Fahrradgarage Biketower

Die Firma e-bike-mobility stellte auf der Eurobike eine interessante Fahrradgarage vor. Der Biketower BT52-112 ist eine automatische Park- und Vermietstation für 52 bis 112 Fahrräder. Eine erste Demostation wurde vor drei Wochen in Meckenbeuren nahe Friedrichshafen errichtet. Der runde Biketower hat einen Durchmesser von knapp sieben Metern, die Grundfläche des Towers liegt bei 28,5 Quadratmetern. Je nachdem, wieviel Parkraum benötigt wird, lässt sich der  Biketower einfach um weitere Etagen erweitern. Die Garage eignet sich als gesicherte Parkmöglichkeit an Bahnhöfen, Ballungszentren, Wohnanlagen und Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs.

biketower.jpgDie modulare Bauweise des Biketowers bewirkt, dass die Garage vorproduziert und innerhalb von kurzer Zeit aufgebaut werden kann. In den nächsten Monaten werden 15 Fahrradgaragen in in Barcelona und Alicante aufgestellt. Auch in Berlin wird man bald einen Biketower nutzen können. Eine Genehmigung für eine Station an der Tiergartenstraße líegt vor. Über den Daumen gepeilt kostet die Garage ab 200.000,- Euro. Verglichen mit insbesondere unterirdischen Fahrradparkstationen ist das ein Klacks.

Biketower können mit induktiver Ladetechnik für Pedelecs ausgestattet werden. Das bedeutet, dass für das Aufladen der Akkus kein Kabel benötigt wird. Den Kontakt zur Induktionsplatte bekommt das E-Bike über einen speziellen Fahrradständer. Beim Abstellen des E-Bikes im Tower wird der Akku dann ganz automatisch aufgeladen. Bernd Reutemann, Chef von e-bike-mobility: „Gedacht ist das vor allem für Mieträder oder Firmenflotten. Wer will, kann sich aber auch sein eigenes E-Bike mit dem Ständer ausrüsten lassen“.

e-bike-mobility

Nach dem Klick ein Foto der Demonstrationsgarage auf der Eurobike.

biketower-friedrichshafen.jpg

10 Gedanken zu „Fahrradgarage Biketower

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  1. Das sind ja 4.000 Tacken für einen Stellplatz (52/200.000,-). Ist schon etwas heftig. Und ehrlich gesagt, bei der Zeichnung dachte ich noch schick, beim realen Teil: boah, ist das hässlich. Gut, letzteres ist a) Geschmacksache und b) sicher noch veränderbar.

  2. Hups, jetzt erst den Link zum Hersteller angeklickt. Das Designgemecker hat sich schon erledigt.

  3. 4000 Euro pro Abstellplatz ist einfach zu viel. Ich glaube kaum, dass sich das ohne Nutzungsgebühren in nennenswertem Umfang realisieren lässt. Und selbt mit 1 Euro Nutzungsgebühr pro Tag bei einer durchschnittlichen Auslastung von 200 Tagen pro Jahr bräuchte man ganze 20 Jahre, bis die Investitionskosten abgedeckt sind (ohne Zinsen und Wartungskosten). Von dem Geld, das ein einziger Platz im Biketower kostet, könnte man auch vernünftige Fahrradständer (z.B. Kreuzerger Bügel) für ca. 50 Fahrräder aufstellen.

  4. @ Jakob: naja, das ist aber nicht vergleichbar. Eine geschlossene Abstellanlage, die man auch in die Höhe bauen und auch attraktiv gestalten kann, ist schon was anderes als eine große Fläche mit Kreuzberger Bügeln. Der Grundgedanke ist schon ok – aber das Verhältnis stimmt hier eben wohl nicht. Vielleicht ist das aber auch an sich ein Ding der Unmöglichkeit. Ein – wie auch immer – umbauter Raum für ein Fahrrad stellt selbst einen hohen Gegenwert dar. Sowas rechnet sich also aus unmittelbar kommerzieller Sicht nicht und muss „subventioniert“ sein. Hab ich als Einsatzzweck aber auch so verstanden, z.B. an Bahnhöfen.

    Auch hier wieder ein sicher auch nicht billiges Beispiel: Velostation Zürich

  5. Kreuzberger Bügel und ein einfaches Dach drüber – zm Beispiel mit einem umfunktionierten „Carport“.

    Sowas steht seit langem in Tiergarten in der Jagowstraße vor dem Haus, in dem früher mal Velophil war (bevor sie an die Ecke Alt-Moabit gezogen sind, dorthin, wo früher dieser Fleischbräter drin war).

    http://g.co/maps/v699j

  6. der preis geht ja mal garnicht. da kann man sich ja gleich 2 neue fahrräder dafür kaufen.

  7. Es sagt doch keiner, dass nicht Kreuzberger Bügel oder ein Dach drüber nicht eine gute Abstellanlage wären. Das kostet natürlich auch weniger und die DB macht sowas ja nun schon seit Jahren erfolgreich an den S-Bahnstationen. Deshalb kann man doch aber trotzdem über weitere Anlagen nachdenken. Nach Jahren hab ich es dies Jahr endlich wieder nach Kopenhagen geschafft, und ich muss sagen, stadtbildverträglich sind die kleineren Abstellanlagen mit ihren kreuz und quer rumliegenden Rädern oder die größeren mit ihren endlosen Reihen auch nicht. Ich finde es also schon toll, wenn sich da eine Firma mal Gedanken drum macht und für bestimmte Gelegenheiten mehr anbietet. Ob das mit den 200.000,- für die kleinste Anlage jetzt allerdings machbar ist, wage ich auch zu bezweifeln. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was bei dem gezeigten Modell so teuer sein kann. Einen wichtigen Platzvorteil gegenüber normalen überdachten Bügeln bekommt das Teil ja ohnehin erst, wenn es mehrstöckig gebaut wird (-ein anderer im Beitrag erwähnter Nutzen bleibt von mir wegen potentiellen Dogmenverstosses unerwähnt). Vielleicht reduziert sich der Preis erst auf ein marktverträgliches Maß, wenn mehrere Stockwerke gebaut werden. Die werden so etwas ja auch nicht ohne Plan entwickelt haben.

    Kritischer Punkt: Wäre natürlich übel, wenn z.B. die DB eine Station mit einer schicken 3-stöckigen Anlage für 156 Räder ausstatten sollte, statt 500 überdachte Bügel aufzubauen.

  8. Ich finde die Idee hervorragend. Des öfteren fragen Berlin-Besucher, wo sie ihr Fahrrad abstellen können und wundern sich, dass es am Bahnhof keine Rad-Station gibt. Vielleicht sinken die Kosten auch noch etwas, wenn das Modell in größeren Zahlen verkauft wird.

  9. […] */ Und tats

  10. […] Damit ist eine Lösung schon aufgezeigt, breitere Radwege. Logischerweise wird das zu Ungunsten des motorisierten Individualverkehrs erfolgen müssen. Gleichermaßen ist auch dafür Sorge zu tragen, genügend Abstellplätze zu schaffen. Nicht mehr benötigte Parkhäuser könnten z. B. dafür umgestaltet werden. Richtig schick sind ja solche Biketower […]

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