigen Jackenärmel hat!
    Mir scheint im Brückenbereich vorallem das Diesajn der Verkehrsinsel an der Kreuzung Weigandufer problematisch, anscheinend soll sie das Überholen unterbinden, was für einspurige Überholte jedoch nicht funktioniert, es kann sich ein Auto bequem und ein Bus/Lkw meistens auch durchzwängen, die Insel ist zu kurz und vor allem zu schmal ausgeführt. Auch sonst ist diese Straße ein heißes Pflaster, ich denke an die Linksabbiegerei aus Karl Kunger südwärts oder an den wilden Bruch der da anstelle eines Straßenbelages seit nun schon zwei Wintern vor der Laubestraße herumwabert.

  2. Bei den BVG-Bussen muss ich sagen, dass ich eigentlich gar keine Probleme mit den Dingern habe. Nun fahre ich allerdings auch so, dass mich ein Bus nicht ohne Spurwechsel überholen kann. Wenn die das tun müssen, tun sie es scheinbar richtig, das könnte System haben. Was die Fahrer machen, wenn man sich an den rechten Rand quetscht, hängt vielleicht dann doch eher von jedem einzelnen ab.

    @ Currywurst: Die Verkehrsinsel als Querungshilfe für Fußgänger empfinde ich auch als das eigentliche Problem. Damit steht sie aber nicht allein. Eigentlich habe ich noch kaum je eine solche Querungshilfe gesehen, die nicht zum Durchquetschen von KFZ und Rad an ungeeigneter Stelle verleiten würde.

    Wo ist denn das Problem mit der Linksabbiegerei von der KKStraße aus? Und aussergewöhnlich schlechten Belag habe ich bisher auch noch nicht bemerkt (zu abgestumpft?).

  3. Mal eine Verständnisfrage – gibt es an der Unfallstelle eine Verkehrsinsel?

    Ich kann zustimmen, Verkehrsinseln sind für Fußgänger schön, verleiten Autofahrer aber gegenüber Radfahrer zu so extremen Manövern, dass ich sie auch eher mit gemischten Gefühlen betrachte.

  4. In der PM steht „auf der Wildenbruchbrücke“. Da gibt es keine Verkehrsinsel. Aber davor, in südwestlicher Richtung. Die ist auch nicht auf Streetview zu sehen.

  5. Unter http://binged.it/19vmwFp ist sie erahnbar. Verschärfend ist genau dort eine Haltestelle. Typisch fände ich so einen Verlauf: Radfahrerin auf Brücke südwärts hat (Gelenk?)Bus hinter sich & will dem dicken Brummer Platz lassen, Busfahrer entnimmt irrig sie wolle rechts abbiegen, also abgehakt, ohne sich zu vergewissern konzentriert er sich bergab beim an die Haltestelle ranbremsen eher auf eine wartende, schönwettergemäß brezelgekäferte Fahrgästin. Spitzwinklig zwischen Bordstein und dem herannahenden lärmbrüllenden Hintern des Busses eingeklemmt stürzt die angeschubste Radfahrerin nach rechts. Da steht eine Straßenlaterne, und gut möglich daß die Bäckerei einen Werbeaufsteller entfaltet hatte. Diese Dinger heißen im zynischen Reklameschaffendenjargon übrigens tatsächlich „Kundenstopper“.

  6. In beide Richtungen gibt es beim Verlassen der Wildenbruchbrücke das Problem, daß die Fahrspur sich durch die parkenden Verkehrshindernisse recht kräftig verengt. Da muß man schon sehr deutlich durch entsprechenden Seitenabstand zur Bordsteinkante klar machen, daß man weiter auf der Wildenbruchstraße zu fahren gedenkt. Die Fahrbahn auf der Brücke selbst ist i.d.R. frei von parkenden Autos, daher wird man dort dann oft hektisch überholt, wenn man vorher (bei entsprechendem Gegenverkehr) durch Einhaltung des nötigen Seitenabstands ein paar Kraftfahrer hinter sich versammelt hat. V.a. von Norden kommend, im Bereich der Kreuzung mit dem Weigandufer und der direkt anschließenden Verkehrsinsel mit anschließender Bushaltestelle wird es am Ende der Brücke durch kreuzende Autos und Radfahrer regelmäßig eng. Allerdings habe ich das nie als besonders dramatisch empfunden, denn die Sichtbeziehungen sind dort recht gut. Die Busfahrer (104er Doppeldecker und 167 Schlenkis) haben auf jeden Fall ihren Spaß in der Wildenbruchstraße, da durch die Struktur mit den kurz hintereinander liegenden Bushaltestellen vor den Ampeln immer wieder dieselben Radfahrer wieder vor ihnen sind.
    In den mehr als 3 Jahren, die ich dort werktäglich auf dem Arbeitsweg langgefahren bin, habe ich übrigens kein Muster der Verkehrsbelastung erkennen können: mal war die Straße fast frei, dann wieder zur gleichen Tageszeit am gleichen Wochentag ziemlich voll. Das einzige was sicher war, war die Mißachtung der notwendigen Überholabstände durch die große Mehrheit der Autofaher inklusive der vielen Polizeifahrzeuge, die dort von/zum Polizeirevier fahren.

  7. @botchjob, tragische Sache. In der Straße gibts einen Radweg und der Radfahrer wurde auf der Fahrbahn angefahren.

    Zwei meiner Kommentare, die darauf hinweisen, dass in solchen Situationen oft Unfälle durch „Erziehungsmanöver“ proviziert werden, wurden vom Tagesspiegel zurückgehalten. Bitte aber nicht falsch verstehen, das ist eine allgemeine Äußerung von mir, zum aktuellen Unfall äußere ich mich mangels Informationen nicht derart.

  8. Als Anwohner, der die Wildenbruchbrücke täglich mehrmals mit Kinderanhänger befährt, habe ich im September mal auf der Berliner „Internetpolizeiwache“ einen „Hinweis“ abgegeben auf die seltsamen Fahrpraktiken um die Brücke.

    Die Öffnung der auf beiden Seiten der Brücke verengten Fahrbahn führt wie in Vor-Kommentaren beschrieben dazu, dass viele Autofahrer auf der Brücke schnell überholen. Aufgrund der Haltestellen, der Bäckerei auf der Ecke zum Weigandufer, des nahen Spielplatzes und des Wildenbruchplatzes selbst, ist das Aufkommen kreuzender Fußgänger und Radfahrer eh erhöht; ein ausgewiesener Fußgängerüberweg etwa an der Verkehrsinsel fehlt.

    Ich wundere mich eigentlich nur, dass hier nicht häufiger schwere Verkehrsunfälle passieren.

    Ich bin gespannt, ob jetzt Polizei und Stadt doch Maßnahmen ergreifen, etwa Kontrollen, oder besser: verkehrsberuhigende Maßnahmen. Ich bin mir nicht sicher, was hilfreich wäre, aber kann mir vorstellen, dass schon eine Fahrbahnmarkierung in der Straße und auf der Brücke manche von riskanten Überholmanövern abhalten würde. Ein ordentlicher Radstreifen wäre sicher auch kein Fehler, gerne durch die gesamte Wildenbruchstraße (und wenn ich mir was wünschen darf, dann soll aus der beliebten Abkürzungsrennstrecke am Weigandufer gleich eine Fahrradstraße werden, auch wenn die Auszeichnung vermutlich wenig ändern würde).

    Was sagen denn die Verkehrsexperten hier?

  9. Jandisclaimer: ich bin mitnichten Verkehrsexperte. Nicht daß hier einer auf die Idee kommt. Äußere mich trotz dem.

    Radfahrstreifen? Dat wird nix. Mit viel Glück würden sie beim Aufmalen eines solchen gerademalso die bauliche Mindestbreite von 1,5m (ERA in den VwV-StVO) einhalten – sogenannte „Regelbreite“ wäre übrigens 2m, jawohl). Der Breitstrich linkerseits wird seitens der Kraftfahrer aber genau wie eine Fahrbahnbegrenzung behandelt werden; auf biegen und brechen werden sie beinhart an diesem entlangfahren. Um nach rechts genügend Abstand zu haben müßte der Radler aber auf! eben diesem dem Breitstrich fahren. Daß aber der Überholabstand damit notwendigerweise und systemisch unterschritten wird nehmen die Verkehrsplaner offenbar mutwillig in Kauf, nach dem Motto: besser die Radfahrer in Lebensgefahr als eine vermeintliche Nichtregulierung. (Dabei besteht natürlich sehr wohl Regulierung, bloß nicht in Form einer Straßenmalerei). Die Straßenbehörden bedienen sich also um eine Radverkehrsanlage unterzubringen der in diesem Punkt wohl absolutmehrheitlichen Unkenntnis und einhergehnden Aggression der Drittklaßführerscheininhaber. Wenn es nicht ohnehin wissentlich passiert dann wird die verkehrsplanerische Hilflosigkeit auf die Fahrbahn gekackt. Dabei wäre es so einfach den Autofahrern die Menschenverachtung auszutreiben, wäre nicht in Straßenverkehrsgefährdungssachen die Rechtsbeugung qua Einstellungsbescheid an der Tagesordnung!

    Mal ruhig rechnen. Ein überholter Radfahrer ist faktisch 3,5m breit, 1,5m nach links beim Überholtwerden, 0,5m Lenker, 1,5m nach rechts zu längsparkenden Blechkillern. [Fußnote: http://www.mobilogisch.de/archiv/41-ml/artikel/131-das-ueberholen-von-radfahrern-ueberholen.html%5D Mal zwei Fahrtrichtungen ergibt sieben Meter, ok? Und wo soll das bitteschön in festaufgemalter Form hinpassen? Nein, für solche Sonderwege ist entweder in der Stadt kein Platz – oder man muß sie vorsätzlich regelwidrig bzw. Regelwidrigkeit provozierend (Überholabstände, Abstand des Radwegs zu Längsparkplätzen) ausführen. Meinem Dafürhalten nach hilft hier -wie meistens- der Mischverkehr. (google: „shared space“) Anders ausgedrückt, Radwege ersatzlos streichen wäre innerorts für die meisten Straßen der größte Sicherheitsgewinn, *vorausgesetzt* die Radfahrer unterlassen es endlich, Appeasement durch Äußerstrechtsfahren zu betreiben und halten stattdessen einen richtigen Abstand nach rechts. Die Wahrscheinlichkeit daß infolgedessen Kraftfahrer es ihrerseits auch tun ist erfahrungsgemäß eher groß. Rechtsfahrgebot heißt *nicht* im Rinnstein zu fahren, sondern nach rechts Abstand zu halten und zwar ab ca. 1m (wenn da nix ist) bis hin zu 2m (wenn da ein Bus hält). Innerorts gilt meiner Meinung nach: Nur ein inexistenter Radstreifen ist ein „ordentlicher“ Radstreifen, wie Du ihn forderst.

    (Ist inzwischen eigentlich etwas über den Hergang des Unfalls hier bekannt?)

    Eine Fahrradstraße würde sehr wohl was bringen denn anderen Fahrzeugen ist deren Benutzung grundsätzlich verboten. Bloß machen unsere Freunde von der Verkehrsplanung den Ausnahmefall zum Regelfall und hängen regelmäßig (aber eben nicht regelgemäß) Zusatzzeichen drunter, die es anderen dann eben doch wieder erlauben. Dabei sagt hierzu die VwV glasklar: „Anderer Fahrzeugverkehr als der Radverkehr darf nur aus.nahms.wei.se durch die Anordnung entsprechender Zusatzzeichen zugelassen werden.“ Nebeneffekt: Leute machen die Erfahrung, Fahrradstraßen seien wirkungslos. Und schon werden sie „folgerichtig“ nicht mehr gefordert und nicht mehr angeordnet. Diese Schwerverbrecher in den Unteren Straßenbehörden! Ö-rechtler, anyone?

    Kontrolle und Sanktion wären wesentlich besser als Verkehrsberuhigung. Daß letztere aberechtmalgarnix außer neuen Gefahren bringt kannst Du ja spaßeshalber am Maybachufer im Bereich des Lidlaldi/Aldilidl ganz praktisch erfahren. Eine Bitte, ich sag’s nur schon mal, halt da dann großen Abstand zu den Ecken, sonst haben wir hier womöglich bald wieder nen (un)Fall zu besprechen…

  10. Schön geschrieben, Currywurst. Du bringst die Grundprobleme des Radstreifens gut auf den Punkt. Und am Ende der Engstelle Radstreifen steht man dann schön rechts neben rechtsabbiegenden Lkw und hat gleichzeitig grün.

  11. Zum Thema Schulung der Fahrer durch die BVG:

    Ich bin ja arbeitsbedingt häufig auf Fahrzeugen der BVG unterwegs und erlebe auch immer wieder Ausbilder, die z. B. Fahrern, die von einem Hof zum anderen wechseln, Streckenkunde vermitteln. Und auf Gefahrenstellen hinweisen. Die BVG-Ausbilder, wie ich sie erlebt habe, halten die Fahrer dazu an, im Zweifelsfall hinter Radfahrern zu bleiben und Abstand zu halten. „Den überholst Du besser nicht, das wird nur eng und außerdem hast Du ihn gleich wieder vor Dir“ ist ein Standardspruch, den man häufiger von den Ausbildern hört.

    Wogegen die BVG allerdings auch nichts unternehmen kann: Radfahrer, die z. B. seitlich neben Bussen in die Fahrbahn einschwenken und dann mit geringem seitlichen Abstand parallel fahren. Das passiert z. B. an der Wildenbruchbrücke gern mal. Da kommen Radfahrer von den Uferwegen des Landwehrkanales, der vorfahrtberechtigte Bus fährt verkehrsbedingt langsam vorbei, Radfahrer fahren in die Fahrbahn ein und setzen sich direkt daneben. Am Ende des Brückenbereichs wird’s dann eng, wenn z. B. so ’n Doppeldecker mit seinem Ar… ein wenig zur Seite wackelt.

  12. @dan:

    Also „den überholst du lieber nicht“ scheinen die Kollegen im M41 oder 104er nicht zu kennen, die Überholen aus Prinzip, und fahren idealerweise dann los, wenn man es gerade so nicht mehr an ihnen vorbei schafft, rechtzeitig vorwarnen mit Blinker ist auch Optional.Da könnt man ja dann reagieren und wie es sich gehört nicht an nem blinkenden Bus vorbeifahren. Und nu erzähl mir bitte nicht, die fahren aus der Haltebucht ohne zu gucken.Macht richtig Spaß auf der Sonnenalle…

  13. @Wurstmaxe:

    Dass z. B. auf dem Taliban-Express etwas anders gefahren wird als auf anderen Linien mag möglicherweise auch daran liegen, dass ab einem bestimmten Punkt im Südosten der Stadt einfach de-facto-Anarchie auf den Straßen herrscht. Was nichts entschuldigt, aber letztlich auf das Verhalten aller Verkehrsbeteiligten zurückgeht. Insbesondere auch dem der Radfahrer. Trotzdem: wenn ich mit dem Rad auf der Sonnenallee unterwegs bin, dann habe ich nie Streß mit den Bussen. Entweder Bus ist dahinter (und überholt wegen der nicht sonderlich langen Haltestellenabstände auch nicht), oder Bus ist davor und ich bleibe dahinter. Oder Bus ist an Haltebucht, und dann sieht man als Radfahrer ja wohl, ob der Fahrgastwechsel durch ist oder nicht, sprich ob ein baldiges Anfahren zu erwarten ist.

    Mit dem „reinblinken“ und „rausblinken“ bei Haltestellen ohne Haltebucht ist es übrigens so eine Sache: ein Bus, der auf der rechten Richtungsfahrbahn eine Haltestelle anfährt und dabei nicht in eine Haltebucht einfährt, muss keinen rechten Blinker setzen. Theoretisch wohl aber dann, wenn er von einer solchen Haltestelle wieder abfährt, auch wenn kein Spurwechsel in der Anfahrt erfolgt. Wird in der Praxis aber gern mal an manchen Haltestellen vergessen. Prominentes Beispiel im Falle des M41 sind die Haltestellen um das Hallesche Tor herum (also diejenigen Haltestellen, die nicht mittig auf der Brücke am U-Bahnhof sind).

  14. dan, mit allem einverstanden was Du sagst, außer: Mit-dem-Arsch-zur-Seite-Wackeln. Pardon aber sowas gibt es nicht! Entweder muß seitlich ein Panzer dagegenfahren oder die Hinterachse (bzw falls mehrere dann alle Hinterachsen) müssen lenkbar sein. Sowas gibts in der Praxis nur seltenst (Ausnahme Schwertransporte). Herkömmliche Hinterachsen laufen der vorhergehenden (i.d.R. gelenkten) Achse immer nur stur hinterher. Eigenen Seitenversatz haben sie sogutwie gar nicht. Sie nehmen daher einen eigenen und ganz anderen Weg durch die Kurve als die vorderen Achsen, das ist den meisten Leuten überhaupt nicht klar. Einfachstes Beispiel: fährt die Vorderachse einen Kreis, beschreibt die Hinterachse eine immer enger werdende Spirale. Seitlich hinter der Hinterachse eines Schwerfahrzeugs zu bleiben geht eigentlich noch – wenn man diese Geometrie kennt. Sich jedoch seitlich VOR einer Hinterachse aufzuhalten ist wirklich lebensgefährlich. Hier ists gut ersichtlich:
    http://did.mat.uni-bayreuth.de/~wn/hs/geonet/beispiele/verfolgung/Schleppmenue.html
    Das letzte Beispiel ist zwar wunderschön aber nicht praxisrelevant, es dürfte keinen Menschen geben der soetwas mit wirklichen Fahrzeugen auch nur annähernd fahren kann. Alltägliche Beispiele hier, nicht wenigen Fahrern ist das schon schwer genug:
    https://www.bricsys.com/common/applications/attachments/282/449/movie00.flv

  15. @Currywurst:

    Ein Gelenkbus kann, wenn er auf der Fahrbahn wg. Verengung selbiger verschwenkt, mit seinem Heck durchaus mal einen halben Meter ausscheren. Beim Abbiegen kann es sogar deutlich mehr mehr als 1 Meter werden. Das liegt daran, dass gerade bei den Doppeldeckern, die die BVG einsetzt, die Hinterachse recht weit vorn sitzt. Entsprechend schert halt derjenige Teil des Fahrzeuges, der sich hinter dieser Achse befindet, aus. Und da der noch einige Meter lang ist muss man mit recht weiten Scherwinkeln rechnen. Gilt übrigens nicht nur für Doppeldecker, sondern auch Schubgelenker und die dreitürigen Eindecker.

  16. ok, jetzt wirds mir klarer: Ich hatte das Arschwackeln mißgedeutet.

    „derjenige Teil des Fahrzeuges, der sich hinter dieser Achse befindet“
    ->Das wird bezeichnet als der sogenannte Überhang! Ich hatte geglaubt Du meinst die Achse. Also alles klar.
    Übrigens: ausgerechent die jüngeren Doppeldecker (A39) scheren nicht erst ab der Hinterachse (‚Nachlaufachse‘) aus, sondern schon ab der mittleren: Sie haben derer dreie und die hintere ist gelenkt.
    Zwischendurch wurde mal erwogen nun doch wieder Zweiachserdoppel anzuschaffen, Optare Olympus auf Volvobasis von Leyland. Was daraus wurde weiß ich nicht.
    A propos „Lion’s City“: ich wär ja für Oberleitungsbusse wie in Lyon! Das Gebrüll der Diesel ist doch echt untragbar. Naja, ich glaub so langsam wirds auch etwas offtopic.

  17. Danke an die Dienstliche Currywurst. Sie hat genau das Problem erfasst, dass viele an der Brücke, an der Haltestelle und an der Mittelinsel haben dürften. Eine Fahradstraße am Ufer entlang mit Verbot für KfZ und eine entsprechende Vorfahrtsberechtigung gegenüber der Wildenbruchstraße wäre ein großer Gewinn. Zwar wird es zumindest zur Vorfahrt wegen der Busse und Rettungswegepläne usw. wohl kaum kommen, mir scheint es aber die einzige sinnvolle Notlösung.

  18. Höhö Fahrradstraße am Ufer, wo sollen denn dann die Leute, die die Sonnenallee umgehen wollen, lang rasen?

  19. @Kohl: Genau da! Aufm Rad eben 😀 Mit Vorfahrt und allem. Ich bin für eine Petition!

  20. Machste auf, ich petitier mit 🙂

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