Autofreie Sonntage in Potsdam?

Der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs plädiert in seiner wöchentlichen Kolumne auf potsdam.de für autofreie Fahrradsonntage. Er ist selbst passionierter Radfahrer und nutzt das Rad auf dem Weg zur Arbeit, in der Freizeit und manchmal sogar zu offiziellen Anlässen. In der Kolumne schreibt er über sich öffnende Autotüren, Straßenbahnschienen, unnötige Autonutzung und die Möglichkeiten des Fahrrads.

Potsdam.de: Aussteigen und Aufsteigen von Jann Jakobs

8 Gedanken zu „Autofreie Sonntage in Potsdam?

Kommentare-Feed
  1. Würde man sich von mehr Politikern wünschen. Allerdings wieder mit verschobenem Fokus: einmal Spaß, Rest ist Umwelt und Gesundheit. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich fahre mein ganzes Leben lang, weil Radfahren einfach Spaß macht. Erst in den letzten 20 Jahren ist bei mir mehr und mehr der Umweltgedanke dazugekommen und seit vielleicht 5 Jahren fällt mir immer mehr auf, dass es auch gesundheitlich ja was für sich hat (seitdem ich in ein Alter komme, wo die Bäuche um einen herum immer größer werden… also ausser die der Schwangeren, meine ich)

  2. Es ist ja auch mehr Verkehrsmittel mit dem Nebenprodukt Bewegung. So ab Alter 50 unterscheidet sich der Nutzer Rad vom Nutzer Auto schon recht deutlich. Lustig wirds wenn der Nutzer Auto versucht das zu kompensieren, indem er sich in einen flachen „Sport“wagen zwängt.

  3. Wobei ich durchaus sportliche Menschen kenne, die nicht Rad fahren. Dennoch – es gibt ja viele Sendungen und Berichte, die sich mit Gesundheit und / oder Abnehmen beschäftigen. Die Alltagsmobilität ist da tatsächlich selten Bestandteil – wenn überhaupt, wird zum Freizeitradeln angeregt.

    Leider bringt der Vorschlag eines autofreien Sonntages, so toll ich den auch finde, Alltagsradlern keine großen Verbesserungen. Natürlich ist es schön, als Familie die Umgebung zu erkunden, ohne robotermäßig auf die Einhaltung von irgendwelchen Regeln zu achten, die das eigene Überleben sichern.

    Bei mir ist das mit dem Radfahren übrigens so, dass ich mir das als Jugendlicher angewöhnt habe. Das war bei uns in der Klasse üblich, wenn auch mit dem unangenehmen Beigeschmack, dass man ein teures Rad haben „musste“ oder sonst einem gewissen Gespött ausgesetzt war. Während nach und nach die Leute ins Auto wechselten, blieb ich dem Rad treu. Hab zwar den Führerschein gemacht, aber nie ein Auto besessen und das auch nie vermisst. Ich fahr auch sehr gerne Rad, es macht einfach Spaß. Nutze aber auch oft die Öffentlichen, je nachdem wie ich gerade Lust habe. Und zunehmend auch die Leihradsysteme, die in Kombination mit dem ÖPNV einfach perfekt sind.

  4. @ Velo07: Lustig finde ich an der Entwicklung insgesamt eigentlich nichts, denn diese Leute dominieren auch bei den politischen Entscheidungsträgern die Diskussionen, die das Radfahren attraktiv oder weniger attraktiv machen können (Stichworte Helmpflicht, Radinfrastruktur, Bußgelder, Promillegrenzen, Fahrradbeauftragte). Mangels eignem Vermögen, seine Fortbewegung umzustellen, werden neben den zahlreichen Handwerkern daher in den Diskussionen jetzt zunehmend die Gebrechen älterer Mitbürger bemüht, um die absolute Notwendigkeit und alleinige Mobilitätsgarantie von Autos zu belegen. Erschreckend dabei z.B. ein Kommentar im TSP zu einer SUV-Kritik, wo jemand diese Gefährte unter Hinweis auf seine Eltern, beide „um die 80“ rechtfertigte. Vollkommen hirnlos, aber hört sich für die verunsicherte Genereation 65+ (wie wir wissen bald ein Drittel der Gesellschaft) erst mal gut an.

  5. Hallo, das wäre ja mal eine tolle idee, wenn Sonntags keine vierräder mehr unterwegs wären, da wir Radfahrer dann freie Fahrt haben. Das sollten Bürgermeister mal öfter einführen.

    Alles Liebe Steffi

  6. Schöner Artikel. Interessant auch die Online-Leserbriefe. Die sind nach dem, was ich sonst so sehe, echt auf hohem Niveau.

  7. Der Potsdamer OB Jann Jakobs hat eine schöne Kolumne geschrieben. Das Thema „Vier autofreie Sonntage im Jahr“ stand dieses Jahr aber bereits im März 2012 in Potsdam zur Debatte (http://www.pnn.de/potsdam/633397/).
    Der entsprechende Antrag wurde wurde abgelehnt, obwohl der OB die Mehrheit der Stadtverordneten vertritt (http://egov.potsdam.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=76293&options=4). Es wäre schön, wenn sich Herr Jakobs mit einer erneuten Vorlage des Themas in der Stadtverordnetenversammlung einbringt. An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.