Radfahrertrendfarbe Neon

Die Welt Online ist einem Hamburger Trend auf der Spur: „Immer mehr Hamburger wappnen sich mit Warnwesten gegen die schlechten Wetterbedingungen – und sorgen so für mehr Sicherheit“.  Ob beim Joggen an der Alster oder beim Radfahren auf dem Grindelberg, überall sieht es die Zeitung Krassgelb und Neonorange leuchten. Autorin Larissa Kopp fragt bei Karstadt Sport in der Mönckebergstraße nach. Im Kaufhaus wird die erhöhte Nachfrage nach Leuchtwesten bestätigt: „Der Absatz hat sich zweistellig erhöht“, sagt Filialleiter Georg Kant. Der Inhaber eines Fahrradladens in Hamburg berichtet gar von einem „wahren Hype. Es ist schon sehr auffällig, wie viele Erwachsene plötzlich nach der Sicherheitsbekleidung fragen“. Während früher lediglich Kinder mit reflektierenden Westen und Capes ausgestattet wurden, greife der Trend nun auf Radfahrer, Jogger und Fußgänger über.

Welt Online warnt: „In Frankreich sind die Westen für Radfahrer schon verpflichtend“. So weit will es die Hamburger Polizei nicht kommen lassen, aber auch sie rät dringend zu hellen Sachen und reflektierenden Streifen. Eine Nachfrage beim ADAC ergibt: „Auch für Fahrradfahrer und Jogger sieht der ADAC die Dringlichkeit für die Reflektorwesten“.

Welt Online: Neon ist die Farbe der Saison

32 Gedanken zu „Radfahrertrendfarbe Neon

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  1. Allein hier im Blog war schon häufig genug von Betroffenen zu lesen, dass sie im Straßenverkehr übersehen wurden. Trotz guter Beleuchtung, massenweise reflektorischem Material an Körper und Rad usw.

    Es gibt diesen blöden Spruch: „Wie macht man einen großen rosa Elefanten unsichtbar? – Pedale anschrauben.“

    Das Hauptproblem sind Radfahrer, die ausserhalb des Sichtfeldes des motorisierten Verkehrs fahren. Sei es durch Gewegradelei oder (Zwangs-)Benutzung ungünstig geführter Fahrrad-Sonderwege.

    Das weitere Problem sind Autofahrer, die beim Führen ihres Fahrzeuges „alles mögliche“ tun, sich nur nicht auf den Verkehr konzentrieren. Mobiltelefonbenutzung am Steuer beispielsweise ist ein Problem, was immer wieder zu brenzligen Situationen für unschuldige Mitverkehrsteilnehmer führt.

  2. Cui bono

    Vordergründig erscheint es, dass man es doch zu seiner eigenen Sicherheit macht. Erscheint ja auch logisch. Ich werde besser gesehen, also fährt mich das Auto nicht so schnell um.

    Ich wage die Betrachtung aber mal anders herum. Ich mache mich besonders kenntlich, damit der Kraftverkehr noch ein bisschen schneller und noch ein bisschen unaufmerksamer fahren kann. Und eben noch ein bisschen weiter vom Sichtfahrgebot abrücken kann.

    @dan: Der Spruch mit dem Elefanten ist klasse!

  3. Man darf halt nicht vergessen, die Welt ist auch nur Springe, also quasi die Bild in eloquent…

  4. Springer, verdammtes Autocorrect!

  5. Eigentlich ist das nur die konsequente Fortführung der autofreundlichen Politik der sechziger Jahre. Dem weiteren Ausbau, um den motorisierten Individualverkehr freier und ungestörter fliessen zu lassen, hat sich alles unterzuordnen: Ganze Stadtbezirke werden geplättet und durchschnitten von Durchgangsstraßen, der Fuß- und Radverkehr an den Rand gedrängt, und nun sollen diese sich auch noch autogerecht kleiden. Und das Perfide daran: Bald wird es nicht bei Radunfällen in den Pressemeldungen heißen: „Er/Sie trug keinen Helm“, sondern auch „Er/Sie verzichtete auf reflektierende Kleidung“. Und mal wieder hat man durch eine perfide Schuldumkehr dem motorisierten Verkehr auch noch den moralischen Vorrang gegeben.

  6. Erst einmal ein Bravo für die Springerpresse! Fantasievolle Erfindungen gehören dort ja zur Grundausbildung. In Frankreich besteht Warnwestenpflicht nur außerhalb geschlossener Ortschaften und dort auch nur bei Dunkelheit oder sonstigen schlechten Sichtverhältnissen. Damit könnte ich leben, zumal die Leichtversion so einer Joppe noch in die Werkzeugtasche passt und sich gegebenenfalls auch als Reparaturplane verwenden lässt. Sauber muss das Dingens ja nicht sein, allerdings hat der ADAC schon darauf hingewiesen, dass die Euronorm EN 471 eingehalten werden muss. Also aufgepasst bei Baumarktangeboten! Ansonsten teile ich die Meinungen aller Vor-mir-Poster, was sonst selten vorkommt.

    Könnte noch hinzufügen, dass selber Sehen wichtiger ist als gesehen werden, dass Warnwesten nicht berechtigen, bei Rot über eine Autoampel zu fahren und dass man Autofahrer regelmäßig einem Sehtest unterziehen sollte.

  7. Naja, ich halte Sichtbarkeit auch für Wichtig. Wenn ich mir Radsportbekleidung oder einen Radrucksack kaufe müssen da auf jeden Fall Reflektoren dran sein. Wenn ich dann mal in Freizeitkleidung mit meiner schwarzen Regenjacke unterwegs bin komme ich mir schon etwas unsicher vor.
    Dennoch trage ich beim Radfahren keine Warnweste. Und als Fußgänger auch nicht. Es sollte jeder selber einschätzen, was man für nötig erachtet.

  8. Ich trage Funktionskleidung – in Gelb. Damit signalisiere ich: hier kommt ein ernsthafter Radfahrer, der schnell ist! Vorfahrt nehmen kann dir Probleme schaffen!
    Mit neongelber Funktionsweste signalisiert ein Radfahrer: entschuldige, dass ich die Fahrbahn benutze, obwohl sie eigentlich dem Auto gehört. Aber ich will auch leben. Nimm bitte auf mein ärmliches Leben Rücksicht.

  9. Als Radfahrer reichen die ohnehin vorgeschriebenen Reflektoren absolut aus, wenn denn alle dran sind. (Wer hat schon welche an den Pedalen? Ich leider nicht. Aber gerade die sind durch die schnelle Bewegung für Autofahrer sehr gut zu sehen, das gleiche gilt fuer die Speichenreflektoren von der Seite) Ich würde niemals eine von diesen Bauarbeiterwesten anziehen, selbst wenn eine Owi drauss gemacht würde, das gleiche gilt für Fahrradhelme. 😀 Ich kaufe auch keine Extragrelle Kleidung, ausser sie gefällt mir, hab aber auch nichts dagegen wenn bei Sportkleidung dezente Reflektoren dran sind. Das erfüllt den Zweck genauso und man sieht eben nicht aus wie ein Opfer (das stimmt irgendwie schon!) Denn dass Reflektoren bei *Fussgängern/Joggern* sinnvoll sind, kann wohl jeder bestätigen, der Nachts in der Stadt Auto oder mit dem Fahrrad mal im dunklen Park unterwegs war.
    Und volle Zustimmung zu „sehen ist wichtiger als gesehen werden“, das ist nämlich der springende Punkt bei fast allen Unfällen und gefährlichen Situationen, egal ob aus Autofahrersicht oder der „Opfer“. Spielt keine Rolle ob bei Tag oder Nacht. Solange

    Autofahrer
    viel zu schnell und rücksichtslos abbiegen und nur den motorisierten Verkehr abwarten
    aus Ausfahrten und über Bürgersteige/in sonstigen unübersichtlichen Situationen viel zu schnell fahren
    generell nicht vorausschauend fahren können (Radler überholen vor roter Ampel etc.)

    Fussgänger/Radfahrer
    gedankenlos über rote Ampeln gehen/fahren
    gedankenlos über grüne Ampeln gehen/fahren ohne auf Abbieger zu achten (damit will ich nicht sagen „selbst schuld“ aber das ist einfach Pflicht heutzutage, leider)
    braucht man sicherlich nicht über Warnwesten zu reden. Wirksame Aufklaerungskampagnen und Kontrollen der o.g. Schwerpunkte würden weit mehr bringen. Die Sanktionen sind ja eigentlich schmerzhaft genug (“ Punkte und 70EUR wenn man jemand beim abbiegen gefährdet) bloss wird der Tatbestand wahrscheinlich nur sehr selten mal verfolgt.

  10. Ich frag mich dann immer, vor was die Radfahrer Angst haben, die mit Helm und Warnweste auf dem linksseitigen Fußweg oder in der Gosse unterwegs sind. Sicheres und korrektes Fahrverhalten bringt sehr viel mehr als alberne Leuchtklamotten und ein Styroporhut. Aber unsere Automafia hat es natürlich lieber, wenn die Verantwortung auf unbeteiligte Schwache abgeschoben wird, damit der Kfz-Führer sich auf Wichtigeres konzentrieren kann (z. B. telefonieren oder mit dem Navi spielen).

  11. Nur eine Frage der Zeit bis der erste Autopolitiker Warnwesten für Fußgänger fordert. Ramsauer wäre da so ein Kandidat

  12. Finde, Autos sollten auch nur noch in Neonfarben verkauft werden dürfen.

  13. Autos sollten endlich mit eingebautem GPS und Zwangsgeschwindigkeitsbegrenzung verkauft werden, so dass keiner mehr die Höchstgeschwindigkeit übertreten kann.

  14. Ich habe eigendlich fast immer eine Schutzweste dabei, aber tragen tue ich diese nur wenn ich außerorts und bei dunkelheit auf Steigungsstrecken mit nenenswerten Autoverkehr unterwegs bin, da dann eben die Geschwindigkeitsdifferenzen schon größer sind und wegen Kurven man teils recht spät gesehen werden kann.

  15. Hach Kai, bei dem Vorschlag wird mir ganz warm ums Herz:) Dafür!

  16. @Kai und Ze Kohl:

    Die Grünen, voran BW-Ministerpräsident Kretschmann sind da schon auf einem guten Weg. Sie fordern eine GPS-gestützte Automaut. Kretschmann ist jetzt schon ein Posten bei Toll-Collect sicher.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Toll_Collect

    Aber dabei wird es dann nicht bleiben. Automatischer Versand von Bußgeldern für Geschwindigkeitsüberschreitungen, Falschparken, Fahren gegen Einbahnstraßen usw. ist dann nur noch ein Softwareproblem. Und weil bei uns ein terroristischer Anschlag wahrscheinlicher ist als ein Fukushima, darf man sich auch auf die Vorratsdatenspeicherung zurückgelegter Wege freuen. Ganz nebenbei natürlich auch interessant für Kriminalitätsbekämpfer, Verfassungsschützer und Kontrollfreaks aller Art. Aber der Deutsche Michel wird womöglich zustimmen – hat ja nichts zu verbergen.

    Wer wie ihr die Totalüberwachung anderer gut heißt, darf sich nicht wundern, wenn er dann zum Schluss selbst total kontrolliert wird. Erst mal Kennzeichenpflicht, Fahrzeugschein, TÜV, Pflichtversicherung und eine praktische und verpflichtende GPS-Box für Radler. Dann kann man auch Geschwindigkeitsbegrenzungen für Radwege kontrollieren, unerlaubtes Fahren gegen die Einbahnstraße feststellen, Missachtung des Radweg-Gebotes, Fahren auf Radwegen in falscher Richtung, Fahren in Fahrradverbotszonen, Überschreitung von Tempo 30 oder Schrittgeschwindigkeit und sicher noch viel mehr. Und wie ich an meinem wunderbar funktionierenden GPS-Tacho sehen kann, handelt es sich nicht um unrealistische Science Fiction.

    Aber wollt ihr das wirklich?

  17. @kl preaching to the choir…

    Du hast da was komplett falsch verstanden, es geht um eine automatisierte Beschränkung der Geschwindigkeit. Wenn das Kontrollsystem Mensch im Automobil nicht funktioniert muss es eben ersetzt werden. Wie ein Bremsassistent, der eingreift wenn der Fahrer zu langsam reagiert. Was braucht es dazu außer: GPS-Ortung für den Rechner im Auto, Kartenmaterial mit Tempolimits und Kopplung von beidem mit der Steuerung des Motors. Alles was darüber hinaus geht ist Politik, da müssen ohne Zwang keine Daten gespeichert oder übermittelt werden. Toll collect hätte auch anders geregelt werden können, aber man lässt ja so gern von inländischen Firmen die teuren Lösungen bauen, fürs BIP und so…

    Natürlich weckt sowas immer Begehrlichkeiten bei den Sicherheitsbehörden, das liegt in der Natur der Sache. Es ist zauberhaft wie du von einer grundsätzlichen Idee eines Systems zur Geschwindigkeitsregulierung (ohne technische details) sofort den Rundumschlag zu 1984 machst.

    Mein GPS logger oder dein Tacho sendet doch auch nicht die Verkehrsdaten Daten ohne dein Zutun an wen auch immer.

    Zu deinen Orwellschen Alpträumen, ich nehme an du hast ein Mobiltelefon? Herzlichen Glückwunsch, du bist bereits komplett ortbar, verfolgbar und das wird regelmäßig und ohne großen Widerstand angeordnet.(bitte nicht mit Richterlichem Vorbehalt kommen, die haben nur Arbeit wenn sie widersprechen, zum zustimmen reicht die Unterschrift, da weiss man was öfter passieren wird)Da braucht man gar keine neue Infrastruktur oder besonders gierige „Gesetzeshüter“ für.

    Was allerdings an einem TÜV für Fahrräder verkehrt sein soll weiss ich wirklich nicht, nachher fahren nur noch mit funktionierenden Bremsen ausgestattete und gut beleuchtete Räder auf den Straßen, das kann ja keiner wollen 😉

    Also, lieber an dem poltischen Aspekt des ganzen arbeiten als hier in den Kommentaren anderen Leuten zu unterstellen wir wüssten nicht das wir schon immer im Krieg mit Ozeanien waren…

  18. Das ist die logische Konsequenz der zunehmenden Gerontokratisierung des motorisierten Verkehrs.

    Statt sich einzugestehen, daß die eigenen Glubscher nicht mehr so toll funktionieren, wie sie es beim letzten Sehtest mit 18 Jahren taten, fordern die Geronten in Vereinigungen wie dem ADAC, daß die Welt sich deren Sehunfähigkeit anpasst.

    Und sind natürlich strengstens gegen jedwede Forderung, die Fahrtauglichkeit nach dem 18. Lebensjahr irgendwann nochmal zu überprüfen, weil das ja Altersdiskriminierung wäre und so.

  19. Meines Erachtens sind es gerade die Assistenz-Systeme bei Bahn und Flugzeug, die diese Verkehrsmittel im Vergleich zum Auto so sicher machen. Umgesetzt werden müssen diese nicht zwingend über GPS, ebensowenig muss zwingend eine Sendefunktion damit verbunden sein (ein GPS-Empfänger ist beispielsweise tatsächlich nur ein Empfänger).

    Ansonsten stimme ich dem Tenor zu – ich beleuchte mein Fahrrad und habe Reflektoren dran, werde meine Kleidung aber nicht anpassen. Wenn irgendwann 8 von 10 Leuten Warnwesten tragen, leben die 2 restlichen echt gefährlich.

  20. @kl: Wie Ze Kohl auch schon so schön erklärt hat, es geht um ein Regelungssystem und nicht um Überwachung. Dazu braucht man Daten mit den örtlichen Koordinaten von allen Strassen und den dazu gehörigen Tempolimits. Diese würden dann ständig mit den aktuellen vom GPS ausgelesenen Koordinaten verglichen und mit der gerade gefahrenen Geschwindigkeit. Gekoppelt mit einer Motorsteuerung könnte man nie schneller fahren als vorgeschrieben. Wozu dann noch Überwachung? Die wäre dann sogar überflüssig.

  21. @Kai: bin ich völlig anderer Meinung. Aber nehmen wir naiverweise mal an, dass so ein überwachungsfreies Nur-Empfänger-System tatsächlich installiert würde, hätten wir Radfahrer einen nur äußerst geringen Nutzen. Zum einen würden viele Autofahrer dann mit Bleifuß fahren, statt mit einer situationsangepassten Geschwindigkeit, die ja durchaus wesentlich niedriger sein kann als die Höchstgeschwindigkeit. Zum anderen hat die Höchstgeschwindigkeit keinerlei Einfluss auf Unfälle mit Rechtsabbiegern, Linksabbiegern und an Aus- und Einfahrten.

  22. Vorgestern in einer Anlieferzone eines Einkaufszentrums:
    Kommt ein Maulwurf ausm Benz ausgestiegen. Ich fahre mit dem Radel an ihm vorbei. Hält er mich an: „Wo ist denn hier die Media Markt Anlieferzone?“ Ich: „Guter Mann, hier ist Kaufland. Dort das rote Schild auf dem MediaMarkt steht, da müssen sie hin.“ Maulwurf: „Ich sehe die Post [DHL Laster!], dahinter links, oder wie?“ Ich: „Nein, vor dem Postwagen die Rampe? Da steht groß MediaMarkt auf einem roten Schild, sehen sie das?“ Das Schild ist 10 Meter entfernt. Der Laster 20 Meter. Maulwurf: „Also zwischen der Post und dem roten Container die Rampe links?“ Ich, langsam ungehalten: „Die Rampe ist für Fußgänger, da ist ein rotes SCHILD, kein Container! Laufen sie einfach hin, ich muss weiter!“ Maulwurf: „Das steht hier aber auch nirgends, wo ist denn Gang 2?“

    Hilfe!!

  23. Ich bremse auch für Eichhörnchen ohne Warnweste, Transportformm unabhängig.

  24. @Berlinradler:
    Bei der Bahn ist das kein Assistenzsystem, sondern Leit- und Sicherungstechnik. Die Philosophie ist gänzlich anders als auf der Straße. Es wird im Raumabstand gefahren. Gefährliche Konflikte gibt es regulär nicht. Dafür sorgen Stellwerke. Ein Zug wiegt aber auch schnell mal 400t und mehr und hat einen Bremsweg von 1000m oder viel mehr (>160Km/h). Unmöglich, hier so zu verfahren wie im Strassenverkehr, wo auf Sicht gefahren wird und eher versucht wird, Unfälle für die PKW-Insassen nicht so schlimm ausgehen zu lassen und nicht Unfälle zu vermeiden.
    Aber diese PKW-vmax-Begrenzung wird eher an juristischen Punkten als an technischen Fragen scheitern.
    Wer hat Schuld wenn in der Datenbank wegen einer Baustelle eine falsche Geschw. hinterlegt ist und der PKW mit überhöhter Geschwindigkeit eine Person anfährt? Was ist wenn eine Frau in Gott verlassener Gegend mit ihrem Auto vor jemandem flüchten will (warum auch immer), dort aber leider eine 30 Zone ist und deswegen in die Fänge eines Irren gerät?

  25. @Christoph:

    Es würde schon reichen, wenn „grober Unfug“ durch eine Zwangslimitierung der Geschwindigkeit verhindert würde. Also beispielsweise innerhalb einer Begrenzungslinie einer kompletten Stadt Geschwindigkeiten oberhalb 70 km/h zwangsgedrosselt würden (ja, 70er-Straßen kann es innerstädtisch geben).

  26. @Christoph, ja, ich hatte mich da nicht sehr genau ausgedrückt. Dennoch ist doch auffällig, dass bei der Bahn so wenig passiert – trotz der enormen Bremswege. Das liegt nicht nur an den Blockabständen etc., sondern eben auch am Eingreifen der Technik, wenn der Mensch einen Fehler macht. Beim Auto ist man hingegen auf den guten Willen des Fahrers angewiesen – dieses Prinzip hat in Deutschland (inkl. DDR) seit dem Aufkommen des Automobils ca. 1.000.000 Todesopfer gefordert. Vielleicht doch ein Grund, mal drastischere Änderungen vorzunehmen als irgendwelche gelben Jacken?

  27. was für mich so eine warnweste auch adabsurdum führt ist die schlichte tatsache, dass ne menge leute heute auf dem rad mit rucksack unterwegs sind. da ist die sichtbarkeit von hinten schon massiv eingeschränkt und vorne habe ich selsbt augen …

  28. @rbt:
    nicht unbedingt. die beiden leutchen, die mir heute früh ohne licht yorckstraße in falscher richtung entgegengekommen sind, hab ich dadurch zumindest deutlich früher erkennen können.
    mal ganz abgesehen davon, dass die ein etwas merkwürdiges sicherheitsverständis zu haben scheinen -.-

  29. @berlinradler:

    ….Grund, mal drastischere Änderungen vorzunehmen….: Richtig, aber solange über Verkehrstote wie heute in „heute“, ZDF berichtet wird, wird sich NICHTS ändern. Von einer Zunahme um 21,7% auf 432 todgefahrene (verunglückte) Fussgänger in 2011 wird berichtet. Es wird ausschliesslich von Kopfhörern als Grund gesprochen. Mit keinem einzigen Wort wird erwähnt dass auch andere Gründe möglich seien. Es ist so unfassbar traurig. Das Auto hat sich als Collateralschaden-verursachende Wirtschaftswundermaschine so etabliert dass kein Mensch irgentwas hinterfragt.

  30. Oh ja, diese “selbst Schuld “ Rhetorik ist zum kotzen…

  31. @Christoph, ja sowas ist echt traurig. Suchtverhalten.

  32. Solche Bekleidung ist schon sehr sinnvoll,vor allem in Hamburg, wo es oft grau und regnerisch ist. Allerdings habe ich eher nicht vor solceh Kleidung fpr mich zu kaufen. Zumindest nicht in der nahen Zukunft.

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