Weiterer Teil des Ostseeradwegs in Polen fertiggestellt

Wer den Ostseeradweg in Polen befährt, der erlebt einen Mix aus sehr gut ausgebauten Wegen einerseits und andererseits nur schlecht zu befahrende Strecken mit hohem Autoverkehrsaufkommen. Eine wichtige 14 Kilometer lange Etappe ist gestern übergeben worden. Zwischen den Ortschaften Pogorzelice und Mrzesżyno westlich von Kolberg in der Wojewodschaft Westpommern gibt es nun einen Radweg, der teilweise über die Steilküste der Ostsee verläuft und herrlich weite Ausblick auf das Meer eröffnet. Der neu eröffnete Abschnitt führt über ehemaliges polnisches Kasernengelände und konnte vorher überhaupt nicht befahren werden. Stattdessen waren Radfahrer gezwungen, einen Umweg über Trzebiatow (Treptow) zu nehmen, der relativ weit ins Landesinnere führt. Der neue Radweg direkt an der Küste ist nachts beleuchtet und hat an Aussichtspunkten Bänke, Tische, Fahrradständer und Mülltonnen. Insgesamt hat die neue Verbindung 2,5 Milionen Zloty (circa 600.000 Euro) gekostet, wovon 1,8 Millionen Zloty Fördermittel waren.

GS24: Z Pogorzelicy do Mrzeżyna na dwóch kółkach piękną drogą rowerową

3 Gedanken zu „Weiterer Teil des Ostseeradwegs in Polen fertiggestellt

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  1. Hallo, ich habe mir den Głos-Szczeciński-Artikel durchgelesen und auch die Kommentare dazu. Einhellig wird kritisiert, daß nur ein Teilstück, von Mrzeżyno aus westwärts, bis ca. zum (einzigen) Aussichtspunkt, gut zu befahren ist, d.h. die angesprochene glatte Oberfläche hat (wie auch auf dem Bild zu sehen). Der Rest der Strecke besteht demnach aber aus üblem Kopfsteinpflaster und später (weiter weslich) aus Betonplatten. Der Bau der Strecke hat übrigens ca. anderthalb Jahre gedauert.
    Gruß, rowerzysta

  2. @rowerzysta: Der neue Zustand ist aber viel besser als der alte. Ich kann mich daran erinnern, dass ich mal das Rad einige Hundert Meter am Strand entlanggeschoben habe, um das Kasernengelände zu umgehen.

  3. @kalle: stimmt, die Öffnung des Militärgeländes und die direktere Routenführung sind deutliche Verbesserungen.
    Ich wollte aber v.a. das feedback der heimischen Leser bzw. Nutzer wiedergeben, das im Gegensatz zum durchweg positiven Tenor des Artikels steht. Dieser beginnt mit dem Kommentar, daß der Radweg „schön, glatt und sehr angenehm befahrbar“ ist („Droga jest piękna, równa, jedzie się bardzo przyjemnie“).
    Die Kommentare präzisieren dann dahingehend, daß zu großen Teilen eben nur vorhandene Wege mit Markierungen versehen wurden. Laut Kommentar #8 hat sich der Zustand an der (>4,3 km langen, laut Kommentar #10) Kopfsteinpflasterstraße gegenüber früher sogar verschlechtert, da der zuvor gut befahrbare Seitenstreifen „durchgepflügt und aufgelockert“ wurde und daher nicht mehr befahrbar ist.

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