Radfahrer weg von der Busspur?

Die Berliner Grünen haben gute Aussichten, bei der nächsten Senatswahl den ersten oder zweiten Platz zu belegen und an einer Regierung beteiligt zu sein. Nun haben sie ihren „Masterplan zur Beschleunigung von Bus und Tram“ vorgestellt. Mit verschiedenen Maßnahmen will man beide Verkehrsmittel schneller und attraktiver machen.

Obwohl im Masterplan selbst das Thema Radfahrer gar nicht angesprochen wird, stellte der Tagesspiegel kürzlich die Frage, ob man Radfahrer irgendwie von der Busspur verbannen könne, um den Busverkehr zu beschleunigen – und löste damit eine hitzige Debatte aus.

Laut Tagesspiegel wird überlegt, Radfahrer nur noch auf besonders breiten Busspuren zuzulassen, andernfalls extra Radstreifen anzulegen oder Radfahrer auf die normale Spur links der Busspur zu verbannen.

Pressemitteilung B90/Grüne zum Masterplan

Tagesspiegel Pro & Contra: Sollen Radfahrer von der Busspur verbannt werden? vom 19.6.2011

37 Gedanken zu „Radfahrer weg von der Busspur?

Kommentare-Feed
  1. Die Kommentare im TSP-Forum habe ich mir erst gar nicht angetan.

    Ich halte die Behauptung, dass Radfahrer den Bus-Verkehr behindern würden, jedenfalls für schlichtweg falsch.
    Gerade flottere Radfahrer sind sogar schneller als der Bus.
    Ich fahre jedenfalls sehr gerne auf der Busspur.

    Auf Fälle stellen Busspurparker die weitaus größere Behinderung dar.
    Hoffentlich schlagen sich die Grünen die Idee bald wieder aus dem Kopf.

  2. Ich habe nur eine oberflächliche Internetrecherche gemacht – kommt die Idee eigentlich wirklich von den Grünen? Mal ganz doof gefragt.

  3. Ich sehe das Problem nicht in den Radfahrern, sondern hauptsächlich in den Busspur parkern, oder den über die Busspur Abbiegern. Warum greift da die Polizei nicht härter durch? Ich beobachte immer, dass wenn ein Polizeiauto hinter einem solchen Parker hält, der Halter aus dem Laden gerannt kommt und wegfährt. Vermutlich nur einmal um den Block und stellt sich wieder hin. In der Fahrschule lernt man doch, dass derjenige parkt, der länger als 2 Minuten steht, oder seinen Wagen verlässt. Also meine Lösung: Rigoros Strafzettel ausstellen, auch wenn der Halter angesprintet kommt. Irgendwann tut das jedem weh.

  4. Radfahrer weg von der Busspur geht aber auch nur, wenn es einen Radweg oder einen Radfahrstreifen gibt, auf dem der Radverkehr dann geführt werden kann.
    Ist beides nicht vorhanden, müsste also der Radverkehr zwischen Busspur und dem übrigen Verkehr fahren, darf eine Busspur lt. VwV-StVO nicht angeordnet werden.

    Und wie man am Beispiel Potsdamer Str. sehen kann, ist es der Verkehrslenkung Berlin auf Dauer nicht gelungen, den Radverkehr per Benutzungspflicht wieder von der „Umweltspur“ auf den alten Gammelradweg abzuschieben, weil es dann doch zu viele Widersprüche von Radfahrern gab. Stattdessen, so hörte ich, soll es dort bald wieder Busspur „Radfahrer frei“ heißen.

  5. Wenn ich mir (aus Fahrradkurierperspektive) den Alltag auf für Radfahrer freigegebenen Busspuren (und auch anderswo) so anschaue, dann denke ich, dass „Verkehrserziehung“ am meisten bringen würde. Sprich: so manchen Trödelradfahrern müsste man mal schonend beibringen, wie man a) berechenbar fährt, b) ohne eigenen Geschwindigkeitsverlust andere Fahrzeuge überholen läßt (ja, das geht fast immer), c) nicht zwanghaft Fahrzeuge, die bereits überholt haben, erneut in besserer Schrittgeschwindigkeit zu überholen.

    Die Frage ist nur: wie erreicht man diese Leute? Wie bekommt man ein wenig „kollektive Vernunft“ in die Köpfe dieser Radfahrkollegen?

    Ich denke insbesondere an diese stereotypen Radfahrer vom Typ „Ökofräulein mit Körbchen und Sonnenblume am Lenker“, die mit 10-15 km/h unterwegs sind, womöglich noch mit (oft leerem) Kindersitz hinten drauf, die es mit einer unglaublichen Penetranz schaffen, in jeder auch nur kurzzeitigen Stausituation immer wieder nach vorn zu schleichen und allen aufs neue im Weg zu stehen. Anstatt einfach mal HINTER dem Bus, der eh sofort anfahren wird, zu bleiben. Oder an der roten Ampel nicht wieder ganz nach vorn zu kullern, sondern vielleicht auf Höhe des 5. oder 6. Fahrzeuges zu warten. Reicht immer noch, um die nächste Grünphase mitzunehmen.

  6. Hihi dan, die Frage stell ich mir auch immer wieder, warum sich die Leute das ständige Überholenlassen antun. Jetzt ist Sommer, da fahren viele Ungeübte, und man kommt sich echt verlassen vor, wenn man hinter dem letzten Fahrzeug wartet.

  7. @dan: Wenn du das mit der Sonnenblume wegläßt, volle Zustimmung. Wie die Radfahrer aussehen, sollte einen nicht interessieren und Mütter mit leerem Kindersitz kommen vielleicht gerade von der Kita, wo sie mit anderen Müttern zu tun haben, die ihre Kleinen gerade aus dem SUV geschält haben.

    Das Problem ist eher ein generelles. Momentan müssen sich „DIE“ Radfahrer mit viel zu wenig Platz zwischen Straße und Gehweg oder auf Straße und Gehweg begnügen. Und „DIE“ Radfahrer kommen dann eben in Konflikt mit ihren unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen und Erfahrungen. Es muss immer auch möglich sein, mit dem Rad ohne intensive Führerscheinkenntnisse als Verlängerung des Gehens voranzukommen. Dass das dann aber nicht in einem hochreglementierten Raum passieren kann, der von schnellem anderen Verkehr genutzt wird, versteht sich von selbst.

    Insofern: freuen wir uns über jeden zweispurigen Fahrbahnausbau. Eine Spur davon wird irgendwann uns gehören und dann ist Platz für die langsamen Blumenkinder und die Schnellfahrer.

  8. @ Philip: och, geht so. Lies einfach über den Mac hinweg, dann ist das Meinungsbild dort nicht so übel.

  9. Ist zwar nicht ganz das Thema, muss ich aber trotzdem los werden 😉

    Mir gehen als klassischer Alltagsradler die Schnell- oder auch Stressradler gehörig auf den Keks. Warum?

    In letzter Zeit häufen sich die Vorfälle, wo ich von dieser Spezies an Stellen, wo es eigentlich überhaupt nicht geht oder zu eng überholt werde, wie die Dosenfahrer es auch gerne tun, Vorher klingeln – Fehlanzeige. Oder sie klingeln so kurz vorher, dass man keine Chance mehr hat zu reagieren.
    Bisher ist es gut gegangen, ist aber eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert.

    Dabei gibt es zahlreiche Urteile diesbezüglich:
    Zitat
    „Radfahrer untereinander brauchen beim Überholen nicht einen Sicherheitsabstand von 1,50 bis 2 m einzuhalten, wie er beim Überholen von Radfahrern durch Kfz erforderlich ist. Auf einem 1,70 m breiten Radweg darf ein Radfahrer jedenfalls dann überholen, wenn er seine Überholabsicht durch Klingeln angezeigt und der Vorausfahrende dies wahrgenommen hat (OLG Frankfurt/M., 17 U 129/88).“

    @Schnellradler ist das die tägliche Praxis?

    Das Thema hatte ich schon einmal ausfäührlich im Blog, http://bit.ly/kV65Hh

  10. Was sagt eigentlich ADFC dazu? Die sollten mal ne Pressemeldung machen solange das Thema noch diskutiert wird.
    Da fühle ich mich jetzt ehrlich gesagt als Beitragszahler sehr schlecht vertreten.
    Das war eigentlich einer der Gründe warum ich da eingetreten bin.

  11. Ich will immer vorne an der Ampel stehen, und mach das auch fast immer. Mir schnuppe wie lahm ich gerade dahintrödele, und wenn der Rest mich zigmal überholen muss, an der nächsten Ampel gondel ich wieder vorbei, nach vorne.

    Am besten finde ich da die Aufstellflächen über die gesamte Spur aus anderen Ländern.

    Das ist doch einer der größten Vorzüge des Radelns in der Stadt, außerdem hoffe ich dass der eine oder andere KFZler vor Wut aufs Rad umsteigt und auch staufreie Ampeln genießt.

    Ach, und diese Busspur Diskussion ist doch Unfug.

  12. @ der_Radler

    Ich muss mich einmal hier outen. Auch ich überhole andere Radfahrer teilweise sehr eng ohne zu klingeln, manchmal entfleucht mir ein kurzes „Achtung“. Ist für den Überholten bestimmt hin und wieder relativ unangenehm. Aber, ohne mich jetzt rechtfertigen zu wollen, schließlich könnte ich auch hinterher fahren, der Geschwindigkeitsunterschied und das Gefährdungspotential entspricht in den allermeisten Fällen doch dem eines Fußgängers, der einen stehenden Passanten auf dem Fußweg überholt. Wenn etwas passiert, bin ich der Dumme das ist klar. Bist du schon einmal ein Radrennen gefahren? Dort wird eng gefahren.

    Einig sind wir uns aber, wenn wir die Hochbordradwege als zu eng zum Überholen ansehen. Ich mache so etwas eher auf der Straße damit ich nicht über Straßenbahnschienen, vor denen ich höllischen Respekt habe, überfahren muss. Aber so häufig, dass ich es aus den Augen der anderen Radler als nervig empfinden würde, erkenne ich das Problem eigentlich nicht. Ich überhole in einer Woche vielleicht 1000 andere Radler, werde etwa 5 mal überholt (abzüglich Ampelvordrängler). Eng wird es vielleicht eine Hand voll. Da haben mich dann schon mehrere Dutzend Autofahrer mit unter 50 cm geschnitten.

    Also, Problem ist da, wäre mit Rücksicht bestimmt zu lösen, zumal man es selbst von anderen eingefordert wird, aber eine wirkliche systemische Gefahr sehe ich noch nicht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich der Überholer und nicht der Überholte bin.

    Bezüglich deines Problems mit dem Fahren auf Landstraßen, passt ja auch zur oben genannten Petition: Ich hatte noch nie große Probleme auf Landstraßen, alle Unfälle bisher im Stadtverkehr. Wenn man sich ordentlich breit macht (min 1 Meter zum Fahrbahnrand) ist genug Platz, an das linksseitige Gezische gewöhnt man sich und auch die Verkehrsführung ist wesentlich besser. Wenn ich, ohne Navi und mit rudimentärer Karte, 100 km von zu Hause entfernt bin, habe ich keine Lust auf schlecht ausgeschilderten Radwegen den Weg zu verlieren, wenn mein Ziel in riesigen gelben Tafeln am Fahrbahnrand zu finden ist.

  13. @Michael S, besagter m. gehört echt in Behandlung. Er ist u.a. wegen der Tempo-30-Zonen sauer auf Radfahrer. Obwohl ich nun alles andere als ein Psychologe bin, fasziniert mich das Phänomen, dass im Straßenverkehr andere soziale Handlungsweisen akzeptiert sind. Der Wutanfall im beruflichen / privaten Umfeld wird als peinlich empfunden, im Straßenverkehr ist er völlig normal.

  14. @Martin LE

    „Bist du schon einmal ein Radrennen gefahren?“

    Genauso kommt mir dieses zu enge Überholen vor. Wir sind im öffentlichen Verkehr eben nicht in einem Radrennen, aber manche meinen das wohl. 😉

    Rücksichtsnahme ist die erste Regel für alle, ich bin da allerdings auch nicht 100 %ig konsequent. Zu enges Überholen kommt für mich jedenfalls nicht in Frage.

    Und wenn diese Schnellradler das sportlich sehen, dann bitte da, wo niemand gefährdet wird.

    „Ist für den Überholten bestimmt hin und wieder relativ unangenehm. “

    Wie sich da wohl ungeübte und/oder ältere Radler fühlen?

    Einfach mal entschleunigen. 🙂

  15. qx87 schreibt:

    > Ich will immer vorne an der Ampel stehen, und mach das
    > auch fast immer. Mir schnuppe wie lahm ich gerade dahintrödele,
    > und wenn der Rest mich zigmal überholen muss, an der
    > nächsten Ampel gondel ich wieder vorbei, nach vorne.

    [expletive deleted].

  16. @ berlinradler: Der ist nicht therapierbar. 🙂 Ist nach eigener Aussage schon in selbstgewählter Sicherungsverwahrung („damit ich mich möglichst rasch wieder auf meinen Felsen zurückziehen kann“). Stell dir mal vor, du müsstest wie der (nach eigener Aussage) 8 Stunden täglich, 7 Tage in der Woche in der Kiste sitzen. Ich fass mir ja schon an den Kopp, wenn ich die Leute nur morgens und nachmittags im Stau stehen sehe. Und dann klagt er noch über Rückenschmerzen – eigentlich kann man froh sein, dass der seinen Frust nur verbal äußert.

  17. jaja… die elektro-auto-partei…

    jetzt haben auch die ihre stammtischparolen…

    die cdu will die radfahrer von „der straße“ (und meint fahrbahn), weil sie „den verkehr“ (und meint autoverkehr) behindern.

    und bei den grünen behindern die radfahrer eben den busverkehr.

    schön wenn die welt doch so einfach ist.

  18. @berlinradler u. michael s
    man muß ihm aber zu gute halten, dass taxifahren in berlin schon ein knochenjob ist und der verdienst sehr sehr wenig ist, daher kann ich seinen frust durchaus nachvollziehen. aus diesem grund nehme ich den meisten taxifahrern ihre „spezielle“ fahrweise auch meist nicht übel, solange nichts passiert.

  19. @udo:

    Taxifahrer, bzw. überhaupt die meisten Berufskraftfahrer, verhalten sich erfreulich berechenbar. Und sie haben wohl auch einen besseren Erfahrungsschatz, aus dem sie schöpfen können, wenn es um die Frage geht, was eben noch geht und was besser nicht mehr. Insofern ist mir ein knapp überholender Taxifahrer eigentlich ziemlich egal. Die Typen im schwarzen Mercedes, die mal eben aus dem Regelfahrstreifen ohne Spiegel-/Schulterblick auf die Busspur zum „rechts überholen“ ausscheren, sind da viel übler.

    @Michael S:

    Bei den „Schnellfahrern“ unter den Radfahrern hab‘ ich ebenfalls oft Bauchschmerzen. Das Problem ist ja nicht, dass man als Radfahrer nicht auch mal schnell fahren könnte. Die Frage ist auch hier wieder „was ist wo noch angemessen“. So wie Du auch beobachte ich eine deutliche Zunahme des Radfahrertyps „sportlicher Berufspendler“. Leute, die auf ihrer Pendel-Kurzstrecke (vermutlich meist unter 10 km) mal so richtig die Sau rauslassen wollen. Diese Typen sind brandgefährlich. Man sieht regelmäßig an ihrem Fahrstil, dass sie eigentlich kaum Fahrpraxis im Straßenverkehr haben. Sie fahren oft ziemlich „hakelig“ im Gesamt-Verkehrsgeschehen, sind damit nichtmal schneller, und wenn sie dann auch noch mangelhaft trainiert sind, dann geht ein guter Teil der Konzentration für das Fahren selbst drauf, d. h. sie erwecken teilweise den Anschein partieller geistiger Unzurechnungsfähigkeit.

    Übrigens seh‘ ich unter Radkurierkollegen ja auch das Kommen und Gehen neuer Fahrer. Bei den Kurierfahrern ist ja eine recht hohe Fluktuation. Immer wieder sind auch Leute dabei, die das ganze eher nicht beruflich sehen, sondern eher sportiv-szenig. Und diejenigen Leute, die dann meinen, gar zu brachial in der Stadt fahren zu wollen, machen’s meist nicht lange. Da passieren dann alle paar Wochen irgendwelche Unfälle, die zwar für Mensch und Gegner meist glimpflich ausgehen, aber ’ne Menge Material ruinieren. Und so hängen diese Leute den Job schnell wieder an den Nagel.

    @Martin LE:

    Beim Radrennen funktioniert (meistens) das enge Fahren, weil alle Beteiligten daran gewöhnt sind, und im Rennen oder auch in geschlossenen Verbänden nach bestimmten Spielregeln gefahren wird. Die sind zwar nicht unbedingt alle schriftlich festgelegt, aber letztlich Radrennsportlern bekannt.

    Im normalen Straßenverkehrsgeschehen kann man sich nicht darauf verlassen, dass sich andere Radfahrer berechenbar verhalten. Selbst Radfahrer, die einen „sportlichen“ und „routinierten“ Eindruck erwecken, können einen ziemlich überraschen. Schon allein dadurch, dass im Gegensatz zu einer Rennsituation der gemeinsame Weg nicht vorgegeben ist, sondern prinzipiell überall irgendwelche mehr oder weniger unangekündigten Anhalte-, Abbiege-, Wendemanöver stattfinden können. Oder plötzlich das Telefon klingelt und der Radfahrer, der vorher ewig lange schnurgerade Linie fuhr, beim Wühlen in der Hosentasche ’nen Halbmeterschlenker macht. Erlebe ich jeden Tag. Der Liegeradler heute auf der Greifswalder war auch klasse. Ordnet sich stadteinwärts in den Linksabbieger zu Am Friedrichshain ein, fährt noch knapp 30, macht mal eben ohne jede Vorankündigung Vollbremsung und fährt 50 Meter vor der grünen Linksabbiegerampel links in den Fußgängerwartebereich der Tramhaltestelle ein. Nur mal so als Beispiel. Da war ich heilfroh, dass die Pkw hinter mir auf dem Linksabbieger ebenfalls schnell reagiert haben, sonst hätte das mal eben ’nen Unfall mit 2 Rädern und 3 Autos gegeben…

  20. Heute früh auf dem Weg zur Arbeit, natürlich auf der Busspur mit dem Rad ;), habe ich mir so gedacht: Mmh, den Grünen sind pünktliche Busse also wichtiger als die Gesundheit der Berlinerinnen und Berlin.

  21. Heute morgen auf der Busspur der Karl-Liebknecht-Straße – Bäckereifahrzeug beliefert von der Busspur aus. In Zusammenhang mit der ausgefallenen Ampel an der Ecke zur Spandauer ist minutenlanges Warten für alle vorprogrammiert.

    Fies finde ich die baustellenbedingte Engstelle kurz hinter der Spree, wenn man Unter den Linden Richtung Westen fährt. Hier kommen die Radfahrer dann vom Radweg in die Spur der anderen Fahrzeuge, und hier wird von keinem, aber auch wirklich keinem einzigen Auto der Abstand eingehalten oder gebremst.

    Sonst suche ich mir immer ruhige Nebenstraßen und überlasse solche Situationen den Leuten, die auf Stress stehen. In der Gegend aber völlig ausgeschlossen. Überall Einbahnstraßen, Baustellen und temporäre Sperrungen. Also entweder teilweise schieben, die Regeln nicht einhalten oder sich gefährden lassen.

  22. Heute morgen auf einem vorschriftsmäßig breiten Fahrradstreifen in MItte. In der einen Hand nen Latte togo in der anderen ne Kippe. Geschwindigkeit etwa 11,5 km/h. Da ist es natürlich schwierig noch geradeaus zu fahren, deswegen benutzte der Fahrer auch die gesamte Breite für seine Schlangenlinien. Zum Glück war nicht viel los und fand es eher komisch.

  23. Erinnert mich fast an den Radfahrer in der Revaler Straße, der ein Kleinkind im Arm hielt. Ohne Trageschlaufe o.ä. …

  24. @dan: wenn wir mal die Stereotypen („Ökofräulein“ / „sportlicher Berufspendler“) beiseite lassen, bin ich voll bei dir. Verkehr funktioniert nur, wenn sich alle bewusst sind, was sie tun, ihr Fahrzeug beherrschen und Rücksicht nehmen. Ein auf der Radspur/Busspur geparktes Auto behindert mich nicht anders als ein Radfahrer, der langsam fährt, ein Überholen erschwert und sich an jeder Ampel wieder vor mich stellt. Eigentlich sind die Autos dann sogar besser: die springen mir nicht immer wieder vors Vorderrad 😉
    Dein Seitenhieb auf „sportliche Berufspendler“ (zu denen ich mich auch zähle) ist aus meiner Sicht aber nicht stimmig: Radfahrer, die täglich eine Strecke von ~ 10 km zur Arbeit fahren haben in einem Jahr mehrere tausend km zusammen – von mangelnder Fahrpraxis kann da nicht mehr die Rede sein. Wer da nicht nach einem halben Jahr sein Rad beherrscht sollte lieber Bus fahren.

  25. @BikeBloggerBerlin: Ich bleibe dabei, es muss möglich sein, auch als alter, junger. ungeübter oder auch nur mit der Strecke nicht vertrauter Mensch auf einem Weg jenseits des Fußgängerraumes mit dem Rad unterwegs zu sein, ohne dass man statt von Autos von Radfahrern gefährdet wird. Ich finde die Perspektive, in 20 Jahren (dann bin ich vielleicht auch nicht mehr so sportlich und selbstbewußt unterwegs) nur noch auf dem Gehweg unbehelligt von rasenden Radlern unterwegs sein zu können, nicht als erstrebenswert. Wenn die Wege breit genug sind (z.B. eine heutige Fahrbahnbreite), sollte es auch für schnelle Radler möglich sein, mit angemessenem Abstand langsamere/unsicherere Radler zu überholen. Das gehört nämlich auch zum sicheren Umgang mit seinem Gefährt. Wenn ich mir Videos aus den NL anschaue, wo alles durcheinanderwirbelt, habe ich da prinzipiell keine Bedenken. Es hängt mehr am uns zugestandenen begrenzten Raum als an der mangelnden Beherrschung des Rades, dass wir uns über diese anderen Radfahrer (die es zweifellos gibt) beklagen.

  26. … zur Ergänzung: anders als bei den meisten Autos haben wir übrigens bei Radfahrern meist die Chance, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, die uns irgendwie zu behindern scheinen. Wenn also das nächste Mal jemand so breit herumeiert, dass es stört, oder sich an der Ampel wieder nach vorne schiebt: Einfach mal ansprechen…

  27. @Michael S:

    Diese Schlangenlinien-fahr-und-immer-nach-vorne-kuller-Fraktion ist weitgehend lernresistent. So ’ne Phase, wo ich Leute angesprochen habe, hatte ich auch mal. Völlig zwecklos, es verdirbt einem nur die Laune.

    Übrigens habe ich keine generellen Probleme mit langsamen Fahrern, und auch nicht damit, dass einige Mitmenschen einfach erkennbar unsicher auf ihren Rädern sind (weil sie physisch nicht besser können). Wenn diese Leute aber noch völlig rücksichtslos-ignorant daherkommen, dann nervt das.

    Dein Anliegen, auch selbst in einigen Jahren/Jahrzehnten mit dann evtl. körperlich verminderter Leistungsfähigkeit noch auf dem Rad unterwegs sein zu wollen, ist mehr als verständlich. Allerdings vermute ich mal, dass Du dann immer noch ein Mindestmaß an Umsicht wirst walten lassen wollen. Mal ’nen Schulterblick, oder wenn der wegen Nackensteife nicht mehr geht, ggf. mit Spiegeln am Lenker. Diejenigen Leute, die zumindest mich öfter mal nerven, schauen auf nichts und niemanden. Allenfalls fahren sie „nach Gehör“, weil sie selbst Angst vor Autos haben. Das reicht aber nicht.

  28. @dan: „Allenfalls fahren sie nach Gehör” – wie denn das? Sie haben doch meist Kopfhörer auf!?
    Ok, ist wieder ein Stereotyp. Aber das gehört leider oft genug zum Erscheinungsbild.

    @Michael S: Es ging hauptsächlich um diesen Typus Radfahrer, den dan nochmal beschrieben hat.
    Dennoch: wir haben möglicherweise eine andere Erwartung an Verkehr. Für mich ist die Teilnahme am Straßenverkehr auch mit einer gewissen Effizienz verbunden. Dies bedingt, dass der Verkehr nicht im Schritttempo erfolgen kann – egal ob mit PKW oder Fahrrad, wir wollen i.d.R. unser Ziel schnell erreichen. Menschen, die ihr Fahrzeug nicht beherrschen (bitte genau lesen, es geht mir nicht um die erreichte Geschwindigkeit!) – aus welchem Grund auch immer – werden sich daher im schnellen Verkehr gefährden. Das betrifft Kinder, die unaufmerksam sind genauso wie Menschen, die Gleichgewichts- oder Koordinationsprobleme haben. So hart es klingt: wenn ich nicht in der Lage bin, mein Fahrzeug geradeaus zu steuern und jederzeit zum Stehen zu kommen, wenn es nötig ist, darf ich nicht am Straßenverkehr teilnehmen – oder muss ein anderes Verkehrsmittel (z.B. Trike) wählen. Da bin ich übrigens mit der StVO im Einklang – und sehe auch keinen Unterschied zum PKW-Fahrer, der altersbedingt sein Fahrzeug nicht mehr beherrscht.

  29. Zum Thema Überholen und Klingeln:

    Laut StVO darf innerorts Licht- und Schallzeichen nur geben, wer sich oder andere gefährdet sieht, sonst droht (theoretisch) sogar ein Bußgeld. Also entweder beziehen sich die „zahlreichen“ Urteile auf Situationen außerhalb geschlossener Ortschaften oder die Richter setzen sich über die StVO hinweg. Die (StVO- und urteilskonforme) Lösung wäre vielleicht, sein Überholen durch Rufen anzukündigen (das dürfte ja nicht als Schallzeichen gelten), ist aber auch irgendwie umständlich und wird vermutlich weniger universell verstanden.

    Im übrigen finde ich es auch überhaupt nicht einleuchtend, dass zwischen Fahrrädern ein geringerer Überholabstand reichen soll als zwischen Kfz und Rad. Ich dachte, der größere Überholabstand Kfz-Rad im Vergleich zu Kfz-Kfz resultiert v.a. aus der geringeren Spurstabilität von Fahrrädern. Dann wäre ein noch größerer Überholabstand Rad-Rad doch logisch. (Weil ja nicht davon ausgegangen werden kann, dass immer beide in die gleiche Richtung schlenkern.) Aber ein faktisches Überholverbot auf den allermeisten Radwegen hätte vielleicht die Radwegebenutzungspflicht zu sehr angreifbar gemacht… Wenn Platz ist (auf mehrspuriger Fahrbahn zum Beispiel), versuche ich jedenfalls mit mindestens 2 Metern Abstand zu überholen.

    Zum Thema Radverkehr auf Busspuren:

    Mein Eindruck ist, dass Busspuren (wegen der schnelleren Abnutzung durch die tonnenschweren Busse?) oft ziemlich unkomfortable Oberflächen haben. Ohne Radfreigabe ist der Vorteil, dass ich dann links von der Busspur auf (hoffentlich) besserem Asphalt unterwegs bin, ohne gegen das Rechtsfahrgebot zu verstoßen. (Die VwV-StVO (s.o.) wäre mit einem nicht benutzungspflichtigen Radweg doch erfüllt, oder?) Nett wäre dann noch eine Beschilderungslösung, bei der ich nicht immer das „Kleingedruckte“ unter dem Zeichen 245 (Bussonderfahrstreifen) durchlesen müsste, das bindet doch ziemlich viel Aufmerksamkeit.

    Trotzdem sollten die, die für den (vermeintlichen?) Sicherheitsgewinn auf etwas Komfort verzichten wollen und gerne die Busspur benutzen, natürlich nicht einfach ignoriert und (mal wieder) von einem Straßenteil auf den anderen verscheucht werden. Und wenn die nicht zu schnell und derer recht viele sind, fahre ich ja durch dauerndes Überholen schon permanent auf besserem Asphalt, welch eine Symbiose wäre das! 🙂

  30. Wenn wir von Gefährdung sprechen, Zustimmung. Wenn wir von Behinderung sprechen, Einspruch. Behinderung ist immer eine relative Sache. Wir reklamieren für uns das Recht auf Mobilität jenseits des Autos und protestieren gegen die Benachteiligung von Radfahrern. In den Augen der Autofahrer stellen wir ein Hindernis dar. Sich nun genauso verhalten zu wollen, ist nicht überzeugend.

    Ich wage mal zu behaupten, dass die Menge derjenigen, die sich über erratisches Verhalten anderer beklagen und dabei selbst alle Regeln incl. Ampelrotstopp und funktionierendes Licht befolgen verschwindend klein ist. Das Fahrrad ist ja ein Verkehrsmittel, dass geradezu dazu einlädt, sich wie ein beschleunigter Fußgänger ebenso flexibel und anarchisch zu bewegen. Die Notwendigkeit zur weitgehenden Regelung geht meiner Meinung nach vom enorm beschleunigten motorisierten Verkehr mit seinem Gefährdungspotential aus. Je schneller, desto Regel. Merkwürdigerweise müssen aber die langsamen, gefährdeten Verkehrsteilnehmer mit ihrem Mobilitätsbedürfnis eher zurückstecken als die Gefährder. Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen und mir will nicht in den Kopf, dass wir das auch für den Radverkehr anwenden sollten.

    @dan: Halte ich für eine Ausrede. Es führt kein Weg dran vorbei, sich mit seinen Mitmenschen zu beschäftigen. Entweder fluchend und umkachelnd, nah überholend, hupend, klingelnd, belehrend, tötend oder eben was konstruktiveres. Da wirst du als einzelner natürlich nie das schnelle Erfolgserlebnis haben, aber im Prinzip funktioniert das schon. Kleiner Selbstversuch mit Regelbruch: Drängel dich mal in die Bäckerschlange ganz vorne rein und order deine Brötchen. Berichte mal, ob das ein Erfolg war und ob du dich zukünftig weiter so verhalten willst.

    @BikeBlogger: deine Minimalforderung von geradeaus steuern und jederzeit zum Stehen kommen zu können, kann ich natürlich unterschreiben. Mir ist allerdings im Straßenverkehr auch noch niemand begegnet, der das nicht genausogut gekonnt hätte wie Autofahrer. Wir wissen ja allerdings, wie das mit der Einschätzung der angemessenen Geschwindigkeit so ist, aber für den Fall der Fälle ist die Fehleinschätzung eines Radfahrers nicht so fatal für andere, wie die eines Autofahrers und die Fehleinschätzung eines Fußgängers, ist es noch weniger.

  31. Die Kopfhörer des Radfahrers ist ja ein Thema für sich. Explizit verboten ist es nicht, dennoch werden manchmal Bußgelder verhängt.

    Der Philosophie des schnellen Verkehrs will ich so nicht zustimmen. Denn sie vergisst das legitime Interesse von Kindern, Alten und Behinderten, sich sicher im Verkehr fortzubewegen. Fehler macht jeder Mensch und diese sind einzuberechnen. Die Prämissen müssen eindeutig umgekehrt werden – nicht Geschwindigkeit und Leichtigkeit, sondern Sicherheit muss die oberste Priorität haben, das allerdings wäre ein Paradigmenwechsel mit weitreichenden Folgen.

    In der Konsequenz heisst das nicht zwangsläufig, dass überall mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden muss. Es heisst aber eben auch nicht, dass jede Straße mit zahlreichen kostenlos parkenden Toten Winkeln ausgestattet werden sollte und die Unvernunft des Menschen, eben doch zu schnell und ohne ausreichende Sicht zu fahren, geradezu überall befördert werden muss.

    Verkehrsraum ist nötig und dieser kann so ausgestaltet werden, dass dort schnell gefahren werden kann (Bahnstrecken, Hauptstraßen). Wenn man aber die ganze Stadt zu so einem Verkehrsraum macht und das Rückzugsgebiet der Einzelfall ist, muss man sich über die Konsequenzen acuh nicht wundern.

  32. Michael erwähnt einen schönen Punkt: Ein beachtlicher Teil der Verkehrslenkung ist aufgrund schneller Autosnötig. Ich tipp mal, dass man ohne diese locker die hälfte aller Ampeln einsparen könnte. Klar, dass dadurch viele Amplen für Radfahrer unnötig wirken, sie sind es wahrscheinlich für Radfahrer auch. Ein einfaches Beispiel sind die Nachts noch angeschalteten Ampeln in Nebenstraßen, die selbst für die meisten Autofahrer unnötig wären, gäbe es nicht ein paar Raser, die nicht die Vorfahrtsregeln beachten.

  33. Ein mich immer wieder ärgernder Punkt ist, dass man wegen des Straßenverkehrs oftmals riesige Umwege fahren muss, und damit teilweise sein Risiko steigert. Ich fahre z.B. gerne die Revaler Straße und dann weiter in Richtung Gubener Straße. Ostwärts (Marchlewskistraße statt Gubener) legal kein Problem, westwärts gehts ganz STVO-konform wohl nur, wenn man sich auf der Warschauer einordnet und dann irgendwann nach links abbiegt.

    In Karlshorst von der Ehrenfelsstraße oder Stolzenfelsstraße weiter in Richtung Dönhoffstraße ist auch ein ambitioniertes Wagnis. Will man das stressfrei schaffen, fährt man riesige Um- und langsame Schleichwege. Oder spielt Fußgänger und nutzt die entsprechende Ampel.

    Während man viele Einbahnstraßen schon für Radfahrer freigegeben hat, werden baustellenbedingte Einbahnstraßen scheinbar generell nicht freigegeben, was – im Korinthenkackermodus – wiederum zu riesigen Umwegen führt.

    Zwar ist es richtig, den Verkehr mittels Einfahrverboten und Abbiegeschildern auf den Hauptstraßen zu kanalisieren, wenn man die Radfahrer aber nicht ausnimmt, finden sie sich auch auf diesen Straßen wieder. Oder fahren eben so, dass sie als Rowdies wahrgenommen werden, die sich ja an keine Regeln halten.

  34. Ich fahre selten Straßen lang, die mit einer Busspur beseelt sind. Allerdings heute dann doch mal vom Kudamm Richtung Kreuzberg.. da hat man ja fast die ganze Zeit eine sehr breite Busspur. Wenn ich mir vorstelle, links davon mit dem Autoverkehr rollen zu müssen, um die Straße nutzen zu können, da wird mir ganz anders. Ich fahre gerne und oft auf der Straße, aber das würde ich mir sicherlich nicht antun. Ziwschen Bussen und Taxis, die mich rechts überholen, und dem gemeinen Autofahrer, der sich links an mir vorbeiquetschen wollen wird. Gruselig.

    Bin heute übrigens auf besagter Strecke auf der Busspur von einem Polizeibulli sehr knapp üerholt worden. Darf die Polizei, dein Freund und Helfer, auf der Busspur fahren, so ohne Blaulicht und Tatütata? Und kann man die Herren in Blau nicht auch mal freundlich darauf hinweisen, dass sie sich an die Regeln halten dürfen, gerade wenn sie Radfahrer beim Überholen gefährden?

  35. @ Linda: Ich glaube, wenn Sie im Einsatz sind, dann dürfen sie die Busspur mit benutzen. Das muss auch nicht unbedingt mit Blaulicht oder Signalton sein. Im Zweifel sind die immer im Einsatz :-/ Also diesbzgl. keine Chance.
    Überholabstände müssen sie natürlich trotzdem einhalten.

  36. Wollen die grünen Hipsters etwa 12-jährige Jungradler von der Busspur in die Mitte gewisser künftig vierspurig ausgebauten Straßen in Mitte abdrängen ? Wenn ja, dann bitte nur mit Organspendeausweis !

    Wenn man es wirklich ernst meinte, sollte doch vielmehr gerade die BVG sich rußpartikel- und CO2-technisch der Busspur fürderhin entsagen.

    Schlussendlich sollen sich die Radler auf der Busspur halt auch weiterhin rechts halten. Was soll diese blödsinnige Debatte ? Hat diese Stadt keine anderen Probleme ?

  37. Im Zusammenhang mit der Busspur-Debatte sei auch mal auf die Änderungen im Bereich des Weinbergswegs hingewiesen.

    Der alte Zustand war ja, dass die letzten 50 Meter des Weinbergswegs vor dem Rosenthaler Platz nicht legal befahrbar waren.

    Der neue Zustand ist, dass bergab (zum Rosenthaler Platz hin) nun Radfahrer dort bis an die Kreuzung heranfahren dürfen und dann auf einen Radwegestummel geleitet werden, der eine sinnvolle Weiterfahrt nur Richtung Torstr. westwärts zuläßt. Für andere Fahrtrichtungen soll wohl (mindestens einmal) indirekt abgebogen werden. Soweit, so halbschön.

    Schlimmer ist die andere Richtung. Man darf mittlerweile vom Rosenthaler Platz tatsächlich den Weinbergsweg hoch. Radfahrer werden aber dort nicht etwa durch den Haltestellenbereich gelassen, sondern per Straßenmalerei mitten ins (für Radfahrer freigegebene) Gehweg-Getümmel geleitet. Wo man als Radfahrer eigentlich überhaupt keine Chance hat, irgendwie durchzukommen.

    Die Prioritätensetzungen bei der Verkehrslenkung werden sehr deutlich. ÖPNV-Performance vor Radverkehr.

    Dabei wäre es am Weinbergsweg bergan, genau wie auch auf der Veteranenstraße, durchaus möglich, die Situation zu entschärfen. Es würde nämlich ausreichen, die rechtsseitigen Parkbuchten mal zu asphaltieren und zwischendurch den ein oder anderen Parkplatz zu streichen. Dann würden Ausweichstellen geschaffen, wo Radfahrer eine nachfolgende Tram problemlos überholen lassen könnten.

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